Hallo,
danke, dass ihr euch noch um so alte, "langweilige" Themen kümmert ,-) IKlasse, bin gerade auch auf euren YT-Kanal gestossen, gerade die letzten 2 habe ich gerne gehört; auch wenn relativ einfach und eher eine Bestätigung für mich, ist eure Arbeit doch sehr gut und hilfreich!
Ich habe auch noch eine kapitalbildende LV, abgeschlossen '97. (Damals Hamburg-Mannheimer, jetzt ERGO - komisch, in dem verlinkten Artikel weiter oben steht, dass nach der Insolvenz der H-M Protektor übernommen hat? Meine jährlichen Bescheide bekomme ich jedenfalls von der ERGO).
Ich hatte seinerzeit ein paar Jahre angespart (und brav meine Provisionen und Gebühren gezahlt
- Liebe Versicherungsbranche, falls ihr hier mitlest. Dieses Gebahren hat mich nachhaltig, bis heute, geprägt. Ich kann euch leider nicht mehr so richtig trauen. Damals hat mir den Vertrag ein ehemaliger Student/Doktorant angedreht, der, ein paar Semester über mir, mit Chemie-Dr.-Titel zur H-M "gewechselt" hatte... Ich selber kannte ihn aus der Uni und stand 2-3 Jahre vor dem Abschluss... Beratung auch im Sinne, dass es für beide Seiten stimmt war da nicht...)
Anfangs der 2000er Jahre hatte ich den Vertrag dann beitragsfrei gestellt. Er läuft im 2032 aus. Bei Kündigung heute wären ca. 11 k€ garantiert, in 10 Jahre dann ca. 15,5 k€.
Mit Hilfe eures Rechners (super!!) konnte ich ermitteln, dass im Durchschnitt eine Verzinsung von ca. 3,5% zu erwarten ist. Das ist ja immerhin was! 3,5% nach Steuern&Gebühren aber vor Inflation für beinahe risikolos (ja, habe den Artikel oben gelesen...). Ich lebe zwar mittlerweile in der CH, von daher zahle ich wohl ein wenig Vermögenssteuer (allerdings im Moment noch unterhalb der Freigrenze). Lebensunterhalt bestreite ich aber immer noch viel in €.
Wg. des Zinssatzes frage ich mich & euch, ob es nicht Sinn macht, den Vertrag jetzt doch weiter zu besparen? Ginge das überhaupt? Ansonsten bin ich (mittlerweile), was das Ansparen betrifft fast zu 100% bei Aktien ETFs angekommen (70-30), auch die in der CH übliche "3. Säule" (private Altersvorsorge, steuerlich geförderter 0 Komma irgendwas Banksparplan) möchte ich auf eine hohe Aktienquote umstellen. In meiner speziellen Situation muss ich mit 65 nicht alles auf einmal in RK1 haben. Nach dem Lesen eurer Artikel komme ich zu dem Schluss, dass eine Kündigung eher nicht zu empfehlen ist, auch eine Klage zur Rückabwicklung scheint mir nach so vielen Jahren nicht mehr erfolgsversprechend bzw. auch nicht unbedingt so gross vorteilhaft.
Ich wäre über euren Input dankbar, bevor ich die Versicherung anrufe. Ich vermute, dass die sich nicht unbedingt freuen, da sie ja den Garantiezins kaum stemmen können. Von daher erwarte ich nicht unbedingt ausschliesslich in meinem Sinne beraten zu werden
(zur Skepsis siehe oben...) Danke euch also vorab für eure Gedanken & Ratschläge.