Beiträge von Ralph_S

    Kann von der Methode her nero13 beipflichten! Was interessante / relevante Ausgaben angeht, stimme ich Thebat zustimmen.

    Allerdings: für meinen Geschmack driften viele Blätter, online und Print, momentan gerne in Richtung Alarmismus ab - dem kann sich derzeit wohl kaum ein Medium entziehen, im Kampf um Aufmerksamkeit & Auflage.

    Zur Methode:

    Der Besuch einer Bücherei hätte noch den Vorteil, dass man die Recherche, speziell was Wirtschafts-, Unternehmens-, Finanz-, Börsennachrichten angeht, zu einer festen Prozedur machen kann, die sich mittelfristig sicher auszahlt (am heimischen Bildschirm lauert stete Gefahr, abzudriften ;)).

    Ich gehe meist immer Freitags in die Gemeindebibliothek, um fachlich in die Breite zu lesen. Dabei checke ich auch Finanznachrichten. Gefühlt bleibt dabei mehr und nachhaltiger hängen als zuhause vor dem Bildschirm (...ist vielleicht ein Alters-Effekt, ich komme noch aus einer Papier-Welt...:)).

    Hallo JudoPredator,

    man kann hier fast keine "richtigen" Ratschläge geben. Selbst gehypte "Starinvestoren" mit Branchenkenntnis wie Cathie Wood haben den Anlagewert ihrer Kunden in weit weniger Zeit fast halbiert.

    Ein paar Gedanken:

    1) Verhaltensökonomen würden anraten, sich von den Aktien zu trennen und die Verluste zu realisieren (als ich den Kursverlauf gesehen habe, hatte ich so einen Reflex...). Jede andere Aktie könnte, genau wie Fresenius und Bayer, in Zukunft steigen. Vielleicht wäre ein "günstiger" Verkaufszeitpunkt im Herbst/Winter, denn die X-te Varianten von Corona / Affenpocken etc. die Headlines dominieren. Pharma könnte dann wieder etwas nach oben zappeln (Chemie-und Pharmakonzerne gelten zwar als energieintensive gasabhängige Branchen, die würden aber wohl als letztes reduziert/abgeschalten, wg. Versorgung mit lebenswichtigen Medikamenten und Lieferung von Ausgangsrohstoffen für die industrielle Wertschöpfungskette). ... den resultierenden Verlustvortrag für die Steuererklärung kann man ja etliche Jahre mit sich in die nächsten (gewinnreichen) Jahre mitschleppen....

    2) Eine interessante Alternative zu komplett verkaufen/halten wäre, jeweils nur einen Teil der Aktien zu verkaufen. Vielleicht gerade soviel, dass Du evtl. fällige Kapitalertragsteuer für 2022 auf 0 drücken kannst? Ein Teilverkauf von Fresenius und Bayer wäre ein Kompromiss in alle Richtungen: Du würdest noch jeweils Aktien halten (mit gar nicht so übler Dividende), diese könnten ja viellicht doch wieder steigen... Du hättest etwas Kohle frei für alternative Invests (andere Aktien, ETFs), und Du hättest einen Verlustvortrag, den Du bei Gewinnen in Zukunft einsetzen könntest.

    Nur so eine Idee...

    Folgende Lage: Unternehmer setzt sich zur Ruhe und verkauft sein Unternehmen und hat dann eine Million Euro auf seinem Girokonto. Er hat so gut wie keine weiteren Einnahmen. Er möchte von diesem Kapital bis zum Lebensende leben und das Kapital darf dabei auch verzehrt werden. Er hat keine Erben. Der Ruheständler würde gerne monatliche Einnahmen haben.

    Welche Geldanlage empfiehlt sich für diesen Ruheständler?

    EFT oder Fonds mit monatlicher Ausschüttung? Oder ganz normal EFT MSCI World thesaurierend und er verkauft jeden Monat (oder am besten nur nach Bedarf) entsprechende Anteile?

    Ganz andere Ideen?

    Mein Vorschlag wäre:

    - 500.000 EUR in den MSCI World ETF, daraus z.B. jährliche Entnahmen. Wieviel das sein köönte, schreib ich weiter unten.

    - 500.000 EUR auf dem Konto belassen, oder Tagesgeld. Wichtig ist nur der schnelle Zugriff. Wenn die Zinsen höher steigen sollten, hätte man noch ungebundenes Kapital, um Teile dvon in Festgeld anzulegen.

    Zum Fonds MSCI World ETF. Wenn man (konservativ, abzüglich Gebühren etc.) eine durchschnittliche Wertsteigerung von 7% p.a. annimmt (mit der Annahme tun sich momentan viele schwer, aber über die Jahre stimmts), und das Geld über 25 Jahre verzehrend anlegt (mit 65 in Rente, die 25 Jahre wären eine gesunde "Restlaufzeit" ;)), dann hättest Du aus dieser Quelle schon mal 37.000 EUR p.a. nach Steuern (!) zur Verfügung, das wären 3083 EUR pro Monat.

    => Allein das würde vielen Rentnern schon reichen!

    Die 500.000 EUR auf dem Konto/Tagesgeld/Festgeld dienen dazu, plötzliche Löcher zu stopfen, bei Krankheit oder wenn man sich ein Cabrio gönnen will, Sanierung am Haus. Der Zugriff auf das Geld auf dem Konto ist auch wichtig, wenn man den Fonds mal 1/2/3/4 Jahre nicht anfassen möchte, weil der Kurs abgesackt ist zu einer Zeit, in der die jährliche Entnahme geplant war ... oder für den glücklichen Fall, dass man doch die 90 überspringt und auf die 100 zusteuert. :thumbup:

    Nochwas: Kreditinstitute halten Vermögensberater vor, die Kunden über einem gewissen Vermögensbetrag individuell zur Seite stehen. Neben institutseigenen Finanzkonstrukten geht es dabei auch immer um "Steueroptimierung". Manchmal verheddert man sich in den Komplexitäten, die dabei entstehen. Wenn man ein ruhiges Rentnerdasein möchte und das Geld so für sich arbeiten lassen will, dass man alles versteht und jederzeit selbst kontrollieren kann, dann rate ich davon ab. Es gilt wie beim Roulette: am Ende gewinnt immer die Bank! ;)

    Danke für die Tipps. Ich werde erst einmal 'die Füße still halten'.

    Momentan gehen wieder bis zu / bis auf weiteres knapp 30% Gas durch Nordstream 1 - und die Wirkung auf den Gasmarkt ist wie vermutet, es heisst: "... Der europäische Gaspreis verbilligt sich im Frühhandel um knapp 4 Prozent...." :)

    Aktuell sinkt der Preis weiter, zappelt aber mit dem Skalenwert des Gasdrehschalters auf Putin´s Schreibtisch, direkt gekoppelt an seine Laune:

    https://www.finanzen.net/rohstoffe/erdgas-preis-natural-gas

    Erst mal Füße still halten ist gut. ;)

    Welches Baujahr hat denn euer Haus?

    Das die Installateure die Heizung nicht wirklich optimieren, bzw. lieber „auf volle Pulle“ stellen, ist wohl so üblich. Ich nehme mal an, sie gehen davon aus, dass es weniger Beschwerden gibt, wenns mollig warm ist....

    Unser Haus ist 11 Jahre alt.

    Ein Installateur meinte mal, dass eine Gastherme möglichst auf einem Niveau "durchlaufen" sollte. Ein Stop & Go Betrieb wäre ähnlich schlecht wie bei einem Auto, es entstünde Verschleiss, die Reparaturtermine nach sich zögen (und die waren schon immer teuer).

    Im Nachhinein wird einem allmählich klar, dass hier ein ganzer Wirtschaftszweig auf Durchsatz/Verbrauch ausgelegt wurde.

    Wenn man ausrechnet, welche Energie zum Erhitzen einer bestimmten Wassermenge von einer Ausgangstemperatur auf eine höhere Temperatur nötig ist - und wieviel die Gastherme tatsächlich Gas zieht, um das zu bewerkstelligen, stellt man fest, dass beim Wirkungsgrad noch viel Luft nach oben sein muss. War die letzten 30 Jahre wohl nicht wirklich nötig, da was zu verbessern...:/

    Das einzige, was man als Eigentümer einer Gasheizung jetzt noch machen kann (ohne Umrüstung auf erneuerbare Energien): sich ein paar Abende mit der Betriebsanleitung in den Keller setzen und die Gasttherme inkl. Heizmodus des Warmwasserspeichers optimieren! Falls Ihr Mieter seid: die Eigentümer bitten bzw. die Hausverwaltung bitten, eine Optimierung zu veranlassen.

    Sollte man jetzt tun, solange es draußen heiß ist - falls nämlich die Gastherme nach diversen Experimenten nicht mehr hochfährt ;)... und die total ausgebuchten Heizungsfirmen den Servicetermin erst ein/zwei Wochen später vergeben...

    Jetzt mal ein Beispiel aus der Praxis, mit Erfahrungswerten und Messungen hinterlegt:

    Insgesamt verbrauchen wir (Gesamtfläche 120m2, Fußbodenheizung) 1500m3 Gas = 16.000 kWh pro Jahr. Durch Versuche habe ich festgestellt: 27% des Gases gehen für Warmwasseraufbereitung drauf, 73% für Wärme.

    Strategie Heizen:

    Statt in allen Räumen auf nur 20°C / 19°C / 18°C abzusenken (drollige Temperaturziel-Diskussion in der Politik), werden wir manche Räume gar nicht heizen (Toilette, Flur, Bad, Küche), dafür die Wohnräume bei 21°C / 22°C belassen (Wohnzimmer, Kinderzimmer, Arbeitszimmer). Dieser Modus hat den Vorteil, dass man nicht in der ganzen Wohnung nur noch fröstelt, sondern nur in solchen Räumen, in denen man eh nicht lange verweilt.

    => Relative Ersparnis nach "kaltgestellten" Flächen: ca. 28%.

    Hinweis, was die Küche angeht: da haben die meisten eh eine Stromheizung verbaut, ohne es zu wissen: der Elektroherd! Wenn man täglich Kuchen und Muffins backt, Brot auftaut, Händl gart, merkt man gar nicht dass die Heizung aus ist. Für alle, denen es peinlich ist, jetztz nen Heizlüfter zu kaufen: wenn Ihr den Elektroherd in der Küche mit Speichersteinen (aus Keramik) vollschlichtet und 1-2h bei 200°C "backt", habt Ihr nen schönen Speicherofen. Weitere Möglichkeit: als unsere Heizung im Winter ein paar Tage ausgefallen war, hatten wir morgens beim Frühstück den E-Herd auf Umluft gestellt und die Herdklappe offengelassen - wurde in der Küche erträglich warm. ;)

    Strategie Warmwasser:

    Warmwassertemperatur im Kessel jetzt auf max. 45°C gestellt (selbst dann muss man beim Duschen noch Kaltwasser zumischen). Wieder hochgeheizt wird erst, wenn der Warmwasserkessel um 10°C auf 35°C abgefallen ist. Thermische Desinfektion (wg. Legionellen) 1x die Woche. Davor hatten wir das Warmwasser auf 60°C, und es wurde jedesmal wieder hochgeheizt, wenn der Warmwasserkessel um 5°C auf nur 55°C abgefallen war (interessanterweise hatten uns die Installateure bei Wartungen das immer so hinterlassen, wohl nach dem Motto: Durchsatz = Umsatz). Habe etliche Versuche gefahren um einen guten Betriebspunkt zu finden, ohne dass man beim Duschen "kalt" überrascht wird.

    => Gemessene relative Ersparnis: 36% (sieht recht viel aus, ist aber durch 2-wöchige Versuche verifiziert; unsere Gastherme und Warmwasserspeicher sind 11 Jahre alt).

    Die über Heizen und Warmwasser gewichtete relative Ersparnis ergibt in Summe:

    Rel. Ersparnis = 0.73 x 28% + 0.27 x 36% = 30%.

    Wird spannend, ob wir den Betriebsmodus im Winter durchhalten bzw. durchhalten müssen...:/ Ich ärgere mich natürlich, dass ich das alles nicht schon vor Jahren mal ausprobiert habe.

    Viel Erfolg beim Optimieren!

    Wie schon Alexis geschrieben hat: nachsehen, was die Preisgarantie im Notfall noch wert ist.

    Mich wundert, dass Dein Gasversorger gerade jetzt mit einem Vertragsangebot auf Dich zugeht, wo der bisherige Vertrag mit Preisgarantie doch noch bis 31.12.2022 läuft. Meine Stadtwerke haben zwar auch aktualisierte Angebote "mit Preisgarantie" für Neukunden, Bestandskunden wie ich werden i.d.R. erst getriggert, kurz bevor der bisherige Vertrag am Auslaufen ist.

    Dass das Angebot knapp vor dem 21.7. kommt (Gas / kein Gas durch Nordstream 1), ist wahrscheinlich kein Zufall. Emotionen rund um diesen Termin führen zu überstürzten Entscheidungen...

    Kommt kein Gas mehr, gibt´s Notfallstufe 3 und jegliche Preisgarantien werden höchstwahrscheinlich per Gesetz ausgehebelt. Fließt wieder Gas, bleiben die jetzigen Preise wenigstens stabil (ggf. sogar Preisverfall...). Im ersten Fall ist Dein Versorger im Vorteil. Im zweiten Fall allerdings auch, wenn Du sein Angebot annimmst. :/

    Falls Du das Angebot annimmst, dann lass die monatlichen Abschlagszahlungen möglichst niedrig. Jahresrechnungen werden immer erst am ende der Verbrauchssperiode gestellt. Abschlagszahlungen sind allerdings Vorauszahlungen und wandern mit der Insolvenz eines Versorgers in die Insolvenzmasse (=> sind i.d.R. dann weg :().

    Das hier ist auch ganz witzig gemacht (ggf. den unvermeidlichen Werbeblock vorher wegschalten):

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    Ist zwar betitelt mit "5 Geld-Philosophien", geht aber auf plakative Art auf das Mindset ein.

    Siehst du dich als passiven Buy and Hold Anleger oder als aktiven Trader?

    Als ersteren kannst du SL Orders vergessen ....

    Bin ein Buy & Hold Anleger, halte Aktien genauso lange wie Fonds.

    Hatte vor geraumer Zeit unfreiwillig Aktien bei einem nadelförmigen "Dip nach unten" verloren, als ein Stop Loss Limit eingestellt war. Daraufhin habe ich sämtliche Stop Loss Limits der restlichen Aktien gelöst (was mich schon mehrmals vor unfreiwilligen Verkäufen gerettet hat - stets war der Dip gleichentags wieder weg).

    Wenn ich mir das Kursgezappel ansehe, sind auch die (ehemals stabileren) Verläufe breit streuender Fonds nicht verschont: ETFs fluktuieren mittlerweilen im Prozent-Bereich so stark wie noch vor 10 Jahren Einzelaktien. Aus dem Grund ist auch mein ETF ohne Stop Loss Limit unterwegs.

    Liebe Community,

    wie sinnvoll haltet Ihr Stop Loss Orders, um Aktiengewinne abzusichern bzw. zu hohe Verluste zu vermeiden?

    Generell heisst es, man solle Stop Loss Orders setzen und auch nicht vergessen, diese nachzuziehen, wenn der Aktienkurs steigt. Da eine Stop Loss Order zu einem unlimitierten Verkaufsauftrag wird, der dann greift, sobald eine gesetzte Grenze unterschritten wird, kommt es - immer häufiger - vor, dass ein Verkauf sehr weit unterhalb der gesetzten Grenze ausgeführt wird (... es muss sich ja erst ein mutiger Käufer finden, damit ein Deal stattfindet ...).

    Andere raten davon ab und verweisen darauf, dass ein solches Finanzinstrument noch aus Zeiten stetiger, kontinuierlicher Märkte stammt und im hypernervösen, fluktulierenden Hochfrequenzhandel regelmäßig versagt. Wenn z.B. der Aktienkurs in Sekundenbruchteilen unter das Stop Loss Limit rutscht, und danach wieder hochschnellt. Unvermittelte Fluktuationen von 15% und mehr sind ja keine Seltenheit.

    Kontraproduktiv wird es dann so richtig, wenn eine AG eine Kapitalerhöhung durchführt. Dann gibt´s mit Vorwarnzeit = 0 eine Adhoc-Meldung, und der Kurs taucht dann unvermittelt (relativ um den Anteil der Verwässerung) mal um 10% (neulich bei Air Liquide) bis 15% (am Montag bei SFC Energy) nach unten ab. Ein mitgezogenes Stop Loss Limit wäre in solchen Fällen fatal. "Bedingte Stop Loss Limits", die z.B. Kapitalerhöhungen ausschließen, sind mir nach Recherche nicht bekannt.

    Ist eine Stop Loss Order nur eine für heutige Verhältnisse ungeeignete Absicherung aus alter Zeit? Ich kann bisher keinen wirklichen Vorteil erkennen ...X/

    Was denkt Ihr? Übersehe ich was? Gibt es bessere Erfahrungen damit?

    Wer von euch kennt d bodo schäfer? Ich möchte reich werden… kann man soviel sparen damit man das in 10 Jahren schafft… habt ihr sowas schon geschaftt… wer ist millionär geworden in 7 Jahren : ) ich will es auch werden… um jeden Preis!!!!

    Es gibt kein Rezept, wie man es "richtig" macht - aber es gibt etlich gute Ratschläge, wie man Fehler vermeidet. Siehe hierzu diverse Finanztip-Podcasts von Saidi.

    Fundierten Background zum Value Investing findet man im Buch "The Intelligent Investor" von Benjamin Graham. Einer seiner Studenten war übrigens Warren Buffett. Das Buch lohnt schon wegen der vielen schrägen Anekdoten von bekannten Promis, die irgendwelchen Heilslehren gefolgt sind und sich maßlos verzockt haben (u.a. Barbara Streisand als Daytrading-Queen: "I am taurus, the bull. When I see my portfolio turning red, I sell!"). :D

    Der wichtigste Satz des ganzen Buches. "The investor´s chief problem - and even his worst enemy - is likely to be himself!" ;)

    Wenn Du den Schritt vom Spekulaten (Dein Satz "Ich möchte reich werden...") hin zum Investor geschafft hast, dann sollte die Million machbar sein .

    Good Luck!

    Nochwas zum schmunzeln, man achte auf das Datum: https://www.zeit.de/1981/48/gute-miene-zum-boesen-gas

    Man muss sich nicht einloggen und weiterlesen - den Rest kennen wir mittlerweilen...:D:D:D

    Wie klar die Amerikaner die Sache schon vor 41 Jahren gesehen haben - wie blöd wir in die Falle getappt sind - und wie kontinuierlich die Russen vorgegangen sind ... da werd ich ja fast zum Bewunderer der Planwirtschaft... ;)?(

    Die Garantie ist mir ehrlich gesagt gar nicht so wichtig, sondern geht mir eher darum, dass ich mich 24 Monate binde und den Arbeitspreis von 12,47 Cent habe.

    Hatte gestern zufällig ein Gespräch mit den SWM München bezüglich meines Gasvertrags. Als Bestandskunde erlebe ich gerade folgende Preiskaskade:

    - bis Januar 2022: 4,76 Cent/kWh brutto

    - seit Januar 2022: 5,93 Cent/kWh brutto

    - ab August 2022: 8,45 Cent/kWh brutto

    ... bis Ende 2022 ist ein Arbeitspreis von > 10 Cent/KWh brutto absehbar.

    Bei Vertragsänderung auf einen für 12 Monate garantierten Festpreis läge mein Arbeitspreis bei 19,29 Cent/kWh brutto (SWM: "Der Tarif mit Preissicherheit").

    => Die 24 Monate Preisbindung bei Versorger EWE mit 12,47 Cent/kWh (Bruttopreis?) ist gar nicht so schlecht!

    Dann noch eine Zusatzinfo: es ist damit zu rechnen, dass das hohe Preisniveau noch die nächsten 3-4 Jahre anhält. Industriekunden schließen bei den Versorgern gerade Strom- und Gasverträge über mehrere Jahre ab.

    Inwieweit die Politik mit Entlastungspaketen den Privatkunden unter die Arme greift (Preisdeckelung nach oben, Rabatte,...), ist nicht vorhersehbar. Ebenso wenig vorhersehbar wie das, was Pumphut über den Notfallplan Gas schon angemerkt hat.

    Eigentlich ist es doch positiv: In fast allen Bereichen wird es teurer z.B. Einkauf im Supermarkt, nur an der Börse wird es grad immer billiger - da macht einkaufen noch Spaß :)

    Deine Bemerkung könnte von Altmeister Benjamin Graham stammen! ;) Börsenguru Kostolany sagte sinngemäß ähnliches: man solle kaufen, wenn die Kurse niedrig sind, und umgekehrt. Eigentlich logisch...:/

    Problematisch sehe ich die massiven Fluktuationen, die sind in der Tat neu: zuviele Panikmacher und Berufsalarmisten, die davon leben, verunsicherte Aktionäre am Oszillieren zu halten. Das geht mir fast zusehr in Richtung "Wag the dog", wo man sich die Katastrophen herbeiredet.

    Mir fällt momentan allerdings auch keine andere Anlageform ein, die mittel- bis langfristig die Inflation kompensieren hilft. Edelmetalle wirken auch nur auf die Psyche, sie tragen weniger als erhofft zur Stabilisierung des Portfolios bei (... gut, es gibt noch Betongold, das man sich schönrechnen kann - aber da kommt es doch sehr auf die Lage und Ausstattung an).

    .... Der aktuelle Marktwert des Hauses liegt bei ca. 400k bis 450k€.

    Die große Frage ist jetzt ob ich das Haus verkaufe und die 200k 'Gewinn' mitnehme und mir was zur Miete suche, oder ob ich das Haus behalte und weiter Tilge, allerdings mit dem Risiko das der Immobilienpreis in den Keller geht.

    Wie schätzt ihr meine Lage ein?

    Zur Info: Bin 36 und liege aktuell bei 75k€ im Jahr. ....

    Ich kann mich dem "Bauchgegfühl" der vorigen Ratgeber nur anschließen: das Häusl behalten und weiter tilgen ist unter den ggw. Umständen die bessere Alternative. Weitere, bisher noch nicht genannte Gründe sprechen dafür:

    - die derzeitige Inflation arbeitet für Dich! Die Tilgung bleibt ja bei den "alten" Zahlen und ändert sich nicht. Vor dem Hintergrund der Inflation ist mit Lohnerhöhungen zu rechnen, dann spürt man die Belastung noch weniger. 1.200€ Aufwände pro Monat für das Haus inkl. Tilgung & Zinsen klingt nicht allzu hoch. In München wäre das die Monatsmiete für eine kleine Wohnung! Wenn es Möglichkeiten gibt, die Tilgung zu erhöhen / bei der Bank nachzuverhandeln, würde ich das versuchen, dann bist Du schneller fertig.

    - Beim Marktwert des Hauses zählt die Lage! Die Preisfluktuationen der Finanzmärkte sind erfahrungsgemäß größer und unsteter als die auf den Immobilienmärkten, insofern verschafft Dir die "Trägheit" des Immobilienmarkts genug Zeit, in aller Ruhe zu überlegen. Wenn die Immobilienpreise in Eurer Stadt / Ort, in der Ihr wohnt, über die Jahrzehnte stabil waren, ein steter Zuzug an Menschen zu verzeichnen ist (Zahlen oft online auf der Homepage der Gemeinde / Stadt ausgewiesen) und Dein Wohnviertel nicht von Gangs kontrolliert wird, sollte das Haus seinen Wert nicht verlieren, sondern steigern.

    - Immobilienbesitz läßt sich beleihen! Wenn Du mal einen größeren Kredit benötigst (man weiss ja nie, wie einem das Leben so spielt), dann stehst Du als Häuslbesitzer wesentlich besser da als ein Mieter. Die Bank, an die Du derzeit tilgst, sollte noch im Grundbuch stehen. Wenn Du von genau dieser Bank mal ein größeres Darlehen brauchst, dann lass sie einfach drin stehen (Deine Ex sollte allerdings aus dem Grundbuch raus, falls Sie da noch drin ist).

    - Eine Immobilie sagt was aus über den potentiellen Kreditnehmer / Antragsteller: Ob Bank oder andere Gläubiger (auch Arbeitnehmer!), eine erworbene Immobilie wird immer als Sicherheit und als überprüfbarer Nachweis dafür gesehen, dass jemand große Verpflichtungen einzugehen bereit ist und Opfer für ein entferntes Ziel bringt. Ein Haus ist i.d.R. die größte und risikoreichste Anschaffung in einem normalen Leben. Es läßt sich geschickt als erfolgreiches Großprojekt vermarkten (=> es kann passieren, dass Personaler in einem Bewerbungsgespräch für einen Job dieses Thema ansschneiden, weil sie dadurch mehr über jemanden in Erfahrung bringen als über das Geschwurbel, das in einem Lebenslauf steht).

    Hoffe das hilft!

    Hallo Rasew80,

    das hier hab ich mal gefunden, als ich nach einer Verknüpfung eines World-Index-Verlaufs mit Katastrophen gesucht habe:

    https://i1.wp.com/www.dividenden…ie-SP-500-1.png

    Man sieht: alle paar Minuten geht irgendwo die Welt unter! Danach ging es aber wieder weiter. Es ging "früher" sogar noch tiefer abwärts. Die Frage ist immer, wie lange es dauert, bis sich alles wieder erholt.

    Ein paar Hinweise auf den Weg zur Anlage:

    - Risikoarm und hohe Rendite geht beides nicht gleichzeitig.

    - auf lange Sicht fährt man mit breit gestreuten Fonds am besten (die vielzitierte Weisheit).

    - Nicht nervös mit Fondsanteilen herum-traden, wenn mal wieder irgendwo die Welt untergeht. Das verbrennt unterm Strich viel Geld, siehe:

    https://faculty.haas.berkeley.edu/odean/papers%2…mance_final.pdf

    - es gibt immer Trader, die durch ihre Anlage"strategie" reich geworden sind, und dann Bücher mit einschlägigen Titeln veröffentlichen, oder auf diversen Portalen mit Börsentipps hochpoppen. Davor kann ich nur warnen. Das sind statistische Effekte, die im Nachhinein zur Strategie verklärt werden. Die hatten einfach nur Glück, so wie es beim Lotto immer ein paar Gewinner gibt, die dann ihre Tipp-Strategie bestätigt sehen... ;):D

    Viel Erfolg!

    Hallo,

    kann dem Beitrag von "lieberjott" beipflichten. Ich z.B. gebe in 2022 noch eine Sanierung in Auftrag (u.a. weil ich damit rechne, dass es in 2023 noch teurer wird). :rolleyes:

    Zu den "Geldgräbern" zählen laufende Versicherungen. Die anzupassen bzw. die Sinnhaftigkeit zu hinterfragen macht keiner gerne, aber da läßt sich oft sehr viel heben. Hinterher ärgert man sich, dass man das nicht schon Jahre vorher gemacht hat (=> siehe die Clips/Hinweise von Finanztip dazu!)

    Ansonsten das Prinzip "Kleinvieh macht Mist" beachten, ein paar Beispiele:

    Das Warmwasser von +60°C auf +50°C runter (auch 50°C sind zum Duschen noch zu heiss - ja, die Legionellen - aber die Heizkessel, die in den letzten 10 - 15 Jahren verbaut wurden, sollten eine "Thermische Desinfektion" als Einstellung haben, da wird das Warmwasser 1x pro Woche auf 70/80°C hochgeheizt, und alles ist ok).

    Den WLAN-Router & alle Repeater nachts abschalten, da kommt ein Verbrauch zusammen, der in Summe an einen Kühlschrank rankommt. Alle Kommuniktions-& Unterhaltungselekronik, die im Standby irgendwelche Zustände managt, nachts abschalten (auch den Riesen-Flachbildschirm im Wohnzimmer). Alte Leuchtmittel mit hohem Verbrauch gegen LEDs gleicher Leuchtstärke tauschen, es gibt mittl. sehr gute LEDs für die alten E27-Fassungen (zwar teurer, aber gehen weniger oft kaputt).

    Mit dem Fahrrad einkaufen fahren. Gerade auf Kurzstrecken schlucken Autos mit Verbrenner fast das doppelte. Und weil es auch noch zusätzlich Spass bringt: die Joghurts, die wir literweise vernichten, machen wir schon seit 2 Jahren selber und vermeiden dadurch Berge leerer Plastikbecher (das Ding heisst "Joghurt-Maker"), und das Wasser sprudeln wir uns auch. ;):)

    Versuchs mal bei Deiner Stadt/Gemeinde, die haben i.d.R. bodenständige und seriöse Kontakte zu sog. Bürgersolar-Initiativen. Deren Ziel ist, Schulen, Rathäuser, öffentliche Flächen, aber auch große Mietshäuser mit Solarpanelen einzudecken. Das Gesellschaftsmodell ist eine Genossenschaft, d.h. jeder kann beitreten und anteilig mitinvestieren und entsprechend mitverdienen. Natürlich sind auch immer Fachleute / E-Techniker / Architekten unter den Genossenschaftlern, und die schrauben dann auch mit, bzw. helfen bei der Auswahl und der Auslegung der Solaranlagen. => das ganze entspricht Deinem Fall b).

    Fall a) klingt interessant, wenn Ihr das durchzieht und alle gerecht an Aufwand, Investitionen, Aufbau, bis hin zum Geldverdienen mit Solar beteiligt, landet Ihr wahrscheinlich wieder beim Genossenschaftsmodell. In dem Falle könnt Ihr gleich einer bereits existierenden Bürger-Solarinitiative beitreten.

    Hallo RMBirkholz,

    hatte dasgleiche Thema vor einigen Jahren. Ich rate, neben der Berufsunfähigkeitsversicherung auch die Krankenversicherung zu checken - nicht selten decken beide in Kombination die Leistungen einer Unfallversicherung ab. Zu beachten ist auch: bei einem möglichen Überlapp der Leistungen zahlt nur eine (!) Versicherung. (Ich hatte damals meine Unfallvesicherung gekündigt, weil die Leistungen großteils von den anderen beiden gedeckt waren).