xe-2026 Im folgenden Kontext noch eine allgemeine Anmerkung
Mit 30 Jahren ist eine Aktienquote 80% etwa mittels globaler ETFs okay.
(nachträglich gefettet von mir)
Auch meine Wenigkeit hatte sich ja zu einem ähnlichen Hinweis veranlaßt gesehen (bzw. dazu "verstiegen" - siehe hier)
Vor dem Hintergrund, daß ihr die "Zeit auf Eurer Seite" habt ...
ist es sicherlich ein guter und gangbarer Weg diese Sparquote (immerhin rund 30% bezogen auf Euer gemeinsames Netto) - statt einer 50 : 50 Aufteilung (risikoarm/risikoreich) - mit einer gewissen oder deutlichen Übergewichtung (je nach subjektiver Risikobereitschaft - z. B. 70%) in den Aktien-ETF-Sparplan (risikoreicher Teil) zu schieben.
Wenn auch mit dem folgenden (einschränkenden) Gedanken kombiniert:
In der Situation und dem Alter würde ich mir aber stets ein gewisse finanzielle Beweglichkeit (auch gedankliche Beweglichkeit sprich Flexibilität) bewahren. Die privaten Rahmenbedingen können sich allein durch die Familienplanung ziemlich ändern. Die Sparquote würde ich dennoch möglichst nicht (nie) unter 15% besser 20% sinken lassen.
Stichworte in Deinem/Eurem Fall: Familienplanung, Kinderwunsch, ggf. größere Wohnung, zumindest temporär reduziertes Einkommen, mit Kind(ern) höhere Lebenshaltungskosten.
Zu dem Thema "richtige" (sprich individuell passende) Aktienquote ganz generell aus meiner Sicht:
1. In meinem weiteren Umfeld hat es diverse (eher zig) Menschen (sei es Paare oder Singles), die eine Aktienquote von Null haben - und die sich nichtsdestotrotz finanziell ordentlich oder gut aufgestellt fühlen und es de facto auch sind und/oder die so bereits ihren finanziell auskömmlichen Ruhestand genießen. Schlicht und einfach, weil ihre sonstige finanzielle Melange (Rente(n), Pension(en), bAV, Sparvermögen, Wohneigentum, Wertgegenstände) das ermöglicht. Dieser Umstand gehört für mich zum Realitätsbezug.
2. Für meinen Teil beispielsweise mag ich weder Aktien noch (vermietete) Immobilien noch eine "Versicherung" wie (physisches) Gold besonders - nichtsdestotrotz sind die ersten beiden genannten Anlageklassen prominent und die besagte "Versicherung" in relevanter Dosierung in meinem Portfolio vertreten, da ich das für unverzichtbar halte. Das ist aber meine höchst persönliche Entscheidung und meinem ganz persönlichen Bild geschuldet.
3. Ein Protagonist hier hat das Mantra vertreten mit dem Tenor "Ohne Welt-Aktien-ETF wird es schwer" (bezüglich Vermögensaufbau, Altersvorsorge oder Vermögensverwaltung). Dafür sprich sehr viel, denn Aktien sind zum einen auf lange Sicht die renditeträchtigste Anlageklasse (wenn auch mit großen Wertschwankungen während der langen Reise) und zum anderen bieten globale Aktien-ETFs eine sehr einfache, bequeme und sehr kostengünstige Möglichkeit - noch dazu breit diversifiziert (Risikostreuung) - von dieser Art der Beteiligung an Unternehmen (sprich dem Produktivkapital) zu profitieren.
4. Die Einstellung der im Einzelfall "richtigen" sprich passenden Aktienquote sollte man aber nicht "fremden Dritten" oder der KI überlassen - sondern für sich selbst und ganz bewußt definieren (Stichworte: Objektive Risikotragfähigkeit und subjektive Risikobereitschaft (sprich Risikotoleranz)). Dabei ist auch (zwingend) zu berücksichtigen, daß die meisten bis allermeisten Menschen dann von Ihrer "Aktienquote mit XX-Prozent" sprechen - diese aber nur auf ihre liquiden Mittel (freies Vermögen sozusagen) beziehen. Eingedenk von schon vorhandenen Renten/Pensionsansprüchen und/oder später zu erwartenden Renten/Pensionen und/oder einer ggf. vorhandenen Immobilie - ist bei einer finanziellen Gesamtbetrachtung die Aktienquote dann in der Regel real aber deutlich bis viel kleiner (!)
5. Damit Aktien überhaupt einen spürbaren/messbaren Impact auf die gesamten freien Mittel erzielen (und erst recht auf die finanzielle Gesamtaufstellung) dürfte eine Aktienquote von mindestens 30% eine Art absolute Untergrenze darstellen (läuft gemeinhin unter "defensiver" oder "konservativer" Aufstellung). Eine Aufteilung von 50/50 (risikoarm vs risikoreich) gilt gemeinhin als "ausgewogen", eine von 60/40 (risikoreich/risikoarm) als "klassische" Gewichtung und alles darüber als "offensiv". Immer unter dem in Nr. 4 dargestellten Aspekt zu sehen, daß die tatsächliche Aktienquote in aller Regel - bezogen auf die finanzielle Gesamtbetrachtung - ohnehin eine deutlich bis viel niedrigere sein wird.
6. Bei der Einstellung der (individuell) passenden Asset-Allocation und meines Gesamt-Portfolios war mir das Buddenbrook-Motto über die Jahrzehnte hinweg (bin schon Senior) durchaus eine Orientierungshilfe mit dem Tenor: "Sei mit Freude bei den Geschäften am Tage, aber tätige nur solche, die Dich auch in der Nacht ruhig schlafen lassen".
Hierzu übrigens
Die größten Erkenntnisse für uns sind Stand jetzt, dass wir a) beim Auto gerne eine günstigere Lösung finden dürfen (eigentlich genau so geahnt… 🙂) und b) die ganze Sache mit früher in den Ruhestand zum einen nicht bis ins kleinste Detail voll planbar ist und zum anderen eine ganze Ecke mehr an Kosten mit sich bringt als wir das auf den ersten Blick vermutet hatten.
ein ausdrückliches 
Dir/Euch weiter gute Gedanken und danach ebensolche Entscheidungen ... !