Notgroschen Finanztip Community

KI-Zusammenfassung

: Wie hoch sollte der Notgroschen oder die Liquiditätsreserve sein, und woran lässt sich die Höhe festmachen? In der Community werden drei bis sechs Nettomonatsgehälter als grobe Faustregel genannt, viele Beiträge schauen aber eher auf Monatsausgaben, Lebenssituation, Vermögen und absehbare größere Ausgaben. Kurzfristig verfügbare Liquidität wird überwiegend als sinnvoll beschrieben, etwa um keine Wertpapiere verkaufen oder den Dispo nutzen zu müssen. Uneinig bleibt, ob dafür ein klar getrennter Notgroschen nötig ist oder ob Tagesgeld, Girokonto und der risikoarme Vermögensteil flexibel reichen.

Wie hoch sollte der Notgroschen oder die Liquiditätsreserve sein, und woran lässt sich die Höhe festmachen? In der Community werden drei bis sechs Nettomonatsgehälter als grobe Faustregel genannt, viele Beiträge schauen aber eher auf Monatsausgaben, Lebenssituation, Vermögen und absehbare größere Ausgaben. Kurzfristig verfügbare Liquidität wird überwiegend als sinnvoll beschrieben, etwa um keine Wertpapiere verkaufen oder den Dispo nutzen zu müssen. Uneinig bleibt, ob dafür ein klar getrennter Notgroschen nötig ist oder ob Tagesgeld, Girokonto und der risikoarme Vermögensteil flexibel reichen.

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  • Ich denke, die Empfehlung zum Notgroschen richtet sich eher an Leute, die nicht Huntertausende angelegt haben, sondern gerade erst damit beginnen, zu sparen.

    Ich denke die Empfehlung richtet sich an alle Leute, neben der Faustformel gibt es ja genügend andere Faktoren wie Beruf, pers. Vorlieben, Hobby etc. Das gilt genau so für den Schreiner Lehrling als auch an den Börsen Profi mit 40 Jahren Berufserfahrung, nur die Höhe des Notgroschens ist eben regelbasiert oder individuell höher oder niedriger.


    Die Reihenfolge des Vermögensaufbau sollte so sein:

    1. Liquidität aufbauen, entweder Faustformel oder pers. Vorlieben

    2. Risikobereitschaft festlegen

    3. wenn 1. und 2. erledigt ist kann es dann mit dem Vermögensaufbau weiter gehen mit Summe X.

    4. Wird der Notgroschen "angegriffen", das heißt ein Teil oder alles wird genutzt, dann muss der Vermögensaufbau wieder warten oder eingeschränkt werden bis der Notgroschen wieder aufgefüllt ist.

    Eigentlich ist es ganz einfach, manche sagen ich hab Summe X auf dem TG, wie o.g., und zähle das nicht als Liquidität sondern zum Gesamten Depot, es ist aber ein Teil der Liquidität, sie sehen es nur nicht so. Gutes Beispiel oben: "ich habe keine Lust Teile des ETF zu verkaufen, dann nehme ich es vom sicheren Anteil des Depots, dem TG. (D.h. er hat unwissentlich eine Liquiditätsreserve, nennt es nur anders.

    Die anderen haben neben den Depot eben ein Giro oder TG Konto als Liquidität/Notgroschen, wo wie ich und viele andere. Ganz klare Trennung von Depot und Notgroschen. Am Ende bleibt es bei BEIDEN Varianten "Ein Geld, eine Gesamtsumme", wenn man das weiß ist man schon einen großen Schritt weiter.

    Am Ende meinen beide Parteien aber das gleiche, in einer Notlage Geld schnell verfügbar zu haben.

    Darum lasse ich deinen Punkt nicht gelten, es ist egal wie viel man auf dem Konto hat oder nicht, jeder sollte Liquidität haben, um nicht an den teuren Dispo dran zu müssen und im Notfall eine Reserve zu haben. Daher ist es eben manchmal eine "Kann-Alternative", als ein Muss.

    Fazit: so unterschiedlich die Vermögen sind, so unterschiedlich ist auch der Notgroschen, nämlich zwischen 0 und unendlich. :)

  • Mir könnte, muss aber nicht, beispielsweise eine der folgenden Überraschungen widerfahren:

    • Jobverlust und längere Auszeit oder Arbeitslosigkeit
    • Unfall oder Krankheit und Pflegebedarf
    • Operation außerhalb Kassenleistung
    • Reparatur an Haus und Hof
    • Gelegenheitskauf Immobilie, ETF, etc.

    Ich will dann nicht überlegen müssen, ob und wie ich mir das leisten soll. Dafür halte ich Liquidität in Höhe von mehreren zehntausend Euro vor.

  • Ja oder spontan eine Yacht oder einen Rembrandt kaufen oder so. Wer kennt das nicht?

    Dafür dürfte ein fünfstelliger Betrag nicht reichen ... ist halt Temperamentssache. Manche neigen zur Vorratshaltung: Klopapier, Katzenfutter, Zahnpasta und eben auch jederzeit aufs Girokonto zu holendes Tagesgeld. Und bei dieser Vorratshaltung ist ihnen wohl und sie behalten sie bei, obwohl es ihnen noch nie passiert ist, dass Klopapier/Katzenfutter/Zahnpasta ausgegangen oder nicht kurzfristig zu beschaffen gewesen wären.
    Ich bin selbst so jemand, und die Opportunitätskosten isses mir wert.

  • Fazit: so unterschiedlich die Vermögen sind, so unterschiedlich ist auch der Notgroschen, nämlich zwischen 0 und unendlich. :)

    Kann man - neben anderen Varianten - so sehen. :thumbup:

    An "One size fits all"-Lösungen glaube ich auch bei diesem Thema ("Notgroschen") nicht.

    Im Allgemeinen:

    Die häufig gehörte Bezeichnung "Notgroschen" finde ich ohnehin ein bißchen seltsam, da es zum einen schon sehr lange keine "Groschen" mehr gibt (sondern "Cent") und zum anderen auch in früheren Zeiten (als es noch "Groschen" gab) diese kaum für die Abdeckung finanzieller Notfälle hinreichend gewesen sein dürften.

    Zu dem Thema hatte ich - aus Sicht des interessierten Finanz-Laien - schon mal was in einem meiner ersten Beiträge hier geschrieben ...

    Im Speziellen:

    ... von pauschalen Standard-Lösungen wie den typischen "drei Netto-Monatsgehältern" ... halte ich auch eher wenig.

    Um mal zwei extreme Beispiele zu nennen: Einem beamteten Single ohne Auto mit günstiger Miete (z. B. in einer strukturschwachen Gegend) und ohne Schulden etc. könnten durchaus 1.000 bis 2000 Euro als "Rücklage für Notfälle" reichen. Bei einem alleinverdienenden Familienvater mit Frau und zwei Kindern, der sein Geld noch dazu als Selbständiger und/oder Freiberufler verdient, eine selbst genutzte, finanzierte Immobilie hat, ebenso wie zwei Autos in der Familie und in der PKV ist, könnten eher 10-12 Monatsgehälter angezeigt sein. Von einem Not"groschen" kann man da nicht mehr sprechen.

    Die erforderliche Höhe würde ich also von der individuellen, persönlichen Gesamtsituation aus definieren.

    In dem Kontext: Eine (eher) hohe liquide Rücklage kann man aber auch unter strategischen Aspekten betrachten - beispielsweise um günstige (Kauf)Gelegenheiten zu nutzen und/oder um auch für andere Szenarien (Rezession, Deflation, Depression) gut positioniert zu sein.

    Daher wird auch für den "Notgroschen" gelten:

    "Paragraph Eins - jeder macht Seins"

  • Quelle Newsletter 11.Sept.2026


    37% haben mehr als €15k

    38% haben zw €5k und €15k


    Wie sieht es bei Dir aus?


    Ich habe ca €8k Notgroschen

    Definiere Notgroschen und erkläre mir den Sinn.

    Ich habe gar keinen. Ich habe 60% in Aktien-ETF und 40% in sicheren Anlagen. Wenn ich Geld benötige nehme von dort, wo es gerade am höchsten steht.

    Mich würde mal interessieren, wie hoch der Notgroschen von Elon Musk ist.

    Einmal editiert, zuletzt von Gelöschter Nutzer (16. September 2026 um 19:02)

  • Auch wenn ich nicht dieBille bin ...

    Definiere Notgroschen und erkläre mir den Sinn.

    Eine "Definition" des adäquaten "Notgroschens" ist eine sehr bis höchst individuelle Angelegenheit (in objektiver und subjektiver Hinsicht) und einer allgemeingültigen Definition nicht oder zumindest schwerlich zugänglich (siehe schon Nr. 26).

    Die Tatsache, daß Vermögen und Vermögenstruktur einer ganzheitlichen Betrachtung bedürfen ist eine Binse. Ebenso, wie die Tatsache, daß die meisten Menschen (zwischen rund 20 und 70 Jahren) nur zwei Vermögen haben: Ihr Humankapital und ihr sonstiges Kapital (Finanzkapital, Immobilienvermögen, eigentumsgleiche Anwartschaften (Rentenansprüche) etc. pp.). Wer gerne rabulistisch oder dogmatisch unterwegs ist, wird dazu neigen von nur einem einzigen Vermögen zu sprechen (in der Begrifflichkeit "Humankapital" steckt ja auch der Gedanke, etwas zu "vermögen", was sich monetarisieren läßt ...).

    Die separate Aufteilung in "Anlagen bzw. Investments" einerseits und eine "Rücklage für Notfälle" andererseits (finde ich passender als "Notgroschen" (siehe schon Nr. 26)) entfaltet schon allein aus diversen Gründen (Übersichtlichkeit, Disziplinierung, Kontinuität, Compliance den eigenen Finanzplan betreffend) für den ein oder anderen Protagonisten ihren Sinn. Da braucht es dann keine weiteren "Erklärungen zum Sinn" (oder gar Rechtfertigungen).

    Ich habe gar keinen.

    Gratuliere - wenn es für Dich so funktioniert, ist doch alles bestens. Eben der berühmte

    "Paragraph Eins - jeder macht Seins"

    Ich habe 60% in Aktien-ETF und 40% in sicheren Anlagen.

    Nur am Rande: Meinst Du 40% in "risikoarmen" Anlagen ... ?

    Neben dem Tod im "normalen Leben" sind nach meinen Erfahrungen nämlich bei den "privaten Finanzen" nur drei Dinge absolut "sicher": Die Steuern, die Inflation und die mit jedem Investment verbundenen (mehr oder weniger hohen) Kosten sprich Gebühren.

    Mich würde mal interessieren, wie hoch der Notgroschen von Elon Musk ist.

    Werden große Vermögen aktiv, dynamisch und sehr unternehmerisch bewirtschaftet, kann der strategischen Liquiditätsplanung erhebliche Bedeutung zukommen.


    Dir weiter ganz viel Glück mit Deinen privaten Finanzen ... !

  • Warum hast du deine Aufteilung geändert?

    Das Geld stammt aus einem zeitlich unplanbaren Erbe. Dass das Geld irgendwann zwischen 2021 und ca. 2035 kommen wird, war abzusehen, nicht aber wann genau.

    Dazu weiß ich heute, dass ich in 6-12 Monaten einen niedrigen fünfstelligen Betrag für die Wohnung ausgeben muss (städtisch verordneter Umbau des Abwassersystems, den die WEG tragen muss). Anstatt auf einen guten Börsenwert zu spekulieren oder die früheren 10% TG weiter zu reduzieren und danach wieder aufzufüllen, wird das Geld jetzt für ca. 1 Jahr im TG geparkt.

    Ob weitere Teile des TG noch in meinen ETF fließen oder für ca. 6,5 Jahre fest im TG bleiben, entscheide ich nach Marktverlauf und Zeitpunkt.

    Das ist Geld, welches ich vermutlich mit 63 zur Finanzierung meines Lebens nutzen werde (mit 63 Dank zu erwartender Rentenanpassung ohne Vertrauensschutz, ALG1 zahlt max. 60% des aktuellen Freistellungsgehaltes, die Kündigung mit 63 Jahren ist schon seit 6 Monaten unterschrieben). Oder ich nutze das Geld zu Beginn meiner Rente.

    Sollte der Weltmarkt um mind. 20% fallen und meine Berechnung ergeben, dass ich durch Umlenkung meiner Sparrate das Geld trotzdem noch ansparen kann, wird investiert und der Sparplan ins TG umgelenkt. Sonst läuft der Sparplan weiter in den ETF.

  • Eine Erbe ist immer unplanbar.

    Du kennst also die gesundheitlichen Verhältnisse der Erblasserin, weshalb ich den Zeitbereicht ganz bewusst so genannt habe.

    Wenn die Erblasserin mit 83 und PG4 bzw. ein Jahr später PG5 im Pflegeheim ist, welches durch laufende Einnahmen plus eine private Pflege Zusatz-PV vollständig gedeckt sind, war/ist die Höhe schonmal planbar.

    Und ob ich bei der mir ab dem Zeitpunkt zu 100% bekannten gesundheitlichen Verfassung und der gesamten Familien-Historie damit rechne, dass die Frau nicht nur älter wie alle Verandten wird, sondern auch älter wie 96, bleibt dann eher mir überlassen.

    oder irgendwann in den nächsten Jahrzehnten.

    Habe ich oben ja geschrieben. 2021 bis 2035. Das war das Jahr der Einweisung ins Pflegeheim durch den Arzt bis zum damals geplanten Beginn meiner Rente und gleichzeitig dem 96. Lebensjahr der Erblasserin.

    In dem Zeitbereich von 15 Jahren zusammen mit ihrer Patientenverfügung (keine Apparatemedizin, die nur der künstlichen Verlängerung des Lebens ohne Besserungs-/Heilungschancen dienen) traue ich mir sowas durchaus zu.

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