Beiträge von Lightee

    Es fehlen eben weitere Hintergrundinfos:

    Szenario 1:

    Wenn das Geld für den Hauskauf schon komplett da ist und du es in 1-2 Jahren brauchst, dann dieses Geld in einem Geldmarkt-ETF / Tagesgeld(Anmerkung Einlagensicherung) parken. Überschüssiges Geld kannst du dann gerne in risikoreicheren Anlagen = All World ETF anlegen.

    Szenario 2:

    Wenn das Geld für den Hauskauf nicht da ist, dann solltest du so viel Eigenkapital wie möglich ansammeln und dies in einem Geldmarkt ETF oder Tagesgeld parken. Dieses Geld solltest du eben nicht in Aktien / ETFs stecken.

    Gerne!

    Noch weitere Infos im Verglich zu DE:

    -) Es gibt keinen Sparerpauschbetrag. Alle Kapitalerträge werden ab dem ersten Euro mit 25% (Zinsen auf Sparguthaben/Tagesgeld/Festgeld) oder 27,5% (Wertpapiere ETF/Aktien etc..) besteuert

    -) Es gibt keine (Aktien)-Teilfreistellung

    Deshalb, wenn du Thesaurierende ETFs hältst, zieht ein steuereinfacher Broker zum Stichtag die gesamte Steuer von deinem Verrechnungskonto ab und hebt gleichzeitig den Einstandskurs der ETF Anteile an. Wird dann interessant, wenn du viel Geld in thesaurierende ETFs hast und auf einmal 4 stellig im Minus auf deinem Verrechnungskonto bist. Daher macht es Sinn, diese Steuereinhebung im Budget miteinzuplanen.

    Alles Gute!

    Meiner Meinung nach musst du das TR DE Depot schließen bzw. die Wertpapiere verkaufen (oder wenn das geht einen Depot Übertrag auf ein AT Depot machen) Und wieder ein neues in AT eröffnen.

    Zudem sei angemerkt, dass es in AT zwar Trade Republic gibt, aber die Steuer nicht automatisch abgeführt wird. TR ist in AT somit kein steuereinfacher Broker. Das bedeutet, du musst sämtliche Thesaurierungen/ Ausschüttungen / ausschüttungsleichen Erträge selbst in der österreichischen Steuererklärung angeben. Trade Republic AT bietet dafür einen Steuerreport an, der dir rechtzeitig zugeschickten wird und du kannst die errechneten Werte dann in den Formularen eintragen. Noch eine weitere Info, die Broker Landschaft ist in AT nicht so ausgeprägt wie in DE. Die Neobroker sind hier (noch) nicht steuereinfach.

    Genereller Ratschlag wäre: wer mit fallenden Kursen nicht umgehen kann oder wem das stresst und es Einfluss auf den Schlaf oder das Leben hat, der sollte jedenfalls verkaufen und in sichere Geldanlagen anlegen. Rendite kommt eben von Risiko. Und nur weil die letzten 15 Jahre überdurchschnittlich gut gelaufen sind, muss das nicht auf die Zukunft zutreffen.

    Verstehe nicht, wieso man wegen solcher Fragen einen Thread in einem Forum aufmacht, wo Laien unterwegs sind und nichtmal alle Informationen vorliegen, um den Sachverhalt zu beurteilen. Wenn es Detailfragen zu Käufen/Verkäufen/Steuerbuchungen gibt, kann hier nur der jeweilige Broker eine sichere Auskunft geben. Daher -> Support anhauen -> und flatex hat einen brauchbaren Support meiner Erfahrung nach.

    Was passieren kann: Trump erhöht Zölle, wenn man ihm keinen "fairen" Deal vorschlägt. Dann gibt es mehrere Optionen:

    +)Alles wird für die Amerikaner teurer, Inflation steigt in den USA. FED hebt Zinsen wieder an. +)Risikoloser Geldmarkt wird dann wieder attraktiver gegenüber risikobehaftetem Aktienmarkt und Aktienrenditen sinken.

    +)EU Unternehmen wandern mit ihren Werken in die USA ab, schaffen dort Arbeitsplätze / Wertschöpfung (will Trump ja eigentlich)

    +)EU baut Industrie weiter ab / mehr Jobs gehen verloren / Wohlstand schmilzt dahin etc...

    Am Ende sind wohl alle Konsumenten die Verlierer. Aber die EU trifft es wohl am härtesten.

    In den meisten Szenarios ist die USA mMn überlegen und kann die Richtung vorgeben. Wirtschaftlich und militärisch. Daher wette ich persönlich nicht gegen USA, was den Aktienmarkt betrifft. Man sieht ja, dass die EU seit Trump 1 die Chance hatte, sich selbst besser aufzustellen. Aber mal wieder kläglich gescheitert und bleibt somit Spielball zwischen US und Russland oder China.

    Aber da wir ja langfristig denken, macht ein stetiges Investment in einen globalen diversifizierten Aktien-ETF am meisten Sinn. Die Zukunft kennt sowieso keiner.

    Anhand deiner Aufstellung: aufräumen und einen FTSE All world oder MSCI ACWI (IMI) behalten. Rüstungs oder Semiconductor kann man ja beimischen, wenn man ein wenig spielen mag. Fertig. Am Ende hast du 1 Kern ETF, der den Großteil ausmachen sollte und je nach Laune ein paar Wetten auf rüstung und Halbleiter.

    Habt ihr schonmal versucht auf die Patientverfügung im Krankenhaus beim diensthabenden Oberarzt hinzuweisen dass nur noch das gegeben werden soll, was verordnet wurde? Vielleicht kann man euch dann aufklären, was warum gegeben wurde etc... Erst wenn ihr dann Vorbehalte habt, würde ich weiter eskalieren. Manchmal hilft einfach ein aufklärendes Gespräch.

    Wieso? Wieso nicht einen monatlichen für 1.000,- Euro?

    Vermutlich, um den "Cost-Average" Effekt zu nutzen. Macht das Sinn? Glaube nicht - aber beruhigt vlt. das Gewissen. Kann ja sein, dass du 1x im Monat investierst und einen "schlechten" Zeitpunkt erwischt, weil danach der Kurs sinkt. Kann aber auch anders rum sein und du verschenkst Rendite, wenn der Kurs danach steigt. Beides nicht verkehrt, Hauptsache regelmäßig investieren.

    Vermögen wird heutzutage sowieso nur noch vererbt. Klar, jeder ist seines Glückes Schmied und mit etwas Glück und klugem Handeln kann man sich selbst über die Jahrzehnte ein Vermögen aufbauen.

    Aber wer nicht das Glück hat, aus gut bürgerlichem Haus zu kommen, wo Vermögenswerte über Generationen weitergegeben werden, hat eben einen erheblichen Nachteil zur Vergleichsgruppe, den man nicht mehr aufholen kann. Das zieht sich eben durchs gesamte Leben.

    Daher ist der Begriff "Vermögen" so individuell und man kann Personen nicht miteinander vergleichen. Es sei denn, jeder fängt mit 18 und Abi mit 10k Euro im Konto an und sieht sich an, wie es 30 Jahre später aussieht.

    Solide Aktienauswahl, sind ja auch in der Vergangenheit alle sehr gut gelaufen und fast alles bekannte Mega Caps.

    Interessant wäre natürlich die Gewichtung der einzelnen Titel im Depot.

    Du kannst über Teilverkäufe nachdenken, wenn einzelne Titel ein sehr hohes Gewicht und damit Risiko haben. Nvidia hat ja Anfang der Woche an einem Tag 20% an Wert verloren (siehe deepseek). Das spürt man dann bei einem hohen Gewicht auch im Depot.

    Wenn du eine hohe Sparrate hast, dann einfach zukünftig in einen globalen ETF stecken. Mit der Zeit nimmt das Gewicht der Einzelwerte automatisch ab. Oder Teilverkäufe vornehmen und die Erlöse in einen ETF stecken, um das Risiko ein wenig zu reduzieren. Wie gesagt, sind noch einige Unbekannte in deinen Angaben (Gewichtung, Sparrate, Cash für Einmalanlage?, Wie viel absoluter Gewinn ist denn angelaufen etc...) :P

    Viel Erfolg!

    Vorschlag wäre hier:

    Depot bei flatex aufmachen (steuereinfach in AT) und dort das Geld in einem Geldmarkt ETF parken. Fertig.

    Will hier nochmal erwähnen, dass Trade Republic in AT nicht steuereinfach ist und du dich selbst um die Versteuerung beim FA kümmern musst.

    Die Antwort ist meist nur eine Suche entfernt. zB: https://www.cnbc.com/select/best-br…-stock-trading/

    Kurzum: Ja, in den USA hat man viele Möglichkeiten, an ein kostenfreies / commission free depot zu kommen. Stichwort "Robinhood" - die Mutter aller Neobroker. Und ohne Wohnsitz in der EU kann sie auch kein Depot hier eröffnen bzw. macht das absolut keinen Sinn, das verkompliziert nur alles.

    Sollte sie irgendwann mal wieder zurückkommen und Depots umziehen, dann muss sowieso ein Steuerberater her.