Beiträge von Paulchen82

    Jedes Institut hat für solche und andere Notfälllagen Ausweichrechenzentren und Realtime-Datenbackups.

    In der "Bankaufsichtliche Anforderungen an die IT (BAIT)" der BaFIn lautet es

    "Das Institut hat nachzuweisen, dass bei Ausfall eines Rechenzentrums die zeitkritischen Aktivitäten und Prozesse aus einem ausreichend entfernten Rechenzentrum und für eine angemessene Zeit sowie für die anschließende Wiederherstellung des IT-Normalbetriebs erbracht werden können."

    Das BSI hat hierzu 2019 seine Empfehlung zur Entfernung zwischen den Rechenzentren von 5km auf 200km Luftlinie erhöht. https://www.it-finanzmagazin.de/bsi-rechenzent…ng-bafin-84078/

    Auf europäischer Ebene gibt es diesbezüglich seit Anfang 2023 die Verordnung namens "Digital Operational Resilience Act (DORA)". https://www.bafin.de/DE/Aufsicht/DORA/DORA_node.html

    Ich bin mir sicher, in den USA hat die SEC bestimmt ähnliche Auflagen erlassen.

    Wer einen Dienstwagen fährt sollte auch bedenken, dass er damit auch seine zukünftige Rente aus der DRV reduziert, bzw. Teile davon schon jetzt verfrühstückt.

    Pauschal gerechnet müsste man monatlich grob 20% des gewandelten Betrages unterhalb der BBG zusätzlich bei Seite legen, um damit dann ab Renteneintritt dauerherhaft seine durch den Dienstwagen reduzierte Rentzahlungen wieder aufzufüllen.

    Wenn man diese 20% vom erhöhten Netto nach Dienstwagen wieder abzieht bleibt in den seltensten Fällen noch ein Plus übrig.

    Lohnen tun sich Dienstwagen meist nur, wenn man deutlich über der BBG verdient.

    [...]

    Die Riester-Förderung ist nichts grundsätzlich anderes. Der Staat will, daß die Leute sparen, also denkt man sich ein Verfahren aus und fördert dieses. Und die Leute beißen an, FOMO nennt man das: fear of missing out.

    [...]

    ... und es sollte auch "nur" die zeitgleich beschlossene und stattgefundene Rentenkürzung für zukünftige Rentner außerhalb der DRV wieder ausgeglichen werden, mit Einflechtung einer sozialen Komponente.

    Da wurde letztens erst eine englischsprachige Studie veröffentlicht und verschiedene "bekannte" Standardportfolien ab Renteneintrittsalter miteinander in verschiedenen historischen Szenarien verglichen... 60/40... 100% minus Lebensalter.... 120% minus Lebensalter.... etc... waren einige

    Am besten abgeschnitten hat ein 50/50 Portfolio, welches wohl auch in den USA sehr beliebt ist... 50% Aktien bestehend aus 25% US-Aktien (S&P 500) und 25% Aktien aus anderen Industriestaaten (CA, Europa, JP, AU,...) plus 50% Anleihenmix inkl. Geldmarkt/Tagesgeld.

    Ich denke in Deutschland kann man das Ganze recht einfach über die LifeStrategy Produkte ergänzt um Geldmarktfonds/Tagesgeld darstellen.

    Meines Wissens nach gab es am Jahresanfang ein paar Änderungen bei Steuer und Abgaben. Vielleicht kamen die im Abrechnungsprogramm des Arbeitgebers nicht rechtzeitig zur Anwendung und es gab keine Rückrechnung?

    Auf der anderen Seite kenne ich Fälle, in denen der Arbeitgeber nicht hoch genug Steuern abgeführt hatte mit dem Hintergedanken "dann hat der AN schon früher das Geld, denn über die Steuererklärung kommt eh Geld zurück".... aber das war immer Steuerlasse 5 und nicht 1.

    Der Erlös aus dem Verkauf ist Eigentum der Eltern und die können damit machen was sie wollen.

    A) Wenn sie das Geld beiden Kindern zu gleichen Teilen geben ist es gerecht.

    B) Geben sie es nur einem Kind ist es ungerecht wegen...

    ... Liquiditätsvorteil

    ... Tochter spart sich Zinsen (Quasiertrag) X Jahre

    ... Sohn hat keine Erträge X Jahre

    Ich könnte mir noch vorstellen, die Eltern geben das Geld zu gleichen Teilen beiden Kindern (Gerechtigkeit aus A erfüllt) und der Bruder gibt der Schwester ein Privatdarlehen mit Vertrag!!!!! und angemessener Verzinsung (Nachteile aus B umgangen). Die Verzinsung darf zwar etwas günstiger als am Markt sein aber nicht zu sehr. Die Zahlungen müssen nicht zwingend monatlich erfolgen (z.B. jährlich) und eine Tilgung muss auch nicht enthalten sein.

    Schwester zahlt also nur Zinsen an Bruder (geringere Belastung), Bruder hat Zinseinnahmen die er zu 25% selbst versteuern muss und wenn mal wieder Geld über ist werden (Teil-)Tilgungen geleistet.

    Ich halte die parallele Anlage in einen weltweiten Aktienfonds für ebenso wichtig und würde statt dessen auf kleinere Goldmünzen setzten, sprich auf die 20 Franc Münzen der Lateinischen Münzunion (LMU), 20 Mark Deutsches Kaiserreich & Co. ergänzt um Bullion-Vietelunzer von Krügerrand, Maple, Eagle, Britannia, Panda, Philharmoniker, Libertad etc.

    Vorteile:

    - man kann finanziell beides gut miteinander kombinieren

    - man hat eine optische Abwechslung in den Münzen (Sammlungscharakter)

    - man weckt wahrscheinlich ein höheres Interesse am Gold

    (Begrenzung des sofortigen Verkaufswillens bis hin zur Weckung eines eigenen Goldanlagewunsches)

    Nachteile:

    - höhere Kosten pro Gramm/Unze im Vergleich zu 1oz-Bullions, die sich aber im Rahmen halten bis kaum vorhanden sind

    ... und wenn Du dazu noch den Wertverlauf der beiden Anlagen einzeln und als Portfolio trackst, wird der Filius hoffentlich erkennen, welche Ertragschancen sich auf der Aktienseite bieten und welche Absicherungsfunktion der Goldanteil darstellen kann.


    Beispiellink zu LMU-Münzen

    Ich frage mich, ob jemand der für drei Monate dringend einen Überbrückungskredit benötigt und die Differenz von 20 EUR in drei Monaten sparen muss/möchte und das Ganze auf sich nimmt, in der Regel eine Person ist, die auch eine 1500 EUR Steuerrückerstattung erwarten kann.

    Mein Bauchgefühl sagt mir, die Schnittmenge von Personen, die so knapp bei Kasse sind, dass sie so dringend 1500 EUR drei Monate früher benötigen und von Personen, die 1500 EUR Steuerrückerstattung erwarten können, ist sehr klein.

    Eine Steuerrückerstattung von 1500 EUR (abgesehen davon, dass man das unterjährig optimieren kann) würde in etwa einem kalkulatorischen liniearen ansteigenden und dann sich verstetigenden Liquiditätsvorteil von 1000 EUR für 18 Monate entsprechen. Da dieses Geld natürlich risikoäquivalent angelegt werden muss, kann man aktuell nur von einer maximal 3% rentierenden Anlage ausgehen ... das macht einen Bruttoertrag von 45 EUR in 18 Monaten bzw. rund 33 EUR nach Steuern. Abzüglich der 10 EUR Kosten blieben ein Vorteil von bissel mehr als 1 EUR pro Monat ... und dafür bindet sich niemand Taxfit ans Bein und gibt seine Daten her.

    PS: Ich muss jedes Jahr Steuern nach zahlen und muss deshalb quartärlich Vorauszahlungen tätigen. Würde die App mir auch einen fünfstelligen Betrag für pauschal für 10 EUR revolvierend vorfinanzieren?


    PPS: ah, 12345 war schon schneller ;)

    Der Notgroschen ist RK0 und nicht RK1 und damit außerhalb des Depots/Investmentportfolios (Außnahme Geldmarktinstrumente).

    Wieviel Monatsausgaben (nicht Netto- oder Bruttoeinnahmen) groß dieses sein soll ist jedem selbst und seinem Risikoappetit überlassen.

    Ich zum Beispiel finde es beruhigend mit der Familie 12 Monate ohne jegliche Einnahmen so weiter leben zu können. Mit Einschränkungen und Ersatzleistungen auch einiges länger. Oder jederzeit ein neues Auto kaufen zu können, wenn das jetzige zum Totalschaden wird und die Versicherungsleistung auf sich warten lässt.

    Wer seinen Notgroschen als RK1 bis RK3 ins Depot transferiert fährt ein höhers Risiko und hat dafür die Option auf eine höhere Rendite, als auf RK0. Es ist immer eine Abwiegen von Risiko und Rendite.

    Ich kann mir aber Partout nicht vorstellen, dass da noch etwas in 'Urkundeform' eingelagert wird was den Kauf von Aktien angeht. Wie häufig werden denn die Urkunden geändert, wenn von einer Aktie 100.000stk. am Tag gehandelt werden? :/

    Nur weil Du es Dir nicht vorstellen kannst, kann es trotzdem so sein. Ich handle seit über 30 Jahren aktiv Wertpapiere verschiedenster Art auf den verschiedensten Märkten und habe im Laufe der Zeit einiges an Erfahrungen einsammeln dürfen, inkl. dem, dass die Digitalisierung hier weit weniger fortgeschritten ist, als es die Frontends für die Kunden vermuten lassen.

    Die Urkundenform ist nicht nur der Normalfall, sondern gesetzlich vorgeschrieben. Elektronische Urkunden sind mittlerweile für Neuemissionen zwar auch möglich, das "Gesetz über elektronische Wertpapiere (eWpG)" ist seit ein paar Jahren in Kraft, wird aber vornehmlich erst für einen kleinen Teil der Derivateemissionen (Warrants, Certificates, RCBs & Co.) verwendet um sich die Urkundenausstellung auf Papier zu sparen.


    Die Urkunden müssen auch nicht umgeschrieben werden, die Zauberworte dafür lauten Globalurkunde, Rahmenurkunde und Sammelurkunde. Selbst Einzelurkunden (das was Du Dir wahrscheinlich vorstellst) muss nicht umgeschrieben werden, da es sich um Inhaberpapiere handelt. Sofern sie nicht in Streifbandverwahrung liegen, sondern in Girosammelverwahrung müssen sie noch nicht mal physisch bewegt werden.
    Namensaktien werden über das Namensaktienregister umregistriert, auch hier stellt niemand eine neue Urkunde aus.

    Auf der Website von Clearstream findet man auch einige Hinweise ...

    The German CSD model

    Clearstream Banking AG in Frankfurt is the CSD in Germany. It serves as the issuer CSD for debt, equities, investment funds, warrants and structured products issued by German and international financial institutions and corporates. For example, German government bonds are deposited in its vaults in Frankfurt.

    Issues in bearer global note form are directly deposited in the vaults.

    Safekeeping & vaults

    Clearstream Banking Luxembourg, our ICSD, enables the direct deposit of securities issued in global form. [...]

    Our national CSDs in Germany and Luxembourg keep global notes and physical securities in their own vaults. In addition, the vaults in Frankfurt also service gold and provide vault insourcing services for banks.


    ... und mit etwas Suche findet man auch ein Handbuchauf Deutsch ... hier Auszüge aus dem Vorwort ...

    Zitat

    In diesem Kapitel soll ein kurzer Überblick zum physischen Tresor der Clearstream Banking AG, Frankfurt (CBF) gegeben werden. Es wird der fachliche Hintergrund erläutert, wozu der Tresor existiert und wie die Verwahrung gehandhabt wird. Eine der Aufgaben von Clearstream Banking AG, Frankfurt ist die Funktion als Wertpapiersammelbank im Sinne des Depotgesetzes und die Durchführung aller damit zusammenhängenden Aufgaben. [...] Wertpapiere werden im Tresor getrennt nach Wertpapiergattungen verwahrt. [...] CBF ist ein Zentralverwahrer, welche für Kontoinhaber in ihrem Depot alle deutschen Wertpapiere verwahrt, die sich in Girosammelverwahrung befinden und ausländische Wertpapiere, die in Deutschland zugelassen und girosammelverwahrfähig sind. Wertpapiere, die effektiv (Einzelurkunden, technische Sammelurkunden) oder in Globalurkunden verbrieft sein können, werden zentral in den Tresoren von CBF je nach Gattung und Hinterlegungsart entweder nach Mantel und Bogen getrennt, nur als Mantel [...] oder als Unikat [...] gelagert. Geschäfte mit diesen Wertpapieren werden über CBF abgewickelt. Einzelurkunden in den einzelnen Tresoren werden entweder im Block- oder im Handbestand verwahrt. Im Handbestand befinden sich alle unverpackten Urkunden, die für die täglichen Wertpapierbewegungen kleineren Ausmaßes zur Verfügung stehen. Bei Bewegungen gilt das FIFO-Prinzip (first-in-first-out). Sammelurkunden [...] werden generell im Handbestand geführt, da sie nicht zur Blockbildung herangezogen werden können. Wenn die effektiven Handbestände eines Wertpapiers eine entsprechende Anzahl erreicht haben, werden Mantel und Bogen zu Blocks zusammengefasst (500 oder 1000 Urkunden zu je 100 Urkunden gebändert). Umgekehrt werden Blocks aufgelöst, um zu geringe Handbestände wieder aufzufüllen. Bestehen entsprechende Verträge mit Emittenten, werden nicht bewegte Bestände in Blocks versiegelt. Es findet keine Kupontrennung statt, und die Blocks gelten damit als Eisblock-Bestände. Als zusätzliche Dienstleistung bietet CBF die Sonderverwahrung von Vorratslagerbeständen an. Dies sind nicht begebene Fondsanteile, die gesondert gelagert werden. [...] Im Rahmen des Projektes “Vaults Insourcing” wird Banken seit November 2005 angeboten, dass diese ihre Tresore an CBF outsourcen können. CBF führt deren Tresorbestände als Streifbandbestand getrennt von den CBF-Tresoren. [...]

    Heute ist eine Aktie bzw. der Besitz eben nur mehr ein Eintrag in irgendwelchen Datenbanken.

    Na dann Frage ich mich, wieso Clearstream AG Frankfurt in Frankfurt Bockenheim noch eine Riesentresoranlage betreibt und darin für alle über sie von Banken verwahrten Bestände die Einzel- und Globalurkunden zu den ganzen Aktien und ETFs verwahrt. Die Übertragungen des Eigentums mögen zwar elektronisch über die Depots der Banken bei Clearstream erfolgen, aber physisch liegen die Urkunden girosammel- bzw. streifbandverwahrt im Tresor.

    Und, gab es solche Fälle?

    Und wenn es solche Fälle gab, wurden Kunden konkret geschädigt?

    Das habe ich nie behauptet

    Du hattest gefragt ...

    Frage 1: Könnte ein Bankmitarbeiter einfach so Buchungen auf einem Kundendepot durchführen? :/

    Das Geld geht ja dann auf das Verrechnungskonto des Kunden.

    Frage 2: Könnte ein Bankmitarbeiter einfach so Gelder vom Kundenkonto auf andere Konten umleiten?

    daraufhin habe ich geantwortet Ja (mit krimineller Energie) und Ja (habe ich bereits selbst als Kunde für meine Depots und Konten praktiziert)

    Aufgrund Deiner Aussage ...

    Diese Buchungen würden dem Kunden i.d.R. ja ziemlich schnell auffallen

    habe ich dann einen Weg aufgezeigt, wie das auch gemacht werden kann, ohne dass ein Kunde das mitbekommen muss.

    [...] Nur lohnt es sich so viel kriminelle Energie in das Depot eines 'Kleinanlegers' zu investieren? :/

    Wenn man die Möglichkeiten hat, greift man doch gleich richtig in die Kasse [...]

    Das was ich oben skizziert habe geht über den Bestand eines Wertpapiers in einem Kundendepot hinaus... die Grenze wäre ja der Lagerstellenbestand in diesem einen Wertpapier, also die Summe der Kundendepotbestände.

    Ein Verlust kann steuerlich nur durch Verkauf realisiert werden, wobei der Erlös nach Kosten noch positv sein muss.

    Als einzigen Weg sehe ich einen OTC-Verkauf... ggf. an einen nicht verwandten guten Freund.

    Ggf. gibt es auch noch aktive Erwerbsangebote von Aufkaufgesellschaften. Mal in den geerbten Unterlagen nachschauen, Banken informieren über solche Erwerbsangebote.