Beiträge von Finanzfranzhans

    Das Konto mit den Deka Fonds und Sparbriefen ist ein Gemeinschaftskonto bei der Sparkasse, beide sind als Inhaber eingetragen. Den Tagesgeld ETF liegt bei der ING Bank, dort sind ebenso beide im Gemeinschaftskonto eingetragen. Die Mutter erhält aber die Rente auf ein eigenes Girokonto bei der VR Bank, der Vater die Rente auf das Gemeinschaftskonto bei der Sparkasse.

    Wie gesagt, einen Steuerberater holen wir mit an Bord, einer wird ja wohl im Bürokratie Steuerwahnsinn Dschungel Deutschland den Überblick haben.

    Als Vermögensberater kämen für uns natürlich nur Honorarberater in Frage, niemand, der durch seine Anlageempfehlungen direkt an unserer Geldanlage mitverdient.

    Ich habe mittlerweile auch eine große Abneigung gegen diese ganzen Versicherungsberater, Sparkassenverkäufer und sonstige Berater, die nur auf ihre eigene Provision schauen.

    Aber so gut ich dieses Forum auch finde, es ist schließlich öffentlich. Bei manchen Gegenfragen kann ich nicht so ins Detail gehen, wie es für eine Antwort notwendig wäre. Gepaart mit meinem Halbwissen wäre es meiner Meinung nach an der Zeit, dass sich ein Profi mit unserer Situation auseinandersetzt.

    Ich habe bezüglich der Vermögensnachfolge einige Ideen, aber auch viele Unwissenheiten. Hier konnte mir z.B. bisher nicht beantwortet werden, ob eine Schenkung von einem gemeinsamen Konto der Eltern an die Kinder steuerlich sauber möglich ist (wenn nur die Mutter, die noch Freibeträge übrig hat, verschenken will). Kein Vorwurf an niemanden, ich weiß es auch nicht.

    Ich denke, das Beste und Einfachste wäre, sich einfach einen guten Vermögensberater zu nehmen, der auch etwas kosten darf, solange er eben vorher transparent ist.

    Durch diesen Thread habe ich schon einige interessante Gedanken durch die Poster mitnehmen können, danke dafür, aber ich habe auch erkannt, dass ein Forum für unseren Fall nicht der richtige Ort ist.

    Ich eröffne einen neuen Thread und frage, welche Vermögensberater man empfehlen kann bzw. wie man einen guten findet.

    Das Elternhaus Deines Vaters wurde wohl mit 1,2 "kk" taxiert, fragt sich, wie. Immobilienwerte sind immer etwas unsicher, wenn sie nicht echt verkauft werden, kann man sich nur auf Gutachten verlassen.

    Dieses Haus dürfte vermietet sein, möglicherweise hätte man den steuerlichen Wert des Hauses über einen Nießbrauch drücken können.

    Die Übertragung größerer Vermögen von einer Generation auf die nächste will geplant sein, und zwar von langer Hand. Ich bin mir nicht ganz so sicher, ob da auf Eurer Seite wirklich ein allseits akzeptierter Masterplan existiert.

    Ich könnte mir vorstellen, daß der geschätzte Mitforist McProfit einen hat (und ihn auch verfolgt).

    Der Wert wurde nach dem Sachwertverfahren ermittelt und der Nießbrauch bei der Schenkung des Vater an Kinder und Mutter beim Elternhaus berücksichtigt. In der Schenkungssteuererklärung wurde der Wert jedoch auf 1,9kk erhöht, der Steuerberater meinte, es gäbe ein neues Bewertungsverfahren weshalb das Haus jetzt höher bewertet wird. Das war einige Monate später, nachdem die Aufforderung vom Finanzamt kam, eine Schenkungssteuererklärung zu erstellen.

    Andere Häuser mit Grundstück in der Größe bekommt man in der Gegend für 1,3-1,8kk. Irgendwo dazwischen wird sich der reale Verkaufswert einpendeln.

    Einen Masterplan gibt es nicht, es geht erst einmal darum, die restlichen Freibeträge auszunutzen. Vielleicht etwas darüber. Von der Mutter auf die Kinder. Dann könnte man sowieso erst in 10 Jahren wieder verschenken.

    Ich sage es auch ganz offen, ich hätte schon längst einen Vermögensberater hinzugezogen, aber meine Eltern sind durch die erste überteuerte Beratung schlecht auf solche Leute zu sprechen und wollen im Moment nicht viel davon wissen. Deshalb scheint mir eine Bargeldschenkung der einfachere Weg zu sein und auch sinnvoller für uns Kinder.

    Mit einer Teilschenkung z.Bsp einer Ferienwohnung, die nur privat genutzt wird von den Eltern kann man wenig machen, das "Bargeld" aus einer Schenkung kann man in ETFs anlegen.

    Vermutlich interessiert das keinen weiter und es funktioniert so. Es könnte aber auch argumentiert werden, dass von jeder Überweisung die Hälfte vom Vater stammt und damit eine Schenkung ist. Das ist das Risiko beim Gemeinschaftskonto.

    Irgendwo in den Steuergesetzen wird das geregelt sein, der Fall, dass Ehepaare ein gemeinsames Konto haben und von dort Geld auf Einzelkonten abheben oder etwas verschenken, ist doch kein Nischenfall. Wir holen uns einen Steuerberater an Bord, irgendwie wird das schon rechtlich eindeutig zu lösen sein.

    ... und ein Gesamtkonzept hat man damit dann immer noch nicht.

    Gerade lese ich in einem anderen Thread das hier.

    Man fragt vorher, was es kostet bzw. schließt eine passende Honorarvereinbarung.

    Er nannte uns seinen Stundensatz, aber er konnte vorab nicht sagen, wieviel Stunden er dafür aufwendet. Und man kann von einem Steuerberater schon verlangen, dass er einen vorab informiert, wenn eine Leistung - in den Fall die Schenkungssteuererklärung - plötzlich am Wert der Immobilie berechnet wird und nicht mehr auf Stundenlohnbasis. Das kannten wir davor nur vom Notar. Im Gespräch hatte der Steuerberater es auch so locker formuliert, als wäre das kein großes Ding mit den Erklärungen und das bearbeitet er natürlich mit, kein Thema.

    Im Endeffekt wird das auch die letzte Zusammenarbeit mit dieser Person gewesen sein. Vorab informieren haben wir gemacht, aber man kann auch nicht alle Feinheiten wissen. Gerade von einem Steuerberater erwartet man schon einen gewissenen offenen Austausch.

    Inzwischen braucht man wohl einen Berater zum Berater, damit man als Laie einen Durchblick hat und alle Fallstricke kennt. Das "MuSs MAn sICH inFORMIerEN" halte ich da für zu einseitig bei solchen komplexeren Angelegenheiten. Aber das ist auch nicht (mehr) das Thema hier, hat sich inzwischen erledigt.

    Gibt’s Enkelkinder, die man in die steuerliche Nachfolgegestaltung einbeziehen kann? Die haben pro Nase ja auch einen Freibetrag von 200k.

    Nein, Kinder gibt es weder bei meiner Schwester noch bei mir aktuell. Geplant sind sie bei mir, aber ich habe gerade ganz andere Sachen im Kopf. Erst die Arbeit, dann das Vergnügen. ;)



    Die Beurkundung eines Testament dieses Wertes kostet 2 oder 3 k, die Erbschaftsteuer einer Erbschaft von 1 kk kostet für ein Kind 19%, also 190 k. Also grob Faktor 100. Ein spezieller Erbrechtsrechtsanwalt kostet vielleicht nochmal 2 k. Wenn der eine Gestaltung herausfindet, mit der man die Erbschaftsteuer reduziert, hat er sich allemal gelohnt, selbst wenn er nochmal Geld kostet. Es hat seinen Grund, daß gerade reichen Leuten empfohlen wird, den zweiten Dienstleister hinzuzuziehen. Es mag natürlich ideal sein, wenn in einer Kanzlei, die sich auf Erbrecht spezialisiert ist und die diesbezüglich auch einen guten Ruf hat, auch ein Notar sitzt, so daß man alle Leistungen zumindest aus einer Hand hat.

    Ich habe oben angeregt, daß es sinnvoll sein kann, bei Erbschaften dieser Größe bewußt Schenkungsteuer in Kauf zu nehmen. Bei der angedachten Größe der Erbschaft erscheint es unrealistisch, darauf zu bauen, daß man sie via steuerfreier Schenkung über 20 oder 30 Jahre so weit verringern kann, daß die Erbschaft letztlich steuerfrei bleibt. Also könnte man nun bewußt steuerpflichtig 300 k Wert übertragen (kostet für ein Kind 11% Schenkungsteuer, die sinnvollerweise der Schenker übernimmt, weil das finanziell ein kleines bißchen günstiger kommt). Ich rechne hier überschlägig dennoch mit 33 k Schenkungsteuer. Die Erbschaft dürfte pro Kind über 600 k liegen und somit im Bereich von 19% Erbschaftsteuer. Verschenkt man die 300 k nicht steuerpflichtig vorweg, spart man jetzt 33 k Schenkungsteuer und zahlt hinterher auf die vorab nicht verschenkten 300 k 57 k Erbschaftsteuer mehr. Man kann natürlich auch nur 75 k vorab verschenken, die kosten nur 7% Steuer. Damit bleiben gegenüber meiner Rechnung aber zusätzliche 225 k im hohen Steuerbereich. Das dürfte die schlechtere Option sein. Ich hatte mir schon überlegt, warum ich den Bereich 300 k ins Auge fasse.


    Danke Achim für deine ausführlichen und guten Antworten, da sind immer viele interessante Aspekte dabei, die ich mir notieren werde.

    Eine Anmerkung: "Erbrechtsrechtsanwalt kostet vielleicht nochmal 2 k"

    Unse erste Vermögenskanzlei aus Rechtsanwalt und Steuerberater Duo hat uns alleine für Schenkungssteuererklärungen erstellen 15.000€ gekostet, was ein Schock war. Neben den Beraterkosten kann / muss selbst der Steuerberater so eine Erklärung auch am Gebäudewert berechnen, was uns vorher nicht gesagt wurde.

    Er meinte vorab kein Problem, da kümmere ich mich auch drum, das gehört dazu. Wir dachten an den Formularen sitzt er vielleicht 3-4h und verlangt dann 1-2k gemessen an seinem bisherigen Stundenlohn ...am Ende waren es über 15k.

    Soweit ich mich erinnere hat uns der erste gesamte Schenkungsvorang (Elternhaus des Vaters mit teilweise Kettenschenkung an die Kinder) mit Notar, Rechtsanwalt und Steuerberater um die 30-40k gekostet - obwohl kein einziger Pfennig Schenkungssteuer fällig wurde.

    Vom zeitlichen und nervlichen Aufwand fange ich gar nicht erst an. Selbst bei diesen 30-40k bekommt man kein Rundum Sorglos Paket, sondern muss permanent teils komplexe Rückfragen beantworten, sich selbst in die Materie einarbeiten und viele Infos / Dokumente von allen möglichen Behörden einholen.

    Eine Bargeld Schenkung ist da einfacher - nur ans Finanzamt melden, Vordruck dieser Meldung kann man sich downloaden - und kostet nichts, außer man überschreitet die Freibeträge.

    Außerdem könnten meine Schwester und ich das Geld anlegen, sollten uns die Eltern jetzt ihre Ferienwohnung verschenken, können wir damit gerade wenig anfangen, da sie nicht vermietet wird sondern nur von den Eltern als Ferienwohnung genutzt wird und auch weiter genutzt werden wird. Deshalb die Idee mit der Bargeld Schenkung.

    Wir würden uns bei einer "Bargeld" Schenkung aber zur Sicherheit wieder einen anderen! Steuerberater mit an Bord holen.

    Wenn eine Schenkung vom Gemeinschaftskonto nicht möglich ist, könnte die Mutter einfach einen Teil des Geldes von ihren 50% aus dem Gemeinschaftskonto auf ihr Einzelkonto auszahlen (zwei Einzel Girokonten sind vorhanden - C24 und VR Bank - beide Einzelgirokonten haben nicht viel drauf, bei einem geht nur die Rente ein, das andere ist für schnelle Online Bezahlungen) und davon die Schenkung durchführen.

    Da Sie sich selbst nur einen Teil ihrer 50% aus dem gemeinsamen Konto auf ihr Einzelkonto überweist, dürfte das auch keine steuerliche Relevanz haben / einen Schenkungsvorgang auslösen.

    Die Immo Fonds liegen im Gemeinschaftsdepot der Eltern, eine Verschenkung fällt flach. Die Immo Fonds befinden sich alle in Kündigung - Kündigungsfrist bei offenen Immo Fonds ist 1 Jahr - und werden aufs Sparkassen Gemeinschaftgirokonto der Eltern ausgezahlt.

    Wird die vermietet?

    Vermietete Objekte sollten möglichst nicht verschenkt/vererbt werden, sondern verkauft werden, ggf. gegen ein Verkäuferdarlehen (dass später verschenkt werden kann). Dadurch wird a) neue AfA generiert und b) ist der Wert etwas steuerbar.

    Nein, ist nicht vermietet. Meine Eltern fahren ab und zu hin und nutzen Sie als Ferienwohnung. Ob nicht ein Hotel sinnvoller wäre oder nicht kann man natürlich diskutieren, Ihnen gefällt es so.

    Prima, vielen Dank schon mal an alle für den gewohnt guten Input den man aus diesem Forum kennt. Das nächste Ziel wird dann am besten sein, einen guten Steuerberater mit Schwerpunkt Vermögensverwaltung / Erbrecht zu finden, mit dem ersten Steuerberater auch mit Schwerpunkt Vermögen haben wir keine guten Erfahrungen gemacht.


    Wenn ich mir eine Anmerkung erlauben dürfte: Deine Erwägungen drehen sich im Wesentlichen darum, wie Du als Beschenkter Schenkung- bzw. Erbschaftsteuer vermeiden kannst. Mir fehlt hier völlig der Aspekt der Eltern.

    Aktuell ist noch ein Vermögen von 1,1 kk, ein unbekannter Wert in Immobilienfonds sowie ein abbezahltes Wohnhaus Deiner Eltern von unbekanntem Wert vorhanden. Das könnten zusammen 2 kk sein, aber auch mehr.


    Zur Klarstellung, die Immo Fonds habe ich schon in die 1,1kk mit eingerechnet. Da sind alle Geldanlagen der Eltern inkludiert. Dazu haben die Eltern eben das abbezahlte Familenheim und noch eine Ferienwohnung abbezahlt on top. Wert des Hauses ca 1kk, Wohnung ca 500k. Zusammen dann ca. ein Gesamtwert von 2,5kk.

    Die Eltern haben nur den Wunsch geäußert, dass immer genügend "flüssiges" Geld für sie da sein soll. Deshalb habe ich ja einen großen Puffer in Tagesgeld / Tagesgeld ETF angelegt, die aufgelösten und gekündigten Sparbriefe und Immobilienfonds werden dann auch in sichere Anlagen angelegt. Wie gesagt, ETFs machen derzeit nur ca. 16% des Vermögens aus.

    Ich habe meinen Eltern schon gesagt, dass sie sich eine Weltreise oder einen Porsche gönnen sollen, aber das ist nicht ihr Ding.

    Bis vor kurzem wussten sie gar nicht so genau, wie viel Geld man hat. Weil alles in zig verschiedenen Anlagen, Renten- und Lebensversicherungen angelegt - regelrecht versteckt - war und meine Eltern nur ein - bis zweimal im Jahr zur Sparkasse gingen, um mit dem Berater über ihre Deka-Fonds zu sprechen. Sie hatten weder großes Interesse am Thema Finanzen, noch die Möglichkeit sich ihre Anlagen online ohne Berater anzuschauen und die ganzen Papiere, die sie immer per Post bekommen haben, wurden nur kurz angeschaut und dann abgeheftet.

    Ich denke mit 7k netto + 300-500k "flüssig" ist man auf alles vorbereitet. Meine Schwester und ich würden das vorab geschenkte Geld nicht verprassen, sondern zu 80-95% in ETFs und in einem kleinen Teil Tagesgeld anlegen.

    Sollten unsere Eltern dann später aus irgendeinem Grund trotzdem Geld brauchen, würden wir natürlich einspringen. Es geht vor allem darum, so wenig wie möglich an den Staat abzugeben. Dass wir wahrscheinlich trotzdem auf einen Teil Schenkungssteuer/Erbschaftssteuer zahlen müssen, ist uns bewusst.

    Deshalb denke ich auch darüber nach, ob man nicht mindestens 75k pro Kind noch über dem Freibetrag jetzt verschenkt. Bis 75k sind es "nur" 7% Steuern, die man als Kind zahlen müsste.

    Ich muss dass aber noch austarieren, weil ca. 400k in Sparbriefen und Immobilien fonds aktuell feststecken, sie werden erst in den nächsten Jahren ausbezahlt. (Haltefristen, Kündigungsfristen bei Fonds, Sparbriefe können nicht gekündigt werden) Größtenteils in den nächsten zwei wird das Geld aber frei zur Verfügung stehen.

    Bevor ich wieder zig Antworten ins Zitat setze, antworte ich so um Licht ins Dunkele zu bringen. Es gab folgende Schenkungen.

    Vater schenkt sein Elternhaus zu je 1/3 an Mutter und zwei Kinder, pro Nase 400k Schenkungsfreibetrag aufgebraucht. Somit ist kein Freibetrag mehr von Vater auf die Kinder übrig. Von Vater auf die Mutter sind noch 100k Schenkungsfreibetrag frei, da man unter Ehepartnern 500k verschenken kann.

    Die Mutter schenkte daraufhin ihren 1/3 Teil (Wert 400k) zu je 200k an jedes der Kinder und somit sind noch 200k zum Verschenken von Mutter an jedes der zwei Kinder übrig. (genau sind es 180k pro Kind, aber ich will es nicht unübersichtlicher machen)

    "Mir ist bisher noch nicht klar, was der Threadstarter überhaupt erreichen will."

    Im Grunde gehts mir darum, die Finanzen meiner Eltern zu ordnen, zu verwalten und steuerliche Freibeträge auszuschöpfen. Ich mache das im Namen meiner Eltern, keine Angst wir verstehen uns super und ich gehe da gewissenhaft vor. Deshalb halte ich diesen Satz auch für eine Unverschämtheit.

    "Ich sehe hier einen Sohn, der irgendwie ohne Plan mit den Finanzen seiner Eltern rummacht. Und die Eltern lassen den Sohn offensichtlich gewähren."

    Ich habe einiges an Arbeit reingesteckt und arbeite seit über einem Jahr daran, Klarheit und Übersichtlichkeit in die Finanzen zu bringen - nicht nur von mir, sondern auch von meinen Eltern. Ich möchte nicht zu sehr ins Detail gehen, da wir dann zu weit abdriften, aber meine Eltern hatte Unmengen an Schrottprodukten - diverse Rentenversicherungen, bei denen sie erst mit 110 Jahren ihr eingezahltes Geld zurückerhalten hätten, unzählige Fonds (hohe laufende Kosten, relativ viel Risiko, weniger Ertrag), Lebensversicherungen und was es alles an Finanzprodukten gibt, die einem über Jahrzehnte von allen Beratern aufgeschwatzt wurden.

    Inzwischen haben wir alle drei den kompletten Überblick über das Vermögen und Zugriff ohne zig Berater davor kontaktieren zu können, jetzt geht es ans Feintuning.

    Dass ich zwei Trade Rebublic Konten mit ETF und Tagesgeld erstellt habe, hätte man eventuell anders lösen kann. Hier wäre eine gemeinsame ETF Anlage sinnvoll gewesen oder eben auch nicht. Das versuche ich gerade herauszubekommen, siehe Startpost.

    Wenn das geklärt ist, kann man das nächste Thema der Bargeldschenkung angehen. Das ist mit meinen Eltern abgesprochen, aber vorab muss man sich eben informieren. Step für Step eben.

    Die bisherige Anlage hat definitiv Sinn und Versand für ein älteres Ehepaar in unserer Situation.

    Derzeit sind zusammen nur ca. 16% in Aktien angelegt, der Rest risikolos und schnell verfügbar in Tagesgeld. Die Sparbriefe und restlichen Deka Immo Fonds waren noch vor meiner Zeit abgeschlossen worden, sie wurden aber inzwischen alle von mir gekündigt und aufgelöst. Die Auszahlungen werden in den nächsten vier Jahren alle aufs Girokonto eingehen.

    Meine Eltern wollen nur einen guten, flüssigen Puffer haben - welcher auch bei einer "Bargeld" Schenkung an die zwei Kinder weiterhin gewährleistet wäre. Deshalb fand ich Achims Aussage oben sehr unverschämt, da hier sehr wohl sich viele Gedanken und Arbeit gemacht wurde.

    Um den Notar kommt man aber nicht herum (und das zweimal).

    Der Notar ist übrigens nicht frei bei seiner Rechnungstellung, sondern an gesetzliche Vorgaben gebunden, die ihm wenig Spielraum lassen. Ein leichter "5-Minuten"-Fall wird bei hohem Gegenstandswert viel teurer als beispielsweise ein Testament über 10.000 € mit drei Beratungsterminen.

    Eine "Bargeld" Schenkung benötigt keinen Notar, man muss nur die Schenkung dem Finanzamt mitteilen. Unseren Steuerberater würden wir dann wohl trotzdem involvieren.

    Ich kann da keine Vorteil erkennen. Eher im Gegenteil, da es dann nicht mehr möglich ist, dass einer der Beiden etwas verschenkt.

    Klingt vernünftig. Muss für die Eltern machbar bleiben.

    Kann man machen. Was machen die Kinder mit dem Geld?

    Du schreibst nicht das Alter und über den Gesundheitszustand der Eltern. Du weißt auch nicht, was noch kommt und welche finanziellen Mittel Deine Eltern dafür brauchen. Daher würde ich liquide Mittel tendenziell eher bei den Eltern belassen.

    "Eher im Gegenteil, da es dann nicht mehr möglich ist, dass einer der Beiden etwas verschenkt."

    Das höre ich zum ersten Mal, dass man mit einem Gemeinschaftskonto keine Schenkung machen kann, das halte ich für eine Falschaussage. Bei einem klassischen Gemeinschaftskonto gehören den beiden Eigentümern bei verheirateten Eheleuten je 50%.

    "Klingt vernünftig. Muss für die Eltern machbar bleiben.

    Kann man machen. Was machen die Kinder mit dem Geld?"

    Anlegen in ETFs in der Plan. Das könnten natürlich auch die Eltern, macht aber weniger Sinn wenn Sie darauf nicht angewiesen sind und am Ende zahlt man im Erbfall nur (noch) mehr Steuern. Der Sinn ist ja eigentlich die Steuerlast im Erbfall so gering wie möglich zu halten.


    "Du schreibst nicht das Alter und über den Gesundheitszustand der Eltern. Du weißt auch nicht, was noch kommt und welche finanziellen Mittel Deine Eltern dafür brauchen. Daher würde ich liquide Mittel tendenziell eher bei den Eltern belassen."

    Eltern sind über 70, keine schweren Erkrankungen. Ich denke bei 1,1kk in liquiden Mitteln und in der Rückhand noch eine abbezahlte Immobilie und ein Netto Monatseinkommen von 7k sind mehr als ein ausreichender Sicherheitspuffer, um für fast alles vorbereitet zu sein, da würde eine 300k Schenkung nichts am "System" rütteln.

    Da unsere Eltern weder Luxusurlaube machen, keine teuren Hobbies haben, keine weitere Immobilie geplant ist und auch sonst sehr normal leben, sehe ich hier kein großes finanzielles Risiko im Fall einer Schenkung.

    Natürlich haben wir sie darauf aufmerksam gemacht, sich etwas zu gönnen, aber man kann niemand zum Luxus zwingen. Sie gehen gerne gut essen, ins Theater etc. normale Sachen eben, aber so etwas reißt jetzt keine riesigen Löcher ins Budget.

    Zu 1): Frag mal Euren Steuerberater nach der "Güterstandsschaukel". Vielleicht ist das ein Lösungsansatz für die Schieflage in steuerlicher Hinsicht bei Deinen Eltern.

    Ich frage mich gerade was hier der konkrete Vorteil sein sollte, diese Güterstandsschaukel ist wie ich gerade gelesen habe mit hohen Notarkosten und Steuerberaterkosten verbunden.

    Wir hatten vor kurzem mit den genannten Personenkreis zu tun, da wird abgemolken was geht. Alleine das Anheben des Kugelschreibers wird übertrieben gesagt vergoldet und am Auftragswert berechnet. Auf deutsch gesagt, wir würden es gerne vermeiden zum Notar und zum Steuerberater zu gehen. Bei einer "Bargeld" Schenkung müsste man nur das Finanzamt informieren.

    Fakt ist das sich ca 850k bereits auf den zwei Gemeinschaftskonten befinden, somit dürften beiden Elternteilen je 425k schon einmal aus diesem Topf gehören. Die restlichen 250k teilen sich halbwegs gleich in Einzeldepots bei TR auf.

    Theoretisch sollte meine Mutter 300k aus den Gemeinschaftskonten / von ihren Einzeldepot Anlagen nehmen können und meiner Schwester und mir je 150k schenken können oder sind wir da zu naiv / übersehen etwas?

    Guten Tag,

    ich habe folgenden Sachverhalt bei meinen Eltern.

    - Älteres verheiratetes Paar im Ruhestand

    - benötiget Hilfe bei der Organisation der Konten, vor allem im Hinblick auf Steuern und Vollmachten

    - die Frage von uns ob die Finanzplanung so Sinn ergibt.

    Eine Trennung oder Scheidung ist ausgeschlossen. Ich skizziere den aktuellen Stand.

    Gesamtvermögen aktuell ca. 1,1kk „flüssig“ + abbezahlte Immobilie.

    Das monatliche Einkommen reicht für alle Bedürfnisse aus, es wird weder Porsche gefahren noch viel gereist, auch teure Hobbies gibt es nicht. Das Geld soll vor allem der Altersvorsorge / Pflege und Hausrenovierungen dienen.

    Wobei die Altersvorsorge durch ein mehr als gutes regelmäßiges Renten Einkommen schon gedeckt ist (Rentenzahlungen von diversen privaten Anbietern was für die zwei ein Nettoeinkommen von ca. 7k zusammen ist). Das Geld sollte schnell verfügbar sein, aber auch etwas Rendite bringen.

    Zwei Gemeinsame Konten der Eltern gibt es:

    Sparkasse Giro und Depot - Enthält inzwischen gekündigte DEKA Immobilien Fonds und auslaufende Sparbriefe: 450k (warten auf Auszahlungen in den kommenden Jahren, aktuell keine Optimierung möglich)

    ING-Giro und Depot - Enthält Geldmarkt ETF 400k

    Einzelkonten Mutter:

    Trade Republic ETF MSCI World: 100k

    Trade Republic Tagesgeld: 30k

    Einzelkonten Vater:

    Trade Republic ETF S&P500: 100k

    Trade Republic Tagesgeld: 30k

    Problem: Der Schenkungsfreibetrag von Vater an Mutter ist bereits bis auf 100.000 ausgeschöpft. Von Mutter an Vater hat keine Schenkung stattgefunden.

    1. Sollte man die TR-Einzeldepots auflösen und bei der ING wieder zusammen in einen ETF /Tagesgeld anlegen oder ist das sinnbefreit? Hintergrund: Eventuell hat das steuerliche Vorteile und im Todesfall eines Partners dürfte es sicher aufwendig sein bei TR an das Geld zu kommen, oder?

    (mit Hinblick auf die oben genannte Problematik, wenn man von einem Einzeldepot auf ein gemeinsames Depot einzahlt, dürfte das als Schenkung gelten bei größeren Beträgen)

    2. Ist die Finanzplanung so weit in Ordnung? Die Deka Fonds und Sparbriefe waren natürlich ein Fehler, immerhin befinden sich diese Produkte in Kündigung, auch wenn die Auszahlung noch ein paar Jahre dauert. (letzter Sparbrief wird 2028 aufgelöst)

    3. Die Mutter hat noch pro gemeinsamen Kind (2 vorhanden) 180k Schenkungsfreibetrag frei, wir überlegen gerade zusammen, ob wir diesen Freibetrag ausnutzen sollten. Eigentlich spricht wenig dagegen, einen Teil des Geldes im Voraus an die Kinder zu verschenken, wenn es ohnehin nicht benötigt wird. Oder gibt es hier etwas zu beachten abseits der Meldung ans Finanzamt?

    Sorry erstmal für die verspätete Rückmeldung und danke für die zahlreichen Antworten!

    1. Ja, dass sich meine Eltern bei TR anmelden war meine Idee. Der Inhalt aus dem Deka Depot soll zu 33% in ETFs angelegt werden, der Rest in Tagesgeld / Geldmarkt ETF.

    Meine Eltern sind gut versorgt, das Deka Depot wäre ohne mein zutun wahrscheinlich noch jahrelang weiter gelaufen. Jetzt gehen wir quasi von 100% (größtenteils) schlecht laufenden aktiv gemanagten teuren Deka Fonds zu 30% S&P500. Rest ist Tagesgeld ohne Risiko.

    Und selbst die 70% Tagesgeld werden sie höchstwahrscheinlich erst bei aufkommenden Pflegekosten anfassen, da keine teuren Hobbies und keine teuren Urlaube.

    2. Ich frage mich gerade, ob eine Schenkung ausgelöst wird, wenn das gemeinsame Deka Depot einfach zu 50% auf je Vater und Mutter ausgezahlt wird und diese das jeweils in ihre Depots bei TR in ETF, Tagesgeld und Geldmarkt ETF anlegen.

    Hintergrund: Mein Vater hat meiner Mutter eine Immobilie geschenkt (Teil davon) und 400k Freibetrag ausgenutzt. Das Deka Depot bewegt sich in einem gehobenen 6-stelligen Berreich.

    Steuerberaterbesuch ist glaube ich das sinnvollste.

    Hallo zusammen,

    meine Eltern - verheiratet - haben ein Gemeinschaftsgirokonto und Gemeinschafts Deka Depot bei der Sparkasse (beide sind zusammen Depotinhaber).

    Sie haben sich jetzt jeweils ein Trade Rebublic Konto eröffnet und das Deka Depot soll aufgelöst werden. Jetzt kamen einige Fragen auf.

    1. Haben meine Eltern jetzt einen steuerlichen Nachteil, wenn sie nicht mehr zusammen Deka Depotinhaber sind, sondern jeder ein eigenes Depot bei TR haben? Ein Gemeinschaftsdepot gibt es nicht bei TR.

    2. Gehört meinen Eltern das Deka Depot zu je 50 % oder wie ist da die Aufteilung bei einem Gemeinschafts Depot? Kann es da zu Ärger kommen mit dem Finanzamt, wenn eine Partei sich alles auszahlen lässt?

    Hintergrund: Im Grunde hat mein Vater das ganze Geld in das Deka Depot eingezahlt, aber er will, dass auch meine Mutter abgesichert ist, deshalb haben sich beide als Depotinhaber eintragen lassen. Auch wenn er alles eingezahlt hat, wäre es für ihn ok, wenn jeder 50% vom Depot besitzt. (Älteres Ehepaar, lange verheiratet)

    3. Ich frage mich gerade, wie das Finanzamt hier eigentlich Schenkungen zwischen Ehepartnern erkennen will? Zwei Ehepartner sind eingetragen, einer zahlt alles ein, trotzdem gehört es beiden zu gleichen teilen? :/

    Nach den anderen guten Gedanken möchte ich den Punkt herausgreifen. Ich weiß nicht, welche Offenheit ihr in der Familie pflegt und welche Diskussionskultur ihr schon habt. Aber es wird Euch auf jeden Fall gut tun, frühzeitig ehrlich über Eure Wünsche und Ängste zu sprechen und gegenseitig Eure Überlegungen offen zu legen. Bitte führe die Diskussion mit Deiner Schwester und Deinem Vater. Das macht jetzt Arbeit und ist vielleicht auch emotional eine Herausforderung, kann aber später viele Nerven und Anwaltskosten ersparen.

    Das Verhältnis zwischen uns dreien ist sehr gut, wir können offen über alles reden. Danke, dass ihr das Thema "Haus" so direkt angesprochen habt. Ich muss ehrlich sagen, bisher haben wir 3 uns auch ein bisschen vor dieser Diskussion gedrückt.

    Nach dem Motto, da sitzen noch die Mieter drin, also machen wir einfach weiter. Langsam merke ich auch, dass wir hier auch ein bisschen zu naiv an die Sache herangegangen sind.

    Ich meine, wenn ich das Grundstück behalten will, dann muss ich erst mal ca. 1kk an meine Schwester zahlen und dann stehe ich immer noch ohne Haus da.

    Klar, der Traum von Familie und Haus ist bei mir da, aber ich muss mir auch eingestehen, dass bisher keine Frau/Freundin vorhanden und derzeit auch keine in Sicht ist. (Liegt an mir, bin das Thema bisher kaum aktiv angegangen, ist ein anderes Thema).

    Bis sich eine findet, könnte man das Kapital aus dem Verkauf - einen Großteil davon - an der Börse arbeiten lassen. Und die Schwester würde das auch favorisieren, denke ich, mit ihrem flexiblen Lebensstil. Der Vater ist auch eher rational, ich rede mal mit ihnen.

    Auf der einen Seite tut es mir schon weh, dieses tolle Grundstück in bester Lage aufgeben zu müssen. First world problems sicherlich, trotzdem eine sehr schwierige Angelegenheit.

    Danke an alle bisher für den ganzen hochwertigen Input. :thumbup:

    Wenn ich sowas lese, würde ich arg bezweifeln, dass der oben genannte Wert von 2 Mio. realistisch ist. Ist das so ein tolles Grundstück? Wer hat denn den Wert bestimmt?

    Der ergibt sich m. E. aus dem, was dir bei Verkauf angeboten wird. In der Konstellation würde ich verkaufen und mich über die Hälfte des Erlöses freuen. Was du dann damit machst bzw. machen kannst, steht auf dem nächsten Blatt.

    Das Haus wurde 2022 verschenkt, da war es laut der Berechnung des Steuerberaters 1,4kk wert inkl. Grundstück. Wir mussten dann Ende 2023 vom Finanzamt eine Schenkungssteuererklärung ausfüllen, hierbei hat uns der Steuerberater darauf aufmerksam gemacht, dass es inzwischen 1,9kk wert sei. ("der steuerliche Wert ist von 2022 1,4kk auf 1,9kk 2023 gestiegen. Es hat sich zum Jahreswechsel ein steuerliches Bewertungsverfahren geändert"). Die Preise von anderen Häusern in der Gegend kann man ja einfach recherchieren, was da für 1,3kk angeboten wird, kann ich selber kaum glauben. Die Lage ist einfach top und gefragt, da kann man anscheinend solche Mondpreise verlangen.

    Das Problem bei einem eventuellen Verkauf wäre (für mich), dass man eigentlich ein Topgrundstück hatte und "nur" noch ein Haus draufsetzen müsste und dann hätte man Ruhe. Günstiger bekommt man so etwas nicht mehr. Und es ist natürlich Heimat, von den Großeltern kurz nach dem Zweiten Weltkrieg gebaut bzw, das Grundstück gekauft.

    Was nützen mir dann 900k oder so im Depot, wenn ich irgendwo in einem weit entfernten Dorf in einer Mietwohnung sitze. Ich bin auch jemand, der gerne in seinem gewohnten Umfeld bleiben möchte und wo andere mit der Kohle ihre Time of Life haben und durch die Welt reisen würden, wäre es für mich das Größte, sich sozusagen sein eigenes Nest zu bauen.

    Nach meinem Dafürhalten ist die vordringlichste Frage bei Dir nicht, ob Du Deine Sparbemühungen weiter in den MSCI World steckst, sondern was mit dem geschenkten/geerbten Haus ist oder passieren soll.

    Das fragen wir uns auch seit einiger Zeit. Problem ist noch, ich habe eine ältere Schwester, die das Haus und Grundstück mit geschenkt bekommen hat. Pro Kind ist das Haus + Grundstück 1kk wert. Weder meine Schwester noch ich haben aktuell Partner.

    Sie würde es wohl eher verkaufen wollen, da sie es bevorzugt flexibel zur Miete zu leben und wahrscheinlich irgendwann wegzieht. Ich würde gerne in der Gegend bleiben und auf dem Grund ein neues Haus bauen und eine Familie gründen.

    Das aktuelle Haus ist aus Ende 1940 und renovieren würde sich nicht mehr lohnen. Aber im EG lebt aktuell noch ein Paar in einer netten Wohnung (Mieter). Der Rest vom Haus ist eher nicht mehr vermietbar und auch nicht bequem bewohnbar.

    Falls ich das Haus alleine haben will, müsste ich aber meine Schwester auszahlen (1kk) und ein Hausneubau kostet sicher auch nochmal mind 500k+. Soviel habe ich dann auch nicht.

    Klar dann sagt man verkaufen, aber selbst im weiteren Umkreis müsste man für ein Grundstück mit Haus auch sicher mit 1kk Kosten rechnen. Aktuell kassieren wir halt Miete, die aber mein Vater erhält, da er noch die Kosten fürs Haus zahlt. Ist alles vom Notar so besiegelt worden.

    Dieses Haus ist der Elefant im Raum und auch eine wesentlich größere Entscheidung als die ETF Frage. Es gibt zwar noch das Haus, wo ich mit dem Vater aktuell drin wohne (Gesamtwert 1kk ca gesamt), aber da möchte mein Vater natürlich noch leben.

    Fluch und Segen zugleich, wenn man in einer Lage wohnt, wo Häuser viel kosten und viel wert sind. Am Ende sitze ich dann nach einem Hausverkauf mit einem prall gefüllten Portfolio in einer 3 Zimmer Mietwohnung oder muss in den Osten ziehen, um mir ein Haus leisten zu können. Provokant formuliert.

    Impidimpi: Danke dir für deine ausführliche Meinung dazu. Auf ein paar Sachen antworte ich noch.

    "Es weiß niemand wie lange der "Höhenflug" der USA noch anhalten wird"

    Tatsache ist, dass der Höhenflug der USA schon lange anhält. Obwohl das Land überall politisch involviert ist, wenn es knallt. Ich brauche mich nur in meinem Büro umzuschauen... wenn ich alles rausschmeißen würde, was aus den USA kommt, säße ich an einem nackten Ikea-Schreibtisch mit ein paar Leitz-Ordnern und einem Block. (und wahrscheinlich einem Fax aus good old Germany).

    Natürlich kann man aus vergangenen Börsenzeiten nicht auf die Zukunft schließen, aber ich sehe in den USA noch viel Potenzial. Ganz nach dem Motto von Buffet: Wette nie gegen die USA.

    "Warum gehst du nicht direkt auf einen KI-ETF oder (ich übertreibe absichtlich) 100% auf NVIDIA"

    Ich glaube, dass es zwischen dem Nasdaq 100 und einer Einzelaktie noch einmal einen großen Risikounterschied gibt.

    "Ich fände es nachvollziehbarer wenn du sagen würdest, dass du nun einen (kleinen) Teil Emerging Markets mit reinnehmen würdest."

    Ich hatte mal einen Small Caps und EM ETF als Beimischung, habe ihn aber wieder verkauft. Ich habe mich mit diesen ETFs nicht wohl gefühlt und mein Vertrauen in Länder wie China oder Indien ist einfach nicht groß. Beispiel Indien: Die Top-IT-Leute sitzen zum Großteil schon in US-Tech-Firmen.

    "Die große Kunst ist nicht eine Strategie zu finden, sondern bei ihr zu bleiben"

    Wie gesagt, der msci world core soll jetzt langweilig bis zur Rente liegen bleiben, da kommt auch ohne Sparplan eine schöne Summe raus. Den S&P und Nasdaq sehe ich jetzt eher als zweites und kurzfristigeres Projekt, das noch mehr bringen soll.

    Und seien wir mal ehrlich, international gesehen ist der S&P500 ein ziemlich 0815 Standard ETF, der von zig Millionen bespart wird und nicht gerade als Hochrisikoanlage gilt. Zumal Millionen Amerikaner ihn als Altersvorsorge nutzen.

    "Anders gesagt nochmal, auch bezogen auf deine bereits vorhandenen 175.000: du hast das "Spiel" noch nicht gewonnen - aber du bist auf einem sehr guten Wege. Warum von diesem Weg jetzt wieder aktiv runtergehen?"

    Eigentlich will ich gar nicht vom Weg abkommen, sondern auf die Überholspur, um im Bild zu bleiben ;)

    Abseits von dem ETF Depot habe ich bereits eine Immobilie frühzeitig geschenkt bekommen, ein weiteres gutes Erbe in Aussicht und noch ein BTC Depot (aktuell 23k im Plus). Von daher fühle ich mich auch relativ gut nach unten hin abgesichert (BTC natürlich mal ausgenommen, aber auch hier bin ich auf längere Sicht sehr bullish, investiere aber nichts mehr rein).

    Hallo zusammen,

    ich möchte meine ETF Strategie ändern und wollte mich vorab vergewissern, ob man das so machen kann.

    Aktuell habe ich 175k im MSCI world core den ich mit 1,5k monatlich bespare. Beeinhaltet ca. 44k Gewinn.

    Mein Plan ist jetzt je

    1500€ in the S&P 500 Core zu stecken und 500€ in the NASDAQ 100.

    Den Sparplan auf den msci world core würde ich beenden und den ETF einfach so weiterlaufen lassen.

    Warum mache ich das:

    1. Der msci world core soll als Altersdepot dienen (ich bin 35 aktuell) und den S&P könnte ich dann irgendwann in den nächsten Jahren entsparen, falls Geld für eine Immobilie benötigt wird.

    2. der S&P kostet minimal weniger und liefert etwas mehr Rendite (bei leicht erhöhter Volatität im Gegensatz zum World) - ich glaube auch weiterhin das die USA das Marktgeschehen dominieren werden.

    3. Der Nasdaq soll einfach noch als kleiner Rendite Booster dienen. Das Thema KI etc. ist in meinen Augen noch lange nicht an seine Grenzen gestoßen. Natürlich kann es keiner mit Sicherheit sagen, ich würde diese Wette aber eingehen.

    Kann man das so machen oder ist mein Plan völlig abwegig?

    Wann sind die Verluste denn angefallenen? Vor oder nach der Umstellung der Steuerberechnung 2017/2018 im Rahmen des InvStG? Mit welchen Gewinnen/Verlusten wurden die fiktiven Verkäufe/Käufe durchgeführt? Wie sah denn die Wertentwicklung seit Systemumstellung zum 01.01.2018 bis zum Verkauf aus? Kam es überhaupt zu Verlusten die auch steuertopfwirksam waren und über eine Verlustbescheinigung ausgewiesen werden können?

    Hallo, die Verluste wurden 2023 realisiert wie im Startpost geschrieben, als wir alle Konto und Fond Depot bei der Santander aufgelöst und gekündigt haben.

    Welche Fonds im Portfolio waren sieht man oben im angehängten Bild im Startpost. In der Jahreserträgnisaufstellung 2023 sieht man den Verlust, hängt auch an.

    Soweit ich das richtige sehe beträgt der Verlust genau 4.818,43€, oder?