Beiträge von FragenderausBayern

    Hallo zusammen, ich habe noch etwas vergessen, weil praktisch tot:

    Ich habe damals auch noch einen Bausparvertrag mit dem Darlehen bei der Raiba/SchwäbischHall abgeschlossen, als "Zinsversicherung", in Wirklichkeit eher schöne Prämie für die Bank.

    Die Abschlussgebühr ist ja auch sunk costs, aber könnte ich den nicht trotzdem hernehmen? Ich erspare mir ja dadurch einen Darlehensanspruch, der mit 1,55% ja deutlich besser aussieht als das mit dem ich selbst bei einer für mich guten Zinsentwicklung rechnen kann. Ich werde kaum die geforderte Besparung von 44% bei 121 TEUR Bausparsumme erreichen, aber kann ich trotzdem damit was erreichen, um zb den Darlehensbetrag jenseits der KfW zu drücken? Natürlich bleiben die Schulden ja gleich, aber würde es neben einer (möglichen) Zinsersparnis etwas ändern, wenn ich statt 120TEUR "nur" 80TEUR, wenn ich mir mit 20TEUR Guthaben ein 20TEUR Bauspardarlehen sichere?

    Danke euch nochmals.

    Und falls Du jemanden findest, der Dir ein Angebot macht, kannst du ja einfach eine Gegenüberstellung Verkaufen vs. Halten machen. Inkl. aller Rahmenbedingungen wie Steuereffekte.

    Grundsätzlich finde ich es sehr gut, wie nüchtern Du an das Thema RAM gehst. Am Ende ist es auch einfach eine Investitionsentscheidung, bei der der wichtigste Rahmenparameter, der Verkaufspreis geklärt gehört.

    Danke für das Kompliment. Man härtet wohl ab... Aber ich versuche auch möglichst "Rendite" auf mein Lehrgeld zu kriegen in dem ich Finanzen wirklich selber regele. Die Alternative habe ich ja jetzt wirklich durch!

    Wünscht mir Glück bei der Suche, vielleicht findet sich wirklich jemand, der das Objekt als ganz langfristige Anlage ("und wenn Sie es mal selber brauchen, ziehen sie selber ein mit Vorzugsrecht") betrachtet und entsprechend bezahlt.

    Danke, nur der Vollständigkeit halber bildet sich eine Interessengemeinschaft.

    Wenn ich mir so überlege, ist die Bank nicht erstaunlich ruhig, die sind wohl froh, wenn sie das Darlehen möglichst vergessen könnten...

    Es ist super schwer einzuschätzen. Normalerweise wäre ich für ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

    Ich würde versuchen, einen Käufer zu finden um ein Preisschild zu haben. Dann hat man eine realistische Entscheidungsbasis ob man verkauft oder hält.

    Der Vorteil vom Halten ist halt, dass Du ggf. einen Immokredit erhälst und die Zinsen hierbei zumindest steuerlich absetzen können müsstest. Beim Verkauf muss Du im schlimmsten Fall die Differenz per privatdarlehen zu höheren Zinsen finanzieren.

    Dein Vorteil ist, jetzt hast Du noch ein paar Jahre Zeit das in geregelte Bahnen zu bringen. Wenn Du 2031 unter Zugzwang verkaufen müsstest, wird die Situation nicht besser.

    Edit zum Thema Etf: Da ich die Zukunft nicht kenne, kann ich dir hier nicht helfen. Mir wäre 5 Jahre in der Rahmen zu kurz für nen Etf. Da mag es aber auch andere Meinungen geben

    Danke an alle, die sich beteiligen!

    Danke hier auch Finanztip: Mir fällt es deutlich leichter hier im "öffentlichen Forum" drüber zu reden als in persona.

    Das stimmt: Ohne die Immobilie und dazu Mieteinnahmen im Hintergrund nach dem Verkauf wird zwar das Darlehen deutlich niedriger ausfallen, aber dafür die Zinsen umso heftiger sein als Privatkredit. Dafür wäre das ganze Elend nur dieser Schuldenstand, der abgetragen werden kann und unter meiner "Kontrolle".

    Gut, jetzt haben wir ja einen Pachtvertrag und der Einzug läuft, dann schauen wir mal, was man bietet für das Ding und wie du sagtest, habe ich doch noch etwas Zeit. "Halten" mache ich durch Nichtverkaufen also Nichtstun ja eh schon, also stellt sich nur die Frage des Verkaufs.

    Danke nochmal! Ja deshalb bin ich an sich eher Team "Halten bis wenigstens die Schulden gedeckt sind". Nur der Gedanke war halt bei 2,5% Anschlusszinsen und der damals versprochenen Miete deutlich weniger beängstigend.:(

    Ok, ich habe tatsächlich 20TEUR jenseits von der eisernen Reserve zur Verfügung. Geparkt aufs Tagesgeld aus einer Erbschaft. Sondertilgung macht keinen Sinn, da Tagesgeld mehr bringt.

    Aber es würde auch nicht viel Sinn machen es in einen ETF zu packen bei der Laufzeit fürchte ich?

    Also aus meiner Sicht wären es dann 72TEUR bei der KfW weil es kaum etwas besseres gibt, unabhängig vom allgemeinen Zinsniveau, und mit Reserven komme ich unter 100TEUR, was ich "frei" refinanzieren muss.

    Schwer zu sagen. Aber ich Versuch mal ein paar ganz grob kalkulierte Rahmenbedingungen zu nennen ich blicke aber bei so Pflegeappartments nicht richtig durch, was die Rahmenbedingungen angeht.

    Bei 550€ Kaltmiete ist das Ding vermutlich irgendwas um die 120-170k€ wert. Nur auf die Kaltmiete als Investment bezogen. Die anderen Rahmenbedingungen mal ausgeblendet.

    Wenn du 193k€ finanzieren möchtest, landest Du vermutlich irgendwo bei einer Rate (je nach Tilgung) von 800-1000€ im Monat.

    Also geil ist das nicht gerade. Gibt es in der Anlage andere "Investoren", die mal verkauft haben?

    Danke schon mal für eure Einschätzung! Ja aus der todsicheren Anlage wurde ein Spezialinvestment. Eine bewohnbare Wohnung kriegt man irgendwie immer vermietet, aber das hier....

    Dann bin ich mit dem Verkaufswert (leider) im richtigen Bereich. Leider noch keinerlei Verkäufe, da ja noch nie Miete geflossen ist und erst nächstes Jahr im März eine kommen wird. Mir geht es im Vergleich zu den anderen ja noch relativ gut. Wenn mal das Ding läuft, will die Hausverwaltung, der Betreuer hat selber eine Wohnung an der Backe, versuchen mehrere Wohnungen zu bündeln in der Hoffnung einen größeren Aufkäufer zu finden.

    Refinanzierung: Die Finanzierung war ja geteilt in normales und KfW Darlehen. Die KfW würde mir ein Angebot zur Anschlussfinanzierung abermals (etwas) verbilligt geben, d. h. wenn ich das so belasse als "best case" blieben die 121TEUR bei der Raiba selber übrig. Habe ich hier einen Denkfehler?

    Hallo zusammen,

    mir wurde von ein paar Jahren durch einen Strukturvertrieb als topsichere Zukunftsanlage ein Pflegeappartment, quasi eine Wohnung in einer größeren Pflegeheimanlage, vermittelt. Es war noch die schöne Niedrigzinswelt garniert mit einem KfW-Darlehen inkl. fettem Tilgungszuschuss, kurzem man wäre doch dumm sich das entgehen zu lassen, auch wenn man unter 30 ist und niemals selber bauen will: Vermietersein ohne Sorgen, denn Pflege braucht es ja immer. Ich weiß nun, eine tolle Lehrgeld-Investition. Ja, der Zug ist abgefahren und als "sunk costs" abgeschrieben, jetzt geht es nur um die Zukunft.

    Die Realität war dann leider Bauverzögerung, Insolvenz vom geplantem Pächter und dann vom Verkäufer. Das Gebäude war aber immerhin fertig und nach 2 Jahren Suche auch endlich ein neuer Pächter im Einzug. All die verflossenen Jahre lassen jedoch das Ende der Zinsbindung schnell näher kommen (12/2031) und mit jetzt über 4% Refinanzierungszinsen in Aussicht nehmen die Sorgen wieder zu, denn Tilgung war ohne Miete leider nur, da ja auch zwingend, beim KfW-Darlehen möglich. Ich komme also auf eine Restschuld von 121.000 EUR (normales Immo-Darlehen Raiba) und 72.000 EUR aus dem KfW Darlehen, gesamt 193.000 EUR. Tilgungszuschuss gab es schon 12/2025.

    Zudem war es leider aufgrund der für den aktuellen Markt viel zu groß geplanten Anlage nur mit heftigem Mengenrabatt bei der Miete möglich überhaupt jemanden dafür zu finden. Ich bekomme eine reguläre kalte Miete pro Monat von 550 EUR. Nebenkosten trägt der Pächter.

    Meine Sorge ist nun, dass mich eine Anschlussfinanzierung völlig überfordert, aber gleichzeitig ich wegen der geringen Miete dann selbst bei einem guten Verkauf noch massiv Schulden mitnehme. Die wären dann mein Privatvergnügen ohne jede Einnahme und sei es nur aus der Steuererstattung.

    Sehe ich das Elend richtig oder übersehe ich etwas?

    Kurzum: Behalten und Durchhalten bis man wenigstens die Schulden los wird oder Verkaufen um jeden Preis?

    Danke euch für eure Gedanken.:)

    Danke euch für den Rat, es fällt halt schwer umzudenken. Mir hat auch der Blog von Prof. Hartmut Walz geholfen. Ich sehe es mal so: Als ich abgeschlossen habe, war Niedrigzinsphase, ich habe mich doch sehr bestätigt gefühlt, als plötzlich die Bauzinsen hochschossen im Wochentakt, aber jetzt habe ich es ja schwarz auf weiß, dass ich mit einem ausgesuchten Tagesgeld wohl auch länger als 3-Monate-Neukundenbonus über 2% Zinsen machen kann. Da generiere ich ja über Zineszins mit angenommenen 9 Jahren Beträge, welche mehrere Ansparraten entsprechen würden. Selbst jetzt nach der Zinswende haben wir keine >5% Zinsen für Anschlussfinanzierungen in 5 Jahren laut Interhyp und Co, welche dann der Bausparer "schlagen" könnte, wenn man die Abschlussgebühr mental abschreibt. Was die Zukunft bringt weiß niemand, aber es wäre wie ihr sagt, ein Fehler das Geld auf dem Bausparkonto versauern zu lassen, mit ungewisser "Rendite", wenn es jetzt wieder wirtschaftlich arbeiten kann und planmäßige Rendite bringt, zumindest auf absehbare Zeit.

    Hallo lieber Leser, ich habe eine Frage wegen der Anschlussfinanzierung des Darlehens für unsere Eigentumswohnung.

    Wir sparen neben der Annuität des Darlehens in einen Bausparer, 150.000 EUR Bausparsumme 48% Quote für Zuteilung. Die Zinsbindung fürs Darlehen würde 2034 enden, es wären dann ca. 172.000 EUR offen für eine Anschlussfinanzierung.

    Meine Frage wäre diese: Ich habe mich gefragt, ob es sinnvoll wäre den Bausparer zu teilen und 30.000 EUR nicht für die Anschlussfinanzierung, sondern für eine zukünftige Renovierung vorzuhalten und stattdessen 50.000 EUR (2.000 EUR vernachlässigbar mit Sondertilgung) nochmal normal zu refinanzieren. Die Gerüchte besagen, dass man dann mit einer anderen Bank bei der Anschlussfinanzierung drüber reden kann, ob dann wirklich eine neue Grundschuld mit ihren Gebühren eingetragen werden muss oder nicht, was natürlich einen Wechsel deutlich attraktiver machen kann als wegen so einem Betrag die Bank zu wechseln, selbst wenn der Zinssatz besser wäre. Natürlich erst mal unabhängig vom zukünftigen Zinssatz aus der Glaskugel ;) Vielen Dank für eure Hinweise und Ratschläge hierzu.

    Hallo monstermania,

    kann ich dir an sich nicht widersprechen. Nun ja bin mittlerweile ein gebranntes Kind: Keine 30 und schon drei (!) Lebensversicherung abgeschlossen und gekündigt.

    Generell finde ich es ein unglaubliches Versagen dieses "Sozialstaats" den Leuten die Wahl zwischen eben besagten Rosinenverträgen und dem konsequenten 40 Jahre ETF-Sparen lässt, wenn man eine Altersvorsorge anstrebt, welche auch nur halbwegs etwas taugt unterm Strich. ETF-Sparen als DIE private Vorsorge für Millionen, da muss ich mich zu den Ungläubigen zählen. Das wäre ja eine Flucht vom einen Extrem in das andere von einer Garantiespar/Versicherungskultur in die Vollaktienwelt. Es wäre schön daran zu glauben, dass wir eine schwedische Aktienzusatzrente in Deutschland kriegen.....

    Es kann gut sein, dass ich in zehn Jahren das Geld für einen Honorarberater in die Hand nehme für einen solchen Vertrag, auch explizit wegen den nicht-finanziellen Aspekten, welche du benannt hast. Ich will jedoch erstmal die Priorität auf den ETF-Baustein legen.

    Hallo Keribos,

    ich finde es echt schade, dass sich noch keiner gemeldet hat! :(

    Ich schreibe dennoch, weil ich aktuell genau in der selben Phase bin: Ich habe meinen Versicherungsberater gewechselt (von Telis zu einem freien Makler) und so konnte ich einen "reboot" also Neustart machen.

    Mein Fazit: Ich verabschiede mich aus dem Konzept Altersvorsorge über Versicherung. Es mag die wenigen Rosinenverträge geben, welche gute Rendite-Kosten-Verhältnisse haben (und die muss man erst mal finden..), aber grundsätzlich kaufe ich damit ein als 28jähriger mir zu hohes Währungs- und Vehikelrisiko auf die lange Zeit ein. Am Ende des Erwerbslebens kann man auch immer noch eine Sofortrente abschließen. Da kann man sich das viel höhere Angesparte aus dem ETF-Sparvertrag verrenten lassen, mit Abschlag aber garantierter Rente und v. a. bin ich dann auf der Zielgeraden, kann also besser abschätzen was sinnvoller ist. Das ist meine Überlegung und auch klar, weil ich mich als Typ einschätze, der den Sparplan durchhält und auch die Schwankungen, aber Gewissheit wird nur die Zeit bringen.

    Was ich aber als (relativ) sicher ansehe:

    Aufgrund der Erfahrung meiner gekündigten HDI Cleverinvest fürchte ich, dass der Vertrag eher unvorteilhaft ist, sprich selbst wenn gut angelegt wird, fressen sich die hohen Kosten in diese. Weiterhin gilt ja Vehikelrisiko: Wenn es der Versicherung schlecht geht, dann gilt Systemschutz vor Versichertenschutz: Viele ältere Versicherte wollen die vertraglich vereinbarte hohe Garantieverzinsung. Dagegen kann man nur schlecht Erträge verdienen in der Niedrigzinswelt, zumal man die Garantien einhalten muss. Währungsrisiko mit Euro zusätzlich zu der gesetzlichen Rente, verpflichtende "sichere" Anlage: Staatsanleihen und die haben auch ihre üppigen Pensionszusagen an die Vorstände,...

    Ich weiß aber deine genaue Situation nicht (Alter?) und den genauen Tarif, aber hier wären ein paar Infos, welche passen könnten:

    Analyse der Kosten HDI TwoTrust (Der hat mehrere Tarife der TwoTrust analysiert, vielleicht ist deiner dabei, aber auf jeden Fall gibt es ein sehr gutes Gefühl bezüglich der Kosten der Verträge)

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    Sehr empfehlen kann ich Versicherungen mit Kopf. Die bieten eine Vertragsanalyse an und könnten dir meiner Erfahrung nach ein besseres Angebot geben, damit du einen guten Vertrag mit der Alternative fair vergleichen kannst.

    Generell kannsich sehr Hr. Prof. Hartmut Waltz empfehlen, hier bez. Vehikelrisiko Rentenversicherung:
    https://hartmutwalz.de/unsichere-lebe…rer-ein-update/

    Hier gehts glaube ich um den Riestertarif der TwoTrust:

    https://hartmutwalz.de/horbach-keine-…ierte-beratung/

    https://hartmutwalz.de/irrtum-irrtuemer-ergopro/

    Hier treten auch Honorarberater auf, welche eine Alternative wären, um einen der Rosinenverträge zu finden, wenn du die Absicherung über eine Versicherung willst.

    Ich hoffe, ich konnte dir etwas weiterhelfen. Ob mein Plan wirklich gut geht, weiß ich wirklich nicht. Den ersten glücklichen ETF-Rentner muss es in Deutschland auch erst geben, aber wir leben leider in Zeiten in denen das, was vorher eine sicherer Nummer war nur sicher ist im Sinne eines Verlustgeschäfts....

    Danke für eure Antworten. :)

    Ja, er hat das auch als Konzept beschrieben, was der normale Kundenberater bei der Bank nicht wirklich kenne....

    Er hat mich eben mit dem Zinsvergleich KfW-Darlehen gekriegt: 0,94%p.a. jetzt und gerade ca. 2,78% pa... Da muss ich gestehen, hab ich das Risiko der auslaufenden Sollzinsbindung nicht auf dem Schirm gehabt.

    Ich würde einen Wohnriester-Bausparer abschließen und in der Sparphase diese "Eigenheim-Förderung" erhalten. Diese bauen zusammen mit den regulären Sparleistungen den Anspruch auf das Bauspardarlehen für die Ablöse in 10 Jahren auf.

    Der kritische Punkt sei eben in 10 Jahren nicht das geförderte Guthaben für die Ablöse zu verwenden, also eine Entnahme, sondern dieses in einen anderen Riestervertrag zu transferieren und nur das Bauspardarlehen und das ungeförderte Sparguthaben zu verwenden. Weiterhin stehe so einer steuerlichen Absetzbarkeit als Finanzierungskosten der Zinsen nichts im Wege.

    Die "Rendite" wäre die volle Riesterförderung auf einen Betrag den ich eh als "normale Sparleistung" in den Bausparer zahle an sich plus die Anrechnung als zusätzliche Sparleistung dieser für den Anspruch auf das Darlehen. Später könne das Guthaben im Riesterrentenvertrag noch Erträge bringen, hätte also auch noch zusätzlich für die Rente gespart, alles mit Hilfe von Vater Staat.

    Ich bin skeptisch, dass das so einfach geht: Das Bauspardarlehen wird zuteilungsreif, ich übertrage das geförderte Guthaben bis auf 1 EUR und sagen wir zwei Monate später löse ich mit dem Darlehen den KfW-Kredit ab. Förderung mitgenommen, statt Wohnförderkonto über Jahrzehnte mit 2%pa verzinst zu versteuern habe ich das Guthaben für die Riesterrente später mit rg. Das Finanzamt mag zwar sehen, dass das Darlehen aus einem Wohnriesterbausparer kommt, aber wird nicht den Zusammenhang mit dem vermieteten Objekt aberkennen. Es hindert mich ja nichts daran förderungsschädlich einen Wohnriestervertrag so zu verwenden. Blöd ist natürlich, dass ich kaum die Abschlussgebühr für den Bausparer steuerlich absetzen kann.

    Meine Frage wäre: Ist das Konzept wirklich so möglich? Der Berater sagt natürlich das Konzept ziehe er schon seit Jahren durch. Ich habe halt Wohnriester auch bei meiner selbstgenutzten Immobilie nicht in Betracht gezogen, weil 2%pa auf 40 Jahre +X eben ein unschöner Zineszinseffekt auf meine Kosten sind. Psychologisch: Ich mache eben Bausparer, damit ich den Schuldendienst bis auf Sichtweite zur Rente sicher abschließen kann, anstatt mir eine Schuld (mit Vererbung) ins Alter zu nehmen, welche durch Versteuerung meine Steuerschuld hochtreibt.

    Danke euch weiter für eure Einschätzung.

    Hallo liebe Community,

    ich hoffe auf eure Hilfe, lese ja schon länger als Gast mit und weiß, dass hier viele kompetente Ratgeber zu finden sind. :)

    Mir ist von der SchwäbischHall angeboten worden eine auslaufende Sollzinsbindung in 10 Jahren (KfW-Darlehen, 121.000 EUR, Zinsbindung 10 Jahre, Restschuld Ca. 67.000 EUR) für ein Mietobjekt über einen Wohnriester abzulösen. An sich angesichts der Zinsanstiege ja nicht so verkehrt, es geht auch erst mal nicht um den Zins, sondern ums Konzept an sich:

    Der Berater hat das Konzept Wohnriester ins Spiel gebracht, da ich ja nur "auf Sparflamme" eine fondgebundene Riesterrente anspare um bereits erhaltene Zulagen nicht zu verlieren.

    Volles Mitnehmen der Zulagen und Steuerersparnis alles schön und gut in der Rechnung, nur würde dann bei Entnahme des geförderten Guthabens für die Anschlussfinanzierung in 10 Jahren die geförderten Beiträge auf das Wohnförderkonto übertragen und dann mit 2% p.a. verzinst bis zum Rentenantritt also bei mir gute 40 Jahre + X bei meinen mitteljungen 27 Jahren folgen. (Soweit mein Laienverständnis.....)

    Das sei jedoch kein Problem: Man übertrage einfach das Förderguthaben aus dem Wohnriester auf den Riesterrentenvertrag, das gehe sogar bis zu einem 1EUR Erinnerungswert. Unterm Strich erspart man sich so den Anspruch auf das Bauspardarlehen für die Anschlussfinanzierung mit Hilfe von Vater Staat und danach kann das Guthaben ja noch im Riesterrentenvertrag was erwirtschaften. Es komme so zu keiner Entnahme oder schädlichen Verwendung und entsprechend keinem Eintrag auf das Wohnförderkonto mit Versteuerung von diesem, nur eben die als normale Riesterrente.

    Weiterhin würde es auch keinerlei Problem geben die Zinsen aus dem Bauspardarlehen vom Finanzamt als Werbungskosten gegenüber der Miete aus Vermietung abzusetzen da das Riesterguthaben unberührt bliebe. Für mich ist das doch die Kategorie "zu schön um wahr zu sein" seitens des interessierten Beraters.....

    Ich danke schon mal für die Mühe beim Lesen und freue mich über eure Einschätzung.