Beiträge von WorriedDad

    Übrigens gibt es in der AFD Stimmen, die große Teile der CDU zu den linken Parteien zählen.

    Und das dürfte einer der wenigen Punkte sein, in denen diese Leute nicht ganz Unrecht haben. Es sei nur beispielhaft (!) auf die Ausweitung des Sozialstaats unter CDU-geführten Regierungen in der Geschichte der Bundesrepublik verwiesen.

    Empfindest Du die Rhetorik seitens Grüne gegen CDU auch nur ansatzweise Vergleichbar mit der Rhetorik von CDU Richtung Grünen

    Vorneweg, ich bin selbst Schwarz-Grün. CDU-Mitglied, aber mit Sympathien für die Grünen, jedenfalls mit ihrem pragmatischen Flügel. Kenne aber auch exponierte Vertreter des linken Flügels persönlich und schätze sie - unterschiedliche Meinungen muss eine Freundschaft aushalten. Ich habe ferner den Eindruck, wo die beiden Parteien koalieren, funktioniert es.

    Von daher denke ich, reden wir v. a. über die Bundesebene. Und ja, da sehe ich keine nennenswerten qualitativen Unterschiede, wie die sich wechselseitig angehen.

    Kannst Du mir Beispiele geben, wo Du sie siehst? (Deiner Frage entnehme ich, Du siehst sie.)

    Denn: Ausgangspunkt meines Kommentares war deine Tatsachenbehauptung einer "Politik mitte/links". Deine Reaktion zielt nunmehr auf die "Wahrnehmung" ab. Und das kann ja durchaus andere Ursachen haben als belastbare Tatsachen.

    Belastbare Tatsache ist beispielsweise die in mehreren Schritten verschärfte Einwanderungspolitik in der EU. Ist das typisch mitte/links?

    Nur der Vollständigkeit halber vor der Klammer: Unter Einwanderungspolitik verstehe ich die Teile der Politik, die sich mit der Frage beschäftigen, wie wir die Leute nach Deutschland anziehen können, die wir auf dem Arbeitsmarkt brauchen. Was Du meinst, würde ich als Migrationspolitik beschreiben - nämlich die Frage, wie wir mit denen umgehen, die auf der Suche nach einem besseren Leben von sich aus nach Deutschland streben.

    Man kann gerne die Migrationspolitik von Deutschland mit anderen Ländern vergleichen … Ich denke bspw. auch an skandinavische Länder und viele andere. In Relation dazu ist die deutsche Migrationspolitik eher auf der linkeren Seite einzusortieren. (Auch wenn aus meiner Sicht zuletzt durchaus Schritte in die richtige Richtung getan worden sind.)

    Ich würde mich ja historisch eher bei der SPD sehen. Aber Du musst mir diesen historischen Vergleich mal erklären... Die Zentrumspartei hat dem Ermächtigungsgesetz zugestimmt, weil die KPD gegen die SPD war?

    Und was bedeutet das übertragen auf die Gegenwart? Jens Spahn wird nach seiner "Elternzeit" zurückkommen und nach der nächsten BTW mit der AFD koalieren und die Grünen sind schuld?

    Sry, ich weiss, meine Argumentation ist etwas geschichtsvergessen und eher Stammtischniveau, aber ich würde gerne die Absurdität des Vergleichs rausarbeiten ...

    Was Du schreibst, ist wirklich absurd. So, wie ich Herrn Alexander verstehe, geht es darum, dass man den Blick für die Wirklichkeit nicht verlieren soll … zu sehen, wo der Feind (der eigene und der der Demokratie) wirklich ist.

    Wer Union und AfD gleichermaßen als „rechts“ verteufelt, sorgt nur dafür, dass potentielle AfD-Wähler bei dem „rechts“-Vorwurf mit der Schulter zucken und meinen „Ja, dann bin ich halt rechts.“

    Wie sagt man? Dem, der zu oft Feuer ruft, wenn es nicht brennt, wird nicht geholfen, wenn es mal wirklich brennt.

    Und hier der Bastl-Wastl-Vorschlag vom Alles auf Aktien-Podcast.
    https://www.welt.de/podcasts/alles…ki-kimi-k3.html

    Wenn ich es richtig verstanden habe:

    • 25% SPDR S&P US Technology Select Sector (WKN: A14QB5)
    • 25% iShares S&P 500 Energy Sector ETF (WKN: A142NX)
    • 25% Xtrackers MSCI World Momentum UCITS ETF (WKN: A1103G)
    • 25% Xtrackers MSCI World Minimum Volatility UCITS ETF (WKN: A1103F)

    Und das Ganze dann einmal im Jahr wieder auf die Ausgangswerte rebalancen. Hat wohl seit 1997 einen MSCI World klar ausperformt bei geringerer Volatilität.
    Dahinter steckt lt. Podcast die 'Hantel-Strategie'. Und wer kann bei der Überschrift: 4 ETFs für das perfekte Depot schon nein sagen. Das perfekte Depot suchen wir doch alle. ;)

    Im WPF habe ich mal eine Zeit lang mitgelesen bei einem Musterportfolio das „Offensiv/Defensiv-Portfolio“ (oder so ähnlich) hieß. Das hatte gedanklich einen ähnlichen Ansatz.

    Ist ein sehr neuer und noch kleiner ETF. Vermutlich ist es einfach die Cashreserve, die für den Kauf neuer Anteile gehalten wird.
    Bei einem kleinen Fondsvolumen macht sie natürlich prozentual mehr aus. Hätte der ETF schon das 10-fache Volumen, wären es gerade mal 0,34%.

    So sehe ich das auch. Jeder Aktien-ETF hat einen gewissen Cash-Bestand … so eine Reserve, eingegangenene und noch nicht re-investierte Dividenden, usw.

    Ich schau mir täglich das (in Teilen bestätigt rechtswidrige) Wirken meines obersten Dienstherren Herr Dobrindt an. Das Treiben eines Herr Weimer. Die Politik einer Frau Prien. Ich höre die lose Zunge unseres Bundeskanzlers. Seines (ehemaligen) Fraktionsvorsitzenden. Die Aussage oben ist in meinen Augen ein Fall von Rechtsverschiebung dessen, was als Mitte gilt. (Ja, getreu der Strategie "Flood the zone with shit"). Unabhängig davon ist es die Verantwortung eines einzelnen, sich in Richtung menschenfeindlicher Einstellungen zu begeben oder diese mindestens als Kollateralschaden zu akzeptieren. (Wobei sich mir die Frage stellt, was der Benefit für den einzelnen sein soll, der diesen Kollateralschaden akzeptabel erscheinen lässt). Und es ist im Zweifel auch die Verantwortung des einzelnen, wenn er entscheidet, sich treiben zu lassen.

    Na, da siehst mal, wie unterschiedlich Wahrnehmungen und darauf basierende Einschätzungen sein können. Meine ist nämlich gänzlich anders.

    Das traurige ist, dass meine leider von den Wahl- und Umfrageergebnissen der AfD empirisch bestätigt werden.

    Um in dem Zusammenhang einen Hinweis von Robin Alexander aufzugreifen: Okay, man kann den Gegner bei Unionspolitikern sehen. Das steht dann aber in einer gewissen Tradition der KPD, die bis 1933 den Hauptfeind in der SPD und anderen Parteien der demokratischen Mitte gesehen hat - ein fürchterlicher Fehler, der unvergleichbares Leid gebracht hat.

    Wenn alles von Union bis AfD als „rechts“ geframt und etikettiert wird, verliert das Etikett an Abschreckungswirkung.

    Und Du lieferst direkt das dritte: Zensur zu beklagen, wo niemand am Schreiben gehindert wurde. Widerspruch, die Forderung nach Belegen und auch die Entscheidung, jemanden nicht mehr zu lesen, schränken die Meinungsfreiheit nicht ein — sie sind ihre Ausübung. Meinungsfreiheit garantiert das Recht zu reden, nicht das Recht auf mein Zuhören.

    Ach, ja und dann noch hierzu: Ja, sorry … entweder Du willst meinen Punkt nicht verstehen, oder ich kann ihn nicht rüberbringen. (Ich weiß schon, wer alles die zweite Alternative als sicheren Grund sieht. :))

    Und Du lieferst direkt das dritte:

    Na, dann tauge ich ja wenigstens einem guten Menschen als negatives Beispiel. :D

    ich bin mir sicher jeder kriegt auch sonst täglich seine Dröhnung rechter Ansichten auch wenn hier und da mal ein Spammer ausgeblendet wird

    Das Problem daran, dass alles missliebige als „rechte Dröhnung“ geframt wird, ist: Vielen Menschen ist das egal. Die AfD wird mir zunehmender Härte seit längerem als rechtsextrem bezeichnet und manche Kreise liebäugeln gar mit einem Verbotsverfahren … aber dennoch stehen die in Umfragen und Wahlen so da, wie sie dastehen.

    Was macht man denn da dagegen? Am besten noch härter beschimpfen?

    Das Problem fängt m. E. an, wo abweichende Meinungen nicht mehr ausgehalten, sondern auf irgendeine Art weggemacht werden.

    Und ich würde nicht die Hand ins Feuer dafür legen, dass die Minzeis-Fraktion hier - wenn sie die Möglichkeit dazu hätte - nicht auch Zensur ausüben würde, und Menschen, die ihrer Meinung nach Fake News verbreiten am Ausüben der Meinungsfreiheit hindern würde.

    Voltaires Position wird gerne zusammengefasst mit: „Ich verabscheue, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür geben, dass du es sagen darfst.“ Die Minzeis-Fraktion scheint eher zu vertreten: „Ich verabscheue, was Du sagst, und deshalb will ich es nicht hören, und am besten sollte es gar niemand hören.“

    Wie prozentual mit EM IMI kombiniert ?

    Da würde ich sagen: nach eigenem Gusto.

    In der Faktoren-Bastelarbeit geht es ja darum, die Industrieländer abzubilden.

    Das kann man StandAlone betreiben, oder EM so hinzufügen, dass sie dann etwa entsprechend der Marktkapitalisierung mit um die 11, 12 Prozent vertreten sind - oder man gewichtet sie nach Belieben über oder unter.

    Wenn man schon am Basteln ist, könnte man das leicht Übergewichten, so dass sie am Ende 20 Prozent ausmachen - und das hälftig mit dem normalen EM IMI und dem neuen mit den Real Emerging Markets.

    Ist natürlich wie alle hier keine Anlageberatung und in alter TV-Manier fordern wir auch die Kindee auf, es Daheim nicht nachzumachen … aber irgendwie s3xy finde ich die Mischung. :)

    Um auch mal etwas zu basteln:

    Wenn man gleichgewichtet mit je 20 Prozent World-Faktoren-ETFs auf die etablierten Faktoren Value, Momentum, Minimum Volatility, Quality und Size mischt - erhält man ein Portfolio, das den MSCI World seit 2002 (so lange testet Curvo Backtest das zurück) deutlich geschlagen hat, und das bei geringerer Vola und geringeren Maximalen Drawdowns.

    Das mit einem EM IMI kombiniert, und fertig ist das Wastelgebastelte Faktorengiga Portfolio.