Beiträge von WorriedDad

    Für mich zählen aber rein die Euro, die hier in schöner Regelmäßigkeit bislang aufs Cashkonto überwiesen werden. Was die Zukunft bringt, können wir dann gemeinsam in einer Rückschau betrachten.

    Mit dem argumentativen Ansatz kann man natürlich auch jede Autofahrt, bei der man sich nicht angeschnallt und die man gut gelaunt überlebt hat, zum Argument gegen das Anschnallen umdeuten.

    Zugegeben aber war da nicht was mit Modeerscheinung?

    Wenn man postuliert, dass das prognosefreie Abbilden des Gesamtmarkts das Nonplusultra ist, ist eher der Verzicht auf EMs und Small Caps durch MSCI World und Co. eine Modeerscheinung, weil EMs und SCs ja ohne Zweifel ein Bestandteil des Gesamtmarkts sind. Keine Ahnung, woher das kommt, die konsequentere Einbeziehung von Small Caps als Modeerscheinung diffamieren zu wollen.

    Woher nimmst du diese Gewissheit?

    Aus langfristigen empirischen Daten, die theoretische finanzwissenschaftlich begründete Erwartungen bestätigen. Bis die falsifiziert sind, sind sie m. E. die stärkste und überzeugendste Hypothese.

    Im Übrigen lese ich aus dem Rest deines Beitrags eine gewisse Besserwissigkeit.

    Es ist ja nicht jeder, der etwas besser weiß, ein Besserwisser (mit negativer Konnotation). Oft ist es auch einfach jemand, der es besser weiß.

    Und im Übrigen … ach Gott, ja. Ich bin ein großer Anhänger von Roland Barthes und folge ihm in der Überzeugung, dass der Autor mit Veröffentlichung die Deutungshoheit über seinen Text abgibt. Von daher: Jeder darf alles, was er zwischen den Zeilen meiner Texte findet, behalten. :)

    2) "Bei Verkäufen nur den Gewinnanteil" vergisst die Vorabpauschale

    Diese Aussage vergisst, dass man die ggf. auch bei Ausschüttern zahlen muss.

    Das wird so stimmen, wenn man aber auf High Dividends Ausschütter setzt, kann man derzeit und in den letzten 4 Jahren eine Rendite zwischen 11 und 9 % erreichen.

    Damit setzt man dann halt auf ein besonderes Pferd, das auf langer Sicht eine geringere Rendite erwarten lässt. Wenn man das möchte, kann man das machen. Man kann überhaupt alles machen, was man möchte, so lange es nicht gegen ein Gesetz verstößt. Wer mag, kann sich auch bspw. jährlich die Hälfte seines Depotbestands auszahlen lassen und die Scheine verbrennen.

    Den richtigen Weg muss jeder für sich selbst finden.

    Eben! Ganz genau! Man muss es ja auch nur für sich und vor sich rechtfertigen.

    Was spricht denn nun dagegen, sein Aktiendepot aufs Rentendasein zur Gänze in Ausschütter umzubauen und dann nur von den Ausschüttungen zu partizipieren und zu profitieren?

    Mit einem vernünftigen ETF bspw. auf den MSCI ACWI o. ä. landet man halt bei einer Ausschütrungsrendite von um die zwei Prozent. Das muss man sich leisten können, mit einer Entnahmerate von zwei Prozent nur zu hantieren … außerdem zahlt man da auf alles Steuern, was man entnimmt. Bei Verkäufen nur auf den Gewinnanteil.

    Wer es aber völlig abwegig findet, kann sich mal zu den durchaus regelmäßigen Berufsfeuerwehrstreiks in England informieren. Da kommt dann eben das Militär wenns brennt, falls deren Löschfahrzeuge aus den 50ern/60ern anspringen.

    Ist aber schon klar, in dem Seitenstrang der der Diskussion, dass die meisten Feuerwehren eine Freiwillige Feuerwehr sind … und Berufsfeuerwehr in der Fläche die absolute Ausnahme?!

    Und die Fanboys drehen schon durch und regen sich auf…

    Da ist doch schön, dass es offenbar auch andere gibt, nicht-Fanboys, die sich einfach an ihrer Gehässigkeit und gehässigen Kommentaren erfreuen. Mir ist dieser Neid sehr fremd, mich daran zu ergötzen, dass jemand anderem was weggenommen wird.

    Darf ich doch. Ich schreibe wenigstens nicht kilometerlange Beiträge zum Neoliberalismus und Bitcoinys samt einzelnen US-Firmen.

    Das schöne und großartige ist, dass man im Rahmen unserer freiheitlichen demokratischen Grundordnung auch kilometerlange Beiträge zum Neoliberalismus schreiben darf - ob das Linken gefällt, die sich argumentativ an ihre Grenzen geführt fühlen, oder nicht.

    Ich halte es mit dem Voltaire zugeschriebenen Leitsatz, auch wenn ich anderer Meinung bin, würde ich immer dafür kämpfen, dass das Gegenüber diese Meinung sagen darf. Mir ist aber klar, dass das bei den extrem überzeugten - egal welcher Richtung, ob links oder rechts oder sonstwie motiviert - nicht immer so gesehen wird.

    Für mich ist es ein Einblick in eine fremde Welt, in der Neoliberalismus und marktwirtschaftliche Prinzipien als Schimpfworte verwendet werden … das Problem der linken Umverteilungsfreunde ist doch, dass ihnen beim Umverteilen irgendwann das Geld anderer Leute ausgeht, nachdem sie zu vielen suggeriert haben, man müsse selbst gar nichts erwirtschaften, man kriegt ja auch Transferleistungen.

    Weil in den letzte Jahren m. E. mehr darüber nachgedacht wurde, wie verteilt wird, und nicht darüber, wie erwirtschaftet wird. Ich halte das für einen Auslöser für das Erstarken der AfD: Die Leute wählen Mitte/Rechts und kriegen linke Politik.

    Dann basiert die Hoffnung, die bei Aktien-ETF an einem langen Anlagehorizont geknüpft werden nicht auf eine Art Zinsezinseffekt, von dem man sonst oft schwärmt, wenn es um lang laufende Anlagestrategien geht?

    Zinsen sind vom Emittenten versprochene Erträge. Wo gibt es die bei Aktien?

    Oder anders gesagt: Kannst Du Dir langfristig Aktienrenditen vorstellen, wenn die Weltwirtschaft nicht mehr wächst?

    … dass alle drei unabhängig voneinander derselben Meinung waren: Sie halten die geplanten Neuerungen für richtig und zielführend.

    Ich kenne von denen, die im echten Leben Verantwortung für Mitarbeiter und ein Unternehmen tragen, oder Personaler sind, auch nur positive Stimmen.