Beiträge von WorriedDad

    Erstens gibt es keinen Zinseszinseffekt bei Aktien, weil Aktien keinen Zins abwerfen;

    zweitens besteht die Rendite bei Aktien aus Kurssteigerungen und Dividendenzahlungen. Welcher Anteil der Rendite auf welche der Komponenten entfällt, ist von Aktie zu Aktie verschieden.

    Und automatisch gibt es schonmal gar nichts.

    Wieso die Gesamtheit der Aktien im Laufe der Jahre ihren Wert steigert, solltest Du als Koryphäe selbst beantworten können. Gehen wir mal vom Wert der abgezinsten künftigen Erträge für die Aktionäre aus. Als Ziel hoffen Aktionäre i. d. R. auf Erträge überhalb der Inflation … insofern dürfte es nicht nur an der liegen.

    Der Aktienmarkt hat ja die Informationen über das Reformpaket zunächst mal positiv aufgenommen. Das kann man jedenfalls mal positiv zur Kenntnis nehmen. Natürlich ist immer mehr und besser und weitergehend denkbar, natürlich muss das alles erstmal umgesetzt werden, natürlich muss dann alles erstmal positiv wirken - dass das am Tag der Einigung bzw. Bekanntgabe schon auf der Habenseite gebucht werden kann, ist aber logischerweise nicht möglich.

    Von daher, mit Luther: „Aus einem verzagten Arsch kommt kein fröhlicher Furz“ - ein gutes Stück weit ist auch das Mindset schuld an der schlechten Lage, weil wenn man alles so lange schlechtredet, bis es allerorts als schlecht wahrgenommen wird, braucht man sich nicht wundern, wenn die Stimmungswahrnehmung schlecht ist.

    Nun ja, es ist der Diskussionskultur und der Diskursfähigkeit der Gesellschaft auch nicht zuträglich, wenn der schlichte Hinweis auf Personen, die noch nie etwas eingezahlt haben, aber Leistungen zu beziehen, gecancelt wird bzw. in Frage gestellt wird, dass es sowas gibt.

    Man kann ja die Meinung vertreten, dass das mengenmäßig irrelevant ist - aber wer den Umstand ganz negiert, vermittelt m. E. den Eindruck, das Gegenüber für dumm verkaufen zu wollen.

    Ich kann mich nur wiederholen: Im Moment verzehre ich nicht!!

    Und wieso freust Du Dich dann so über Ausschüttungen? Lässt Du Dir manchmal auch den Bestand Deines Tagesgeldkontos auszahlen, lässt die Scheine über Deinen Körper gleiten und erfreust Dich daran?

    An alle anderen, bitte verzichtet doch auf gutgemeinte Ratschläge, was dieses Thema angeht. Ich bin fein mit dem, was ich da verzapfe! :thumbup:

    Also, nur falls ich gemeint sein sollte: Ich will niemandem Ratschläge geben, jedenfalls nicht ungefragt. Wegen mir kann jeder alles machen, was nicht illegal oder grob sittenwidrig ist. Verstehe nur gerne, was ich sehe, und frage deshalb nach.

    Ich habe ca. eine 40/60 Risiko/Sicherheits-Verteilung im Finanz-Depot, die Ausschütter belegen derzeit knapp 30% Prozent. Selbst wenn die Morgen auf Null fallen habe ich noch genug fürs Knäckebrot. Ich fahre ja die Sparpläne bislang weiter. Die Ausschüttungen sind Zubrot!

    Heißt das, der starke Ausschütter ist Teil Deiner Verzehr-Strategie? Und verstehe ich richtig: In Deine linke Tasche lässt Du Dir ausschütten und aus Deiner rechten Tasche investierst Du weiter? Wenn dem so sein sollte: Was ist die rationale Erklärung dafür?

    Nicht für mich, auch wenn es für dich offensichtlich schwer ist, sich in meine Lebenssituation hineinzudenken. Es geht nicht um ein jahrzehntelanges Invest, sondern um ein regelmäßiges Zusatzeinkommen, solange dieses fließt. Wenn dann am Ende eine Trennung vom ETF anstehen sollte, kann man ausrechnen, ob sich das gerechnet hat. ;)

    Und wie ist der Plan, wenn am Ende der Ausschüttungen noch Lebenszeit mit Finanzbedarf übrig ist?

    Nicht falsch verstehen: Du darfst mit Deinem Geld und Deinen Anlagen machen, was Du willst. Ich hätte noch nicht mal was dagegen, wenn Du alles liquidierst, abhebst und verbrennst …

    Mag sein, dass ich mich in Deine Lebenssituation nicht hineindenken kann … Du hast sie aber auch noch nicht mit plausibel erscheinend erläutert. Musst Du natürlich auch nicht - aber dann darfst Du auch nicht auf Verständnis und Hineindenken hoffen.

    Ganz ehrlich, das ist mir sowas von egal. Es zählt das, was auf dem Cashkonto ankommt, zumindest für diesen Bereich!

    Ist das nicht ein wenig kurzsichtig? Durch abartig hohe Ausschüttungen heute kann‘s halt gut sein, dass es irgendwann keine Ausschüttungen (oder nur sehr, sehr, sehr viel kleinere) mehr gibt. Ist dann nicht der Katzenjammer groß?

    Kommt drauf an, wo die Krise ist und was in der Krise ist. Die Faustregel lautet: Ein Fonds verhält sich so, wie sich seine Bestandteile verhalten. Das klingt nicht nur logisch, das ist es auch. Sind bspw. Small Caps und/oder EMs in der Krise, läuft der Kommer schlechter; sind es die US-LargeCaps, läuft er besser.