Uh, hab jetzt nur diese und die letzte Seite gelesen. Für mich gefühlt geht das gerade teilweise in eine unschöne Richtung, also das Thema.
Die gesetzliche Rente ist nicht so schlecht, sie ist nicht perfekt, aber deswegen alles kaputt reden und Argumentationen von weiter rechts aufgreifen die gezielt gestreut werden ist auch nicht hilfreich. Schon die Rente mit 63 wurde und wird viel zu hoch gekocht. das betraf/betrifft nur ganz wenige Jahrgänge und alles danach geht nicht mehr mit 63 sondern muss eben länger und länger arbeiten.
Altersrente bis 66, 70 oder was auch immer ist nicht schön. Aber das trifft nicht alle Jahrgänge, je nachdem wann man geboren wurde muss man individuell schauen wie lange man wann arbeiten muss. Pauschalisierende Schlagwörter sind gut um Stimmung zu machen, oder Zeitungsauflagen, ist aber leider oft ziemlich kurz gegriffen.
Die GRV ist nach meiner Sicht weder Invest noch Vermögensaufbau, auch wenn es da bei freiwilligen Zuzahlungen einige Stellschrauben geben kann über die ich auch hier im Forum oft gestolpert bin. Für mich ist die gesetzliche Rente erst einmal Absicherung, Absicherung ist gut.
Hoffentlich hat man genug Geld um das weiter auszubauen, Rente auf Sozialhilfeniveau im Alter ist nicht schön aber immerhin eine Absicherung die das Schlimmste verhindert.
Absicherung und Vermögensaufbau sollte man trennen, die gesetzliche Rente ist ein großer Absicherungsbaustein. Gerade weil Rentner die größte Wählergruppe sind.
Ich selber bin jetzt seid ein paar Jahren EU-Rentner und bin froh das es die gesetzliche Rente gibt. So viele schlechte Erfahrungen ich auch hier und da gesammelt habe was Ämter angeht bin ich froh das wir ein gewisses Mindestmaß an sozialer Absicherung haben. Das auch in der Rente greift. Könnte besser sein, nicht alles ist gut und einiges verbesserungswürdig. Aber vor ihrer Zeit beerdigen würde ich die stattliche Rente auch nicht, die wurde schon sehr oft zu Garbe getragen und steht immer noch wie eine eins wo wer weiß wie viele private Versicherer weg vom Fenster sind.
Wie es in 25 Jahren aussehen wird? Keine Ahnung, aber wenn ganz Deutschland zusammen kracht so das nicht einmal die Rente gesichert werden kann ist eh alles am Ende. Für mich ist meine Rente sicher, wenn ich in 25 Jahren Altersrente beantragen darf sieht das hoffentlich noch genau so aus, bis dahin ist mein ETF-Depot hoffentlich was gewachsen. Zumindest ist meine finanzielle Situation dank staatlicher Rente sicher genug das ich mir inzwischen erlauben kann auch mal an Vermögensbildung abseits von Absicherung denken zu können.
Weil mir dank Rente keine Sozialämter oder Arbeitsagenturen dazwischen hauen mit ihren Freibeträgen über denen alles wieder weg ist. Damit ich später ein paar Euronen mehr habe wenn ich sie brauche.
Nachtrag:
Der große Nachteil ist, wie in vielem anderen, dass die aktuellen Regierungen meist nur an ihr Klientel denken und schon auf die nächste Wahl in 4 Jahren schielen. So wird von Legislaturperiode zu Periode Politik gemacht und am System herum gefummelt. Ohne das Große ganze auf Jahrzehnte anzugehen. Da ist keine Partei besser als die andere. Gerade fällt uns das ja bei der Energiewende auf die Füße. Stichwort EEG-Umlage und wie lange da für quasi nichts gezahlt wurde weil.....Politik und Wahlen. Das hat man eben auch bei der Rente und allen anderen großen Systemen wo so gehandelt wird oder wurde.