Hallo zusammen,
ich suche nach Erfahrungswerten mit Depotkrediten und Policendarlehen, um mich zu entscheiden, ob ich mein Fonds-Portfolio besser in einer kostenminimierten fondsgebundenen Lebensversicherung oder in einem Depot anlegen soll, um es dort als Sicherheit für einen Kredit zu hinterlegen.
Ich führe in diesem Fonds-Portfolio regelmäßig Umschichtungen durch, die mich in einem Depot Handelskosten, Steuerkosten und ggf. Ausgabeaufschläge, Kick-Backs etc. kosten würden, während sie in der Versicherung ohne diese Kosten auskommen.
Mein Ziel ist es, die Auszahlung zu vermeiden, weil diese das Guthaben reduzieren und Steuerkosten auslösen würde.
Stattdessen will ich das Fonds-Portfolio als Sicherheit hinterlegen, um dafür einen Kredit zu bekommen, und für diesen Kredit wiederum soll auch die nicht realisierte Steuerlast als Sicherheit anerkannt werden.
Bei Flatex wird laut Kundendienst der gesamte Fondswert (Eigenbeitrag + Rendite einschließlich Steuerlast) herangezogen. Bei 100€ Fondswert, bestehend z.B. aus 50€ Eigenbeitrag, 35€ Rendite nach Steuern und 15€ Abgeltungssteuerlast, könnte ich also 100€ als Sicherheit hinterlegen und bei einem Faktor von 60% 60€ Kredit bekommen. Das wäre ein Hebel der Steuerlast.
Bei der VR Bank Weschnitztal würde laut Kundendienst der Rückkaufwert der Lebensversicherung herangezogen werden, d.h. Fondsguthaben minus Versicherungskosten minus Steuerlast. Bei 100€ Vertragsguthaben, bestehends z.B. aus 50€ Eigenbeitrag, 40€ Rendite und 10€ Abgeltungssteuerlast, könnte ich also nur 90€ als Sicherheit hinterlegen und bei einem Faktor von 60% 54€ an Kredit bekommen. Das wäre kein Hebel der Steuerlast!
Sind die Aussagen von dem Kundendienst so richtig?
Hat jemand von euch praktische Erfahrung damit, was bei einem Depotkredit und einem Policendarlehen wirklich als Grundlage für die Beleihung herangezogen wird?
Könnt ihr einen Anbieter für ein Policendarlehen empfehlen, bei dem man das volle Vertragsguthaben als Sicherheit hinterlegen kann?
Danke!