. Allerdings wird ihr zuviel abgenommen. Mittlerweile kommen Aussagen von ihr "Das will ich nicht mehr machen", wie z. B. Briefe von Banken oder Versicherungen, sicher nicht immer das beste Erlebnis, lesen und verstehen zu müssen. Der beste Spruch von ihr kam vor ein paar Tagen "Ich hatte in Erdkunde eine 5 und seitdem will ich nichts mehr lernen". Und bei diesen Aussagen bekommt sie auch noch Unterstützung von den Mitbewohnern.
Gesteigert wurde das noch durch einen kleinen Schlaganfall, den sie vor 3 Jahren hatte. Da laufen die Gespräche mit den Mitbewohnern dann folgendermaßen ab "Ich habe heute wieder alles vergessen." - "Ja, ich auch" Also ziehen die sich gegenseitig nach unten.
Ich frage mich, wie wäre sie, wenn sie noch allein leben würde und quasi die Verantwortung selbst tragen müßte.
Das, was man nicht mehr macht, kann man auch dann irgendwann leider nicht mehr. Ist zwar eine Binse,
aber deswegen nicht weniger wahr.
Ich bin jetzt 72, wohne auch im 2.ten Stock. Aber deswegen ein Altenheim anzusteuern?
Allerdings habe ich auch Vorerkrankungen, dank denen ich kaum ein hohes Alter erreichen dürfte und mir hoffentlich ein längeres Dahinsiechen erspart bleibt.
Ich möchte nicht um jeden Preis möglichst viele Jahre gewinnen, wenn diese mit absoluter Geldknappheit, massiver Abhängigkeit von anderen, ständiger medizinischer Behandlung und dem Verlust meiner Bewegungsfreiheit verbunden wären.