Hm, schwierig. Ich bin ja grundsätzlich ein Fan von “Love it, change it or leave it”, spricht wenn Du die Umstände nicht ändern kannst, such was anderes, was Dir gut tut.
Aber: wenn Du noch gut 10 Jahre zur Rente hast, bist Du irgendwo Mitte, Ende 50? Da ist es halt schon deutlich schwieriger, zu wechseln, vor allem, wenn man seit 20 Jahren beim gleichen Arbeitgeber war. Was nicht heißt, dass es unmöglich ist.
Mittelstand ggü. Großunternehmen verliert fast immer, was das Finazielle angeht, in sofern muss man wirklich abwägen, was einem wichtig ist.
Ich bin nach der letzen Elternzeit nach knapp 20 Jahren in Konzernen in den Mittelstand gewechselt und liebe es! Klar, anfangs war es gehaltlich ein Rückschritt, aber die Flexibilität, die (bei uns) sehr flachen Hierarchien und die Gestaltungsfreiheit wiegt das komplett auf.
In welchem Bereich bist Du denn tätig? Und wie ist da die Arbeitsmarktlage?
Fahre doch einfach mal Deine Fühler aus und bewerbe Dich auf die ein oder andere Stelle. So kannst Du einerseits Deinen Marktwert testen und andererseits auch wieder Übung für Bewerbungsgespräche bekommen.
Wenn das gut läuft, kannst Du immer noch entscheiden, was Du machen willst.
Blöd wäre doch, zu kündigen, ohne Abfindung dazustehen und dann keinen Job zu finden.