Beiträge von Hickory72

    Super, ganz vielen Dank! Das waren die Infos, die ich brauchte!

    Zitat

    Ein Thesaurierer wird immer steuerlich immer mindestens so gut sein, wie ein Ausschütter. [...]

    Dazu kann man beim Thesaurierer die Steuer über den Verkauf und Wiederkauf von Anteilen steuern, falls erwünscht

    Ok, damit bin ich schlauer. Also 2x Thesaurierer, sowohl für mich als auch (v.a. wegen der genaueren Steuerungsfunktion) den Nachwuchs. Steuerlich ist es beim Nachwuchs ja erst mal egal, da es für einige Zeit sowieso alles unterhalb der Freibeträge fallen wird.

    Kriegt man eigentlich vorher vom Brokre mitgeteilt, wieviel VAP-Steuer zu entrichten ist, damit man sicherstellen kann, dass genug auf dem Verrechnungskonto ist?

    Zitat

    Die Vorabpauschale fällt auf den Teil an, der zum Jahreswechsel im Depot ist. Unterjährige Änderungen werden anteilig verrechnet. Angenommen du hast 10k im Depot und 50% Kursgewinn, zu Silvester verkaufst du 5k. Dann musst du den Verkauf versteuern (1,6k Gewinn abzüglich Teilfreistellung) sowie die VAP auf den Basisertrag von 6,66k (restliche 2/3 vom Ursprungsdepot)

    Ja, das war dumm formuliert von mir. Ich meinte quasi nicht 5k Anteile, sondern 5k Gewinn (oder mit anderen Worten: das gesamte Beispiel-Depot), um wirklich alles steuerfrei mitzunehmen, und dann Anfang Januar zu reinvestieren.

    Langsam macht es click, danke!

    Hättest Du das zu Jahresbeginn 2023 für Deinen Junior gemacht, wäre der jetzt 12 T€ reicher. Zahlen müßte er mit dem Jahreswechsel auch nichts, sein Freibetrag für 2024 wäre mit 132 € belastet.

    Mit der Steuerfieselei hättest Du bis zum Dezember 2023 Zeit gehabt. Der Verkauf und Rückkauf wäre binnen weniger Minuten über den Tisch gegangen.

    Also lese ich aus deiner Antwort raus, dass ich das genau so hätte machen können und es der "richtige" Weg wäre, um die Gewinne steuerfrei mitzunehmen? Gut, dann ran an den Speck und Zeitpunkte zur Gewinnmitnahme können sich ja noch über das Jahr ergeben. Sehe ich dann.

    Vielen dank für deine Hilfe.

    Hallo Achim Weiss

    danke für die ausführlichen Antworten.

    Also für mein eigenes Depot scheint mir die Sache nun klar. Egal was ich tue, ich komme ohnehin nicht drumherum und die Sache läuft automatisch durch und die Unterschiede zwischen den verschiedenen Strategien scheinen minimal zu sein.

    Was das Junior-Depot angeht, ist es mir noch nicht ganz so klar.

    Also um bei dem Beispiel zu bleiben:

    80k investiert, inzwischen 12k Plus gemacht. Freibetrag von ca. 6k für den Junior, also ca. die Hälfte des Gewinns.

    Es wäre also möglich, das halbe Fondvermögen zu verkaufen, die 6k Gewinn steuerfrei mitzunehmen, weniger VAP-Steuer zu entrichten, und die 40k+6k wieder zu reinvestieren.

    Korrigier mich bitte, wenn ich falsch liege, aber da kommt über 10-15 Jahre doch einiges an Holz zusammen, oder nicht? Also so vernachlässigbar finde ich das nun nicht, außer ich habe einen Denkfehler drin?

    Vielen Dank für die Antwort

    Zitat

    Aktuell ist das aber nicht der Fall, man versteuert die Ausschüttungen und dann noch den fehlenden Rest bis zur VAP.

    Korrigier mich bitte: das heißt, ob ich nun einen ausschüttenden oder thesaurierenden MSCI World ETF nehme, ich muss so oder so den gleichen Betrag an VAP abführen (bzw. der Broker macht es automatisch)? Also könnte ich der Einfachheit halber einen Thesaurierer nehmen und würde, da der Sparerpauschbetrag hinter den Kulissen sowieso mit der VAP verrechnet wird, auf das gleiche rauskommen, da Kursgewinne mitberücksichtigt werden?

    Zitat

    Natürlich. Das macht dein Broker automatisch beim Verkauf.

    Könntest du mir sagen, wie das in der Praxis aussähe? Also z.B. ich habe 10k ETF-Vermögen, zum Stichtag nach 5 Jahren ist er, trotz reinvestierter Dividenden, 9k Wert. Ich verkaufe also mit 1k Verlust und habe on top noch jahrelang VAP abgeführt, für nicht existierende Gewinne. Kriege ich diese 5x abgeführte VAP wieder oder werden sie wenigstens auf den Verlust gerechnet?

    Zitat

    Anlagen in Junior-Depots sind kein Steuersparmodell, sondern eine Schenkung.

    Das stimmt, aber auch der Nachwuchs muss ja nicht unnötig Steuern zahlen. Wenn also z.B. der ETF von 10k auf 15k steigt und 5k steuerfrei veräußert werden können, ist das Depotvermögen +-0 und es fällt auch keine VAP an, richtig?

    Hallo zusammen!


    Ich bin mir unsicher, ob ich das Thema Vorabpauschale richtig verstanden habe und wollte fragen, ob mir jemand helfen kann.


    Folgende Situation:


    Ich möchte 2x 80k in einen All-World-ETF investieren.

    • Einmal auf mein eigenes Depot (angestellt berufstätig, nur regulär 1k Sparerpauschbetrag)
    • einmal auf ein Junior-Depot für den Nachwuchs (~5,5k Steuerfreibetrag [wegen Familienversicherung] + 1k Sparerpauschbetrag).


    Nun stellt sich die Frage, ob ich einen ausschüttenden oder thesaurierenden ETF wählen sollte, um Steuern und Aufwand zu sparen.

    • Ich habe noch nicht verstanden, ob die Vorabpauschale nur für thesaurierende ETFs gilt und sich ausschließlich auf die Ausschüttungen bezieht oder ob auch Kursgewinne eine Rolle spielen.
    • Außerdem ist mir unklar, ob gezahlte Vorabpauschalen beim Verkauf irgendwie verrechnet werden.
      • Zum Beispiel: Ich halte einen ETF 10 Jahre lang und möchte ihn dann verkaufen. In den ersten 9 Jahren zahle ich Vorabpauschalen. Im zehnten Jahr, kurz vor dem Verkauf, ist der Kurs abgestürzt und ich bin, einschließlich der Thesaurierung, in den Miesen. Ich habe also neun Jahre lang Steuern für nichts bezahlt. Kann ich die gezahlten Pauschalen in irgendeiner Form geltend machen?


    Ich möchte den Freibetrag meines Kindes optimal nutzen und gleichzeitig sicherstellen, dass ich keine Probleme mit der Krankenversicherung bekomme.


    Da das Depot 80k beträgt und ich den Freibetrag noch nicht ausreize, muss ich Anteile verkaufen, um eventuelle Gewinne mitzunehmen. Für mehr Einfachheit könnte ich alles in einen ausschüttenden ETF investieren und den Freibetrag durch weitere Teilverkäufe, entsprechend dem noch verfügbaren Freibetrag, punktgenau nutzen und hätte das Thema Vorabpauschale gar nicht erst am Bein.

    • Sehe ich das richtig oder denke ich zu kurz?
    • Müsste ich, bei entsprechender Nichtveranlagungsbescheinigung des Finanzamts, dann für den Nachwuchs überhaupt eine Steuererklärung abgeben, wenn nichts zu versteuern ist und ich auch nichts rückerstatten lassen muss?


    Für mein eigenes Depot würde ich gerne in einen ausschüttenden ETF investieren. Ich weiß, dass es gewisse Szenarien gibt, in denen der Thesaurier, trotz Vorabpauschale, dem ausschüttenden ETF gegenüber Vorteile bietet. Es wäre aber einfach eine psychische Präferenz, da der Unterschied bei diesen Beträgen ohnehin noch nicht groß wäre.

    • Gehe ich richtig davon aus, dass ich für Dividenden, die über den Pauschbetrag von 1.000 Euro hinausgehen, Kapitalertragssteuer abzg. Teilfreistellung zahlen muss und damit wäre das Thema Vorabpauschale in diesem Fall erledigt, bzw. gar nicht erst relevant?


    Vielen Dank vorab für euren Input!