Beiträge von Depotfee

    Aber auch entsprechend trennen!

    Da bin ich zuversichtlich, auch bei der korrekten Trennung nach 30 und 60 Grad Wäsche, hell und dunkel. Da kann er sich ja mit der Waschmaschinen-KI verbinden, die ihm sagt, er möge doch die schwarzen Socken aus der weißen Wäsche nehmen. :)

    Er müsste natürlich ein exzellenter Spinnenjäger sein und ich hätte auch nichts dagegen, wenn er die Stechmücken nachts per Laser abschießt, die mich stechen wollen. 8)

    Wie macht ihr das? Kursalarme, Newsletter, Apps, oder bewusst gar nicht?

    Ich habe nur Aktien im Depot die ich langfristig halten möchte. Mit langfristig meine ich langfristig. Meine älteste Aktie ist von 1996, jüngere von 2016 oder 2023.

    Dafür reicht es die langfristige Entwicklung im Auge zu behalten. Wenn eine Aktie keinen Mehrwert bringt, sei es eine hohe Dividendenzahlung oder dauerhaft unter 6% IZF rutscht, kommt die auf meine Beobachtungsliste. Dann überprüfe ich, ob die Aktie noch einen Sinn in meinem Depot hat, ansonsten wird sie verkauft.

    Diese Evaluierung mache ich nach Lust und Laune etwa halbjährlich bis jährlich. Auch wenn der Kurs besonders stark nach unten wegbricht, werfe ich einen Blick drauf. Aber Schwächephasen, auch mehrjährige, gehören zum Spiel dazu. Man darf nicht zu früh die Geduld verlieren, unendlich lange festhalten sollte man bei einem potentiellen Abstiegskandidaten allerdings auch nicht.

    Den Unterschied zu erkennen ist oft reines Glück, weswegen ich die letzten Jahre nun zumindest die Hälfte meines Depots in ETFs halte. Ich gebe zu, dass die langweilig-entspannend sind im Gegensatz zu Aktien und auch Geld abwerfen. ^^

    Hab noch einen interessanten Artikel gesehen, der die Auswirkungen von Speichermöglichkeiten auf den Strompreis beleuchtet.

    Ja, den habe ich auch gelesen und geseufzt. Was wir noch virtuell am PC simulieren, läuft anderswo bereits mit großem Erfolg. In Kalifornien scheint die Sonne jetzt auch nachts.

    Dinge in der richtigen Reihenfolge anzugehen, ist genau das was ich an der deutschen Energiewende schmerzlich vermisse.

    Ja, mir ist bekannt, dass wir viele Speicher planen. Aber geplant und gebaut sind zwei Paar Stiefel, wie wir alle wissen. Es gibt Gerangel um die Netzanschlüsse und es gibt Mehrfachbewerbungen, die nie alle zum Zug kommen werden. Und dann ist da noch das Problem mit der Netzdienlichkeit. Wir bauen Großspeicher nämlich vorranig marktdienlich, was nicht automatisch eine netzdienliche Strategie bedeutet. Ich sehe Optimierungsbedarf an allen Ecken und Enden.

    Wir machen das, weil es günstiger ist, als unsere fossilen Kraftwerke anzuschmeißen.

    Hmm, also sind die französischen AKWs günstiger als unser Kohle/Gas-Gemenge? Wer hätte das gedacht. 8)

    Es gäbe dann zuviel Strom im Sommer? Aber das Problem hat Deutschland doch jetzt auch schon. Wir verscherbeln unseren Überschuss zu Negativpreisen nach Ö, die speisen ihn in ihre Pumpkraftwerke ein und verkaufen ihn abends wieder teuer an uns zurück. Gratulation an die Planer der Energiewende.

    Nicht missverstehen, ich bin dafür. Aber weniger Lobby und mehr Sachverstand hätten geholfen. Es ist ja auch nicht so, dass nur ich mich wundere. Der Rest der Welt tut es auch.

    Das ist nun ein ziemlich faktenfrei konstruierter Zusammenhang. Nachts ist es kälter als draußen.

    Wenn nicht gerade die Flüsse Wasserarmut haben und sie die AKW abschalten müssen.

    Ja, das war 2022 ein Thema. Aber speziell in diesem historischen Hitzesommer 2026 war Frankreich immer noch Exporteur. Bis auf zwei kritische Tage lief alles gut.

    "Dank der starken Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien war Deutschland im ersten Halbjahr 2026 deutlich weniger auf Stromimporte angewiesen als im Vorjahr. Im Saldo wurden lediglich 1,3 TWh Strom importiert, gegenüber 9,6 TWh im ersten Halbjahr 2025.

    "Die größten Stromimporte kamen aus Frankreich (3,9 TWh), Dänemark (2,5 TWh), Norwegen (1,1 TWh), Belgien (1,1 TWh), den Niederlanden (0,5 TWh) und Schweden (0,2 TWh). Netto exportierte Deutschland Strom insbesondere nach Österreich (4,6 TWh), Luxemburg (1,8 TWh), Tschechien (1,0 TWh), Polen (0,6 TWh) sowie in die Schweiz (0,2 TWh)."

    https://www.energy-charts.info/charts/import_…year&halfyear=1

    Die Grafik zeigt sehr schön, wie stark Frankreich im Export ist. Deutschland > Frankreich 1,20 TWh, Frankreich > Deutschland 5,14 TWh

    Wir haben weder den teuersten noch den dreckigsten Strommix weltweit.

    Aber gemessen daran, wie viel Geld wir schon in die Energiewende gesteckt haben, ist das erreichte Ergebnis in meinen Augen nicht zufriedenstellend. Erst aus CO2- neutraler Stromversorgung durch AKW auszusteigen, um dann mit viel Mühe das Feld von hinten aufzurollen, ist in meinen Augen suboptimal.

    Unser (ich komme aus Bayern) Isar2 war seit 1988 in Betrieb und hat während seiner Laufzeit mehr als 400 Milliarden kWh Strom produziert, Co2 neutral. Es war damals weltweit das zweite AKW, das solche Strommengen erzeugt hat. Es lag noch 2021 mit seiner Jahresstromproduktion auf Platz 3 im weltweiten Vergleich.

    Warum wurde es abgeschaltet? Der Raum Landshut wollte es behalten, Bayern braucht den Strom, die wollten es auch behalten (eine Partei mal ausgenommen). Das weltbeste AKW (ok, zweiter Platz) wäre noch mit wenig Geld für weitere Jahrzehnte gut gewesen, perfekt um den Umstieg auf die Erneuerbaren zu erleichtern.

    Ist es jetzt sicherer in Landshut, wo die Brennstäbe im Abklingbecken liegen und wir nun Leistung aus Temelin jenseits der Staatsgrenze beziehen in 165km Luftlinie nordöstlich?

    Ich denke, die Diskussion um Atomkraft in D ist unwiderruflich beendet für die nächsten Jahrzehnte und ich will auch gar nicht in eine aussichtslose Diskussion darüber einsteigen. Dass ich den Ausstieg allerdings für unsinnig und nicht klimafreundlich finde, möchte ich explitzit betonen.

    Warum sollte man ein Gaskraftwerk mit blauem Wasserstoff betreiben?

    Blauer Wasserstoff wird doch aus Erdgas gewonnen.

    Da müsstest du Herrn Habeck fragen:

    Zitat

    In einer ersten Säule sollen 5 Gigawatt an neuen wasserstofffähigen Gaskraftwerken und 2 GW an umfassenden wasserstofffähigen Modernisierungen ausgeschrieben werden, die als Beitrag zur schnellen Dekarbonisierung des Kraftwerksparks ab dem achten Jahr ihrer Inbetriebnahme oder Modernisierung auf den Betrieb auf grünen oder blauen Wasserstoff gemäß Nationaler Wasserstoffstrategie umstellen müssen.

    https://www.bundeswirtschaftsministerium.de/Redaktion/DE/P…kstrategie.html

    Ich vermute aber, es hat mit dem Angebot an grünem Wasserstoff zu tun. Von dem spricht zwar jeder, aber keiner weiß wann und woher der kommen soll oder hat schon jemand in ausreichenden Mengen Elektrolyseure oder Importe aus anderen Ländern gesehen?

    Reiche möchte dauerhaft beim teuren Gas bleiben

    Ist das so?

    Habeck wollte Gaskraftwerke und später H2-ready Gaskraftwerke, die dann irgendwann später (10 Jahre?) auf grünen oder blauen Wasserstoff umgestellt werden sollten.

    Reiches Plan sieht vor, dass gleich 12 GW Gaskraftwerke technisch umrüstbar sein sollten, lässt aber den Zeitrahmen für die Voll-Dekarbonisierung bis 2045 offen.

    Es ist festzuhalten, das Ziel ist identisch, Habek wollte früher einen Brennstoffwechsel, wobei ich mich frage woher der Wasserstoff kommen soll und Reiche will technische Umrüstbarkeit und eine spätere Endfrist. Der Schwerpunkt liegt jetzt nicht mehr bei einem fest reservierten Wasserstoffbaustein, sondern bei einer höheren Gas-Reserve mit Wasserstoffoption, die bis 2045 greifen muss.

    Ich persönlich denke, es werden noch viele Minister bis 2045 kommen und gehen, bis dahin ist alles ungewiss. Deutschlands politische Zukunft ist nicht gerade berechenbarer geworden.

    Du fantasierst dir ein Problem her das es gar nicht gibt, sogar die dummen Grünen haben erkannt das es übergangsweise Gaskraftwerke braucht und Habeck (the evil) lies sie bauen.

    Nein, Habeck (the evil) hatte einen Plan, von 2021 - 2025 während seiner Zeit als Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz. Dieser besagte, dass für Phasen mit wenig Wind und Sonne erst 23 GW Gaskraftwerke gebaut werden sollten, später waren es dann nur noch 12,5 GW. Umgesetzt wurde übrigens genau gar nichts in seiner Zeit.

    Diese Pläne hat die Gas-Kathie geerbt und setzt sie jetzt hoffentlich endlich um, denn wir wollen ja weg von der Kohle (idealerweise bis 2030). Dafür wird sie jetzt von den Grünen geschimpft, während dieselben Pläne unter Habeck toll waren. Muss man nicht verstehen.:/

    Für mich war das ein grober und vor allem überhasteter Fehler, stark geprägt von grüner Ideologie. Dass uns dieser Sonderweg bei Netzen, Backup-Kapazitäten, Importen und letztlich auch bei der Wettbewerbsfähigkeit teuer zu stehen kommt, wird meiner Meinung nach erst nach und nach sichtbar.

    Wenn es Deutschland anno dazumal vorrangig ums Klima und weniger um Ideologie gegangen wäre, dann hätten wir die AKWs behalten müssen und parallel Wind und Solar hochziehen müssen. Denn der Wegfall von 97 TWh CO2-freien Atomstrom im Jahr 2014 hat Deutschland viel Zeit und noch mehr Geld gekostet.

    Wir hatten 2014 schon 41,7 % CO2-freien Stromanteil, 25,8 % Erneuerbare und 15,9 % Kernkraft, wenn ich den Zahlen des BMWE glauben darf. Im Jahr 2025 hatten wir 55,1 Prozent. Eine Steigerung von rund 13,4 Prozentpunkten, also gut einem Drittel. Wenig Wirkung fürs Klima, gemessen am Zeitraum und am eingesetzten Geld.

    Wenn ich auf einen Crash tippe, dann kann es nach Murphy nur dann sein, wenn er maximal den größten Schaden anrichten kann. Und wann wäre das?

    Wenn alle Bürger, die noch nie was mit Aktien, ETFs oder Wertpapieren am Hut hatten, weil das ja Teufelszeug ist, sich für das AV-Depot entschieden haben. Idealerweise zahlen sie noch noch vier, fünf Monate ein, dann kommt der große Crash.

    Danach tritt erst der Finanzminister zurück, darauf der jeweils regierende Bundeskanzler, weil er das Vermögen der Deutschen verschleudert hat. Es gibt Neuwahlen, die AfD verspricht ein Festgeldkonto mit 8 Prozent für jeden Deutschen lebenslang und die Linken fordern alle Verluste gemeinschaftlich zu vergesellschaften. 8)

    Der Strom für WP und E-Auto ist weiterhin dreckig. Nur der Auspuff steht woanders.

    Bevor wir uns streiten, die TU München hat gesagt, dass ein BEV über den gesamten Lebenszyklus im Durchschnitt 41% weniger Co2 verursacht als Verbrenner. Es ist also besser als ein Verbrenner, aber nicht emissionsfrei.

    Ein schon produziertes Auto für weitere Jahre zu behalten kann also umwelttechnisch die bessere Entscheidung sein, je nach Kilometerleistung. Finanziell sieht es ähnlich aus.

    Am Besten wäre es natürlich eine Bank zu finden, die für möglichst viele Länder einen Vorabbefreiung oder zumindest Unterstützung anbietet. Ich bin deshalb vor vielen Jahren zur maxblue gegangen, aber ganz pefekt ist das auch nicht.

    • Kanadas Quellensteuer wird voll angerechnet, da muss ich gar nichts tun. Easy.
    • Aber schon bei Frankreich bietet maxblue keine Vorabbefreiung und ich muss durch das Verfahren mit ~70 Euro Kosten. Immerhin sind die Formulare vorausgefüllt und brauchen nur den Stempel vom deutschen Finanzamt.
    • Selbiges bei Irland, wobei hier Clearstream keine Kosten verlangt. Schon seltsam.

    Bei schwedischen Aktien habe ich keine Erfahrung.

    Mehr Ehrlichkeit im Wahlkampf würde glaube ich langfristig zu mehr Vertrauen und mehr Bereitschaft bei der Bevölkerung führen.

    Da habe ich Zweifel. Ich halte es mittlerweile mit de Maizière „Ein Teil dieser Antworten würde die Bevölkerung verunsichern.“

    Meines Erachtens wurde die Bevölkerung jahrzehntelang weichgespült, alles bloß keine Zumutungen. Die Notwendigkeit oder die Folgen des Ausbleibens von umfangreichen Reformen scheint einigen immer noch nicht klar zu sein, weswegen wir wahrscheinlich nur Minireförmchen sehen werden (Rente, Pflege).

    Zudem, seit Corona und den damals in großen Scharen hervortretenden Schwurblern bin ich sehr desillusioniert, was die Intelligenz meiner Mitbürger angeht. Ich möchte nicht boshaft klingen, ich bin eher betroffen, dass so viele Bürger nicht Willens oder in der Lage sind über ihren Tellerrand zu sehen, sei es in Sachen Wirtschaft/Finanzen oder Politik.