Beiträge von Depotfee

    Wie hast du dir deinen Ruhestand vorgestellt? Willst du nur von den Dividenden leben oder planst du einen Depotverzehr?

    ETFs, deren Wertsteigerung du laufend versteuert, werden dann bei Verkauf nicht nochmal besteuert. Ist so gesehen ja auch ganz praktisch, wenn man im Ruhestand nicht noch Steuern zahlen muss.

    Bezahlt man nicht für ausschüttende Anteile wenn die prozentuale Ausschüttung unter dem Basiszinssatz liegt nicht noch anteilige Steuer auf die Vorabpauschale?

    Also machen nur echte Dividendenfonds mit höherer Ausschüttung Sinn, weil gering ausschüttende ETF eventuell höhere Steuern nach sich ziehen könnten? Sprich, das könnte auch dem beliebten Vanguard drohen?

    Das ist ja lästig. Gut, dass ich noch Einzelaktien habe, da gibt es diesen Krampf nicht. 8o

    Einzelaktie!!!!111eins🤯

    Einzelaktie? Plural bitte, selbst nach meinem Depotumbau steht es 50:50 ETF/Einzelaktien. :)

    Bei wie viel % steht denn die dividendenausschüttung?

    Heute kam die nächste Ankündigung. Es bleibt bei den 0,0353 $ pro Anteil wie bei den vorhergehenden Ausschüttungen. Das sind nach Umrechnung also 3 Cent pro Anteil pro Monat. Macht im Jahr dann 36 Cent. Auf den derzeitigen Kurs von 9,55 Euro ergibt das also ungefähr 3,8 % Dividendenrendite.

    Die Ausschüttung ist nicht spektakulär, aber sehr solide und weckt die Hoffnung, dass es auf diesem Niveau so weitergeht.

    Vor ein paar Tagen hat sich justETF mit dem obersten Vertriebler von L&G unterhalten. Weil mal die Frage aufkam, ob der ETF seine monatlichen Dividenden aus der Substanz ausschüttet, kann die Antwort im Video ab 21:14 ansehen. Kurz gesagt nein.

    Ist das der beste Dividenden-ETF? | justETF

    Der ETF ist einer meiner drei reinen Dividenden-ETF und für die kurze Zeit, die er auf dem Markt ist, bin ich zufrieden. Wenn er sich weiterhin gut entwickelt, werde ich gegen Jahresende die Zahlen vergleichen und eventuell die Realty Income Postion auflösen und darin integrieren. Nachdem ich in den L&G niedrig 6-stellig eingestiegen bin, gibt das ein solides monatliches Grundrauschen und überbrückt die Zeit bis zu den Vierteljahresausschüttern.

    Bevor wieder die üblichen Fragen kommen, nein Vermögensaufbau würde ich damit nicht betreiben. Aber für die pflegeleichte Entnahmephase ohne Substanzverbrauch gut geeignet.

    Vielleicht helfen aber automatisch auf dem Konto erscheinende Dividenden den Knoten zu lösen?

    Ich werde berichten, denn der Plan ist, zumindest alle Dividenden zu verbrauchen. Weil es ein größeres Depot ist, allerdings nicht im Maßstab von McProfit ;), sind das durchaus Beträge, die jährliche Fernreisen ermöglichen oder alle paar Jahre ein neues Auto.

    Die Frage bei mir ist immer, passiert das auch wirklich? ich bin ja bereits mit dem jetzigen Lebensstandard nicht unzufrieden, Konsum um des Konsum willens brauche ich nicht. Freizeit habe ich jetzt auch schon, 3-Tage-Woche lässt grüßen.

    Ich sehe eine gewisse Wahrscheinlichkeit für das Friedhofsranking, obwohl ich das Rennen nicht gewinnen werden, weil hier auch Immobilienfirmeninhaber liegen. Es juckt mich aber ehrlich nicht wirklich. Wenn man Erben hat, ist das Geld nicht verloren, es hat nur jemand anderer. Das Einzige was ich mir sofort gegönnt habe, ist ein Sportwagen. Nach Jahrzehnten Opel Corsa und Rentnergolf meines Vaters war Gönnung angesagt.

    Und was wäre nun, wenn die Dame nur ausschüttende Fonds hätte, die Ausschüttungen allein aber auch nicht reichen würden um damit Ihren Lebenswunsch zu erfüllen? :rolleyes:

    Also ich kann die ältere Dame gut verstehen, hoffentlich werde ich nicht auch mal so. Aber genau aus dem Grund habe ich mein Depot auf Dividenden umgestellt und weil ich jahrzehntelang die Einzige war, die überhaupt die Depots aufgestellt und betreut hat.

    MIr ist es wichtig, dass Cashflow von ganz alleine stattfindet, falls ich urplötzlich ausfalle und finanzielle Mittel nötig werden. Mittlerweile zeigt immerhin der Junior (29) gesteigertes Interesse an seinem eigenen Depot und der könnte dann auch mit sehr wenig Aufwand meines mitbetreuen. Einfach monatlich das Geld auf dem Verrechnungskonto einsammeln und weiterleiten.

    Ich habe einen Zielwert definiert, den ich behalten möchte. Damit bin ich maximal flexibel, sei es Vererbung, eigener Pflegefall oder ein Immobilienkauf (seniorengerecht). Damit dieser Zielwert erhalten bleibt, plane ich nur die Dividenden zu verleben bei aktuell 2,6 % Dividendenrendite auf den Depotwert.

    Falls fette Börsenjahre kommen und das Depot nach oben aus dem Ruder läuft, verkaufe ich zusätzlich. Falls die Börse einbricht und sich das binnen ein paar Jahre nicht selbst repariert, reinvestiere ich die Dividenden bis der Zielwert wieder erreicht ist. Falls sich die Kurse halbieren, plane ich neu auf bescheidenerem Niveau.

    Ich sehe eher die Gefahr, dass am Anfang des Ruhestands zu wenig verbraucht wird, zumal mein Mann seine Firma noch nicht aufgeben will und ich solange das inoffizielle Backoffice bin. Das hat Auswirkungen auf den Aktionsradius und schränkt auch den Konsum ein. :|

    Solange die Kosten für deine Mieter bezahlbar bleiben, ist es für dich als Eigentümer natürlich praktisch alle Arbeit auszulagern.

    Der Beauftragte, der Contractor, kümmert sich um alles rund um die Heizung, er wartet die Anlage, nimmt Reparaturen vor oder erneuert diese. Für den Vermieter ist das finanziell attraktiv: Die Kosten für diese Dienstleistung muss er nun nicht mehr selbst finanzieren, sondern diese werden über den Wärmepreis auf den Mieter umgelegt. https://www.tagesschau.de/wirtschaft/ene…kosten-100.html

    Es sollte klar sein, dass die Firma Geld verdienen will. Und das wird sie, auf Kosten der Mieter. Denn jede Wartung, jedes Ersatzteil wird turnusgemäß abgerechnet und die Preise für die Ersatzteile kann die Firma auch selbst setzen, ebenso die Montagekosten. Oder ist das im Vertrag anders geregelt?

    Im Kern ist es also m.E. kein „Fehler“ in der Sache, sondern eher ein klassisches Bildungsproblem: Die Vereinfachung hat gut funktioniert, aber sie hat bei einem Teil der Leute die Begründung hinter der Vereinfachung nicht mit transportiert.

    Ein wahrer Satz. Im Wertpapierforum hat das neue 8:1:1 kaum Wellen geschlagen. Die User optimieren und drehen seit jeher an jeder Stellschraube, die es überhaupt zu drehen gibt. Allerdings sind die dortigen User immer schon deutlich nerdiger unterwegs.

    Finanztip spricht ja eher die Massen an und genau dort hat es die Irritationen gegeben, die adrianberg in seinem Satz schön beschrieben hat. Insofern ja, für die Massen hätte man es behutsamer oder scheibchenweise transportieren müssen.

    Wer wie ich jemals versucht hat, Tagesgeldanleger an die Börse/ETF zu bekommen, weiß, dass man da dicke Bretter bohren muss und der künftige Anleger ein scheues Reh ist. Das war aber noch zu Zeiten vom simplen MSCI World und das vielen schon zu aufregend.

    Allerdings handelt es sich um Objekte aus den 1960er-Jahren. Auf den Eigentümerversammlungen zeichnet sich immer deutlicher ab, dass in den nächsten 10 Jahren massive Investitionskosten und Sanierungen anstehen. Um diesem Sanierungsrisiko und dem Klumpenrisiko im Raum München zu entgehen

    Unsanierte Objekte aus den 60iger haben ihre Tücken. Das fängt mit zunehmenden Wasserrohrbrüchen an und hört bei undichten, alten Fenstern, mangelhafter Dämmung, schwacher Elektrik noch lange nicht auf. Dazu dann das Thema Heizung. Wenn das in den nächsten Jahren angepackt wird, wird die Rücklage eventuell nicht reichen und Sonderumlagen drohen. Gut, das lässt sich steuerlich absetzen, aber Arbeit macht es trotzdem, wenn du die Modernisierung auf deine Mieter umlegen willst. Falls du einkommensschache Mieter haben solltest, können die übrigens die Mieterhöhung ablehnen.

    Ich habe mich 2023 von einer Eigentumswohnung Baujahr 1987 getrennt, aus genau diesen Gründen. Unsaniert, geringe Rücklagen, selbst die schon erneute Heizung war schn wieder 15 Jahre alt. Dazu war es eine Galeriewohnung mit hohen Heizkosten, wo man als Vermieter neuerdings immer mit im Boot ist. Als ein Mieterwechsel anstand, habe ich kurzerhand verkauft. Ich bin froh darüber. Übrigens sind kurz nach dem Verkauf die Dachfenster (Sondereigentum) undicht geworden. Nein, ich habe das vorher nicht gewusst, die Vormieter haben nie etwas in dieser Richtung erwähnt. Aber verkauft wie gesehen, Glück gehabt. Die Verkaufssumme ist komplett in mein Depot gewandert und hat sich dort marktgemäß entwickelt.

    Ich habe noch eine ETW desselben Baujahrs. Da sieht die Sache anders aus. Mehr Rücklagen, eine größere Hausgemeinschaft, mehr Schultern zum Verteilen der Kosten und die Wohnung verursacht nur wenig Heizkosten wegen guter Lage. Zudem wird sie von einem sparsamen Single bewohnt. Die behalte ich vorerst. Insofern, es kommt immer auf den Einzelfall an.

    Wie kommts dann zu 150 Euro?

    Ah, da ist bereits ein Gewinn enthalten.
    Sorry, die maxblue App hat nicht alle Informationen ausgespuckt. Einstandskurs waren bei mir 140,13 USD. Ich warte jetzt erst mal die endgültige Abrechnung ab.

    Eigentlich wärs mir lieber, ich hätte statt der 2 Stück eine echte Papier SpaceX-Aktie mit einem tollen Raketenbild drauf. Würde mir mehr Spaß machen und zu meiner historischen General-Motor, Chase Manhattan Bank und American World Airline- Aktien im Bilderrahmen passen. Darunter steht eine Bronzeplastik von Bulle und Bär.

    Das ist mein ganz privater Altar der Wertpapieranbetung. Nur die Weihrauchstäbchen fehlen noch. Ohmmm. :)

    Oh, 2 Stück a 150 Euro erwischt! Immerhin.

    Meine Ururenkel werden es mir eines Tages danken, wenn sie deswegen Rabatt im Elon-Spaceshuttle von der Erde zum Mars bekommen, incl. Fensterplatz und Schnell Check-in.:P

    Was ich allerdings nie verstehen werde, ist der Kauf einer Eigentumswohnung. Für mich ist das die Definition von ‚das Schlechteste aus beiden Welten‘. Man trägt das volle finanzielle Risiko und die mangelnde Flexibilität einer Immobilie, hat aber trotzdem keine echte Privatsphäre und muss sich ständig mit der Hausgemeinschaft arrangieren.

    Einserseits, andererseits hast du aber auch die Vorteile des Nichtgekündigtwerdens und Kosten, die im Alter nicht aus dem Ruder laufen. Klar kann eine Sonderumlage Heizung kommen, aber die wird nicht 30.000 Euro betragen. Die Kostenfalle im Alter ist deutlich geringer als beim Haus.

    Und ja, die Freuden von Eigentümerversammlungen kenne ich aus eigener Anschauung. "Vom Niedergang einer ehemals harmonischen Hausgemeinschaft". Ich könnte ein Buch schreiben. 8)Dennoch, es gibt die Möglichkeit eines Verkaufs. Die emotionalen Bindungen dürften hier nicht so hoch sein wie beim Haus mit Sonnenterrasse, Gemüsegarten und Bank unterm Apfelbaum, den man vor 40 Jahren gepflanzt hat.

    Ich denke, dass Immobilien als Kapitalanlage in den vergangenen 15-20 Jahren richtig gut waren und in den kommenden 15-20 Jahren eine Katastrophe sein werden. Nicht alle, aber die meisten von Privatpersonen als Renditeobjekt gehaltenen.

    Es kommt sicher auf den Einzelfall an, aber für unsanierte Objekte trifft das sicherlich zu.

    Ich habe mich schleunigst von einer ETW getrennt, als die Mieter ausgezogen sind. Eine 2-Zi-Wohnung mit offener Galerie, dazu Originalfenster aus Baujahr 1987, keine weitere Sanierung seitdem. Wenn da ein Paar einzieht, drei Kinder bekommt (die können auf der Galerie untergebracht werden) und duschen und heizen, dann vielen Dank für die jetzige und künftige anteilige Co2-Beteiligung durch den Vermieter.

    Das Geld liegt jetzt pflegefrei im Depot, schüttet Dividende aus und hat seit 2023 sogar eine moderate Wertsteigerung erzielt.

    Ich rede seit Jahren, eigentlich seit dem Green Deal der EU (hier energetische Sanierung) an meinen Mann hin, endlich die Erbengemeinschaft an einem Münchner Miethaus aufzulösen. Ich habe alle Verschlechterungen vorausgesehen und 2019 wäre ein Spitzenjahr für den Verkauf gewesen, ganz abgesehen was das Geld seitdem im Depot gemacht hätte. Leider vergebens. Es ist und bleibt eine alte unsanierte Kiste und mir hat noch kein Erbe die Mietrendite für dieses Objekt nennen können. Es ist aber klar, dass sie unterdurchschnittlich und der Arbeit mit dem Objekt, samt Risiko nicht angemessen ist.

    Habe ich was verpasst? Ich muss gleich mal den Depotstand checken.

    Edit: Äh nein. Alle drei Depots haben minimalen Zuwachs von 0,10% - 0,41% (letzter Tag). Es fällt allerdings auf, dass es die Welt-ETFs erwischt hat, während die Dividenden-ETF stabil geblieben sind. Meine Einzelaktien haben zusätzlich stabilisiert.

    Allerdings sind das doch noch alles normale Kursbewegungen? Wo liegt das Problem?

    Div. andere (teils lokale) Programme kommen dazu, wie z.B. eine Treuekarte meines Frisörs... 10x zahlen 11x Schneiden, also ähnlich wie eine 10er Saunakarte.

    Das hätte ich auch gerne! Im Münchner Speckgürtel kostet ein Friseurbesuch für Frauen ohne Schnickschnack 70 Euro.

    Das war zuletzt beim Kauf von Ganzjahresreifen von Goodyear der Fall, wo ich in dem Sinne einfach Glück hatte, dass Zeitraum und Reifentyp eh gepasst haben.

    Ich habe meine neuen Sommerreifen bei der Aktion angegeben. Leider noch keine Rückmeldung und es sind fast sechs Wochen vorbei. Wird wohl nix.

    Ansonsten nein, bis auf die Amazon-Visakarte, mit der ich alle Amazon Käufe bezahle. Da habe ich seit 2024 aber erst 43,47 Euro gespart. ^^

    Darf ich fragen, warum du sie behältst, obwohl sie dich nervt?

    Aus unterschiedlichen Gründen

    • Die Aktie ist heuer um 26 Prozent gefallen, Alltimehigh war vor 2 Jahren. Ich vermute, dass der Bodensatz (bald) erreicht ist. Was tief genug gefallen ist, wird vsl auch wieder steigen.
    • Beiersdorf macht bei mir gerade mal 2,24 Prozent im Depot aus. Nicht wirklich relevant.
    • Altaktie. Um den steuerlichen Vorteil aufzuheben, muss ein ETF mit mindestens 8 Prozent langfristig performen. Finanztip kalkuliert defensiver.
    • What you see is what you get. Während ich im Neudepot bei Verkäufen immer noch die Abgeltungssteuer berücksichtigen muss, ist eine Altaktie quasi wie Bargeld/Cashreserve. Ich kann das Geld 1:1 verplanen, neue Heizung, neues Auto, name it.
    • die Zukunft. Steigt die Abgeltungssteuer? Dann werden Altaktien attraktiver. Es schadet nicht, innerhalb des Depots zu diversifizieren, wenn man die Möglichkeit hat.

    Sowieso traurig im Rückblick. Früher waren Aktiengewinne steuerfrei, wenn man sie länger als 1 Jahr gehalten hat. Die frühere Regelung würde Altersvorsorgedepots guttun, auch im Hinblick auf die Akzeptanz durch die Bürger, die sich neben der Rente ein zweites Standbein aufbauen müssen. Aber das ist nur meine persönliche Meinung.