Gutverdiener stützen das System

  • Interessante Studie des IW Köln, passt nicht so ganz zur These mancher Politiker, dass man "die Reichen" endlich höher besteuern sollte da sie sich der Solidargemeinschaft entziehen...

    Mit welchem Toaster wurde das Bild denn eingescannt? 😵‍💫

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • Bei manchen Threads hier im Forum habe ich das Gefühl, dass ein altägyptisches Mindset vorherrscht, dass man möglichst viele Reichtümern ins Totenreich übertreten möchte. Das heißt, es ist Geld (bzw. Vermögen) vorhanden, es wird aber de facto dauerhaft dem Wirtschaftskreislauf entzogen, da man exzessiv spart.

  • Das heißt, es ist Geld (bzw. Vermögen) vorhanden, es wird aber de facto dauerhaft dem Wirtschaftskreislauf entzogen, da man exzessiv spart

    Wie man es macht, ist es falsch. Und wenn man es gar nicht macht, ist es auch nicht richtig. (Roger Pfaff)

    Bleibt man unter seinen Möglichkeiten und macht auf Work-Life-Balance, weil Geld nicht alles ist, dann heißt es Deutschland muss sich mehr anstrengen.

    Strengt man sich an mit guten Erfolg und gibt das Geld nicht aus, schädigt man die eigene Wirtschaft.

    Bringt man das Geld unter die Leute, konsumiert, kauft Technik, Klamotten, schafft sich ein Haus an, fliegt um die Welt, ist man für den überdurchschnittlichen Co2- Ausstoß verantwortlich.

    Wie darf man es denn der Gesellschaft recht machen? :evil:

  • Bei manchen Threads hier im Forum habe ich das Gefühl, dass ein altägyptisches Mindset vorherrscht, dass man möglichst viele Reichtümern ins Totenreich übertreten möchte.

    Wo die inhaltliche Verbindung oder gar eine Kausalität zwischen Beitrag Nr. 1 ("Gutverdiener stützen das System") und Deinem "Gefühl" ("vorherrschen eines altägyptischen Mindsets möglichst viele Reichtümer ins Totenreich retten") liegen soll, erschließt sich mir nicht (ansatzweise).

    Zum einen ist der Wunsch doch das Selbstverständlichste und Natürlichste der Welt beispielsweise für Partner, Ehepartner, Kind(er), Patenkinder, andere einem nahe Stehende etc. pp. etwas Vermögen zu hinterlassen und/oder (falls diese nicht vorhanden und/oder schon gut versorgt sind) zum anderen seine - nach dem eigenen Ableben - verbleidenden Mittel guten Zwecken zuzuführen (via einer Stiftung beispielsweise) ... ?

    Das heißt, es ist Geld (bzw. Vermögen) vorhanden, es wird aber de facto dauerhaft dem Wirtschaftskreislauf entzogen, da man exzessiv spart.

    Wenn ich Geld beispielsweise in Aktien investiere, fördere ich doch aktiv den besagten Wirtschaftskreislauf und nehme an diesem teil ... ? Wenn ich Immobilien vermiete, gilt das Gleiche, da daran zig wirtschaftliche Tätigkeiten und Dienstleistungen hängen (Makler, Hausverwaltungen, Reparaturen, Instandhaltungen, Sanierungen, Baumaterialien, Handwerker, Architekten usw.) ... ?

    Zudem müssen ja auch in der Wolle gefärbte "ETF-Sparbüchsen" und mindestens ebenso in der Wolle gefärbte Mieter letztlich und schließlich irgendwie und irgendwo wohnen ... :)

    Mein Geld (Sichteinlagen) bei Banken ermöglicht diesen die Kreditvergabe (Giralgeldschöpfung, mit starkem Hebel; Stichwort: Mindestreserve) an Selbständige, Freiberufler, Kleinunternehmer, Firmen, Mittelständler usw. und fördern so den Wirtschaftskreislauf.

    Selbst mit meinem Uhren und Oldtimern wird der Wirtschaftskreislauf gefördert (kontinuierlicher Service, Pflege, Wartung, Instandhaltung; TÜV, Gutachter usw.). Von dem, was daran Versicherungen beispielsweise (insbesondere Kfz-/Oldtimerversicherungen) verdienen ganz zu schweigen ...

    da man exzessiv spart.

    Was "man" bezüglich dem Sparen praktiziert, entzieht sich denknotwendig meiner Kenntnis.

    Für meinen Teil hatte ich noch nie "exzessiv gespart". Sondern lediglich einige Jahre kostenbewußt, preissensibel und sparsam gelebt.

    Aus gutem Grund; siehe hier

    Bin als Kind und Jugendlicher mit finanzieller (nicht geistiger !) Armut in Berührung gekommen (heute würde man wohl von "prekären Verhältnissen" sprechen). Aber auch die "Medaille" (s. o.) hatte zwei Seiten: So habe ich a) schon als Jugendlicher begonnen mit Arbeit Geld zu verdienen (verdienen zu müssen) und b) auch schon als Schüler auf dem Gymnasium begonnen mich ein bißchen mit Finanz-Themen auch theoretisch zu befassen ...

  • Wie man es macht, ist es falsch. Und wenn man es gar nicht macht, ist es auch nicht richtig. (Roger Pfaff)

    Bleibt man unter seinen Möglichkeiten und macht auf Work-Life-Balance, weil Geld nicht alles ist, dann heißt es Deutschland muss sich mehr anstrengen.

    Strengt man sich an mit guten Erfolg und gibt das Geld nicht aus, schädigt man die eigene Wirtschaft.

    Bringt man das Geld unter die Leute, konsumiert, kauft Technik, Klamotten, schafft sich ein Haus an, fliegt um die Welt, ist man für den überdurchschnittlichen Co2- Ausstoß verantwortlich.

    Wie darf man es denn der Gesellschaft recht machen? :evil:

    Wichtig wäre es jetzt erstmal, dass DU und ICH und IHR - vor allem IHR - schuld an der Lage seid. Ihr faulen Lifestyle-Teilzeit-ständig-Krank-Arbeitnehmer. Wenn du zusätzlich noch Migrant bist und weiblich, bist du bei Mr Burns - äh - Friedrich Merz eh unten durch und Schuld an der Krise.


    Was die Grafik angeht: Wir müssen nicht Einkommensstarke Arbeitnehmer stärker besteuern, sondern Reiche. Und reich ist man nicht mit 5000 Euro Brutto Einkommen. Damit kannst dir nämlich in München keine 3-Zimmer-Wohnung leisten.

    Wenn der selbe Dude, der 5000 Euro Brutto verdient, aber 4 Häuserblocks mit 80 Wohnungen mit sage und schreibe drei Euro und fünfundzwanzig Cent Erbschaftssteuer überschrieben bekommt, siehts schon wieder anders aus. Dann wird aus dem Mittelschichtsangestellten plötzlich ein doch recht reicher Mensch. Und darum gehts ...


    Aber diesen kleinen aber feinen Unterschied scheint irgendwie gerne unter den Tisch zu fallen

  • Bei manchen Threads hier im Forum habe ich das Gefühl, dass ein altägyptisches Mindset vorherrscht, dass man möglichst viele Reichtümern ins Totenreich übertreten möchte. Das heißt, es ist Geld (bzw. Vermögen) vorhanden, es wird aber de facto dauerhaft dem Wirtschaftskreislauf entzogen, da man exzessiv spart.

    Wen meinst Du denn damit?

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    Das Video ist jetzt 5 Jahre alt. Aber es veranschaulicht die Verhältnisse generell ganz gut. Aktuellere Zahlen gibt's hier:

    Musk & Co: Die 4 reichsten Milliardäre wurden 2026 schon um 100 Milliarden reicher
    Elon Musk, Larry Page, Sergey Brin und Jeff Bezos sind in diesem Jahr bereits um 100 Milliarden Dollar (rund 85 Milliarden Euro) reicher geworden.
    www.businessinsider.de
  • Diese Studie ist reine Lobby-Arbeit, die soll dafür sorgen, dass sich Leute mit 150K solidarisieren mit denen die 1500K im Jahr haben, es wird suggeriert dass man das gleiche Interesse habe.

    Genau so sehe ich es auch.

    Und natürlich muss man auch beachten, dass wer die Studie bezahlt, auch bestimmt, was als Ergebnis rauskmmen muss.

  • Mal angenommen oder unterstellt, dem wäre in dem Fall tatsächlich so (wobei das IW Köln fraglos zu den renommierten Adressen in Deutschland zu zählen ist) ...

    wes Brot ich ess, des Lied ich sing

    Genau so sehe ich es auch.

    Und natürlich muss man auch beachten, dass wer die Studie bezahlt, auch bestimmt, was als Ergebnis rauskmmen muss.

    ... das verhält sich bei Studien aus anderen politischen Lagern generell anders ... ?

    ^^