Beiträge von GrandmasterMUC

    Wo wir schon mal beim Thema Nachteile sind. Wieso hört man eigentlich nichts von Robinhood. Keine Einlagensicherung, kein deutscher Steuerabzug, litauische IBAN. 5% Zinsen ohne feste Laufzeit

    Robinhood (USA) ist ja der Urvater der Neobroker und war Vorbild für TR etc. Sie haben den komplett provisionsfreien Aktienhandel quasi erfunden.
    Der Ableger für den europäische Markt mit Sitz in Litauen hat mit dem US-Original aber mal so gar nix zu tun ... Das hätten sie sicherlich besser machen können - stattdessen wurde eine Tochterfirma mit ganz wilden Spezialitäten gegründet. Habe mal ein bisschen gegoogelt weil der Name irgendwie komplett in der Versenkung verschwunden war und jetzt öfter mal wieder auftaucht.

    "Die europäische Variante (Robinhood Europe) unterscheidet sich in ihrer Struktur und Produktpalette jedoch fundamental vom US-amerikanischen Vorbild. Während US-Kunden echte Finanzprodukte und tief integrierte Bankdienstleistungen erhalten, agiert der europäische Ableger eher als Krypto- und Derivateplattform." (Aussage nicht geprüft)

    "Achtung bei Produkten: Robinhood bietet in der EU keine echten Aktien an, sondern sogenannte Classic Stock Tokens (Derivatkontrakte, die den Kurs abbilden). Diese werden steuerlich anders behandelt als echte Aktien." (Aussage nicht geprüft)

    Es greift lediglich das litauische Anlegerentschädigungssystem. Dieses schützt das Vermögen nur bis maximal 22.000 €.

    Es ist also nicht möglich, einen AVD Vertrag komplett ohne Zulage zu besparen;

    Ist das wirklich so? Ich interpretiere das so: Wenn ich bei einem Anbieter 2 AV-Depots eröffne, schließe ich rein rechtlich zwei separate Verträge ab (?). Wenn ich dann den Zulageantrag nur für Depot 1 bzw. Vertrag 1 stelle ...

    „Hat der Zulageberechtigte im Beitragsjahr Altersvorsorgebeiträge für mehrere Verträge gezahlt, so hat er mit dem Zulageantrag zu bestimmen, auf welche Verträge die Zulage überwiesen werden soll.“ (§ 89 Abs. 1 Satz 2 EStG)

    „Der Zulagenberechtigte kann mit dem Zulagenantrag jährlich neu bestimmen, auf welche Verträge die Zulage überwiesen werden soll.“ (EStH zu § 89 EStG) [1, 2]

    Meiner Erinnerung nach ist eine Umwandlung eines einmal abgeschlossenen Minijobvertrags dahingehend nicht möglich. Ich meine Referat Janders hatte mir diese Auskunft damals in 2024 mal gegeben.

    Ab 1. Juli 2026 können Menschen mit einem Minijob eine Befreiung von der Rentenversicherungspflicht einmalig wieder rückgängig machen. Sie sind dann wieder rentenversicherungspflichtig und zahlen zusätzlich zu den Beiträgen ihres Arbeitgebers eigene Beiträge in geringer Höhe zur gesetzlichen Rentenversicherung: Der Arbeitgeber zahlt pauschal 15 Prozent, Minijobber tragen einen Eigenanteil von aktuell 3,6 Prozent.

    Quelle:
    https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Ueber-u…iung-rv-pflicht

    Gemeint war ein separates verrechnungskonto innerhalb des AVD, wenn es den so etwas geben sollte. Irgendwo müssen die Ausschüttungen ja landen.
    Andererseits macht ein Ausschütter im AVD doch gar kein Sinn, oder?

    Nachdem was ich so gelesen habe wird es zumindest im freien AVD sicherlich ein internes Verrechnungskonto geben müssen, über das man innerhalb des AVD frei verfügen kann. Also Wiederanlage von Zulagen oder Ausschüttungen selbst steuern kann. In wie weit ein Ausschütter ggf. Sinn ergeben könnte, würde mich auch näher interessieren.

    Ich vermute auf dem Verrechnungskonto 🤷🏻‍♂️

    Falls es der Anbieter ermöglichen sollte, einzelne Ausschüttungen vom Verrechnungskonto aus dem AV-Depot weg zu überweisen, wäre das zum einen logischerweise förderschädlich und zum anderen vermutlich auch für den Anbieter ein hoher bürokratischer und meldetechnischer Aufwand. Kostet dann vsl. zusätzlich noch Transaktions- oder Bearbeitungsgebühren.

    Frage an die DBKler:innen:
    Wenn ich aus dem Postfach Dokumente lade (Depotauszug etc.), war die Datei bis vor Kurzem einigermaßen sauber benannt
    (z.B. 2026-07-07_Abrechnung_Kauf_WKN_A1JJTD_vom_06.07.2026_zu_Depot_ ...pdf)

    Wenn ich jetzt etwas lade (mache das nur sporadisch, zuletzt im Juli), erhalte ich nur kryptische Zahlenwerte als Dateiname. Habe in 3 Browsern getestet am Mac. Hat noch jemand dieses "Problem"?

    haben die etwa kapituliert?

    Habe einen Uralt-Vertrag aus 2002 bei der Hannoverschen (Standard Life) der sich bis dato ganz gut rentiert hat. Anfang des Jahres hatte ich mal mit dem Kundenservice telefoniert. Dieser wusste damals noch nicht, ob es neue Produkte hinsichtlich des AV-Depots geben wird. Durch die Blume hat er mir auch gesagt, dass sie bei manchen Verträgen froh wären, diese loszuwerden. Bis dato habe ich weder Post noch Mails von der Hannoverschen bekommen - vielleicht wollen sie mich nicht mehr ;)

    Gerade mal recherchiert:
    Sie empfehlen, den Riester erstmal zu behalten - weiter unten steht dann, dass sie ab 2027 das Standarddepot ermöglichen wollen. Ich als Bestandskunde wurde bislang auf keinem Wege kontaktiert. Scharf scheinen sie also nicht darauf zu sein, öffentliche Werbung sehe ich auch nirgends.


    https://www.hannoversche.de/altersvorsorge…er-rente/reform

    So, der Einstieg ist vollbracht! Möge das Sparen mittels ETF beginnen!

    Habe ich das eigentlich überlesen oder war das neue AV-Depot hier im Thread überhaupt kein Thema?

    Das wäre dann die nächste Baustelle ab 2027 - dort kannst du dann ja den All Cap parallel zum normalen ETF Depot besparen, falls das für dich überhaupt interessant sein sollte.

    Weiß jemand, wie das geregelt ist?

    Deiner Frage Nr. 2 möchte sich wohl niemand annehmen. Ich weiß darauf auch keine Antwort, aber hier wären ein paar Anregungen:

    Ich denke, das EStG ist hier dein Freund:

    § 52 Abs. 50a Satz 6 EStG
    Wenn nach dem 31.12.2026 ein neuer zertifizierter Altersvorsorgevertrag abgeschlossen wird, gilt für alle Altersvorsorgeverträge des Zulageberechtigten einheitlich das neue Förderrecht.

    § 84 EStG
    Regelt die Höhe der neuen Grundzulage von bis zu 540 € bei bis zu 1.800 € förderfähigen Eigenbeiträgen.

    § 87 EStG
    Regelt die Zulage bei mehreren Altersvorsorgeverträgen und deren Verteilung auf höchstens zwei Verträge.
    Also Förderung ja, aber nicht auf die vollen 1.800, sofern du im gleichen Jahr auch noch geriestert hast. Dann wird das irgendwie verteilt (?).

    § 82 EStG
    Definiert, welche Beiträge als förderfähige Altersvorsorgebeiträge gelten.

    § 86 EStG
    Regelt den erforderlichen Mindesteigenbeitrag für den Anspruch auf Zulage.

    § 10a EStG
    Regelt den zusätzlichen Sonderausgabenabzug für geförderte Altersvorsorgebeiträge.

    Viel Spaß beim Studieren und Schlüsse ziehen ;)

    Zu Frage 1:
    Vertragsbedingungen deines Riester studieren und mit dem Anbieter telefonieren bzw. Frage schriftlich einreichen, auf jeden Fall würde ich das vorher alles wasserdicht abklären und nicht einfach so die Zahlungen aussetzen.

    Zu deiner Frage 3:
    Ich denke, dass das möglich sein sollte.

    Ggf. auch hier mal einlesen:
    https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/FAQ…rce=chatgpt.com

    wenn man genauer liest

    Zu langes lesen kostet auf jeden Fall Rendite ;) Heute hättest du schon einiges mitnehmen können. Lass das Los oder Umfrage entscheiden und starte asap. Es wird eh nicht bei dieser einen Position bleiben, weil es in Zukunft noch viele weitere interessante Produkte geben wird. Dann einfach liegen lassen und weiterziehen.

    Gestartet bin ich 2023 mit dem Standard MSCI World. Seit 2025 wird der IMI bespart, weil mich die breitere Streuung mehr überzeugt. Nun haben wir 2026 und der All Cap geht an den Start - er ist am billigsten. Vermutlich kann ich nicht anders und werde die künftige Sparrate in den All Cap routen. Wenn das so weitergeht, werden noch viele Zeilen in meinem Depot auf einen ähnlichen Index dazukommen, bis ich irgendwann - so Gott will - Richtung 2050 in Rente gehen werde.

    Als nächstes wird kommen:

    Die 0,00 % TER-Grenze: Der erste komplett kostenlose Welt-ETF (finanziert durch Wertpapierleihe des Anbieters).

    KI-optimierte All-World-Indizes: Welt-ETFs, bei denen künstliche Intelligenz die Neugewichtung der 9.000 Aktien sekündlich und ohne Transaktionskosten vornimmt.

    Direktes Indexing (Direct Indexing): Broker werden es ermöglichen, z.B. die 9.000 Aktien des ACWI IMI direkt als Bruchstücke zu kaufen, ganz ohne den Mantel eines ETF-Anbieters.

    Wer dann immer noch den jetzigen Gral oder den klassischen World bespart, dem ist dann wirklich nicht mehr zu helfen ;)

    Wenn man nur die vagen Angaben des TE verwendet, recherchiere ich folgendes zum Vorteil der betroffenen Person:

    Wenn bei einer Krebserkrankung leider der Fall eintritt, dass sie als unheilbar eingestuft wird, verzichtet die Versicherung ab diesem Moment komplett auf den Selbstbehalt. Sie übernimmt dann jeden Euro der Behandlungskosten sofort, ohne dass etwas dazuzuzahlen wäre. Die Versicherung will sich hier also nicht vor der Leistung drücken, sondern verzichtet in einer extremen Härtefall-Situation freiwillig auf Geld, um den Patienten finanziell zu entlasten.

    Näheres ist sicherlich telefonisch bei der betreffenden Versicherung zu erfragen.