Beiträge von GrandmasterMUC

    Und das Geld aus der Steuererstattung wirst Du doch wohl jedes Jahr in einen ETF Sparplan eingezahlt haben, oder? ;)

    Nicht seit beginn, aber seit einigen Jahren wandert das meiste Geld aus meiner Steuerrückzahlung in meinen Investitionstopf. Im DKB Depot liegen derzeit ca. 20K MSCI World, 3K MSCI EM IMI und ca. 9K in Einzelaktien. Weiterhin 20K mit 4% bei Trade Republic so lange die das noch machen - von diesen 20 möchte ich dann nach der 4%Phase 15K als Reserve auf Tagesgeld lassen und 5K wieder in MSCI oder Ähnliches stecken. Damit habe ich leider erst spät angefangen, aber ich bin da schon dran ...

    Hier möchte ich lediglich eine Antwort auf meine Frage finden, was ich mit diesem Riester-Ding machen soll - aber ich sehe schon es wird schwierig :D

    In deiner Situation riestert man ja nicht wegen der Zulage sondern wegen der jährlichen Steuererstattung. Wie hoch ist die denn in deinem Fall (sorry falls das schon mal kam und ich es überlesen habe)? Die Höhe entscheidet dann ja über die Wirtschaftlichkeit deines Vertrages.

    Grundsätzlich könnte man das Geld ja auch förderungsunschädlich z.B. in einen Wohn- oder Modernisierungsriester umwandeln (da muss man aber genau rechnen, ob das sinnvoll ist).

    Die jährliche Steuererstettung beträgt ca. 400 EUR nach Abzug der gewährten aber in diesem Fall rückzahlungspflichtigen Zulage

    Ich habe eine ähnliche Situation, allerdings mit einem anderen Riesterprodukt. Bzw. sogar gleich doppelt, identische Verträge bei beiden Ehepartnern. Jedoch in beiden Fällen ähnlich hoher Aktienanteil wie bei dir und eine ebenfalls ordentliche Rendite von ca. 6-7% p.a. Nach langem Hin und Her habe ich mich dazu entschieden, die Verträge vorläufig weiterlaufen zu lassen. Allerdings in beiden Fällen nur mit den jeweiligen Mindestbeiträgen um die Förderung zu erhalten. Das eigentliche Desaster beginnt aber erst in der Auszahlungsphase. Die Renditen (bzw. Rentenfaktoren) der meisten Verträge sind gerade dann grottenschlecht. Daher werde ich vermutlich kurz vor der Auszahlungsphase das Kapital sogar förderschädlich entnehmen. Jetzt warte ich aber zuerst ab, ob und was bei der angedachten Riester-Reform rauskommen wird. Sofern sie denn kommt. Siehe hier

    Hallo Saarlaender , vielen Dank für deinen Beitrag. Ich dachte schon ich wäre der einzige mit so einem Produkt :) Man liest in sämtlichen Foren immer nur über fondsgebundene Riester-Verträge mit irgendwelchen Garantiezinsen aber nur wenige scheinen ein Problem mit aktienlastigen Riester-Produkten zu haben

    Auf die Reform - sofern sie denn kommt - bin ich auch sehr gespannt, vielleicht gibt es danach neue Entscheidungsgrundlagen, die alles etwas einfacher machen.

    Eine förderschädliche Entnahme kurz vor Auszahlung klingt etwas nach Kamikaze ;) Da bräuchte es einen Excel-Fanatiker der sämtliche Szenarien mal hochrechnet was da unterm Strich rauskommen kann bei gleichbleibend hohen Renditen und wenn man die Steuervorteile (die dann ja wieder abgezogen werden) mit attraktiver Rendite jährlich gleich wieder anderweitig anlegt ...

    Ich habe vor ein paar Wochen einen kleinen Fragenkatalog an die Versicherung gesendet bzgl. Anlagestrategie der Aktienanteile, warum Verlust 2023, Rentenfaktor / Sterbetafel, Rente ab Vollendung 60. Lebensjahr (s. Screenhot oben), laufende Kosten bei Beitragsfreistellung etc.
    Eine etwas umfangreichere Antwort scheint in Arbeit zu sein lt. tel. Rückfrage, stelle ich hier ein sobald erhalten.

    Kommt Zeit, kommt Rat - oder auch nicht ...

    Hallo Horst Talski, ich habe bereits eine Antwort zu Pantoffelheld s Kommentar verfasst, diese Antwort wohl erst durch einen Moderator geprüft werden und ist noch nicht sichtbar für alle. Vermutlich weil ich neu bin ...?

    Ergänzend dazu:

    Ich weiß nur, dass meine Beiträge zu über 55% in Aktien investiert werden.

    Ein Rentenfaktor ist definitiv nirgends angegeben.

    Angehängt noch ein Excel mit Entwicklung bis 2023 sowie fiktive Hochrechnung bis 2048 (2 Arbeitsblätter unten). Leider nur ein Blick in die Glaskugel - man kann ja nur 1x jährlich in der Wertmitteilung sehen, wie die Versicherung gewirtschaftet hat. Bei einem ETF kann man zumindest immer den Kurs verfolgen und ggf. reagieren ...

    Ebenfalls angehängt ein paar Screenshots aus dem Versicherungsschein.

    Vielen Dank

    Hallo GrandmasterMUC, ist das eine fondsgebundene Versicherung oder eine klassische? Der negative Ertrag in 2023 ist seltsam. Sonst sieht das doch für einen Riester bis heute gar nicht mal so übel aus. Wenn Du da raus möchtest, ist Beitragsfreistellung nicht die einzige und manchmal (oder häufig?) nicht die beste Option.

    Hallo Pantoffelheld, es handelt sich dann wohl um eine klassische Versicherung. Garantiert werden am Ende nur die eingezahlten Beiträge und Zulagen, es gibt keine fixe Verzinsung. Am Ende kommt es also auf die Erträge an und die Rente muss versteuert werden.

    Angenommen ich stelle nun beitragsfrei und investiere den monatlichen Betrag in einen ETF, dann habe ich vsl. eine ähnlich gute Rendite und mir steht zumindest zu jeder Zeit der volle Betrag zur Verfügung. Weiterhin habe ich Einblick in mein Investment, bei meinem Riester-Vertrag habe ich hingegen keinen blassen Schimmer, wie genau meine Beiträge investiert werden (siehe Verlust 2023).

    Bei Riester muss ich weiterhin davon ausgehen, dass ich bereits 10 - 15 Jahre tot bin, bevor der erwirtschaftete Endbetrag vollständig ausbezahlt wäre ...

    Da ich die bis jetzt erhaltenen Zulagen und Steuervorteile eigentlich nicht vernichten möchte, kommt für mich nur die Beitragsfreistellung in Frage - oder was meinst du mit "nicht die beste Option"?

    Eine weitere Überlegung wäre, eine bevorstehende Riester-Reform 2024 abzuwarten - evtl. zaubern die ja was Attraktives. Zum Beispiel, dass bestehende Altverträge in neue, innovativere Produkte umgezogen werden können, ohne Verluste oder Abschaffung Rentenfaktor, höhere Freibeträge etc. ...

    Man merkt wohl schon - ich traue mich noch nicht wirklich Riester zu beenden und suche noch nach etwas Zuspruch oder ein weiteres Totschlagargument gegen meinen Riester-Vertrag ;)

    Hallo liebe Forenmitglieder,

    ich bin wie so viele hier am überlegen, meinen Riester-Vertrag beitragsfrei zu stellen und zukünftig mit dem freiwerdenden Geld monatlich einen ETF zu besparen. Dummerweise ist mein Riester-Vertrag bis dato nicht so schlecht gelaufen, daher habe ich extreme Probleme bei der Entscheidungsfindung ;) Selbst die Verbraucherzentrale und einige andere "Experten" konnten sich zu keinem finalen Tipp hinreißen lassen, grundsätzlich gehen die Meinungen allerdings schon stark in Richtung Beitragsfreistellung.

    Sofern sich hier jemand die Zeit nehmen möchte, freue ich mich über eure Gedanken dazu.

    Meine Eltern haben 2002 den Vertrag für mich abgeschlossen, seitdem zahle ich ein.

    Nun bin ich 41 Jahre alt, single, keine Kinder, kein Großverdiener.

    Im Anhang die Wertentwicklungen der Jahre 2022 und 2023.

    Riester-Vertrag mit hohem Aktienanteil.

    Single, keine Kinder = 175 EUR Zulage pro Jahr -> Wird durch laufende Kosten mit Verlust vernichtet

    Jährlich maximale Einzahlung (2.100 EUR - Zulage 175 EUR = 1.925 EUR -> 160 EUR monatlich)

    Bis 2022 konnte durchschnittlich eine Rendite von grob 7,X % (!) erwirtschaftet werden.

    In 2023 tauchte erstmalig seit Einzahlungsbeginn ein negativer Ertrag auf (- 879,31 EUR), Rendite immer noch 6,X%.

    Ich frage mich nun zusätzlich, warum genau 2023 ein negativer Ertrag erwirtschaftet wurde. Weder die Finanzkriese 2008, noch COVID, noch Russland führten zu negativen Erträgen. Es ist leider völlig undurchsichtig, wie die Beiträge investiert werden, eine Rückfrage meinerseits an die Versicherung ist noch in Bearbeitung.

    Weiterhin ist völlig unklar, wie ein finaler Endbetrag ab 2049 verrentet wird und wie alt ich werden müsste, um alles rauszubekommen. Vermutlich knapp 100, sprich ca. 33 Jahre in Rente (66 - 99). Wenn sich der Vertrag weiter so entwickelt bei gleichen Einzahlungen und Renditen, stehen am Ende ca. 220 - 270K zu Buche.

    In jedem Fall würde ich wohl die erlaubten 30% Sofortentnahme nutzen und den Rest verrenten.

    Freue mich über jede Meinung, Kritik, Frage etc.