Meine Frage: Wie realistisch ist es aus eurer Erfahrung, dass ein Kreditgeber zumindest den größeren Kredit vollständig oder größtenteils ablöst?
Was heißt "ablöst"? Du hast ja einen Kreditvertrag. Dort steht drin, wie viel Du tilgst und wie viel Zinsen Du zahlst. Wenn Du Glück hast, ist auch eine Sondertilgung vereinbart. Wenn Du diese nutzt, bist Du den Kredit schneller los und zahlst in Summe weniger Zinsen (hast das Geld ja nicht so lange in Anspruch genommen).
Wenn der Kredit zeitlich befristet ist, kannst Du zu dem Zeitpunkt an dem der Kredit ausläuft, dir einen anderen Kreditgeber suchen, der dir hoffentlich einen geringeren Zinssatz anbietet. Oder, wenn Du das Geld zu dem Zeitpunkt hast, auch den Rest einfach zurückzahlen.
Der Kreditgeber wird auf den Vertrag bestehen und dich nicht früher daraus entlassen. Denn dann würden ihm ja Zinseinnahmen verloren gehen. Solltest Du doch früher aus dem Kredit aussteigen wollen, wird oft eine sogenannte Vorfälligkeitsentschädigung fällig. Das entspricht dann dem, was der Kreditgeber ohne die Kündigung als Zinseinnahmen gehabt hätte -> dabei hast Du also nichts gewonnen.
Zusammengefasst: Wenn man Umschulden will, muss man erst mal prüfen, wie man aus dem aktuellen Kreditvertrag raus kommt, und was Dich das kostet (Kredit läuft aus, oder man nimmt die Vorfälligkeitsentschädigung in Kauf). Mit der Info überlegt man dann, ob es wirklich günstiger ist, umzuschulden.
Und ist es üblich, dass bei einer Umschuldung eher der tatsächliche Ablösebetrag übernommen wird, auch wenn man ursprünglich eine niedrigere Summe angefragt hat?
Die Frage verstehe ich nicht mal ansatzweise.