Beiträge von Mittvierziger

    Mich würde interessieren, ob eine Prognose von Strompreise im zeitlichen Horizont von ungefähr 10 Jahren möglich ist. Wenn man danach googelt, finden sich durchaus einige Prognosen für diesen Zeitraum. Doch kann man sich darauf einigermaßen verlassen. Ist eine Prognose überhaupt möglich? Es gibt ja auch Wetterprognosen für 3 Wochen, obwohl diese kaum verlässlich sind. Also die Existenz der Prognosen sagt nichts über deren Verlässlichkeit aus.

    Was denkt ihr, sind solche Prognosen zum Strompreis für so lange Zeiträume ansatzweise verlässlich?

    Da die Frage sowieso kommt, warum ich das wissen will zum Hintergrund der Frage:
    (obwohl es mit der eigentlichen Frage nichts zu tun hat)

    Ich heize aktuell meine Wohnung mit Nachspeicherheizungen. Die sind super träge, da sie nur nachts (mit Mittags für 2 Stunden) aufheizen. Wenn ich heute Abend auf der Couch friere und die Heizung hoch drehe, ist es morgen früh warm. Und morgen scheint die Sonne ins große Südfenster, und die Bude ist viel zu warm, weil ich die aufgeheizte Speicherheizung nicht runter regulieren kann. Grade in der Übergangszeit ist das super nervig. Um den Effekt zu mildern, habe ich bereits mit 2 Infrarotheizungen etwas Abhilfe geschaffen. Die machen sofort warm (zumindest ein warmes Gefühl auf der Couch).

    Beide Heizsysteme (Nachtspeicher- und Infrarotheizungen) sind Direktheizungen. Das heißt, die machen aus 1 KW Strom 1 KW Wärme (Faktor 1).

    Nun habe ich die Überlegung, mir eine Split-Klimaanlage einbauen zu lassen. Diese Anlage können auch sehr gut heizen. Das sind sogenannte Luft-Luft-Wärmepumpen. Der erste Verkäufer, der hier war, um ein Angebot zu erstellen, sprach von einem Faktor 5 (aus 1 KW Strom werden 5 KW Wärme). Ich hatte dann einen Energieberater hier (selbst bezahlt, der bekommt keine Provision). Der hat bestätigt, dass meine Idee, eine Luft-Luft-Wärmepumpe einzubauen gar nicht so schlecht ist. Beim Faktor 5 geht er aber nicht mit. Ich sollte lieber mit irgendwas zwischen 3 und 4 rechnen. Der tatsächliche Wirkungsgrad kommt auf das Wetter an. Dazu muss man auch sagen, dass es hier im Nordwesten Deutschlands seltenst wirklich knackig kalt wird. -10° ist eine absolute Seltenheit.

    Nun hab ich ein Angebot vorliegen für eine solche Anlage. Aus rein finanzieller Sicht hätten sich die Kosten in ca. 10 Jahren amortisiert, wenn ich mit dem aktuellen Strompreis und einem Faktor von 3 rechne. Das nur zum Hintergrund, warum mich die Strompreise in 10 Jahre interessieren.

    Zum finanziellen Aspekt kommt natürlich der Komfort-Aspekt (siehe die schreckliche Trägheit der Nachtspeicherheizung). Außerdem habe ich bei der Wärmepumpe ein Modell gewählt, das ich per App aus der Ferne steuern kann. Außerdem kann ich die Wohnung im Sommer kühlen (wobei das nicht mein Hauptantrieb ist, ich liebe Wärme). Dieser Komfortgewinn ist natürlich schwer bis gar nicht finanziell quantifizierbar. Trotzdem ist mir der Komfortgewinn Geld wert.

    Die Heiztechnik der Wohnung wäre technisch vom Stand von 1970 auf den aktuellen Stand gebracht.

    Die Preise für den Strom haben sich im Haupttarif dem Nebentarif auch sehr angepasst. Die Unterschiede nicht mehr so groß wie 1970, als man nachts den Atomstrom irgendwie los werden musste. Aktuell bin ich sogar bei einem Stromanbieter, bei dem HT und NT das selbe kosten.

    In diesem Clip wird von einem Kredit für das "Wohn- und Arbeitszimmer" gesprochen. Da könnte man natürlich (sehr wohlwollend) "auf den Grund bohren" sprich Wohnzimmer als Konsumschulden verstehen und Arbeitszimmer als sozusagen Geschäftskredit auffassen

    Das Arbeitszimmer wurde hier doch nur verwendet, um der Dame den Anstrich der cleveren Geschäftsfrau zu verpassen, die aufgrund ihrer Kreditentscheidung selbstverständlich auf's Titelblatt von irgendeinem Bussinessmagazin gehört.

    Erst recht bei der heute nicht selten anzutreffenden "Buy Now - Pay Later" Haltung - auch bei Leuten,

    Ich glaub nicht, dass das wirklich eine "Haltung" ist. Die Leute machen sich darüber einfach zu wenig Gedanken, was ein Kredit wirklich kostet.

    Die Leute werden ja in der Werbung mit einer positiven Annotation von Konsumkrediten bombardiert. Exemplarisch zum Beispiel die Smava-Werbung, wo die Dame, die einen Konsumkredit aufnimmt, als "Kreditrakete" gelobt wird. Meiner Meinung nach sollte Werbung für Konsumkredite genauso verboten bzw. stark restriktiert werden wie Tabakwerbung.

    Hier die betreffende Werbung:

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    Meine Hypothek läuft noch über die Sparkasse. Meine Konten sind da schon lange nicht mehr.

    Weiß jemand ob es trotzdem eine Möglichkeit gibt die Hypothek online (kostenlos) zu sehen?

    Ist bei mir genauso. Das Girokonto, mit dem ich mich damals eingeloggt habe, existiert schon seit vielen Jahren nicht mehr. Trotzdem kann ich mich immer noch mit der (nicht mehr existierenden) Kontonummer plus Pin im Onlinebanking einloggen und sehe da den Kredit inkl. Umsätze, usw.

    Musste die Sparkasse aber erst einrichten, dass ich den Kredit im Onlinebanking sehe. War aber nur ein paar Mausklicks für den Bankmitarbeiter.

    Da das mein allererstes Konto war (ursprünglich mal ein Knax-Konto) hab ich diese Nummer immer noch im Kopf. Die hat sich ganz tief ins Langzeitgedächtnis eingebrannt. ^^

    Ganz einfach 8)

    Man gründet einen Verein.
    Jeder zahlt aufs Vereinskonto.
    Vom Vereinskonto wird bezahlt.

    Brauchen die gar nicht. Offensichtlich haben sich mehr als eine Person (Rechtssubjekt) zusammen getan, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen. Dadurch haben die Leute schon eine GbR gegründet.

    Da du so wenig konkret bist:

    Ich würde vorschlagen, der GbR einen Namen zu geben (z.B. "Nachbarschaftsgemeinschaft Musterstraße") das zu erreichende Ziel besprechen und schriftlich fixieren ("Wir möchten uns gemeinschaftlcih eine großen Grill kaufen") und den Ablauf schriftlich festlegen. ("Herbert soll von jedem 50 Euro einsammeln und dann den Grill kaufen."). Damit ist schriftlich fixiert, dass das Geld nicht Herbert gehört, sondern der Gemeinschaft und Herbert es nur verwaltet.

    Wenn es um ein größeres Projekt geht, macht euch halt ein Konto. Wenn es daran schon scheitert, lasst es. Dann ist das Projekt schon zum Scheitern verurteilt.

    Es hat ja sicherlich nicht jeder 50000-60000€ auf dem Tagesgeldkonto, falls das Dach irgendwann kaputt geht als Notgroschen und investiert anschließend erst in ETF?

    Andere Leute haben dafür gar keine Rücklagen und machen sich einen Termin beim Kreditberater, wenn es ins Dach tropft. Da bist du mit entsprechenden Rücklagen auf einem Tagesgeldkonto schon deutlich besser aufgestellt, als viele andere Leute.

    Ein Dach geht ja nicht von heute auf morgen kaputt (von Naturkatastrophen mal abgesehen). Da kannst du auch überlegen, in kurzlaufendes Festgeld zu gehen (z.B. mit einem Jahr Laufzeit). Und falls du dann doch ganz kurzfristig das Geld brauchst, müsstest du das mit einem kurzen Kredit brücken. Aber wie so oft, die Höhere Rendite des Festgeldes ggü. dem Tagesgeld erkaufst du dir mit dem Risiko, das Geld doch früher ungeplant zu benötigen.

    Rechne dir das aus, ob dir die höhere Rendite das höhere Risiko wert ist.

    Meine Frage: Wie realistisch ist es aus eurer Erfahrung, dass ein Kreditgeber zumindest den größeren Kredit vollständig oder größtenteils ablöst?

    Was heißt "ablöst"? Du hast ja einen Kreditvertrag. Dort steht drin, wie viel Du tilgst und wie viel Zinsen Du zahlst. Wenn Du Glück hast, ist auch eine Sondertilgung vereinbart. Wenn Du diese nutzt, bist Du den Kredit schneller los und zahlst in Summe weniger Zinsen (hast das Geld ja nicht so lange in Anspruch genommen).

    Wenn der Kredit zeitlich befristet ist, kannst Du zu dem Zeitpunkt an dem der Kredit ausläuft, dir einen anderen Kreditgeber suchen, der dir hoffentlich einen geringeren Zinssatz anbietet. Oder, wenn Du das Geld zu dem Zeitpunkt hast, auch den Rest einfach zurückzahlen.

    Der Kreditgeber wird auf den Vertrag bestehen und dich nicht früher daraus entlassen. Denn dann würden ihm ja Zinseinnahmen verloren gehen. Solltest Du doch früher aus dem Kredit aussteigen wollen, wird oft eine sogenannte Vorfälligkeitsentschädigung fällig. Das entspricht dann dem, was der Kreditgeber ohne die Kündigung als Zinseinnahmen gehabt hätte -> dabei hast Du also nichts gewonnen.

    Zusammengefasst: Wenn man Umschulden will, muss man erst mal prüfen, wie man aus dem aktuellen Kreditvertrag raus kommt, und was Dich das kostet (Kredit läuft aus, oder man nimmt die Vorfälligkeitsentschädigung in Kauf). Mit der Info überlegt man dann, ob es wirklich günstiger ist, umzuschulden.

    Und ist es üblich, dass bei einer Umschuldung eher der tatsächliche Ablösebetrag übernommen wird, auch wenn man ursprünglich eine niedrigere Summe angefragt hat?

    Die Frage verstehe ich nicht mal ansatzweise.

    Wie machst du das? Nächstes Jahr könnte ich das probieren.

    Hab ich dieses Jahr auch bei 2 KFZ-Versicherungen gemacht, allerdings nicht bei der HUK24, sondern bei anderen Anbietern. Bei Check24 wird einfach die Versicherung gekündigt und beim selben Versicherer ein neuer Vertrag gemacht (so als ob man von einer anderen Versicherung dort hin wechseln würde. SF-Klassen zur Übernahme werden genauso angegeben, als ob man bei einem anderen Versicherer wäre). Hat mich auch gewundert, dass das so einfach geht, war aber bei Versicherern (Admiral und Verti) problemlos.

    Ich glaube, HUK24 ist bei Check24 nicht vertreten, dann müsste man das wohl "manuell" machen (Kündigen, neuen Vertrag machen, als Vorversicherer HUK24 angeben).

    Das Problem mit ein Einstiegszeitpunkten ist, dass man sich an die (normalen) Schwankungen gewöhnen muss. Dass es an der Börse auch abwärts geht, ist normal und wird hier im Forum und bei Finanztip (und anderen seriösen Finfluenzern) gebetsmühlenartig wiederholt.

    Wenn es aber kurz nach dem Einstieg nach unten geht, fühlt sich das einfach schlecht an. Jeder Mensch hat halt eine Verlustaversion. Verluste fühlen sich schmerzhafter an, als gleichhohe Gewinne erfreulich sind.

    Daher ist es gut, mit einem Sparplan und nicht zu großen Summen zu starten. Damit gewöhnt man sich an das Auf und Ab, während das Geld, das im ETF jeder Monat etwas mehr wird. Und wenn man sich mal dran gewöhnt hat, kann man auch größeren Mengen die Schwankungen besser aushalten.

    Zu welchem Zeitpunkt man startet ist aber wirklich egal.