Beiträge von elijah2807

    Zwei Verständnisfragen:

    • Du erwähnst einen "Bausparer von 32.000 €". Das ist aber nicht der, den Du zur Finanzierung Deiner Wohnung genutzt hast, sondern ein zusätzlicher? Da stellt sich die Frage, ob der Sinn macht, da Du ja schon Wohneigentum hast. Aber auf den Trichter scheinst Du ja auch schon gekommen zu sein.
    • Du sagst, Deine monatlichen Kosten sind 1700 € für alles. Wenn ich das richtig zusammen puzzle sind das:
      • 520 € für Bausparfinanzierung
      • 180 € für Annuitätendarlehen
      • 300 € für "Bausparer von 32.000€"
    • Zwischensumme: 1000€
    • Und dann 700€ für alles andere?
      • Versicherungen
      • Nebenkosten, Heizung / Strom / Wasser
      • Allgemeine Lebenshaltung (Essen, Körperpflege, Bekleidung, Telefon, Internet...)

    Das kommt mir irgendwie sehr schmal vor. Ich meine, es gibt Leute, die sehr sparsam leben, vielleicht gehörst Du da ja dazu?

    Wenn die Zahlen so stimmen, hast Du aktuell ~1500€ im Monat übrig, zukünftig eher 1800-1900, nach der Tariferhöhung und der Reduzierung der Zahlungen in den Bausparer. Damit kann man schon ordentlich was anstellen. Was hast Du vor mit dem Geld zu machen? Die 250€ ETF Sparplan sind da ja nur ein relativ kleiner Bruchteil.


    Und noch ein kleiner Hinweis:

    • Ein Sollzins von 1,5% ist aktuell unschlagbar gut, und unter dem, was man aktuell als Haben-Zins bekommt. Da würdest Du sogar ein kleines bisschen besser fahren, keine Sondertilgungen vorzunehmen, sondern das Geld höher (nach Steuern!) verzinst anzulegen. Ist bei den Beträgen jetzt nicht die Welt, aber ist vielleicht eine gute Fingerübung.

    Eine Frage, die ich noch gar nicht gelesen habe: Was ist Dein Ziel?

    • Ist es Vermögenserhalt + Inflationsausgleich + x?
    • Ist es, was wir hier in den USA "generational wealth" nennen, also Kinder und Kindeskinder sollen nie mehr arbeiten müssen?
    • Ist es zu einem Stichtag X aufhören können zu arbeiten, und dann mit konstantem Lebensstil mit dem letzten Geld auf dem Konto den Grabstein zu bezahlen?
    • Ist es, in 5-10 Jahren mit dem Geld eine Tauchschule in den Malediven kaufen und den Rest des Lebens das machen?

    Die Antwort auf diese Frage bestimmt nicht ganz unwesentlich, was sinnvolle Strategien sein könnten.

    Hallo zusammen,

    Kennt sich jemand mit den Möglichkeiten einer Immobilienfinanzierung für Ausländer (leben aktuell in den USA) in Frankreich aus?

    Hintergrund der Frage:

    Meine Frau und ich überlegen, zwei Eigentumswohnungen in Frankreich zu renovieren. Die Wohnungen sind in einer sog. SCI ("société civile immobilière" = Immobiliengeslleschaft) gebündelt, deren Anteile von meiner Schwiegermutter zu jeweils 49% an meine Frau und ihren Bruder übertragen wurden. Der Nießbrauch für die Erträge legt zu 100% bei meiner Schwiegermutter.

    Also im Klartext:

    Die Wohnungen gehören uns zur Hälfte, die Mieteinnahmen würden (zumindest nach der aktuellen Satzung) meiner Schwiegermutter zufließen. Da würden wir aber eine Lösung finden, zumindest einen Teil der Mieteinnahme zur Tilgung eines Darlehens zu nutzen.

    Update:
    Seit diesem Monat bin ich mit Auxmoney in der Renditezone. D.h. es ist mehr Geld zurückgeflossen als ich ursprünglich reingesteckt habe. Dass diese Rendite natürlich nicht risiko-adjustiert ist, ist schon klar. Aber ich kann zumindest sagen, dass ich mit Auxmoney kein Geld verloren habe.

    Von ursprünglich finanzierten 90 Projekten sind 57 komplett abbezahlt, 22 laufen noch (davon 5 in irgendeiner Mahnstufe) und 11 sind gekündigt oder in der Verwertung.

    Wenn also die 17, die noch problemlos laufen, ohne Probleme durchlaufen, dann könnte sogar eine halbwegs attraktive Rendite dabei rumkommen

    Man sollte sich bei jeder Versicherung fragen, ob man im Schadenfall vor dem Ruin steht oder lieber die Risikoabsicherung finanziert. Bei Berufsunfähigkeit ständen die meisten vor dem Ruin. Bei verlorenem Reisegepäck würde kaum einer mit der Wimper zucken.

    Denn wenn der Fall eintritt, bringt einen auch eine Statistik nicht weiter.

    Da ist schon was dran.

    Ich sage ja auch nicht: Schließ keine BU ab. Sondern: Lass Dich von den Zahlen nicht kirre machen und denke selber nach, bevor Du der Herde folgst....

    Pull disclosure: Ich habe eine BU. Als Selbstständiger trifft einen das Thema Einkommensausfall ja durchaus nochmal härter.

    @elijah2807 - es wird immer auch extraschlaue Menschen geben die mit spektakulären Aussagen, die Ihr Bedürfnis nach Aufmerksamkeit auf diese Weise zu befriedigen suchen. Dafür eignet sich ganz besonders in Opposition zu einem Thema zu gehen, was fast schon so selbstverständlich ist wie ein Naturgesetz - gerade dann, wenn Millionen von Menschen betroffen sind und Menschen das Produkt nicht greifen können, weil es halt ein Versprechen ("wenn es Dir so dreckig geht, dass Du nicht mehr arbeiten kannst, zahlen wir Dir ein Ersatzeinkommen") mit vielen Eventualitäten handelt.


    Wenn Sie sich die Mühe machen, meine anderen Beiträge anzuschauen (oder den verlinkten Artikel zu lesen), werden Sie sehen, dass ich eher selten in undifferenzierte "Dagegen"-Haltung gehe, sondern mir (meistens) etwas bei dem denke, was ich schreibe.

    Auch in diesem Fall hat mein Link nix mit extraschlau und spektakulär zu tun, sondern war ein Beitrag zu einer Debatte. Und nur weil Ihnen vielleicht der Inhalt (so Sie ihn denn gelesen haben) nicht passt, heißt das noch lange nicht, dass das kein valider Beitrag zur Debatte ist, wenn eine halbwegs seriöse Zeitung mal den Bleistift spitzt und nachrechnet, ob die Zahlen mit denen die Versicherungswirtschaft wirbt (bzw. Angst machen) denn tatsächlich so stimmen. Denn wenn etwas spektakulär und übertrieben ist, ist es die berühmte "25%-Zahl" der Versicherungen. Soviel zum Thema "kein valider Beweis" - der Artikel enthält mehr Zahlenmaterial als einem die meisten Vermittler, Makler oder Berater jemals zeigen werden...

    Ob ein Versicherungsmakler oder Berater da nun gut oder schlecht von leben kann ist mir ehrlich gesagt herzlich egal.

    Ich möchte mich da jetzt nicht anmelden bei deinem Link. Was ist denn das Argument der FASZ, kannst Du das mal kurz schildern?
    Dass man im Fall des Falles die Rente nicht bekommt, weil die Versicherer blocken? Ich sag mal: Dass man einen kompetenten Anwalt für Versicherungsrecht braucht, wenn man einen Antrag auf Leistung stellt, ist nicht unwahrscheinlich. Siehe auch Rechtsschutzversicherung...

    <sorry, dass ich erst jetzt dazu komme zu antworten.

    Das prinzipielle Argument (mit zahlreichen Zahlen hinterlegt) ist, dass die von den Versicherern gerne zitierte Zahl von "25% werden irgendwann berufsunfähig" mehr oder weniger an den Haaren herbeigezogen ist.

    Die tatsächliche Wahrscheinlichkeit berufsunfähig zu werden ist in den meisten Berufen sehr viel geringer (so ca. um den Faktor 5-10).

    Auf gut Deutsch: Als Dachdecker sollte man eine BU haben, als Bürohengst darf man das durchaus hinterfragen...

    Small Caps sind in der Vergangenheit hervorragend gelaufen, ob sie es zukünftig tun werden wissen wir in der Zukunft.

    Sehe das in Summe ganz ähnlich wir @chris2702

    "Global-galaktisch" betrachtet spricht meiner Ansicht einiges dafür, dass Small Caps in Zukunft nicht unbedingt Large-Caps und Mid-Caps schlagen. Das liegt insbesondere an der digitalen Transformation, die an vielen Stellen die Tendenz zur Größe fördert und immer mehr "Winner takes it all" Märkte generiert (Stichwort: Aggregation Theory)
    Und wenn Daten wirklich das neue Öl sind und AI wirklich irgendwann alles durchdringen wird, dann haben die Großen tatsächlich einen Vorteil, weil sie mehr Daten haben um ihre AIs zu trainieren...
    Und die Nachteile der großen Organisationen was Geschwindigkeit etc angeht nehmen tendenziell auch eher ab, da auch die Großen inzischen kulturell wie auch technologisch wesentlich schneller und agiler werden.

    Ist aber natürlich eine schon fast philosophische Diskussion...

    Gegenseitige Veräußerung wertloser Aktien zwischen fremden Dritten

    Unter dem Regime der Abgeltungsteuer liegt eine entgeltliche Anteilsübertragung auch dann vor, wenn wertlose Anteile ohne Gegenleistung zwischen fremden Dritten übertragen werden. Das gilt selbst dann, wenn die Veräußerung an die Bedingung geknüpft wurde, dass der Veräußerer im Gegenzug (wertlos gewordene) Aktien des Käufers erwirbt. In einer solchen gegenseitigen Veräußerung wertloser Anteile zwischen fremden Dritten ist nach Erkenntnis des FG München kein Gestaltungsmissbrauch zu sehen, weshalb der entstehende Verlust berücksichtigt werden kann.

    FG München, Urt. v. 17.07.2017, 7 K 1888/16, EFG 2017, S. 1792, Rev. anhängig, Az. BFH: VIII R 9/17

    Na, das ist doch ein tolles Steuersparmodell! Das erinnert ja schon fast am Cum-Ex

    Also die Telekom hat für Telefonie in ihren AGB eine Entstörungsfrist von 24 Stunden. Vermute, dass das bei VDF / KDG nicht anders ist..

    Also sind "mehrere Stunden" sicher kein Argument für Regressansprüche... (es sei denn, Sie sind Geschäftskunde mit einem anderen Service Level Agreement)

    Aber was spricht dagegen, wenn man sowieso mit Bargeld bezahlt, die Kaufsumme dann mit Kleingeld "genau" zu bezahlen? Dazu nimmt man ca. 5-10€ in Münzen mit

    Mein Portemonnaie ist leider nur wenig größer als eine Kreditkarte... Und ich habe einfach auhc keine Lust auf tonnenweise Kleingeld in der Hosentasche. Mache das mit 1 und 2 Euro Stücken ja schon so, aber alles was kleiner ist kommt in die Spardose für meinen Sohn.

    Wenn es nach mir ginge würde ich gar kein Bargeld mehr nutzen.

    Hallo,

    heute, als ich mit ca. 3 kg Münzen in der Filiale stand, musste ich erfahren, dass die Deutsche Bank inzwischen für die Einzahlung von Münzgeld 5€ Gebühren nimmt.

    Ärgerlich, auch wenn ich es ein Stück weit nachvollziehen kann. Ist ein teurer Prozess, der ihnen praktisch nix bringt...

    Also werde ich zukünftig mein Kleingeld wohl dich eher den Straßenmusikanten und so geben...


    Meine Klienten berichten mir, dass Sie nicht mehr bereit sind in Immobilien in Deutschland zu investieren, wo der Quadratmeterpreis in den Metropolen bei 3500 bis 4000 Euro und darüber liegt.

    Was ich bei solchen Aussagen immer vermisse ist das Verhältnis zum Mietpreis. Es ist daher Schwachsinn zu sagen "Oh mein Gott, der qm kostet jetzt mehr als 4000€, das ist Wahnsinn, da mache ich nicht mit!"

    4.000€ sind bei einer Netto-Kaltmiete von sagen wir 15€ ein Schnäppchen, bei 8€ halt nicht. Insofern ist die nüchterne Renditebetrachtung die @Wakomata erwähnte das einzig sinnvolle.

    Und für eine Rendite von 4-5% (die ich auch nochmal hinterfragen würde, solange ich nicht exakt weiß wie und über welchen Zeitraum sie berechnet wurde) würde ich sicher nicht in ein relativ riskantes Land wie Thailand gehen - insbesondere, da ja auch noch das Wechselkursrisiko hinzukommen (zumindest wenn man im Land keine Verwendung für das Geld hat)...

    Was genau meinst du mit „Adverse Selektion“, meinst du, dass die besten Projekte schon von den Business Angels und VC-Gesellscharten finanziert werden und der Crowd der Rest angeboten wird. Aus Startup Perspektive könnten auch die fehlenden Mitspracherechte der Crowd ein Argument sein?

    Genau das.

    Als Startup braucht man sich in den ganz frühen Phasen (Seed & Series A) eh wenig Gedanken um die Mitspracherechte machen - man lebt ja quasi in Symbiose mit den Investoren. Die wissen ganz genau, dass ohne den / die Gründer das Unternehmen eh vor die Hunde geht. Und die Gründer wissen, dass das Überleben Ihres Unternehmens zu einem guten Teil von den Investoren und davon, wie sehr sie sich auch nicht-monetär für das Unternehmen einsetzen, abhängt. Insofern ist hier ein hoher Deckungsgrad er Anreize gegeben, sodass es selten zu Konflikten kommt. Und wenn es dazu kommt würde ich fast wetten, dass die Wahrscheinlichkeit, dass das Unternehmen das überlebt nahe 0 ist.

    Ist natürlich ab Series B aufwärts ein bisschen anders...

    Ihh! :thumbdown:

    Naja, ganz ehrlich: Ich habe früher als Berater auch die Nächte und Wochenenden durchgearbeitet - bin aber nicht auf den Gedanken gekommen, diese Regelung zu nutzen.

    • Aber warum sollte ich nicht von einer Regelung profitieren, die für exakt diesen Fall (Nacht- und Wochenendarbeit) gemacht wurde?
    • Nur weil ich mehr verdiene, als diejenigen, die man da ursprünglich im Sinn hatte?
    • Wo ist denn dann da die Grenze ab der man "zuviel" verdient - bei 3000 brutto? 4000? 5374,23?
    • Und wie ist das, wenn man einen Euro mehr verdient als die Grenze - dann ist man ja netto schlechter dran, als derjenige knapp drunter?
    • Ist deren Nacht denn anders als meine Nacht?
    • Deren Schlaf wichtiger als mein Schlaf?

    Fragen über Fragen...

    Für mich ist das ein klassisches Beispiel dafür, dass der Gesetzgeber die Finger davon lassen sollte, Ausnahmetatbestand auf Ausnahmetatbestand zu türmen - immer in dem Ansinnen, einer ganz besonders "bedürftigen" Gruppe etwas Gutes zu tun. Denn damit macht man immer nur Lücken auf, das System "wider den Geist der Regelung" auszunutzen. Und den geist dann wieder in die Flasche zu packen ist schwieriger als ihn rauszulassen...