Beiträge von ThomasPfister

    Ein Einkommen von 69.400 EUR führt zu 18.012 EUR Einkommenssteuer, was einem Grenzsteuersatz von 42% einspricht (Spitzensteuersatz!) bzw. einem Durchschnittssteuersatz von 26%.

    Bitte mit den Begriffen aufpassen. Die obige Rechnung bezieht sich auf das zu versteuernde Einkommen. Das tatsächliche Einkommen, sprich Brutto-Einkommen, liegt wohl mindestens 20.000,- Euro höher für einen Alleinstehenden.

    Und wenn ich mir auf dem Flohmarkt einen Stift für mein Home-Office kaufe, ihn in der Steuer als Werbungskosten angebe, und nach Jahren diesen Stift verkaufe und sich dabei herausstellt, daß er aus echtem Gold mit Diamanten besetzt ist? Die Steuererklärung möchte ich sehen. Negative Werbungskosten, die absolut höher sind als die Einkünfte.

    Spaß beiseite. In der Realität wird das niemand so angeben. Obwohl, vor kurzem ging doch der Fall eines Bürgergeldempfängers durch die Presse, der seine Einnahmen durch Pfandflaschensammeln angeben hat und in Folge ein Kürzung seines Bürgergeldes hinnehmen mußte, bis sich Politker eingeschaltet haben. Also alles ist möglich.

    Vor Jahren habe ich dieses Hopping auch gemacht. Hat mit so ca. 2.000,- Euro im Jahr zusätzlich gebracht. Lief immer problemlos. Mittlerweile habe ich mein Depot mit einem günstigen Wertpapierkredit unterlegt und muß daher einer Bank treu bleiben.

    Wie immer liegt die Wahrheit dazwischen.

    Grundsätzlich regelt der freie Markt individuelle Bedürfnisse besser. Beste Begründung dafür: Jeder von uns trifft täglich hunderte Entscheidungen, mal kleine (eine Breze zum Frühstück) bis hin zum Immobilienkauf (große Entscheidung). Mal alleine mal in Gruppen. Gewollt (Einkaufen) oder ungewollt (Unfall). Und das ganze mal 80 Millionen oder sogar noch mehr auf EU-Ebene. Wie soll eine Super-Behörde das ganze planen. Die DDR ist daran gescheitert. Also ist der freie Markt die einzige funktionierende Alternative. Zumindest ich kenne keine andere. Bin aber offen für Vorschläge.

    Wenn dieser freie Markt ein Ergebnis liefert mit dem wir als Gesellschaft nicht einverstanden sind, z. B. weil ein Mensch mit Behinderung nicht oder nur eingeschränkt daran teilnehmen kann, dann muß man nachgelagert eingreifen, über z. B. finanzielle Hilfen oder entsprechende Sachhilfen.

    Da ich, bzw. wir - Meine Frau und ich, keine Kinder haben, spielen wir auch mit dem Gedanken einer Stiftung oder ähnliches. Erste Infos haben wir uns schon geholt. Etwas abschreckend finde ich die Kosten bei einer eigenen Stiftung. Deswegen meine grundsätzliche Frage an die Experten: Bei uns geht es um ein Vermögen von ca. 2 Mio Euro. Ist da überhaupt eine eigene Stiftung ratsam, oder eher eine Zustiftung oder sogar "nur" eine Schenkung?

    Schon mal Danke für Eure antworten.

    Na also, alles konform zu unserem Rechtsstaat. Paßt doch.

    Übrigens ADAC und Piratenpatei - welch dubiose Runde!

    Diese Lösung würde zu einem Überwachungsstaat führen, gegen den China harmlos ist: wer isst was, wer trinkt was, wer kauft was, schläft man genug, bewegt man sich genug ... ganz abgesehen davon, dass es ständig neue Erkenntnisse (und manchmal vielleicht auch nur durchs Dorf getriebene Säue) gibt, was nun gerade neuerdings ungesund ist und was dann nun doch nicht.

    Wieso funktioniert es denn bei "echten" Versicherungen? Haben wir z. B. im Verkehrsrecht einen Überwachungsstaat?

    So ist nun mal unser Rechtsstaat - sorry, kann ich da nur sagen. Klar kann man unseren Rechtsstaat ablehnen, vielleicht hilft Auswandern nach Nordkorea.

    Mir ist bewußt, daß unser Rechtsstaat und damit auch unsere ganze Gesellschaft nicht perfekt ist - das Paradies ist nur ein Wunschzustand. Ich weiß aber auch, daß der jetztige Zustand unseres Krankenkassensystem supotimal ist, deswegen muß was passieren. Ob meine Lösung DIE Lösung ist, weiß ich auch nicht, ehrlich gesagt, glaube ich, daß sie nur ein Baustein für mehr Veranwortung im Krankenkassensystem ist, allerdings hilft ein andauerndes Dagegenreden auch nicht weiter.

    Dagegen setzte ich den Schmetterlingseffekt aus der Chaostheorie.

    Mit solchen Beispielen läßt sich alles begründen. Wie ich schon gesagt habe, in der realen Welt würden sich damit dann Gerichte beschäftigen. Gutachten gegen Gutachten.

    Hast dir von den allen die Krankenakte zeigen lassen um zu verifizieren, dass diese nur wegen dem Rauchen in Behandlung sind?

    Was ist mit den sonstigen Lungenkranken? Dem Bäcker mit der Mehllunge vorwerfen nicht einen anderen Beruf ergriffen zu haben? Den Handwerkern vorwürfe machen nichts von den Gefahren von Asbest und anderen Lungengängigen Fasern gewusst zu haben obwohl die Experten damals meinten dass es ungefährlich ist? Wie steht es um das Radon-Gas im Haus? Selber schuld weil man das Haus auch wo anders hätte bauen können?

    Ich bin kein Raucher, aber habe mitbekommen wie man bei der Lungenkrebs-Nachbarin immer stichelte und vorwürfe machte, die hätte eben nicht so viel rauchen dürfen... dabei war die zeit Lebens Nichtraucher.

    Wie bei jeder "echten" Versicherung auch. Mit- bzw. Teilschuld ist das Zauberwort. Im Straßenverkehr heißt es auch bei einem Unfall mit überhöhter Geschwindigkeit - Mitschuld. Einbruch bei geöffnetem Fenster - Mitschuld. Bei der Krankenkasse gäbe es dann eine entsprechende Tabelle mit Prozentsätzen für die Mitschuld. Und wie im realen Leben auch - bei Streitigkeiten würden Gerichte entscheiden. Nach einigen Jahren hätte man für die große Mehrzahl der Fälle, wie z. B. das Rauchen, feste Prozentsätze.

    Folgendes Erlebnis als ich vor ein paar Tagen Schwiegermutter im Krankenhaus besuchte. Rings um das Krankenhaus standen Patienten und haben geraucht. Und wer kommt für den Schaden auf? Wir, die Versichertengemeinschaft.

    Wenn wir mal ehrlich sind, ist das die Besonderheit bei der Krankenversicherung. Wir dürfen vorsätzlich, oder zumindest grob fahrlässig, selbst den Schaden verursachen und bekommen diesen auch noch ersetzt. Übersetzt auf die Kfz-Versicherung heißt dies, ich zertrümmere mit dem Hammer mein Auto und sage das ganz offen meiner Kfz-Versicherung und bekomme sogar noch den Schaden ersetzt.

    Genau deswegen weigere ich mich in diesen Fällen von einer Versicherung zu sprechen.

    Und bitte nicht mit konstruierten Beispielen argumentieren, wie, beim gesundheitsförderlichen Sport können auch Unfälle passieren.

    Meine Frau und ich haben im Jahr 2002 jeweils einen Fondsanteil (WKN 554002) für eine Depoteröffnung geschenkt bekommen. Im Jahr 2025 wurde der Fonds zwangsweise in den Fonds (A0BLVS) umgetauscht. Danach hatten wir jeweils 0,88 Anteile im Depot und diese wurden zwangsweise verkauft.

    Nun erfolgte die steuerliche Abrechnung:

    Bei mir, bei der comdirect, wurde folgendermaßen gerechnet:

    Verkaufserlös 45,09 Euro

    abzgl. Anschaffungskosten 44,21 Euro

    Verkaufsergebnis 0,88 Euro

    Teilfreistellung 0,0 Euro

    davon als Gewinn aus der Veräußerung bestandsgeschützter Alt-Anteile 0,8 Euro

    Erträge/Mehrwert 0,48 Euro

    fiktives Veräußerungsergebnis aus Übergangsregelung - 0,05 Euro

    Berechnungsgrundlage für die Kapitalertragssteuer 1,31 Euro

    Bei meiner Frau, SBroker, wurde folgendermaßen gerechnet:

    Verkaufserlös 45,37 Euro

    abzgl. Anschaffungskosten 44,23 Euro

    Verkaufsergebnis 1,14 Euro

    Teilfreistellung 0,0 Euro

    davon als Gewinn aus der Veräußerung bestandsgeschützter Alt-Anteile 1,14 Euro

    Erträge/Mehrwert 0,48 Euro

    fiktives Veräußerungsergebnis aus Übergangsregelung 0,00 Euro

    Berechnungsgrundlage für die Kapitalertragssteuer 1,62 Euro

    Verkaufserlöse und Anschaffungskosten sind unterschiedlich, weil wir an unterschiedlichen Tagen das Depot eröffnet haben und eine Bank den Zwangsverkauf einen Tag später durchgeführt hat.

    Meine Fragen sind nun: Warum zieht die comdirect beim Gewinn aus der Veräußerung bestandsgeschützter Alt-Anteile 10% ab? Und warum gibt es bei der comdirect ein fiktives Veräußerungsergebnis aus Übergangsregelung in Höhe von -0,05 Euro?

    Laut comdirect ist das so. Das System hat das so berechnet.

    Kann mir das bitte jemand erklären? Ich weiß, es sind zwar nur Cent-Beträge, doch ich will es verstehen. Außerdem geht es um Steuerzahlungen - Was passiert wenn man 100 oder 1.000 Anteile verkauft? - und somit betrifft es uns alle. Und da ich in der Vergangenheit schon dreimal über Computerfehler der Banken gestolpert bin und mit Hilfe der BaFin bzw. des Ombudsmannes für Banken Recht bekam, bin ich in solchen Dingen nun mal ein gebranntes Kind.

    Bei einigen der Kriterien eines Bewertungsscores geht es um eine grunsätzliche Frage: Keine Ahnung zu haben oder lieber das Ziel nicht zu 100% zu erreichen. Einfaches Beispiel: Jemand hat noch nie Fußball gespielt. Ist er somit ein guter oder ein schlechter Fußballer? Ein Profi-Fußballer, selbst der beste hat wohl nur eine Torquote von 99%. Also wen nehme ich lieber als Kunden? Das unbeschriebene Blatt oder jemand, der zu 99% ein guter Kunde wird?

    Wir brauchen aber doch sicher keinen neuen Thread, wie man Geld im Alltag spart, das gab es doch bereits seitenweise.... 🙄


    ThomasPfister
    6. Februar 2025 um 15:47

    Vielen Dank für Deinen Verweis auf meinen Thread. Ich fühle mich zutiefst geehrt. Danke, Danke, Danke

    Hallo, vielen Dank für Ihren Gedankenanstoß.

    Kurz zu meiner Person: Ich bin ehrenamtlich in einer Schuldnerberatung tätig und habe damit regelmäßig Kontakt zu bildungsfernen Menschen und behaupte, deren Sorgen und Nöte zu kennen. Bildungsfern heißt nach meiner Erfahrung, "Wie lese ich den Strom ab?". Beruflich habe ich ca. 30 Jahre in verschiedenen Leitungspositionen in Service - Centern gearbeitet und auch dort Kontakt zu bildungsfernen Menschen gehabt.

    Grundsätzlich halte ich eine dialoggestütze Benutzerführung für effektiver, vorausgesetzt die Fragen sind einfach formuliert und entsprechen der Lebenswirklichkeit. Beispiel: Hatten Sie Ausgaben nach § XX EStG? - versteht kein Mensch. Fragen wie, hatten Sie Handwerkerkosten, ist auch wieder nur bedingt hilfreich, denn an die Mietnebenkosten, die auch Handwerkerkosten enthalten, denkt dabei keiner. Sinnvoller wäre dafür gezielt nach den Handwerkerkosten in den Mietnebenkosten zu fragen.

    Hilfreich wäre es sicher, bildungsfernen Menschen bei der Bearbeitung ihrer Steuererklärung mal über die Schulter zu schauen, denn wenn wir hier im Finanzforum ehrlich zu uns selbst sind, sind wir alle total betriebsblind.