Beiträge von Aermelschoner

    Doch, genau das habe ich geschrieben: Das Geld vom Arbeitgeber gibt’s nur, wenn es in ein VL-Produkt fließt – sonst verfällt es.

    Aber das ändert nichts am Kern:

    • Mit Anspruch auf Zulage → Fonds-/Bausparplan, weil nur dort der Hebel greift.
    • Ohne Zulage → den AG-Anteil ruhig mitnehmen, klar. Aber ein Banksparplan ist deswegen nicht ‚die beste‘ oder ‚günstigste‘ Lösung, sondern nur die einfachste. Rendite gibt es dort praktisch keine.

    Wer ohnehin keinen Anspruch auf Förderung hat, fährt mit einem freien ETF-Sparplan für die eigenen Beiträge langfristig deutlich besser. Der VL-Vertrag ist dann lediglich der Eimer, in den die 6,65 vom AG fallen.“

    Der einzige Hebel bei einem Bausparvertrag ist der Provisionshebel des Verkäufers.

    Du arbeitest nicht zufällig bei einer Bank oder Bausparkasse?

    Klar, die Summen sind kein Gamechanger fürs Leben – aber genau das ist doch der Punkt: es ist zusätzliches Geld vom Arbeitgeber und ggf. vom Staat, das ohne eigenen Aufwand obendrauf kommt.

    Wenn man es clever nutzt (Fondssparplan + Arbeitnehmersparzulage, mit den neuen Einkommensgrenzen), dann reden wir von ein paar hundert Euro pro Jahr, die du sonst einfach liegen lässt.

    Klein? Ja. Sinnlos? Sicher nicht.

    Abschaffen würde nur eines bewirken: Arbeitnehmer verlieren eine Extra-Leistung, und Banken & Versicherer würden trotzdem ihre Produkte verkaufen. Dann lieber dafür sorgen, dass mehr Leute die Förderung auch wirklich ausschöpfen – das bringt unterm Strich mehr, als alles plattzumachen.

    Es geht um 40€ Förderung pro Jahr und das auch nur für Menschen unter einer bestimmten Einkommensgrenze.

    Und von den 40€ verwixkert eine ganze Menge in Provisionen usw. Sorry, aber diese Mittel könnte man für was sinnvolleres einsetzen.

    Genau das ist der Denkfehler. Niemand verzichtet auf Gehalt – das VL-Geld gibt’s vom Arbeitgeber on top zum normalen Gehalt. Und dieses Extra macht eben nur Sinn, wenn man die staatliche Förderung mitnimmt.

    Ohne Zulage ist es nichts anderes als sein eigenes Geld zu parken – dafür brauche ich keinen Banksparplan im VL-Mantel.


    Darum mein Punkt: VL wurde eingeführt, um Arbeitnehmern über die Zulage einen zusätzlichen Hebel zu geben. Wer das ignoriert, nutzt das Modell am Kern vorbei.

    Du scheinst es nicht zu verstehen. Man bekommt bei uns die 6,65 nur wenn man diese in ein VL-Produkt einzahlen lässt. Und ohne Anspruch auf Zulage ist der Banksparplan da günstigste Produkt.

    Klar: Wer keinen Anspruch hat, kann seine VL auch ins Kaffeekästchen oder Banksparplan packen. Nur sollte man das nicht als clever verkaufen – es ist schlicht das Verschenken der eigentlichen Idee von VL.

    Wenn man auf Grund der Höhe des Gehalts keinen Anspruch Zulage hat, verschenkt man durch einen Banksparplan nichts. Oder soll ich mein Gehalt reduzieren, damit ich pro Jahr 40€ Zulage bekomme?

    Gleich nachdem Steuerspartrieb scheint in Deutschland der Zulagentrieb zu kommen.

    Ich bekomm vom Arbeitgeber 13€, der Rest wird aber auch vom Gehalt abgezogen und volle 40€ eingezahlt… macht das dann Sin oder lieber nicht? Müsste ich das dann beim Arbeitgeber ändern lassen?


    Bin mir ehrlich gesagt auch nicht sicher ob mir die 13€ überhaupt tatsächlich zusehen, irgendwann hieß es nämlich mal das es da eigentlich nichts gibt… nicht das das noch gestrichen wird wenn ich da was ändern lasse.

    Das kommt auf deinen Arbeits- bzw. Tarifvertrag an. Im öD stehen dir 6,65 vom AG als VL zu. Die kannst/musst du auf ein VL-Produkt einzahlen lassen. Man ist hier nicht verpflichtet aus eigener. Mitteln auf 40€ aufzustocken.

    Meiner Meinung nach gehört die VL ganz abgeschafft. Die Beträge sind zu gering und bringen am Ende nicht wirklich weiter.

    Wahrscheinlich nutzen sie den Bausparkassen und Banken mehr als den Sparern.

    Der Bausparer war nur als Beispiel erwähnt – empfohlen habe ich ihn nicht. Wer hier nur den Bausparer rauspickt, ignoriert den Kernpunkt: VL macht nur mit der Arbeitnehmersparzulage Sinn.

    Und genau da ist der Banksparplan komplett raus.

    Die Einkommensgrenzen sind seit 2024 massiv angehoben – 40.000 € für Ledige, 80.000 € für Verheiratete. Damit fällt eben nicht ‚die Mehrheit‘ raus, sondern im Gegenteil: ein sehr großer Teil der Arbeitnehmer ist wieder im Spiel.

    Das ist kein Peanuts-Bonus, sondern bares Geld, das man ohne Aufwand mitnimmt.

    Klar: Wer keinen Anspruch hat, kann seine VL auch ins Kaffeekästchen oder Banksparplan packen. Nur sollte man das nicht als clever verkaufen – es ist schlicht das Verschenken der eigentlichen Idee von VL.

    Hier ging es bei den meisten um Kleinbeträge, die vom AG bezahlt werden. Im Fall des öD z.B. 6,65€/Monat. Und bei diesen Mini-Beträgen macht es schlicht keinen Sinn das in einen Bausparer oder Fondssparplan zu stecken. Erst recht macht es keinen Sinn den Anteil des AG dann noch mit eigenen Mittel auf 40€/Monat aufzustocken und das dann in teurer/unflexiblen Anlagen zu packen. Für eine jährliche Förderung von 43 bzw. 80€. Die paar Euro machen das nicht attraktiv.

    Da lasse ich lieber die 6,65 auf einen Banksparplan laufen und lege die 33.35€ in einen einfachen ETF-Sparplan an.

    Die Einkommensgrenzen sind doch so niedrig, dass eine Vielzahl der Arbeitnehmer sowieso keinen Anspruch auf Zulage hat. Und dann sind sie Zulagen in ihrer Höhe auch so lächerlich gering...

    Der Hinweis auf einen Bausparer ist hoffentlich nicht ernst gemeint. Die Zinsen sind ein Witz und die lächerlichen Zulagen, so man sie überhaupt bekommt, geht direkt für die Kosten und Provision drauf.

    Da lasse ich meine 6,65 lieber auf einen Banksparplan laufen und bekomme nach sieben Jahren wenigstens das raus was ich eingezahlt habe.

    Bei mir sind es sogar 6.65 Eur, die bei der Diba landen. Ich reibe mir schon die Hände wenn in 7 Jahren ausgezahlt wird.

    Ah, auch im öD tätig?

    Kann man nur mit dem Kopf schütteln, dass die gigantischen 6,65 nicht in die Tabellenentgelte eingerechnet wurden. So spart man sich halt ein paar Cent wegen der fehlenden Dynamisierung.

    Eben nicht. Kleinkram trägt der Nießbraucher, große Reparaturen der Eigentümer. Typischerweise reden wir hier von einem Haus der 70er oder 80er, da kommen absehbar einige größere Sanierungen.

    Du hattest geschrieben, dass der Eigentümer sämtliche Kosten tragen muss, was einfach nicht stimmt. Siehe Unterhalt und Übernahme öffentlicher Lasten durch den Nießbraucher.

    Für alles weitere könnten gesonderte Vereinbarungen getroffen werden. Das ist dann aber Sache der Parteien und des Notars.

    Gerade bei Nießbrauch sehe ich gerade diesen Punkt nicht. Das Haus kann zwar im Fall einer Pflegebedürftigkeit nicht veräußert werden, aber durch den Nießbrauch ist eine Vermietung möglich. Mit diesen Einnahmen können dann die Pflegekosten (teilweisen) bezahlt werden. Und dementsprechend wird das Sozialamt auf eine Vermietung der Immobilie drängen.

    Ja, auf die Vermietung, aber nicht auf den Verkauf. Das ist ein gravierender Unterschied.

    Wenn es 'blöd" läuft ein Verfahren wegen Steuerhinterziehung.

    Das Weitere kannst in § 370 ff AO nachlesen.

    In deinem eigenen Interesse, solltest du dringend hinterfragen, ob dein Steuerberater ausreichend qualifiziert ist. Ich kann dir aus beruflicher Erfahrung berichten, dass es viele sehr unfähige Steuerberater gibt. Ich habe da schon Fälle auf dem Tisch gehabt, wo Steuerberater ganze Existenzen vernichtet haben.

    Ich weiß, einem geschenkten Gaul...

    Aber manchmal sollte man das halt trotzdem tun. Eine Immobilie mit Nießbrauch bedeutet, dass die Tochter auf absehbare Zeit auf sämtlichen Kosten sitzenbleibt, ohne dafür Erträge zu bekommen. Mit Nießbrauch ist die Immobilie auch kaum verkäuflich (und das wäre sicherlich nicht im Sinn des TE). Da stellt sich schon die Frage, ob man das als Kind überhaupt will, ob man es sich leisten kann (Stichwort Familiengründung und eigene Immobilie) und ob es überhaupt nötig ist. Der einzige Vorteil des Nießbrauchs besteht darin, dass er den Wert der Schenkung mindert. Bei 400k Freibetrag sind viele Häuser in einem Bereich, in dem das gar nicht nötig ist. Und es gäbe ja auch die Möglichkeit, erstmal nur 50% zu verschenken.

    Sämtliche Kosten ist aber etwas übertrieben. Der Nießbraucher zahlt die gewöhnliche Unterhaltung der Sache und auch Grundsteuer usw. Darüber hinaus gehendes lässt sich separat regeln.

    Ein Vorteil besteht darin, dass das Grundvermögen vor einem eventuellen Zugriff durch das Sozialamt im Pflegefall gesichert wird. Eine gesellschaftliche bzw. moralische Wertung zu diesem Thema nehme ich ausdrücklich nicht vor.

    Naja, es geht inzwischen ja auch darum nicht komplett von den Amis abhängig zu sein. Daher habe ich meine PayPal-Nutzung auch auf ein Mindestmaß reduziert. Mit Wero wird es vielleicht noch eine Alternative geben, wobei ich da skeptisch bin ob sich das durchsetzt.

    Mit dem Thema Sicherheit hat das aber eher weniger zu tun.

    Hatte ich bereits erwähnt, dass das Thema erledigt ist und ich mich anderweitig darum kümmere? Es ist mir völlig egal, wenn einige nicht verstehen, dass sich nach Abschluss eines Vertrages die Lebensplanung ändern kann. Das ist auch keine Rosinenpickerei und auch kein Vertragsbruch, denn es steht nicht im Vertrag. Wenigstens einer hier (Danke) hat sich mal die AGB angeschaut, anstatt von Brechen der Bedingungen zu faseln. Es ist mir auch egal, ob ich nun 25tsd € oder 40tsd € verlieren würde. 25tsd kann derjenige gerne verbrennen, ich jedoch nicht, wenn es sich vermeiden lässt. Darum bin ich übrigens in diesem Forum, um mein Geld zu erhalten oder zu vermehren und nicht, um mir kommunistische angehauchte Ratschläge geben zu lassen. Hätte ich einen Vertrag mit der Bank über 10 Jahre und 2% Zinsen und es gäbe gerade 6%, bin ich mir sicher, die Bank hätte überhaupt kein Problem mit dem Umzug, denn es steht ja auch nichts davon in den AGB, das dies ein Kündigungsgrund ist.

    Hier steht doch kale, dass nur eine Person mit Wohnsitz in D Kontoinhaber des Festgeldkontos sein kann.

    Echt? Ich habe nicht nur 8500€ jährliche Zinsen bei der pbb, sondern auch noch mehrere Festgelder bei Raisin mit durchschnittlich 4% Zins (wollte die Frage hier aber nicht verkomplizieren). Allein von den Zinserträgen kann ich leben. Und das soll ich freiwillig aufgeben, nur weil ich innerhalb der EU umziehen möchte? Das ist Deine Ansicht der Dinge. Sollte die EU nicht möglichst unbürokratisch und einheitlich agieren? Oder was soll diese EU sonst bringen? Freihandelsabkommen kann man auch ohne EU aushandeln. Bist Du sicher, im richtigen Forum zu sein? Geht es hier darum, möglichst elegant sein Geld zu verbrennen?

    Und was hat das mit der EU zu tun. Eine Bank möchte nur Kunden mit Wohnsitz in D. Das möchtest du nunmal nicht mehr, und die Bank möchte entsprechend ihrer Bedienung die Geschäftsbeziehung beenden. Klar ist das blöd, aber es herrscht nunmal Vertragsfreiheit und eine Seite möchte unter den neuen Bedingungen nicht mehr.