Alles anzeigenIch denke, wenn man schon in der privilegierten Position ist, eine Immobilie mit 150 Qudratmetern im Eigentum zu haben, und diese nicht verkaufen möchte, gibt es viele andere Möglichkeiten, um im Notfall an Geld zu kommen:
1) Man könnte z.B. ein Zimmer untervermieten. Ich habe gelesen, dass gerade in Universitätsstädten viele Studenten händeringend nach Zimmern suchen und viele Menschen an anderen Orten als ihrem Erstwohnsitz arbeiten müssen. Vielleicht ist es ja sogar eine emotionale Unterstützung, nicht allein in einem großen Haus wohnen zu müssen.
2) Man könnte die Immobilie auch beleihen, wenn man keine Untermieter mag.
3) Man könnte die Immobilie komplett vermieten und erst einmal in eine kleinere Wohnung ziehen, solange man durch den Pflegefall finanziell belastet ist. Man kann sogar voll möbliert vermieten (oder die Möbel für wenig Geld einlagern lassen).
So viel selbständiges Denken traue ich allen Immobilienbesitzern zu.
Das Schlechteste wäre sicherlich, die eigene Immobilie zu verschenken, wenn man für den Pflegefall nicht ausreichend vorgesorgt hat. Dann sind nämlich Altersarmut und Pflege auf Sozialhilfeniveau vorprogrammiert. Wenn Kinder so etwas vorschlagen, sollte man sehr skeptisch werden.
Ja, klar, es ist eine komfortable Situation.
1) Ich kann mir das a) schwer vorstellen - nicht, weil ich mir nicht denke könnte, mir einen Untermieter zu suchen, aber ob jemand hier einziehen würde, das bezweifle ich, es ist nicht städtisch, es wäre nur ein Zimmer möglich mit Bad- und Küchenmitbenutzung.
Und ob das b) die Lücke zu Pflegekosten abdecken würde, bezweifle ich.
2) Das finde ich eine praktikable Möglichkeit, danke für den Denkimpuls, darauf bin ich tatsächlich nicht gekommen. Da werd ich mich mal schlau zu machen.
Schenkung haben wir nicht vor und die Tochter ist weit davon entfernt, das vorzuschlagen.