Beiträge von Micho

    Newb Du versuchst dich schon wieder rauszureden. Ich mache bei deinen Spielchen nicht mit.

    Das war dein Zitat:

    Zitat von Newb

    Gerade die Sozialabgaben sollen ja explizit "Reiche" treffen. Auch wenn keiner weiss, wer das ist und wie das gehen soll. Aber es ist glaube ich Recht klar kommuniziert worden, dass es nicht um die ETf Altersvorsorge des kleinen Mannes geht.

    Ich habe dir sachlich dargelegt, dass dies praktisch unmöglich ist und das dieses Vorhaben dazu führen wird, dass der kleine Mann mehr Abgaben zu zahlen hat. Das geht gar nicht anders. Reiche kann man so nicht treffen. Und das ist per Definition asozial. Insbesondere wenn Habeck weiss, dass dem so ist. Und davon muss man ausgehen. Er ist ja Wirtschaftsminister. Du kannst rumschwurbeln so viel du willst. Das sind die Fakten.

    Mit dem Argument kann man auch die Kapitalertragssteuer abschaffen.

    Der eigentliche Punkt von dem was ich schrieb war aber, dass es eher nicht die Grünen sind, die den kleinen Mann belasten wollen.

    Du versuchst schon wieder mit Strohmännern und whataboutism zu argumentieren.

    Es geht hier um den Vorschlag von Habeck und seiner Aussage, dass er nur die Reichen mit den Sozialabgaben auf private Kapitalerträge belangen wolle. Du hast ihm beigepflichtet. Ich habe dir sachlich dargelegt, dass dies unmöglich ist, weil man relativ einfach große Vermögen in anderen rechtlichen Strukturen verwalten kann.

    Warum kommst du jetzt mit anderen Parteien und der Kapitalertragssteuer? Bis du wirklich so stolz und ideologisch verblendet, dass du einen Fehler von Habeck nicht zugeben kannst?

    Du brauchst mir nicht zu erklären, dass die FDP ein anderes Klientel hat. Es geht hier darum, dass die Grünen regelmäßig die linke Fahne schwenken und fast jedes Mal (wenn man sich das Ding praktisch durchrechnet) nicht der Vermögende, sondern der kleine Mann zahlt.

    Ohne jetzt jeden Punkt einzeln zu diskutieren, weil es echt komplex ist. Die Grünen sind mit Sicherheit nicht die, die den "kleinen Mann" mehr belasten wollen.

    Gerade die Sozialabgaben sollen ja explizit "Reiche" treffen. Auch wenn keiner weiss, wer das ist und wie das gehen soll. Aber es ist glaube ich Recht klar kommuniziert worden, dass es nicht um die ETf Altersvorsorge des kleinen Mannes geht.

    Das habe ich schon mehrfach hier im Thread erklärt: Das geht nicht. Jeder vermögende Mensch würde sofort eine vemögensverwaltende GmbH gründen und somit 0 Euro Sozialabgaben und weniger Steuern bezahlen. Die meisten brauchen nicht mal das, weil sie bereits ein operatives Unternehmen haben. Sowas könnte man in einem zehnminütigen Gespräch mit einem Steuerberater in Erfahrung bringen. Entweder der Herr Wirtschaftsminister ist inkompetent oder er lügt absichtlich.

    Es gibt also nur die Möglichkeit die Mittelschicht zu belasten. ,,Die Reichen" bekommt man so nicht. Es sei denn die Grünen wollen ans Unternehmenssteuerrecht ran und direkt aus den Unternehmensgewinnen Sozialabgaben abführen. Das würde dann den Todesstoß für den Standort Deutschland bedeuten.

    Übrigens: Es gibt wohl keine andere Gruppe von Menschen als Vermögende mit leicht verkäuflichen und verschiebbaren Assets von denen sie leben, die so einfach das Land verlassen könnten. Trotz Wegzugsbesteuerung käme das deutlich günstiger. Und dafür müssten sie gar nicht weit wegziehen und könnten trotzdem jedes Jahr lange in Deutschland bleiben. Nochmal: Diese Menschen kann man nicht belangen. Und das weiß der Habeck auch. So doof ist der auch nicht.

    Obwohl ich politisch anders ticke, muß ich mal eine Lanze für die Grünen brechen. Das allergrößte Problem bei den Grünen ist die Kommunikation. Es weiß leider niemand, was genau die Grünen wollen, also ist es auch schwierig sich dazu sowohl in die eine als auch andere Richtung zu äußern.

    Finde ich nicht. Wenn man Sozialabgaben auf private Kapitaleinkünfte einführen will, dann sind automatisch alle vermögenden Menschen raus. Das geht nur beim kleinen Mann. Das ist auch der, der überproportional vom CO2-Preis getroffen wird. Zumal das Klimageld nicht kommt. Und welche Gebäude sind vom Heizungsgesetz betroffen und wer kann sich das nicht leisten? Wen treffen ganz besonders höhere Kosten beim Individualverkehr? Wer kann schlecht Home-Office machen und muss zu schwierigen Zeiten arbeiten? Wer kann die Kosten nicht absetzen?

    So gut wie jeder Vorschlag trifft den kleinen Mann. Ganz konkret. Das hat nix mit Kommunikation zu tun. Das ist per Definition asozial.

    Zitat von Habeck bei Maischberger

    Es soll ein Solidarausgleichssystem geben, wo wir dann auch private Kapitalerträge mit hinzuziehen.

    Also nur private Kapitalerträge. Das bedeutet man geht nicht an die Kapitalerträge von Unternehmen. Somit wird jeder Millionär eine simple vermögensverwaltende GmbH gründen und 0 Euro Sozialabgaben (und weniger Steuern) bezahlen. Es trifft also nur oder hauptsächlich die Mittelschicht. Den kleinen Mann. Genau wie beim Heizungsgesetz. Genau wie beim CO2-Preis.

    Die Vorschläge der Grünen waren und sind asozial.

    fenstrecken fahre ich desöfteren mit dem ice, am liebsten erste Klasse mit Platzservice. Dass ist dann allerdings nix mit öpnv zu tun.

    Ich auch. Und das ist auch gar nicht teuer, wenn man früh bucht. Gepäck kann man sich zu Hause abholen lassen. Das ist richtig gut. Wenn es läuft. Aber das tut es (sehr oft) nicht. Das ist unglaublich Schade. Selbst wenn da richtig Geld reingepumpt wird und alle mitziehen würden, dürfte es viele Jahrzehnte dauern, bis das auf einem sehr guten Niveau ankommt.

    ÖPNV? Nutze ich auch oft, weil ich keine Lust habe in der Stadt zu parken und zu fahren. Und das funktioniert in der Stadt schon ziemlich gut, finde ich. Zumindest bei uns. Aber pendeln möchte ich damit nicht. Und bei Terminstress geht es auch nicht. Entfernt man sich auch nur wenige Kilometer von Zentren wird es eng. Wie gesagt, es gibt sehr wenige Situationen in denen man mit dem Auto nicht bequemer und besser unterwegs ist. Eigentlich Schade.

    Was mich an Deutschland ganz extrem stört ist, dass man die Bahn hat so verkommen lassen. Es gibt kaum was angenehmeres als Bahn-Fernstrecke, wenn sie funktioniert. So praktisch das Auto ist, von München nach Westerland zu fahren ist nicht gerade vergnügungssteuerverdächtig. Vielleicht geht das nur mir so, aber ich fahre ungern lange Strecken mit dem Auto und sitze lieber bei 250kmh im Bordbistro beim dritten Weizenbier. Aber, meine Fresse, sind die unzuverlässig. Fast egal aus welchem Land man ankommt, so schlimm wie bei uns das fast nirgendwo. Wenn das richtig funktionieren würde . . . ein Traum . . .

    Diese Diskussion poppt alle paar Wochen irgendwo auf. Die Argumente sind auf beiden Seiten immer die selben. Meistens wird verkannt, dass der Bürger selbst sein Land gestaltet und es tendenziell so aussieht wie er es will oder verdient. Der Individualverkehr ist beliebt, weil er unglaublich bequem ist und weil man ihn sich leisten kann. Selbst in Regionen in denen es Alternativen gibt, ist er bequemer. Eine Revolution kann nur vom Bürger kommen. Ich sehe da nicht einmal ansatzweise auch nur ein Schrittchen in eine andere Richtung. Wieso auch? Hat der Mensch schon jemals Annehmlichkeiten von sich aus aufgegeben, obwohl keine akute Not bestand und er es sich weiter leisten konnte?

    Infografik: Die explosionsartige Vermehrung der Autos
    Die Grafik zeigt den Pkw-Bestand in Deutschland seit 1907.
    de.statista.com

    ...Aber das mache ich jetzt eben nicht mehr und überlasse das Mr. Market...

    Mein Ziel ist es auch nicht nur einen ETF im Depot zu haben. Der MSCI World, World Momentum und ein größerer EM ETF bleiben ja im Depot.

    Ja gut, dann hättest du auch einfach alle ETFs liegen lassen, einfach kein Rebalancing mehr betreiben (=Mr. Market entscheidet) und neues Geld in den IMI investieren können.

    Ich finde die Ein-ETF-Lösung schon irgendwie attraktiv.

    Zitat von Prof. Weber, Arero

    Wenn ich Geld übrig habe, kaufe ich Arero, wenn ich Geld benötige, verkaufe ich Arero. 

    Ersetze ,,Arero" durch beliebigen, breiten ETF oder Multi-Asset-Produkt.

    Das hat schon was und kann auch von einem weniger finanzaffinen Partner oder einem weniger geistig fitten, älteren ich umgesetzt werden.

    Ich denke, das Ziel, nur 1-2 Zeilen im Depot zu haben, ist langfristig unrealistisch.

    Rational ist es nicht, wenn dieses Ziel Kosten und (mehr) Steuern verursacht. Aber es ist machbar und kann viele (emotionale) Vorteile bringen. Vor allem kann man dadurch viele Fehler vermeiden und Stress reduzieren. Ich denke es kann Sinn machen sich nicht wegen 0,1% weniger TER (und oft keine TD-Verbesserung) oder ein paar Euro mehr Steuerstundungseffekt mehrere ETFs ins Depot zu legen. Selbst wenn sie auf den gleichen Index laufen.

    Obwohl das eine sehr prozyklische Entscheidung ist/war und sehr wahrscheinlich nochmal viel Geld ,,kosten" wird, kann ich den Gedanken nachvollziehen. Eine Ein-Produkt-Lösung hat viele Vorteile. Und wer weiß, vielleicht spart sie am Ende mehr als es jetzt kostet, weil sie dich (und evtl. Familienmitglieder) vor Fehlern bewahren wird. Ich spiele schon lange mit dem selben Gedanken (anderer ETF, aber auch nur einen) und traue mich nur sehr zaghaft ran. Ohne die Buchgewinne (=Steuern) hätte ich es schon längst gemacht. Aber sagt man nicht immer, dass man sich nicht von steuerlichen Dingen lenken lassen soll? Ich sage das ständig und halte mich selbst nicht dran. :/

    Mir fällt in dem Zusammenhang auf, dass alles nur so heißt wird, wie es auch gekocht wird.

    Aus Erfahrung weiß ich, dass selbst bei Filialbanken der Service nicht unbedingt ideal sein muss ;).

    Das stimmt. Aber man kann hingehen und das bewirkt manchmal Wunder. Vor allem wenn man seinen Gegenüber gut behandelt. Jeder muss da selbst seine Lösung finden und wissen wie viel er bezahlen will oder warten will.

    Steuerfreie Schenkung von 75 T€ an die Tochter; steuerpflichtige Schenkung von 75 T€ an den Schwiegersohn, da über dem Freibetrag (20 T€).

    75 T€ von Deinem Geld, 45 T€ von Ihrem Geld, innerhalb des Freibetrags von Ehefrau zu Ehemann, wenn sonst nichts weiter war.

    Das stimmt nicht. Nur weil das Geld auf dem Gemeinschaftskonto eingegangen ist, ist es keine 50/50 Schenkung, sondern bleibt eine 100/0 Schenkung an die Tochter. Formloses Schreiben genügt.

    Man kann auch die Gewinne und Dividenden eines Gemeinschaftsdepots bei der Steuer zu 100% einem Depotinhaber zuweisen, wenn man dokumentiert hat, dass es sein/ihr Vermögen ist.

    Warum müssen Leute, die Ihr gesamtes Geld ausgeben eigentlich keine extra Steuer darauf zahlen?

    Schließlich sparen Sie sich den Aufwand sich überhaupt mit Ihren Finanzen auseinander zu setzten. ;)

    Okay. Das ist mit Abstand der coolste Vorschlag, den ich bisher zu dem Thema gehört habe! :thumbup:

    Deutschland ist eines der unbeliebtesten Länder überhaupt bei ausländischen Fachkräften. Zumindest bei Expats. Platz 50 von 53. Bürokratie, Infrastruktur und der schwierige Charakter der Deutschen sind die Hauptgründe. Expats in Deutschland gelten als die Einsamsten der Welt, weil sie schwer Anschluss finden. Scheint an uns zu liegen.

    https://www.carevor9.de/care-inside/de…B%C3%BCrokratie.

    Für den Liberalen Schwenk in Deutschland und den überraschenden Deal in der Ukraine kann man sich vernünftig vorbereiten:

    IE00BG143G97

    Vanguard… ubd Professor Walz hat wieder nachgewürzt.

    https://extraetf.com/de/etf-profile/IE00BG143G97

    Ich kenne einen, der kauft europäische Bauaktien wie verrückt. Wettet auf das Kriegsende. Das würde ich mich nie trauen. Dem kann man noch so viel über Risiko und die Kapitalmarktforschung erzählen. Der zieht das durch. Wenn es funktioniert, steh' ich halt ziemlich blöd da mit meinen ETFs. :D

    Ja nur sehe ich es kritisch einen selektiven Zeitraum zu wählen. Es gab Zeiten in denen Tagesgeld Amazon outperformed haben. Ich würde daher weiter zurück gehen um zu vergleichen. Bitte sehe meine Antwort nicht als Kritik sondern nur als eine Anmerkung.

    Es geht mir dabei nicht um langfristige Vergleiche. Griechische Aktien sind langfristig eine Katastrophe. Aber nur weil ein Aktienmarkt lange schlecht war und die Lage eine Katastrophe ist, bedeutet das nichts für die Zukunft, weil alle Infos bereits im Markt sind. Sobald irgendwas besser oder schlechter läuft als erwartet, sind die Bewegungen extrem. Falls also die Mag 7 nicht die Welt erobern und Europa wie durch ein Wunder nicht in den Abgrund stürzt, kann es Überraschungen geben.