Beiträge von sam51

    Blackrock hat heute den iShares Bitcoin Premium Income ETF gelauncht. Er soll monatlich 2stellige Dividenden ausschütten. Davon kann man halten was man will, es zeigt aber das die Finanzbranche weiter an Btc glaubt…

    Die Finanzbranche glaubt wohl eher an die Dummheit oder Gier der Anleger.

    Allein schon bei der Namensgebung war man bei Blackrock wohl echt kreativ. "Premium", wer will denn wohl kein Premium-Produkt haben? Mich erinnert das eher an den "Premium Fonds" eines sog. Börsenexperten, von dem es wohl heißt: "der schützt vor allem, sogar vor Rendite."

    Dann nennt man das Produkt "ETF", das hört sich ungefährlich an. Das Ding ist alles, nur kein ETF nach unserem Verständnis. Was es genau ist, habe ich nicht herausfinden können, aber es hat wohl etwas mit Options-Zockerei zu tun.

    Monatlich zweistellige Dividenden? Also jährlich über 100%? Wohl kaum. Jemand schreibt was von 15%-25%. Die hat ja damals nicht mal Bernie Madoff versprochen. Bei ishares liest man etwas von 0,65% "sponsor fee". Keine Ahnung, ob das so etwas wie TER ist. Mal kurz nachdenken. Da verkauft also jemand für unter 1% Anlageinstrumente, von denen er aber Renditen im zweistelligen Prozentbereich angibt? Da fragt man sich doch, warum die das Geschäft nicht selber machen, anstatt sich mit weniger als 1% zufrieden zu geben?

    Da hat sich in den letzten drei Jahren bei der DKB ja nicht viel geändert. Auf meine letzte Anfrage bei denen vor fast genau drei Jahren habe ich eine fast gleichlautende Antwort bekommen. Neu ist hier lediglich der Verweis auf KI. Nach lockeren zwei Wochen dann die nächste Mail, in der man sich für die lange Wartezeit entschuldigt, ohne allerdings auf meine Anfrage einzugehen.

    Anrufen bei der DKB? Ich wünsche viel Geduld und gute Nerven.

    Genau das ist der Grund, warum ich bei solchen Online-Finanzdienstleistern maximal ein Depot habe. Man bekommt eben das, wofür man bezahlt. Service/Support ist dort ein Kostenfaktor, den man gerne so weit es geht herunterfährt.

    Kommt es, wie im Falle des TE zu Problemen oder Missverständnissen, hat man eben Pech gehabt. Dann wird man, wie in der zitierten Mail, einfach mal gebeten, von Rückfragen abzusehen oder übersetzt: "Belästigen Sie uns nicht weiter."

    Was also in diesem Falle hier tun? Ich würde gar nichts weiter unternehmen in dieser Angelegenheit. Es ist ja, so wie ich es verstanden habe, dem TE kein Schaden entstanden. Allerdings würde ich überlegen, ob es eine gute Idee ist, Girokonto und Kreditkarte dort zu haben, nur weil es ja "kostenlos" ist.

    Ja, WitwerInnen werden als Singles besteuert (12.348€ Grundfreibetrag). Ausnahme ist das "Gnadenjahr": im Jahr des Todes des Ehepartners und im darauffolgenden Jahr wird noch nach Splittingtarif (2* Grundfreibetrag) versteuert.

    Was sind denn "WitwerInnen"? Wenn jetzt schon der Teufel anfängt zu gendern, ist das Ende wohl nah.

    Wie schon mehrfach erwähnt: Von der Theorie her und rein finanzmathematisch gesehen ("weiche" Faktoren außen vor), dürfte in den meisten bis allermeisten Fällen der Protagonist besser fahren, der über mehrere Jahrzehnte hinweg - konsequent und diszipliniert - seine Mittel und/oder Sparquote in den weltweiten Aktienmarkt investiert (gemäß der inzwischen herrschenden Lehre natürlich also kostengünstig und weltweit breit gestreut via ETFs).

    Auch wenn von ETF-affinen Kanälen wie Finanztip immer wieder Szenarien präsentiert werden, bei denen die Anlage in Aktien die in die eigene Immobilie schlägt, so habe ich doch ernsthafte Zweifel an der Aussagekraft solcher hypothetischen Berechnungen. Hier gibt es zu viele Einflussgrößen über die man Annahmen treffen muss, so dass durch die Wahl der passenden Parameter immer das gewünschte Ergebnis erzielen kann.

    In meinem Fall geht die Rechnung ganz klar zugunsten des Eigenheims aus. Das war neben den Edelmetallen bisher meine beste Investition.

    Das gilt angefangen von der Bereitschaft zur Beschäftigung mit dem Thema "private Finanzen" über einen vorhandenen schlüssigen Finanzplan bis hin zur Risikotoleranz und insbesondere auch der Compliance, diesen persönlichen Finanzplan betreffend.

    Eine Immobilie ist eben finanztechnisch einfacher. Man erwirbt sie, schließt einen Kreditvertrag mit festem Zins ab und zahlt seine monatlichen Raten. Da brauche ich mir darum keine weiteren Gedanken zu machen. Anlagen in Aktien etc. sind für die meisten eine fremde Welt. Damit muss man sich beschäftigen, was für viele schon die größte Hürde ist. Dazu kommen solche Sachen wie das Telekom-Trauma, das sich in den Köpfen festgesetzt hat. Für viele ist das Investieren in Aktien ein Glücksspiel, auf dessen Ausgang man keinen Einfluss hat und bei dem man alles verlieren kann.

    Dabei dürfte der "Zwangsspareffekt" (leider) die wesentliche Rolle spielen. Ein ETF-Sparplan - so denn überhaupt vorhanden (Stichwort: Aktienquote in Deutschland) - kann beispielsweise jederzeit unterbrochen oder ganz ausgesetzt werden - ohne jedenfalls zeitnahe Folgen oder Konsequenzen. Das sieht bei einer Kreditrate (Annuität im Fall eines Immobiliendarlehens) völlig anders aus, da dann sehr zeitnaher Ärger und Stress mit der Bank (bis hin zum Zwangsverkauf oder der Zwangsversteigerung) drohen.

    Völlig korrekt. Man darf aber nicht vergessen, dass die Investition in die eigene Immobilie das Risiko eines hohen finanziellen Verlustes mit sich bringt. Bei Arbeitslosigkeit oder anderen Ereignissen, die zu Einkommensausfällen führen, genügt ein Klick, um den ETF-Sparplan zu beenden. Beim "Zwangssparplan" namens Immobilienkredit geht das eben nicht. Da kündigt die Bank den Kredit, wenn die Raten zwei- oder dreimal ausfallen und stellt den Kreditbetrag fällig. Macht die Bank dann Gebrauch von einem Schriftstück namens "Vollstreckungsfähige Ausfertigung der Grundschuldbestellungsurkunde" kann sehr schnell der finanzielle Ruin der Betroffenen die Folge sein.

    Ich denke, dass Immobilien als Kapitalanlage in den vergangenen 15-20 Jahren richtig gut waren und in den kommenden 15-20 Jahren eine Katastrophe sein werden. Nicht alle, aber die meisten von Privatpersonen als Renditeobjekt gehaltenen. Ein Eigenheim sollte man nicht dazuzählen. Das hatte schon immer eine sehr gute ,,emotionale" Rendite und lohnte sich rein finanziell noch nie.

    Das sehe ich anders. Eine vermietete Immobilie als Kapitalanlage ist für Privatpersonen ein Hochrisiko-Investment und war noch nie gut. Da besteht das Risiko von Mietausfällen, die dir eine Negativrendite über Jahre einbringen. Staatlichen Eingriffen ist man schutzlos ausgesetzt. Und aus einer A-Lage kann schnell eine C-Lage durch Änderungen im sozialen Umfeld werden.

    Warum hat sich ein Eigenheim noch nie gelohnt? Selbst wenn ich die Instandhaltungskosten von einer hypothetischen Kaltmiete, die für ein vergleichbares Objekt zu zahlen wäre, abziehe, sind das Aufwendungen in Höhe einer sehr guten gesetzlichen Rente, die ich eben nicht zahlen muss.

    Der Markt bewertet dort nicht nur die vorhandenen Bitcoin, sondern die Fähigkeit des Managements, über Kapitalmarktinstrumente zusätzlichen Wert pro Aktie zu schaffen (!)

    Das klingt ja ähnlich überzeugend, wie die Sache mit dem "Drittpartnergeschäft" bei Wirecard. Die hatten ja auch angeblich, sogar durch Wirtschaftsprüfer anfangs bestätigt, Milliarden auf Konten in Dubai, Singapur und den Philippinen.

    Wo befinden sich eigentlich die Keys für die 800000 Bitcoins? Wer hat Zugriff darauf? Gab es da nicht mal vor einigen Jahren den Fall des Inhabers einer Kryptobörse, der plötzlich nach Indien reiste und dort angeblich ums Leben kam? Leider war er wohl der einzige, der die Zugangsdaten kannte und nahm diese mit ins Grab oder vielleicht doch in ein zweites luxuriöses Leben?

    Diese STRC-Nummer stinkt meilenweit gegen den Wind.

    Bis zur Unterschrift unter den notariellen Vertrag ist niemand an irgendein Gebot gebunden.

    Man kann bis dahin jedes Gebot ohne Begründung zurücknehmen und selbstverständlich auch kleinteilig nachverhandeln oder ganz abspringen.

    Wenn man sieht, dass andere weniger geboten haben, kann man das eigene Angebot also auch einfach reduzieren… egal, was im Umschlag stand…

    Das kann gerade bei Immobiliengeschäften auch nach hinten losgehen. Der Rechtsbegriff lautet hier: culpa in contrahendo (c.i.c.)

    In dem geschilderten Fall ist es wohl unwahrscheinlich, dass das zur Anwendung kommt. Aber z.B. beim Notartermin das Geschäft abzublasen. kann teuer werden.

    Ich bin bei unserem Haus auch damit in Berührung gekommen. Der Bauträger war sich mit dem Verkäufer des Grundstückes in exzellenter Lage einig. Er wollte verkaufen, da das Grundstück aufgrund des gültigen Bebauungsplanes und den inzwischen sehr stark gestiegenen Grundstückspreisen als nicht wirtschaftlich bebaubar galt. Der Bauträger hatte jedoch zusammen mit seinem Architekten eine Lösung gefunden, die sowohl baurechtlich zulässig als auch wirtschaftlich war. Als der Verkäufer davon erfuhr, wollte er plötzlich nicht mehr verkaufen und das Grundstück selbst bebauen. Da der Bauträger bereits Aufwendungen für Architekt und Gutachten getätigt hatte, machte er culpa in contrahendo geltend. Daraufhin einigte man sich, und der Verkauf fand statt. Im deutschen Recht ist eben nichts so einfach, wie es einem juristischen Laien manchmal erscheint.

    Bis vor ca. einem Jahr habe ich Morningstar genutzt. Dort konnte man einfach WKN und prozentualen Anteil am Portfolio eingeben und bekam eine sehr nützliche Auswertung. Ohne Anmeldung oder Abo. Leider scheint man dort diesen Service in dieser Form nicht mehr anzubieten. Oder weiß jemand Gegenteiliges?

    Von solchen Dingen wie Parquet, extraETF und Co. bin ich kein Freund. Ich frage mich, wer da überhaupt seine Wertpapierabrechnungen mit allen Daten hochlädt?

    Eine entsprechende Auswertung mit Excel ist trivial. Das Problem ist allerdings, an die Daten zu kommen. Meist findet man diese bei den Anbietern der Produkte. Leider häufig in einer Form, die man automatisiert nur mit sehr viel Gefummel abrufen kann. Die Formate ändern sich dauernd, häufig hat man die Daten nur in PDFs zur Verfügung. Das bedeutet programmiertechnisch dann schon deutlich mehr Aufwand.

    Daher bestimme ich die Verteilung auf Regionen, Branchen und Unternehmen ein- bis zweimal im Jahr manuell mittels Excel. Das reicht für mich aus. So dramatisch sind die Veränderungen ja nicht.

    Ich nutze so etwas grundsätzlich nicht. Warum sollte ich mich für ein paar Euros datentechnisch nackt machen?

    Als ich noch berufstätig war, habe ich Miles&More sowie Kundenkarten von Hotelketten genutzt. Das gab einen echten Mehrwert. Bei entsprechender Nutzung entweder ein Upgrade beim Fliegen und Zugang zur Lounge oder Zimmer-Upgrade in den Hotels.

    Aber das bezieht sich doch, soweit ich weiß, nur auf das jährliche Gehalt, oder nicht? Das wäre ja was, wenn man bei einem Vermögen von 100000€ plötzlich monatlich 2000€ abdrücken müsste 😳

    Das hängt von der jeweiligen Gesetzgebung ab. Wir mussten seinerzeit, als es die 100.000€-Grenze noch nicht gab, nicht wenig zahlen. Die Vorgehensweise des Sozialamtes war sehr unerfreulich. Man wurde schlimmer durchleuchtet als ein Hartz4-Empfänger. Da wurde sogar gefragt, welches Auto man fährt.

    Die Berechnungsmethode war früher sehr komplex. Ich weiß nicht, wie es heute ist, wenn man die 100000€-Grenze reißt. Zumindest war es früher so, dass man durch den Elternunterhalt nicht in existenzielle Schwierigkeiten gebracht werden durfte. Aber vierstellig konnte die monatliche Zahlung werden. Man musste zwar nicht sein Haus verkaufen, aber anderes Vermögen wurde schon berücksichtigt.

    Noch eine Sache, die sich mit Einführung der 100000€-Grenze geändert hat: Diese ist nur relevant für das unterhaltspflichtige Kind. Die Einkünfte des Ehepartners werden nicht berücksichtigt. Früher war das anders, da mussten sämtliche Finanzen beider Ehepartner offengelegt werden und wurden bei der Berechnung berücksichtigt.

    Sollte die Grenze also wieder abgeschafft werden, dürfte es für nicht wenige ziemlich teuer werden.

    Auszug aus der Buchbeschreibung:

    "Dabei eröffnet er eine faszinierende Perspektive: Bitcoin als möglicher Ausweg aus diesem System. Bitcoin vereint revolutionäre Technologie mit den Grundprinzipien eines stabilen Geldsystems. Ob als Wertspeicher, Zahlungsmittel oder digitales Investment – Bitcoin bietet vielfältige Möglichkeiten. Für den Autor steht dabei ein Aspekt im Zentrum: die kompromisslose Ehrlichkeit dieser Innovation."

    Da ist es wieder: Bitcoin als Heilsversprechen. Und weil die meisten gar nicht verstehen, dass es sich dabei weder um eine Technologie handelt und daran mal gar nichts revolutionär ist, glauben es die Einfältigen. Ein Zahlungsmittel, mit dem man nichts kaufen kann, ist eben nur eine der vielfältigen Möglichkeit, sein Geld zu versenken.

    Welcher Aspekt für den Autor im Vordergrund steht, dürfte wohl jedem klar sein. Er will einfach seine Glaubensschrift möglichst oft verkaufen.

    Der entscheidende Punkt ist dabei Vertrauen. Solche Prozesse passieren nicht über Nacht. Gold brauchte Jahrtausende, um seine Rolle als Wertspeicher zu etablieren. Bitcoin existiert erst seit gut 17 Jahren. Deshalb ist Bitcoin heute noch so volatil und umstritten. Man sieht es ja schon an den Diskussionen hier im Forum.

    Vertrauen? Das ist wohl eine der dümmsten Strategien bei der Geldanlage. In Falle von Bitcoin ist es aber wohl her Hoffnung. Die Hoffnung, dass man früh genug verkauft, bevor die Blase platzt.

    Das gibt es also so eine mathematische Spielerei, entwickelt von einem bis heute Unbekannten. Wie das funktioniert, versteht wohl kaum einer derjenigen, die ihr Geld dort investieren, um Profit zu machen. Viele lassen sich davon blenden, dass Dinge wie Begrenztheit (kann nicht beliebig erschaffen werden) und Unabhängigkeit von den bösen Banken in den Vordergrund gestellt werden. Aber letztlich hat man nur elektronische Tulpenzwiebeln geschaffen.

    Kann man damit bezahlen? Kaum. Tesla hatte ja mal für kurze Zeit Bitcoin als Bezahlung akzeptiert. Elon Musk merkte dann sehr schnell, dass das nicht eine seiner besten Ideen war. Zuverlässig bezahlen kann man mit Bitcoin natürlich bei Ransomware-Erpressern. Die freuen sich darüber, dass Bitcoin endlich das Problem der Lösegeldübergabe löst. Fun Fact: vor einigen Jahren flogen solche Erpresser in St. Petersburg auf. Die russische Polizei präsentierte Teile der beschlagnahmten Beute. Man erkannte auf dem Foto gut die ca. 70 kg Gold. So groß war wohl das Vertrauen in Bitcoin dann wohl nicht.

    Bei dem Abstand zu den 100$ ist das ATM doch jetzt auch nicht aktiv, bis wieder PAR erreicht ist, oder? Damit kann Saylor ja nichtmal mehr günstiger zukaufen...

    EDIT: Was ich damit sagen will: Wir es damit nicht immer schwieriger, das(?) Peg aufrechtzuerhalten? Wenn das einmal so richtig depegged, dann...

    Was haben Geldautomaten und Begriffe aus dem Golfsport mit dem Thema zu tun? Und welche Rolle spielt hier Al Bundy's Frau?

    Man ersetze bei so einem Modell Bitcoin durch Gold, jeder würde sagen was ist das den für ein Hokuspokus, das kann doch nie klappen, was es auch nicht würde, aber bei Bitcoin soll das anders sein? Das kann noch nicht mal der TO ernsthaft glauben.

    Das wird doch auch mit Gold immer wieder versucht und es finden sich genügend Leichtgläubige, die darauf hereinfallen. Z.B. einfach mal nach PIM Gold suchen.