Beiträge von Pfennigbaron

    Bingo

    Das verlinkte passt wirklich gut ins Thema hier:

    Zitat

    EXKLUSIV
    Die Horrorliste der Steuern und Abgaben: 41 Möglichkeiten, wie sich Olaf Scholz Ihr Geld holen wird!


    Ja, bei 30% AfD zur nächsten Bundestagswahl ist das natürlich die größte Sorge. Ich flüchte dann zu Elif und Heidi, die bauen sich ja schon Schutztruppen auf, und für mein klägliches Vermögen wird denen sicher auch was einfallen. Und dann guckt er, der Olaf.

    Kurz retour: Die Nummer mit der Mentorin basiert auf einer Aussage aus einem anderen Thread, wo auf den Hinweis, Finanztip-Hilfe sei besser als die

    Zitat

    ...von unseriösen Finfluencerinnen, die mit 5.000 Euro teuren Kursen die Kundinnen abzocken...

    geantwortet wurde:

    Obwohl einige von den Kursen sind das Geld wert.

    Und auf den Einwand, das Geld könne man doch besser und einfacher investieren, hieß es, "es ist sehr wertvoll eine Mentorin zu haben".

    Damit ich als doofer Mann das vielleicht auch noch verstehe, erlaube ich mir dazu Fragen: Wie teuer darf es denn bitte werden, wenn Frauen Frauen extra frauenorientiert Finanzwissen vermitteln? Gibt es da irgendeine Grenze, womöglich sogar eine, ab der man nochmal ganz sachlich, und ohne Rücksicht auf den Inhalt der beteiligten Unterhosen, solche Angebote als unseriös oder besch****n bezeichnen darf?

    Cool da sind wir uns doch mal einig, wenn die CDU Afd politik macht brauchts die Afd nimmer das stimmt 100%

    Wenn die CDU CDU-Ideen plötzlich ablehnt, weil sie von der AfD kopiert werden, werden Wähler vergrault. Wo die dann wohl landen, tja, wo mag das wohl sein?

    Im Übrigen zeigen diverse Wählerwanderungsanalysen immer wieder, dass sich die AfD recht verlässlich aus allen Lagern speist und die Unzufriedenen abschöpft. Wenn die Grünen plötzlich Grüne Inhalte ablehnen, weil die AfD sie aus der Schublade holt, oder die SPD SPD-Inhalte, passiert womöglich genau das gleiche?

    Wogegen eine 10 Jahres-Preisgarantie in dem die letzten Jahre auch schon recht beweglichen Markt- und Politikumfeld ja sicher niemals auch nur den Hauch von Lobbyarbeit gebraucht hätte, um zu funktionieren...

    Aber sicher ist es alleine Frau Reiches Schuld, dass dieser Anbieter sich jetzt mutmaßlich rechtswidrig (3 Monats-Frist nach EnWG) so kurzfristig von seinen Kunden trennt, und das (u.a.) mit einem Gesetz begründet, das sich noch im parlamentarischen Verfahren befindet.

    Vielleicht ist auch unsere Erde am Ende doch noch eine Scheibe?

    https://www.justetf.com/de/etf-compari…in=IE000R4ZNTN3

    Wenn man sich mal einen World und einen World Ex USA gegenüber stellt, kann man für die vergangene Zeit zumindest durchaus sehen: Völlig voneinander bzw. von amerikanischen Einflüssen (die haben ja netterweise gerade einen Präsidenten, der das an und an mal testet) befreit laufen die jedenfalls nicht.

    Dazu kommt: Wenn man die einen Schwergewichte rauswirft, bilden sich halt auch direkt neue. 20% Japan oder 30% Finanzsektor kann so, oder auch mal so...

    Aus 25 Jahren Kommunalverwaltung: Da kommen auch genug drauf, die Krux ist aber dann, das sinnvoll und rechtssicher zu ändern. Das Formular ist so von Bund/Land vorgegeben, mögliche notwendige Softwareänderungen müssen erstmal ganz föderal von jedem irgendwie mit abgenickt werden, alleine das Einscannen und als pdf bereitstellen auf der Homepage wird einem auch mal als Urheberrechtsverletzung vorgeworfen, wenn bestimmte größere Druckereien den Auftrag haben, die Papierform für den Zeitraum X so bereitzustellen...

    Das ganze Dilemma wäre eigentlich ein eigenes Thema wert. Noch eine Anekdote aus der Überschrift "Steuer": Die Kommunen beschäftigt gerade (ok, seit Jahren schon) die Umsetzung der Umsatzsteuerpflicht für kommunale Leistungen. Mehrfach vom Bund aufgeschoben, auch weil a) Großprojekt eben... und b) jede Kommune praktisch mit jedem örtlich zuständigen Finanzamt noch in Abstimmungen steckt. "Kauft" der Bürger ein Nutzungsrecht an einer Grabstätte der Kommune, ist das umsatzsteuerfrei, weil durch die konkrete Benennung einer Grabstätte kein steuerlicher Wettbewerbsnachteil potentieller privater Anbieter gegeben ist: Es ist ja quasi die Vermietung eines kleinen Grundstücks, und Mieteinnahmen sind umsatzsteuerfrei. Lässt man den gleichen Verstorbenen aber auf einem anonymen Grabfeld bestatten, und kann dann hinterher keine Grabstätte eindeutig benennen, ist das umsatzsteuerpflichtig, weil das ja keine Vermietung, sondern eine Dienstleistung ist, die ein privater Anbieter so theoretisch auch erbringen könnte und dabei durch die für ihn geltende Umsatzsteuer gegenüber der Kommune benachteiligt wäre. Klar soweit? Für solche Kinkerlitzchen beschäftigt inzwischen jede Kommunalverwaltung neues Personal, die Finanzverwaltung auch, die Steuerberater verdienen mit, alle Beteiligten kommen aus dem Kopfschütteln nicht mehr raus, am Ende hat der Staat natürlich auch keinen Euro Steuergeld mehr dadurch, weil er sich schließlich selber das Geld nur hin- und her besteuert, aber die Mehrkosten deswegen entstehen natürlich, und landen wo? Genau, beim Bürger.

    Das Problem ist, dass in den 90ern schon massiv Personal in der Bundesverwaltung abgebaut wurde und bereits ohne neue Aufgaben schon Personal fehlt. Von daher kann man eigentlich nicht mehr abbauen, ohne dass es zu Lasten der Aufgabenerledigung geht.

    Man schafft es auf Ebene des Bundes und (mutmaßlich aller) Länder auch recht konsequent, zwischen Stellen und Personal zu trennen. Das führt dazu, dass man Personal abbaut/abbauen will, Stellen aber ständig neue meint zu brauchen. Und wenn man Aufgaben erfüllt/Arbeit erledigt haben will, vergisst Politik spätestens beim Personalkostenansatz, dass man dafür echtes Personal braucht, und eben nicht nur irgendwelche Zahlen in Stellenplänen.

    Das Ergebnis ist dann der aktuelle Zustand vieler staatlicher Behörden, Infrastruktur und Berichte wie z.B. diesem hier:

    Zitat

    In der 19. Wahlperiode stieg die Zahl der Stellen in der Bundesverwaltung um über 30 000.
    Die Stellenmehrung setzte sich auch in der 20. Wahlperiode – in geringerem Umfang – fort
    (+8 770). Gleichzeitig blieb der Anteil unbesetzter Stellen seit dem Jahr 2020 konstant über
    10 %. Immer mehr Behörden haben sogar mehr als 10 % ihrer Stellen nicht besetzt.

    Und die aktuelle Regierung dazu? Verkündet im Programm für Aufschwung und Beschäftigung vom 2. Juli feierlich:

    Zitat

    ...bei grds. allen Bundesbehörden und der mittelbaren Bundesverwaltung das
    Ziel einer konsequenten 8%-Personaleinsparung...

    Das Stirnrunzeln, was sich bei solchen Zusammenhängen unweigerlich ergibt, hat mit Ehegattensplitting zwar zugegebenermaßen weniger zu tun, mit der übergeordneten Steuerpolitik allgemein und dem kurzen Einschub zum Bürokratieabbau aber dafür umso mehr.

    Ja, auch so etwas. Jede Art von Mobilität und Energie, die ökologische und geopolitische Folgen hat, sollte auch inklusive dieser Folgen bewertet werden. Und nicht (jaja, ganz übertrieben) "Öl ist total böse, aber ausnahmsweise auch mal total gut, wenn es dabei hilft ein Windrad in den Wald zu betonieren".

    Fachkräftemangel bei Firmen oder ganzen Branchen, die vorher massiv Arbeitsplätze abgebaut haben. Fachkräftemangel in Berufen, die eigentlich mal in großem Stil von ungelernten studentischen Aushilfskräften ausgeübt wurden. Fachkräftemangel in Aufgabenbereichen, die man schlicht digitalisieren oder auch einfach weglassen kann...

    Gehts denn wirklich nicht mehr unter "Umvolkung", jetzt wo ein singender Verteidigungsminister das letzte Bollwerk gegen die Machtergreifung vom sachsen-anhaltinisch Landtag aus darstellt?

    Das Leben gehört den Lebenden und man hat es nur einmal.

    Ich habe da vollstes Verständnis für die langjährig Erwerbstätigen und erkenne auch an, dass man die aktuellen Entwicklungen der Rente gerade in dieser Altersgruppe genau so wahrnimmt, wie sie eben wahrgenommen werden. Es ist aber doch auffällig, dass es gewisse argumentative Überschneidungen gibt mit z.B. einem (natürlich etwas klischeehaft) 19jährigen, der zwischen Abitur, Langzeitstudium und Job erst noch ein Auslandsreisejahr macht und sich das Berufsleben mit Teilzeit, 4Tage-Woche aber bitte Vollzeitgehalt und -absicherung vorstellt. Er lebt immerhin ja auch nur einmal, und ist doch auch nur einmal jung...