Beiträge von Pfennigbaron

    Mal anders gefragt:

    Ja, eben. Drum wäre es ja sinniger, einen Ausbau eines solchen dezentralen Netzes und aller dazugehörigen Komponenten zu forcieren, wirtschaftlich und zeitlich.

    Ist leider geografisch nicht so einfach zu lösen

    Darin sehe ich noch ein zwar natürlich existentes, aber eher kleines Problem. Planungen und Standortdiskussionen gabs schon genug. Am Ende waren es oft auch hier Wirtschaftlichkeitsberechnungen (der einzelnen potentiellen Betreiber, nicht des Gesamtenergiemarktes!), an denen es dann scheitert.

    Von wem wird denn der Fatih bezahlt?

    Also geht es nicht um das, was gesagt wurde, sondern eher darum, was man gerade hören will?

    Zumindest könnte ich mir vorstellen, dass teils die gleichen, die das mit der Kernkraft nicht hören mögen, nichts gegen andere Vorschläge der IEA, die im gleichen Kontext fallen, haben könnten.


    Zitat

    Die Energieagentur hält deswegen mehr Homeoffice und ein stärkeren Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel für sinnvoll, um den Spritverbrauch reduzieren. Ein um mindestens zehn Kilometer pro Stunde reduziertes Autobahn-Tempolimit senkt laut der IEA den Kraftstoffverbrauch im Pkw- und Güterverkehr spürbar.

    Auch Zufahrtsbeschränkungen für Autos in Großstädten - etwa Autos mit geradem und ungeradem Kennzeichen im Wechsel - könnten der Energieagentur zufolge helfen. Das könne Staus verringern und den Spritverbrauch senken.

    Zusätzliche Einsparungen sieht die Agentur durch Carsharing, eine effizientere Fahrweise sowie durch Verbesserungen im Güter- und Lieferverkehr. Auch weniger Flugreisen würden den Ölbedarf in der Krise dämpfen.

    Die Sache mit der Endlagerung ist einfach etwas, wo du einen Punkt hast. Letztlich ist diese Frage aber auch stark von den gleichen Rahmenbedingungen geprägt, die auch hier eher lähmen:

    ...hätte man mal das Geld was so ein AKW kostet in den Netzausbau stecken können. Das geht sofort.

    Nein, sowas geht in D eben nicht sofort. Bis da alle Gremien und Planungsstellen auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene ihren Senf dazu gegeben haben und diesen so zusammengemixt haben, bis dass da noch etwas verwertbares in Sachen Netzausbau oder auch Ausbau Erneuerbarer Energien generell herauskommen kann, dauert es viel zu lange, zu träge, zu ineffizient. Wie die Endlagersuche letztlich auch.

    Und eines fällt zumindest mir hier in meiner Region auf (jaja, anekdotische Evidenz): Die größten Hürden für Netzausbau, größere PV-Anlagen, Windräder... kamen immer von der grünen Basis. Hier in der Kommune steht kein einziges Windrad, teils haben die Grünen in den Gremien massiv dagegen gearbeitet, teils wurden auch Bürgerinitiativen dagegen gegründet, deren Vorstände man direkt mit den Grünen in Verbindung bringen kann. Größere PV-Parkanlagen gibt es mittlerweile 2, gegen massive (basis)grüne Widerstände und nach ewigen Bauplanungs- und -genehmigungsverfahren, die sich inzwischen etwas vereinfacht haben. In Sachen Netzausbau laufen immer noch Abstimmungen zu "Ultranet". Seit 2014 ist das in Planungs- und Genehmigungsverfahren. Wer macht in den Kommunen am meisten Stimmung dagegen? Richtig: Die Angehörigen der Partei, die sich das Thema Energiewende im Bund am lautesten zu eigen gemacht hat.

    Das passt einfach nicht. Ja, ein richtiger Netzausbau, ein richtiger Ausbau erneuerbarer Energien kann, eher muss die richtige Reaktion auf den Kernkraftausstieg sein. Kernkraft abschalten, Stromverbrauch tendenziell sehr zeitnah und durchgängig erhöhen, und den Ausbau der Netze und EE erstmal 10, 20 Jahre in die deutsche Planungsbürokratie zu werfen, passt so nicht. Erste Schritte, das in manchen Teilschritten etwas zu beschleunigen, hat es gegeben, ja. Aber bei weitem nicht so, dass für mich der Kernkraftausstieg und die Energiewende von den Zeitpunkten her vernünftig nah beieinander liegen. Deshalb bin ich weiter für Kernkraft - so lange wie sie nötig ist. Und nötig wäre sie auch in D weiterhin, um eine vernünftige (und nebenbei auch eher bezahlbare und akzeptierbare) Energiewende zu gestalten. Gut, das ist jetzt für viele wahrscheinlich etwas zu grau in einer Diskussion, die für viele mal wieder nur schwarz und weiß kennt. Aber in den meisten Länder, in denen Kernkraft noch besteht und weiter ausgebaut wird, dürfte genau das der Hintergrund sein. Energiewende von heute auf morgen klappt nur, wenn nachts noch genug Strom da ist. Oder Beispiel ohne Atom: Ausbau von Pumpspeicherkraftwerken. Sehen viele als essentiell für die Energiewende an, dauert halte 20-25 Jahre bis von der Standortsuche an irgendwo mal was gespeichert werden könnte. Das ist Mist, wenn wir heute Speicherkapazität brauchen.

    Darf der das?

    Zitat

    Besonders deutlich wird Birol beim Blick nach Deutschland. Sein Urteil ist eindeutig. "Deutschland hat [...] einen riesigen strategischen Fehler begangen, indem es die Kernkraftwerke stillgelegt hat", erklärt er und betont: "Die Situation wäre heute nicht so schlimm, wenn Deutschland die Kraftwerke noch hätte."

    Sie legt grob gesagt das zur Seite, was sie nach § 204 Versicherungsvertragsgesetz zur Seite legen muss: "die kalkulierte Alterungsrückstellung des Teils der Versicherung, dessen Leistungen dem Basistarif entsprechen". Und rechnet den "Prämienzuschlag in der substitutiven Krankenversicherung" nach § 149 Versicherungsaufsichtsgesetz noch obendrauf.

    Die Frage, ob dieser ausgewiesene Wert "wenig, durchn., viel" oder "gut oder schlecht" ist, hat an sich wenig Sinn. So kann man das m.E. nicht einordnen. Der der Berechnung zugrunde liegende Basistarif ist bei der maximalen Höhe zwar gesetzlich gedeckelt, kann in diesem Rahmen aber bei unterschiedlichen Anbietern noch variieren. Es ist also im Kontext zur Versicherung, dem Leistungsumfang, den Kosten... zu sehen, was an Übertragungswert da steht. Salopp gesagt: Was nützt mir denn der tollste Übertragungswert, wenn eingereichte Rechnungen nach 5 Monaten wild zusammengekürzt erstattet werden. Wenn man sich im Tarif und beim Versicherer gut aufgehoben sieht, ist die Mitteilung des Übertragungswertes eines dieser eigentlich irrelevanten Infoschreiben, die wir uns in D so gerne hin und her schicken.

    Ich spekuliere darauf, dass auch die steuerliche Behandlung der Auszahlungen sich für viele ganz anders darstellen könnte, als nach heutiger Rechtslage. Daher hat sich mir die (gewünschte?) Aussagekraft dieses obigen Bildes auch noch nicht erschlossen. Außer der, dass man nach heutiger Glaskugellage auch für die Steuererklärungsanlage zur Versteuerung eines Altersvorsorgedepots nicht mit einem Bierdeckel auskommen wird.

    Traurig aber war. Was sollen Siemensaktien für 210 Euro schon bewegen?

    Möglicherweise gewaltig viel. Dann nämlich, wenn 1x im Jahr (bei Siemens allerdings erst in ca. 11 Monaten wieder) das Handy bimmelt, weil es von denen Geld gibt (ja, ja,...), und sowas die Motivation, überhaupt irgendwas mit Aktien anzustellen und dabei zu bleiben (und mit ihnen zu wachsen) gewaltig fördern kann.

    vermutlich hab ich schon einige Fehler drin...

    Ja, mit Sicherheit einen: Du denkst zuviel ;)

    Ich würde die Einzelaktien einfach mal liegen lassen und ne Zeitlang beobachten. Dann merkst du, wie du selber drauf bist, wenn das mal etwas mehr nach oben, aber auch nach unten geht. Rheinmetall halte ich persönlich für einen Fehler, den ich abstoßen würde - denn die ist zuletzt so dermaßen nach oben geschossen, und das es ewig so weitergeht, ist trotz aller Dinge in der Weltpolitik so nicht unbedingt zu erwarten. Es muss nicht sein, kann aber durchaus, dass da irgendwann mal -50% o.ä. steht. Und das muss man dann erstmal gedanklich aushalten.

    Der FTSE All World ist in der "Acc"-Variante, bedeutet: thesaurierend. Ist das extra anstatt Ausschütter so gewählt, oder zufällig? Dann hier den Unterschied mal recherchieren. Da ist aber auch ein wenig persönliche Präferenz dabei, welche Form man bevorzugt.

    Mercadolibre

    Hat irgendein Finfluencer das aktuell als "Empfehlung"? Oder wie kommt man, angesichts der sonstigen Auswahl, auf sowas? Nur weil der Wert der Aktie vierstellig ist, ist das nicht automatisch was ganz dolles. Dann lieber gleich sechsstellig, und ab und zu was Schokolade dazu ;)

    Crypto

    Meine persönliche Einschätzung, einige andere werden das anders sehen: Entweder liegenlassen und lange nicht anschauen, oder gleich raus damit und erst wieder dran denken, wenn man mit den anderen Anlagen etwas routinierter ist.

    Ansonsten: Für den Einstieg erstmal nur den FTSE All World weiter füttern (Acc oder eben Dist), und sich mit der Materie drumherum vertrauter machen.

    Teile meiner Jugendsünden habe ich heute noch in meinem Depot. Tun nicht weh, machen mich nicht zum Millionär. Gehört halt dazu.