Beiträge von Einundzwanzig

    Da hast du aber etwas gründlich missverstanden. Es geht hier nicht darum, was an der Comex oder anderen Rohstoffbörsen von institutionellen Anlegern gehandelt wird. Da muss entsprechend den Vorgaben der Börse ein bestimmter Anteil dessen, was man handeln will, in physischem Gold hinterlegt sein. Dieses Verhältnis liegt ungefähr bei 1:100 für Gold:Papier.

    Aber darum geht es bei der Betrachtung hier nicht, sondern darum, wie viel Gold-Derivate Privatanleger in Deutschland halten. Das ist recht leicht zu ermitteln. Die bei weitem größten Anbieter sind sind XETRA Gold und EUWAX Gold 2, dazu noch einige kleinere. Das ist übrigens in meiner Tabelle oben als Quelle so angegeben. Muss man es nur lesen. Diese ETCs bringen es auf einen aktuellen Marktwert von ca. 22-25 Mrd. EUR. Physisches Anlagegold, also Barren und Münzen ca. 315 Mrd. EUR. ETCs bringen es also gerade einmal auf 8% des Anlagevolumens. Und hier reden wird noch gar nicht vom gesamten Goldbestand incl. Schmuck usw. Das sind mal locker 750 Mrd. EUR.

    Die Welt ist eben nicht immer so, wie es sich manche in ihrer Krypto-Bubble vorstellen.

    Mal davon abgesehen, dass der internationale Goldhandel offenbar selbst eine gewaltige Papierblase darstellt (das von dir genannte Verhältnis von 1:100 zwischen physischem Gold und Papiergold scheint dich erstaunlicherweise nicht weiter zu beunruhigen). Ich wäre jedenfalls gespannt, was passiert, wenn im Ernstfall ein größerer Teil der Anleger gleichzeitig „sein Gold“ einfordert.

    Unabhängig davon ist für mich weiterhin nicht nachvollziehbar, wie du aus dem Marktwert von Xetra-Gold und EUWAX Gold II schließt, dass deutsche Privatanleger insgesamt 22–25 Milliarden Euro in Papiergold investiert haben. Daher noch einmal die Frage: Hast du dafür eine belastbare Quelle? Oder sind das einfach Vermutungen? Allein die Größe dieser beiden ETCs heranzuziehen, dürfte als empirischer Nachweis kaum ausreichen.

    Das ist schon Lustig hier, Einundzwanzig will auch Gold besteuert haben wenn es BTC betrifft, weil das wäre nur Gerecht so wie er schreibt. Aber überall lese ich von ihm er will sich möglichst der Solidargemeischaft mit BTC entziehen. Das nenne ich mal Doppelmoral. Mir egal ob BTC besteuert wird oder nicht, werde auch so eine Unsinnspetition nicht unterzeichnen.

    „Schon lustig“ ist eher deine Lesekompetenz. Ich hab nie gefordert, Gold zu besteuern, im Gegenteil, ich bin strikt dagegen. Genau wie ich dagegen bin, Wertpapiere zu besteuern.

    Dann nennen wir das einfach Business Case. Und der ist aus Sicht der möglichen Steuereinnahmen verdammt schlecht.

    Dürfte ebenfalls vor Gericht nicht standhalten.


    Da bist du schlecht informiert:

    Woran erkennt man an deinen Zahlen, wie viele Deutsche „Papiergold“ haben? Ich kenne nur folgende Zahlen:

    Das Papiergold-Verhältnis bezeichnet das rechnerische Verhältnis zwischen gehandelten Gold-Finanzderivaten (wie Futures, Zertifikaten oder ungedeckten ETFs) und dem tatsächlich physisch vorhandenen Gold. Schätzungen von Börsen und Marktbeobachtern zufolge liegt dieses Verhältnis oft bei 100:1 bis über 129:1. Das bedeutet, dass für jede physische Unze Gold in den Tresoren der Handelsplätze Ansprüche in Höhe von 100 Unzen oder mehr in Form von Papiergold existieren können.

    Kann ja sein, dass die Deutschen da im weltweiten Vergleich anders ticken, allerdings wäre für diese „kühne Behauptung“ eine Quelle nicht schlecht.


    aber viele andere werden wohl kein gutes Gefühl haben, einen größeren Betrag auf einem USB-Stick-ähnlichen Gadget aufzubewahren.

    Wenn es denn so wäre, könnte ich es verstehen. Du scheinst da auf technischer Ebene etwas missverstanden zu haben.


    Bitcoin als Altersvorsorge? Ob ein Hochrisiko-Asset ideal für die Altersvorsorge ist, wage ich zu bezweifeln. Aber du kannst sicher eine Quelle für diese kühne Behauptung nennen. Ich glaube ja eher, da die Börsen-Bitcoin-Anleger klassisches Market-Timing betreiben und auf kurz- bis mittelfristig realisierbare Kursgewinne hoffen.

    Selbstverständlich:

    On-chain-Daten zeigen eine klare Verteilung: Etwa 74 % bis 84 % des im Umlauf befindlichen Bitcoin-Angebots werden von langfristigen Anlegern (Hodlern) gehalten, die ihre Coins seit mehr als 155 Tagen nicht bewegt haben. Kurzfristige Teilnehmer und spekulative Trader kontrollieren demgegenüber nur rund 16 % bis 26 % der verfügbaren Menge.

    https://coinledger.io/research/how-much-bitcoin-is-lost


    Wer sollte diese Frage stellen? Politiker mögen zwar nicht immer die Hellsten sein, aber sie verstehen schon, dass eine Abschaffung der Haltefrist bei Gold kaum etwas in die Staatskasse spülen würde.

    Ist bei Bitcoin doch genauso! Siehe das Beispiel aus Österreich.


    Die Gründe dafür habe ich bereits genannt. Mal davon angesehen würde mich das wenig betreffen, da sich der überwiegende Teil meines Gold nicht in der EU befindet. Da können die beschließen, was sie wollen.

    Ist ja schön für dich. Geht doch Bitcoinern nicht anders, die Self-Custody betreiben. Es geht um etwas Grundsätzliches.

    Im Rahmen der geplanten Steuerreform möchte die Bundesregierung unter Finanzminister Lars Klingbeil die steuerliche Haltefrist für Kryptowerte und damit auch für Bitcoin abschaffen. Gegen dieses Vorhaben wurde heute eine offizielle Petition beim Deutschen Bundestag gestartet.

    Die Petition fordert den Erhalt der bisherigen Regelung, nach der Gewinne aus dem Verkauf von Bitcoin bzw. Kryptowerten nach einer Haltedauer von einem Jahr steuerfrei sind. Begründet wird dies unter anderem mit Rechtssicherheit, dem Schutz privater Vermögensbildung und Altersvorsorge, der Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland sowie dem drohenden zusätzlichen Bürokratieaufwand für Bürger und Finanzämter.

    Wer das Anliegen unterstützen möchte, kann die Petition hier unterzeichnen. Es werden 30.000 Stimmen bis zum 15.09.2026 benötigt:

    https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_20…_201716.nc.html

    Teilt gerne den Link zur Petition, jede Stimme zählt :)

    Kleines Update: Bereits nach 24 Stunden wurde das Ziel von 30.000 Stimmen erreicht. Trotzdem ist es wichtig, die Petition weiterhin zu unterstützen und zu teilen. Je mehr Menschen unterschreiben, desto größer ist das politische Signal und desto schwerer lässt sich das Thema ignorieren.

    An dieser Stelle auch ein Hinweis an die Gold-Bugs: Ihr sitzt möglicherweise mit im selben Boot, auch wenn das vielen noch gar nicht bewusst ist. Sollte die steuerfreie Haltefrist bei Bitcoin tatsächlich fallen, dürfte früher oder später zwangsläufig die Frage gestellt werden, warum Gewinne bei Gold nach einem Jahr weiterhin steuerfrei bleiben sollen. Mit derselben Argumentation der angeblichen „Gerechtigkeitslücke“ ließe sich dann auch dort eine Änderung begründen.

    Umso wichtiger ist es, bereits jetzt ein deutliches Zeichen zu setzen. Heute geht es um Bitcoin, morgen möglicherweise um Gold und anschließend um das nächste private Wirtschaftsgut.

    Ich vermute, dass Du davon ausgehst, dass diese Unterschiede bereits berücksichtigt wurden und deshalb trotz der Unterschiede eine Einordnung wie bei Gold korrekt ist. Habe ich Dich da richtig verstanden?

    Nein, das will ich damit gar nicht sagen. Es geht mir eher darum, dass selbst im Falle einer umfassenden (neuen) Bewertung durch den Gesetzgeber, die Unterschiede zwischen Bitcoin und Gold so marginal sind, dass es zu keiner anderen Einschätzung kommen kann.


    Bei der Erhebung von Steuern geht es wesentlich um die Umsetzbarkeit. Und da sind Gold und Bitcoin grundverschieden.

    Mal ganz davon abgesehen, dass ich die Einschätzung „grundverschieden“ diametral anders sehe, ist das Argument der „Umsetzbarkeit“ juristisch nicht ausreichend.


    Erfassbar wären nur Gewinne aus Geschäften mit Papiergold, da diese über regulierte Börsen laufen. Aber der Anteil an Papiergold dürfte gegenüber physischen Gold in Deutschland vernachlässigbar sein.

    Hast du dazu konkrete Zahlen? Soweit ich informiert bin, ist der Anteil an Papiergold deutschlich größer.


    Denn für Gold gibt es keine bestehende Infrastruktur zur steuerlichen Erhebung. Käufe und Verkäufe von Gold sind für den Staat nicht sichtbar

    Das ist bei Kryptowährungen auch ohne weiteres möglich.


    Der Aufbau einer entsprechenden Infrastruktur wäre vermutlich teurer als die zu erwartenden Steuereinnahmen.

    Ist bei Kryptowährungen ebenfalls der Fall. Ein Blick nach Österreich hilft. Dort wurde im Jahr 2024 die Kryptosteuer eingeführt:

    „Im Jahr 2024 generierte die Republik Österreich rund 33,8 Millionen Euro an Steuereinnahmen aus der Besteuerung von Kryptowährungen. Dies entsprach trotz eines starken Bitcoin-Booms nur etwa 0,57 % des gesamten Aufkommens aus der Kapitalertragsteuer (KESt)."


    In Deutschland befinden sich nur ca. 10-15% der Bitcoin von Privatanleger auf Cold Wallets. Der Rest befindet sich in Börsen-Custody.

    Was sich dann ganz schnell ändern dürfte.


    Entgangene Steuern aus Cold Wallet-Geschäften wären wohl marginal, da es sich bei dieser Gruppe meist um ideologisch motivierte Hodler handelt, die selten verkaufen.

    Ich würde eher sagen, dass die Einnahmen aus Daytrading-Geschäften eher gering ist. Viele Menschen nutzen mittlerweile Bitcoin und Co. als Altersvorsorge und halten ihre Bestände ähnlich wie einen ETF. In solchen Fällen werden gar keine steuerrelevanten Vorgänge ausgelöst, was die ganzen Pläne noch mal mehr ad absurdum führt.

    Der BFH hat diese Einordnung nach §23 unter den damals geltenden Bedingungen als korrekt angesehen.

    Welche Bedingungen sind denn deiner Meinung nach 2026 anders als 2023?


    Das der BFH hier eine verfassungsrechtliche Beurteilung der korrekten Einordnung vorgenommen hat, hätte sich mir hier nicht erschlossen. Insbesondere nicht, die Frage ob die Einordnung nach §20 hätte erfolgen können oder das es niemals möglich wäre es anders einzuordnen.

    Dein Einwand ist grundsätzlich richtig. Der BFH hat 2023 nicht entschieden, dass Bitcoin (Kryptowährungen) verfassungsrechtlich zwingend und für alle Zeiten unter § 23 EStG fallen müssen. Er hat das damals geltende Recht angewendet und festgestellt, dass Bitcoin, Ether und Monero aufgrund ihrer Handelbarkeit, selbstständigen Bewertbarkeit und ihres Marktwerts als „andere Wirtschaftsgüter“ einzuordnen sind. Eine mögliche Zuordnung durch den Gesetzgeber zu § 20 EStG war gar nicht Gegenstand des Verfahrens.

    ABER: Der BFH hat seine Einordnung ausführlich begründet und dabei ausdrücklich die strukturelle Vergleichbarkeit mit Fremdwährungen hervorgehoben. Möchte der Gesetzgeber Kryptowährunge wie Bitcoin nun aus dieser Systematik herauslösen und anders behandeln, muss er erklären, worin der entscheidende Unterschied zu vergleichbaren privaten Wirtschaftsgütern liegt. Unmöglich ist eine Neuregelung deshalb nicht, stimmt. Mit dem bloßen Hinweis auf eine angebliche „Gerechtigkeitslücke“ dürfte die unterschiedliche Behandlung imo aber noch nicht überzeugend begründet sein.

    Falls BTC zukünftig besteuert werden sollte und Gold nicht ist damit noch ein Grund geliefert warum BTC eben kein Goldersatz ist, um mal beim Threadthema zu bleiben.

    Wilde Argumentation.

    Der Gesetzgeber hat ja durchaus das Recht die vorgenommene Einordnung anzupassen, wenn sie sachlich nicht mehr korrekt ist. Es gibt aus meiner Sicht eine Vielzahl von Argumenten warum Kryptowerte eher an eine Kapitalanlage als an einen Oldtimer erinnern.

    Zum Beispiel sehe ich hier Themen, wie die Handelbarkeit, Preisfindung, Teilbarkeit, zunehmende Regulierungsmöglichkeiten und Nachverfolgbarkeit etc.

    Kann man grundsätzlich so sehen, allerdings sehe ich den Unterschied zu Gold nicht. Sprich: Wenn man Bitcoin besteuern möchte, dann muss man auch an Gold ran, da man sonst gegen den Allgemeinen Gleichheitssatz (Art. 3 Abs. 1 GG) verstoßen würde:

    Nach dem Allgemeinen Gleichheitssatz (Art. 3 Abs. 1 GG) müssen wesentliche gleiche Sachverhalte gleich behandelt werden. Da Bitcoin und physisches Gold im deutschen Steuerrecht beide als sonstige Wirtschaftsgüter des Privatvermögens nach § 23 EStG gelten, sind Gewinne nach einer einjährigen Haltefrist steuerfrei. Pläne zur isolierten Abschaffung dieser Frist für Kryptowährungen werfen verfassungsrechtliche Fragen auf, da ein sachlicher Grund für die Ungleichbehandlung zu Gold fehlen könnte.

    Wenn versucht wird, Kryptowerte isoliert zu besteuern, wird es sicherlich viele Klagen geben, die gute Chancen haben, erfolgreich zu sein.

    Darüber hinaus hat der Bundesfinanzhof ja erst 2023 geurteilt, dass Kryptowährungen aus diversen Gründen als „sonstige Wirtschaftsgüter“ zu bewerten sind. Ich halte es für unwahrscheinlich, dass sich die Situation nur drei Jahre später so signifikant geändert haben soll, dass man dies begründen könnte.

    Trotzdem natürlich spannende Situation gerade und wie das Finanzministerium dies begründen will. Komisch finde ich allerdings, dass Klingbeil bei diesem Thema immer sehr unkonkret geblieben ist. So langsam muss er mit der Katze aus dem Sack. Vermutlich diese oder nächste Woche.

    Warum beschränkt sich die Petition auf Krypto (im Bild sogar nur auf BTC)?

    Mit der gleichen Begründung kann ich das doch für alle Wertpapiere fordern. Wie es bis 2008 war.

    Weil sich die Petition ganz konkret auf die aktuellen Überlegungen der Bundesregierung zur Besteuerung von Kryptowerten bezieht. Würde man gleichzeitig noch Aktien, ETFs und andere Wertpapiere einbeziehen, wäre das vermutlich schnell ein ziemliches Durcheinander.

    Grundsätzlich fände ich es gut, für Wertpapiere eine eigene Petition zu starten. Gerade mit Blick auf die Altersvorsorge. In anderen Ländern gibt es bereits Modelle, bei denen Wertpapiere innerhalb spezieller Altersvorsorge-Depots steuerlich begünstigt werden.

    Warum ist ein Szenario wie bei Coldcard eigentlich bei BitBox02 oder Trezor nicht möglich?

    Bzw. sollten Nutzer dieser beiden Wallets trotzdem zusätzliche Vorkehrungen treffen?

    Kleiner Nachtrag. Der Bug bei Coldcard noch einmal in einem kurzen Video visualisiert:

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Bei Bedarf auch auf Deutsch umstellbar.

    Im Rahmen der geplanten Steuerreform möchte die Bundesregierung unter Finanzminister Lars Klingbeil die steuerliche Haltefrist für Kryptowerte und damit auch für Bitcoin abschaffen. Gegen dieses Vorhaben wurde heute eine offizielle Petition beim Deutschen Bundestag gestartet.

    Die Petition fordert den Erhalt der bisherigen Regelung, nach der Gewinne aus dem Verkauf von Bitcoin bzw. Kryptowerten nach einer Haltedauer von einem Jahr steuerfrei sind. Begründet wird dies unter anderem mit Rechtssicherheit, dem Schutz privater Vermögensbildung und Altersvorsorge, der Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland sowie dem drohenden zusätzlichen Bürokratieaufwand für Bürger und Finanzämter.

    Wer das Anliegen unterstützen möchte, kann die Petition hier unterzeichnen. Es werden 30.000 Stimmen bis zum 15.09.2026 benötigt:

    https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_20…_201716.nc.html

    Teilt gerne den Link zur Petition, jede Stimme zählt :)

    Der Juli ist vorbei und damit Zeit für das nächste Update.

    Nach dem heftigen Einbruch im Juni hat sich STRC im vergangenen Monat zunächst stabilisiert und anschließend wieder etwas nach oben gearbeitet, aktuell sind es wieder gut 92 US-Dollar. Der Abstand zum angestrebten Kurs von 100 US-Dollar ist damit deutlich kleiner geworden, vollständig geschlossen ist er aber weiterhin nicht.

    Strategy hat in der Zwischenzeit mehrere Maßnahmen konkretisiert. Die Cash-Reserve wurde auf 4 Mrd. US-Dollar erhöht und das angekündigte Rückkaufprogramm erstmals deutlich genutzt. Insgesamt wurden inzwischen STRC-Aktien für 106,2 Mio. US-Dollar zurückgekauft. Zusätzlich wurde angekündigt, STRC unterhalb von 100 US-Dollar künftig regelmäßig zurückzukaufen, bei größeren Abschlägen stärker, mit Annäherung an 100 US-Dollar entsprechend weniger.

    Für Aufmerksamkeit sorgte außerdem, dass Strategy erneut Bitcoin verkauft hat. In der letzten Juliwoche wurden 1.638 BTC für rund 104,7 Mio. US-Dollar veräußert. Davon flossen 52,4 Mio. US-Dollar in die STRC-Dividende und 52,3 Mio. US-Dollar in weitere STRC-Rückkäufe. Parallel wurden MSTR-Aktien für 290,6 Mio. US-Dollar ausgegeben. Der größte Teil davon wurde genutzt, um die Cash-Reserve weiter auszubauen. Strategy hält aktuell noch 842.138 Bitcoin.

    Damit zeigt sich inzwischen recht deutlich, wie das neue Capital Framework praktisch eingesetzt wird. Der Fokus liegt aktuell weniger auf zusätzlichen Bitcoin-Käufen, sondern zunächst auf Liquidität, Dividendenzahlungen und der Stabilisierung der Preferred-Produkte. Ob dieser Weg langfristig aufgeht, wird sich noch zeigen. Zumindest hat sich STRC seit dem Tief im Juni wieder ein gutes Stück erholt.

    Die Umstellung auf zwei Ausschüttungen pro Monat wurde im Juli erstmals vollständig sichtbar. Mitte Juli erhielt ich 104,32 Euro netto, Ende Juli weitere 108,77 Euro netto. Insgesamt waren es damit 213,09 Euro netto. Wie geplant wurden davon zweimal jeweils 100 Euro über den Sparplan reinvestiert.

    Dadurch kamen im Juli beziehungsweise Anfang August weitere 2,557189 STRC hinzu:

    16.07.2026: 1,307189 STRC zu 76,50 Euro
    03.08.2026: 1,250000 STRC zu 80,00 Euro

    An meiner Strategie hat sich nichts geändert. Die Ausschüttungen werden weiterhin nahezu vollständig reinvestiert. Gleichzeitig bleibt STRC für mich nach den Erfahrungen der vergangenen beiden Monate ein Produkt in der Bewährungsphase. Die Richtung stimmt aktuell wieder, aber der eigentliche Zielbereich um 100 US-Dollar ist noch nicht erreicht.

    Bisherige Entwicklung

    DatumVorgangStückzahlKursBetrag
    04.03.2026Erstkauf115,00000086,50 €9.947,50 €
    16.03.2026Reinvest Sparplan1,03448287,00 €90,00 €
    31.03.2026Ausschüttung März+81,58 €
    02.04.2026Reinvest Sparplan1,03448287,00 €90,00 €
    30.04.2026Ausschüttung April+95,84 €
    04.05.2026Reinvest Sparplan1,04046286,50 €90,00 €
    01.06.2026Ausschüttung Mai+97,21 €
    02.06.2026Reinvest Sparplan1,20481983,00 €100,00 €
    18.06.2026Nachkauf129,00000078,00 €10.063,00 €
    30.06.2026Ausschüttung Juni+100,25 €
    02.07.2026Reinvest Sparplan1,31578976,00 €100,00 €
    15.07.2026Ausschüttung Juli I+104,32 €
    16.07.2026Reinvest Sparplan1,30718976,50 €100,00 €
    31.07.2026Ausschüttung Juli II+108,77 €
    03.08.2026Reinvest Sparplan1,25000080,00 €100,00 €

    Aktueller Stand nach fünf Monaten:

    • Eigene Einzahlungen: 20.010,50 €
    • Erhaltene Dividenden: 587,97 € netto
    • Sparplaninvestitionen: 670,00 €
    • Gesamte Kaufbeträge: 20.680,50 €
    • Gesamtbestand: 252,187223 STRC
    • Durchschnittlicher Kaufkurs: ca. 82,00 €
    • Aktueller Kurs: ca. 80,00 €
    • Depotwert: 20.174,98 €
    • Gesamtergebnis auf Eigenkapital: +164,48 €
    • Rendite auf Eigenkapital: +0,82 %

    Abrechnung Juli:

    Dividende I: 16.07.2026

    Sparplan I: 16.07.2026

    Dividende II: 03.08.2026

    Sparplan II: 04.08.2026

    Das hier habe ich noch gefunden:

    https://news.bitcoin.com/de/crypto-news…nnwert-notiert/

    Die Erhöhungen folgen einem Ratchet-Mechanismus, d. h., die Dividende steigt um 0,5 %, sobald STRC unter 95 US-Dollar gehandelt wird, und sobald dieser Mechanismus ausgelöst wurde, kann eine Erhöhung nicht rückgängig gemacht werden, selbst wenn sich der Kurs wieder erholt. Strategy passt den Satz monatlich an, um den Kurs von STRC wieder in Richtung seines Nennwerts von 100 US-Dollar zu treiben und Volatilität zu reduzieren – ein Mechanismus, auf den das Unternehmen angewiesen ist, um im Rahmen seines „At-the-Market“-Programms (ATM) neue STRC-Aktien auszugeben und frisches Kapital für Bitcoin-Käufe zu beschaffen.

    Wenn die Dividende jetzt schon in relativ kurzer Zeit von 9% auf 12% gestiegen ist, zukünftig aber nur weiter steigen und garantiert nicht mehr sinken darf, kann ich nicht begreifen, wie das Geschäftsmodell langfristig funktionieren soll.

    Die Dividende kann auch nach unten angepasst werden, bspw. wenn der Bitcoin-Kurs wieder steigt. Die Formulierung „kann die Erhöhung nicht rückgängig gemacht werden“ bezieht sich vermutlich auf den Zeitraum bis zur nächsten Dividendenzahlung und ist etwas missverständlich ausgedrückt worden.

    Gleichzeitig ist mMn einiges eingetreten, das vorher so nicht absehbar oder kummuniziert wurde.

    Das stimmt, genau deshalb wird jetzt spannend, wie Strategy in den kommenden Monaten reagiert. Aktuell scheint sich STRC zumindest erst einmal stabilisiert zu haben. Die inzwischen auf 12,5 % angehobene Dividende reicht dem Markt offenbar aber noch nicht aus, um den Kurs zurück an die 100 US-Dollar zu bringen.

    Saylor hat zuletzt noch einmal ausdrücklich betont, dass es aktuell eine der wichtigsten Prioritäten ist, STRC wieder an den Nennwert von 100 US-Dollar heranzuführen. Genau deshalb wurden jetzt auch die Rückkäufe gestartet und eine dauerhafte Buyback-Politik angekündigt.

    Ob das am Ende ausreicht, wird der Markt entscheiden. Genau an diesem Punkt wird sich zeigen, ob das neue Capital Framework in der Praxis funktioniert oder nicht. Das ist aus meiner Sicht aktuell die entscheidende Frage.

    Zitat

    Diversifikation /Diversifikatión/

    Diversifikation (auch Diversifizierung) bedeutet die Streuung von Risiken und die Vielfalt in Bereichen wie Geldanlage oder Unternehmensführung. Man setzt dabei sprichwörtlich „nicht alles auf eine Karte“, sondern teilt Ressourcen auf, um Verluste in einem Bereich durch Gewinne in einem anderen auszugleichen.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Diversifikation_(Wirtschaft)

    Ist der Staat in dieser Betrachtungsweise ebenfalls ein Risiko?

    Falls ja, müsste man konsequenterweise zumindest einen kleinen Teil seines Vermögens in eine Anlageklasse investieren, die möglichst unabhängig vom Staat funktioniert. Mir fällt ehrlich gesagt keine andere Anlageklasse ein, die dieses Risiko besser diversifizieren könnte als Bitcoin.

    Vom Emittentenrisiko einmal abgesehen, was macht ihr eigentlich, wenn der Staat eingreift? Also wenn Deutschland Bitcoin-Bestände von heute auf morgen für illegal erklärt, beschlagnahmt oder eine Haltesteuer einführt? Mit Selbstverwahrung müsst ihr euch über solche Szenarien deutlich weniger Gedanken machen.

    Ich verstehe natürlich die Idee hinter einem ETP. Man gibt Verantwortung und Aufwand ein Stück weit ab. Der Mensch neigt zu Bequemlichkeit. Aber ist das nicht genau das, was Bitcoin eigentlich ermöglichen soll? Verantwortung, Eigentum und Selbstbestimmung, mit allem, was dazugehört. Ich habe das Gefühl, dass wir als Gesellschaft genau diese Dinge verlernt haben und immer weiter verlernen, nicht nur auf finanzieller Ebene ...

    Danke. Wenn man BTC auf einer BitBox02 verwahrt braucht man also einfach nichts tun?
    Oder besser eine zusätzliche Passphrase?

    Genau. Das Ganze betrifft eine spezielle Sicherheitslücke Coldcard-Geräten (mittlerweile wurde wohl bekannt, dass der Fehler bereits vor 2 Jahren von einem User gemeldet wurde, Wahnsinn!). Wenn du deine Bitcoin auf einer BitBox02 verwahrst, musst du erst einmal nichts unternehmen.

    Eine zusätzliche Passphrase (13./25. Wort) erhöht unabhängig davon die Sicherheit deiner Wallet, weil sie die Entropie noch einmal steigert. Ich persönlich rate Einsteigern aktuell aber eher davon ab. Das Risiko, die Passphrase zu verlieren oder zu vergessen, ist aus meiner Sicht deutlich größer als der zusätzliche Sicherheitsgewinn. Ist die Passphrase weg, kommst du auch nicht mehr an deine Bitcoin.

    Für mich sind 12/24 Wörter aktuell mehr als ausreichend. Gegen Quantencomputer würde eine Passphrase übrigens ebenfalls keinen zusätzlichen Schutz bieten, da sie das zugrunde liegende kryptografische Verfahren nicht verändert.