Beiträge von Einundzwanzig

    Der war gut. Freu dich, dass die Liste der seriösen Bitcoiner wieder größer geworden ist.

    Ich erlaube mir kein (moralisches) Urteil darüber, was „seriös“ ist und was nicht. Man kann das gut finden oder schlecht finden, aber am Ende ändert das nichts an der Tatsache: Bitcoin lässt sich nicht kontrollieren, egal, wer es nutzt. Von daher sind alle Gedanken darüber Zeitverschwendung.

    Aber um deine Frage trotzdem halbwegs zu beantworten: Aus Sicht eines Iraners wird man es vermutlich begrüßen, plötzlich eine Möglichkeit zu haben, sich dem westlich dominierten Finanzsystem zu entziehen. Aus deutscher Perspektive wird man das eher kritisch sehen. Aber wer hat am Ende recht? Würdest du es anders bewerten, wenn beispielsweise ukrainische Untergrundorganisationen Bitcoin nutzen, um sich gegen Russland besser verteidigen zu können? Oder wenn verfolgte christliche Minderheiten in Afrika darüber Unterstützung erhalten?

    Alles eine Frage der Perspektive. Bitcoin hat dagegen keine Perspektive, Bitcoin ist immer neutral. Jeder kann Bitcoin nutzen, egal welchem Wertesystem er angehört. Das finde ich grundsätzlich gut, auch wenn ich nicht jedes Wertesystem unterstütze.

    Neues von Co-Pierre Georg von der Frankfurt School of Finance: Er bewertet Kryptowährungen eher wie eine „hochriskante Aktie“ und nicht als „sicheren Hafen“, wie es Gold häufig zugeschrieben wird. In diesem Zusammenhang argumentiert er, dass die Risiken in keinem angemessenen Verhältnis stünden und Bitcoin eher eine Modeerscheinung sei, die – ähnlich wie Tamagotchis – irgendwann wieder verschwinden wird.

    Quelle: https://www.derstandard.at/story/30000003…ung-nicht-taugt

    Die Straße von Hormus ist nach dem Waffenstillstand wieder offen. Doch der Iran lässt sich die Durchfahrt bezahlen – wohl in Bitcoin.

    „Die Entscheidung der iranischen Behörden folgt operativen Notwendigkeiten. Da der Iran unter umfassenden Sanktionen steht, sind Dollar-Transaktionen über das SWIFT-System weitgehend blockiert. Bitcoin ermöglicht hingegen eine Abwicklung innerhalb von Sekunden, ist pseudonym und entzieht sich dem Zugriff traditioneller Finanzintermediäre.“

    https://www.btc-echo.de/schlagzeilen/i…-hormus-228566/


    Interessant in dem Kontext ist folgende These:
    „Indem Schiffe zur Zahlung in Kryptowährung gezwungen werden und nicht in USD, umgeht Teheran US-Sanktionen. Gleichzeitig setzt das Land damit einen Präzedenzfall, der die Dominanz des USD im globalen Ölhandel schwächen könnte.“

    https://de.finance.yahoo.com/nachrichten/ir…-140732538.html

    Guten Tag liebe Leute,

    da wird einfach mal der beste Thread des Forums – mit über 1,3 Millionen Aufrufen auch noch der erfolgreichste aller Zeiten – nach über 8 Jahren einfach dicht gemacht, weil er „sehr umfangreich“ geworden ist. Musste ich kurz schmunzeln. Ausgerechnet beim Thema „Crash“, das ja nun wirklich jeden Anleger tagtäglich umtreibt (was man an den Aufrufzahlen ganz gut sehen kann), soll plötzlich Schluss sein.

    Damit das Ganze aber nicht komplett chaotisch und random wird – da habe ich durchaus Verständnis für die Administration – habe ich einfach mal einen neuen Thread eröffnet. Diesmal im OFF-Topic-Bereich. Da sollte es ja eigentlich keine Probleme geben, weil man dort bekanntlich auch mal etwas freier über Gott und die Welt diskutieren darf.

    Also liebe Finanz-Jünger: Lasst uns den erfolgreichsten Thread aller Zeiten würdig weiterführen und nicht einfach sterben lassen.

    PS: Kleiner alternativer Vorschlag an die Administration: Den alten Thread vielleicht einfach in die Gesprächsecke verschieben? Wäre schon schade, wenn dieser Thread irgendwann in den Tiefen des Internets verschwindet.


    Weiter gehts: Die nächsten Tage werden meiner Meinung nach richtungsweisend, in welche Richtung es die kommenden Monate geht. Die Inflations-Angst geht um.

    https://www.tagesschau.de/wirtschaft/fin…erfest-100.html

    Und die stecken ihre Beiträge zum AV Depot dann voll und ganz in den FTSE Germany All Cap ETF, oder wie bezieht sich das hier aufs Thema?

    Siehe Beitrag #54

    Auslöser waren folgende Kommentare:

    Ich sehe zu wenig bzw. fast keine Anreize für die Mittelschicht des Landes (70k-120k Jahresgehalt Brutto). Deswegen muss ich deine Aussage verneinen, weil mir das Gleichgewicht fehlt.

    Natürlich muss es für alle Schichten Anreize geben. Lösungen sollten ganzheitlich durchdacht werden.

    Ich halte es nicht für problematisch, wenn das AV-Depot für die Oberschicht weniger attraktiv ist, solange gezielt niedrigere Einkommen gefördert werden. Wenn man sozial schwächere Gruppen in der Altersvorsorge nicht ausreichend unterstützt – etwa durch staatliche Fördermittel – drohen langfristig Altersarmut, Unzufriedenheit, Frust und Perspektivlosigkeit. Das kann wiederum ein Nährboden für extreme gesellschaftliche und politische Strömungen sein.

    Damit schließt sich dann wieder Kreis, hoffe ich ;)

    Das Bildchen hatte ich nicht ganz verstanden, da die AfD eine liberale Partei ist, die ganz sicher nicht Geringverdiener verteidigen wird. Es wird eher so sein, dass Gruppen, die ich erwähnt hatte, eher dazu neigen könnten das Kreuzchen bei Blau zu setzen.

    Das merke ich, dass du das „Bildchen“ nicht verstanden hast. Ich helfe aber gerne aus :)

    „Die AfD findet ihre Wähler laut einer Analyse der Universität Leipzig vor allem unter Menschen mit mittlerem Einkommen und Arbeitslosen. Nur relativ wenige Wähler der rechtspopulistischen Partei haben demnach ein hohes Bildungsniveau.“

    Quelle: https://www.rnd.de/politik/afd-wa…APVITYF3M4.html

    Nicht persönlich nehmen, aber der Mythos das diese Gruppe abwandert hält sich hartnäckig, wurde aber schon des öfteren widerlegt. Es ist zwar möglich, aber meistens hat man hier auch Familie, Eigentum, Arbeit, usw. sowas hält den überwiegenden Teil davon ab.

    Das meine Ignoranz jetzt besserverdienende aus dem Land treibt halt ich auch für eine eher waghalsige These.

    Passt zwar nicht ganz genau, da hier von einem Unternehmen gesprochen wird, aber da es ganz aktuell ist und ungefähr in diese Richtung geht:

    „[...] nach Angaben der Journalisten auf einer umfangreichen Recherche auf Basis von rund 133.000 internen Dokumenten beruht. Den Recherchen zufolge hat das Unternehmen geplant, einen Großteil seines Auslandsgeschäfts über eine Gesellschaft in der Schweiz abzuwickeln. Das Ziel, so geht es aus dem Bericht hervor, sei es, Steuern zu sparen.

    https://www.augsburger-allgemeine.de/wirtschaft/ber…hweiz-113918020

    Sprich: Es ist ein schmaler Grat und man sollte das Thema es nicht auf die leichte Schulter nehmen. Denn das Argument „[...] meistens hat man hier auch Familie, Eigentum, Arbeit, usw. sowas hält den überwiegenden Teil davon ab“ ist zwar richtig, trägt aber nicht zwingend zur Zufriedenheit bei. Dies wiederum kann langfristig zu den Entwicklungen in Beitrag #54 führen.

    Und das sollte man eben ganzheitlich lösen. "Vermögen" und "Einkommen" ganzheitlich betrachten, Lösungen entwickeln, die für ein Gleichgewicht sorgen. Dafür braucht es halt bessere Strukturen, Daten usw. Das erfordert auch, dass man nicht von 12 bis Mittag denkt und mit der billigsten Lösung wieder nur Löcher stopft.

    Woran denkst du da beispielsweise?

    Natürlich muss es für alle Schichten Anreize geben. Lösungen sollten ganzheitlich durchdacht werden.

    In dem Fall sehe ich es ehrlich gesagt ausnahmsweise mal etwas anders. Der Kontext ist ja, dass unser Rentensystem strukturell unter Druck steht und wir ziemlich sicher auf Probleme wie steigende Altersarmut zusteuern, wenn sich nichts ändert. Und davon sind eben nicht alle Schichten gleichermaßen betroffen.

    Die Mittel- und Oberschicht hat – überspitzt gesagt – in der Regel die Möglichkeiten, selbst vorzusorgen. Genau das passiert hier im Forum ja auch: ETFs, Bitcoin, Immobilien, eigene Strategien. Diese Gruppen sind nicht darauf angewiesen, dass der Staat sie zusätzlich „anschiebt“.

    Beim AV-Depot geht es aus meiner Sicht eher darum, dort zu stabilisieren, wo es wirklich kritisch werden kann – also bei Menschen, die eben nicht die gleichen Spielräume haben. Dass die Förderung dann stärker dorthin fließt, ist für mich erstmal logisch, weil sie am Ende von der Gesellschaft getragen wird. Gleichzeitig könnte in diesen Schichten auch eine Aktienkultur gefördert werden, was ebenfalls langfristig positive Effekte für unsere Gesellschaft und steigenden Wohlstand mit sich bringen könnte.

    Und man darf auch einen weiteren gesellschaftlichen Aspekt nicht unterschätzen. Wenn große Teile der Bevölkerung im Alter finanziell abrutschen, hat das Folgen für uns alle – wirtschaftlich, aber auch politisch. Unzufriedenheit, Frust und Perspektivlosigkeit sind ein Nährboden für extreme Strömungen. Ein System, das dafür sorgt, dass die breite Masse halbwegs stabil und zufrieden bleibt, liegt daher im Interesse aller, auch derer, die selbst gar nicht auf staatliche Förderung angewiesen sind. Die aktuellen politischen Entwicklungen sollten dafür genügend Ausdruck sein.

    PS: Ich selbst würde vom AV-Depot auch nicht profitieren und werde es daher nicht nutzen. Habe ich aber ehrlich gesagt kein Problem mit, im Gegenteil, zeigt ja eher, dass man in einer komfortablen Situation ist.

    Gibt es nicht so ein Spruch, dass tote Menschen die besten Investoren seien, weil diese nie verkaufen (bzw. hin- und her betreiben) und immer investiert sind?

    Es ist nicht nur ein Spruch ;)

    „So hat bereits vor einigen Jahren eine Studie des Vermögensverwalters und amerikanischen Depotanbieters Fidelity herausgefunden, dass die Depots mit der besten Performance mehrheitlich einer bestimmten Art von Menschen gehörten: Toten. Auf Platz 2 dahinter lagen Menschen, die vergessen hatten, dass sie investiert hatten.“

    https://www.boerse-online.de/nachrichten/ak…n-20365736.html

    Es ist vorgesehen, dass ein Depot in der sparphase vererbt werden kann. Jedenfalls durch Übernahme in ein eigenes AV Depot, bspw. vom länger lebenden Ehepartner. Möglicherweise werden hierzu die Bestände zunächst liquidiert und der Gegenwert übertragen; anders als beim privaten Depot.

    Die Entnahme ist regulär per auszahlplan oder mittels lebenslanger Rente möglich. Die Rente kann nicht vererbt werden. Zusätzlich können 30% bei Übergang in die auszahlphase förderunschädlich entnommen werden.

    Alternativ gibt es den Weg der förderschädlichen Entnahme. Das ist jederzeit möglich. Es ist dazu erforderlich alle staatlichen Förderungen aus dem entnommenen Betrag zurückzuzahlen. Auch wird Steuer fällig. Das kann sich dann lohnen, wenn man bereits hohe Gewinne erzielen konnte.

    Danke dir für die Infos!

    Was ich mich dabei noch frage: Was passiert eigentlich im Worst Case, wenn beide Elternteile früh versterben? Können die Nachkommen dann ebenfalls förderschädlich entnehmen?

    Beispiel:

    Papa und Mama zahlen ihr Leben lang in das AV-Depot ein. Papa hat vielleicht nur ein Jahr etwas von der Rente, Mama drei Jahre – das Depot ist also noch ordentlich gefüllt.

    Können die Kinder dann einfach sagen: „Wir lösen das Ganze auf“, zahlen die Förderungen zurück, versteuern den Rest und nehmen das Kapital raus? Oder gibt es da Einschränkungen?

    Laut einem aktuellen Axios-Bericht laufen derzeit intensive Verhandlungen zwischen den USA, Iran und mehreren regionalen Vermittlern über einen möglichen 45-tägigen Waffenstillstand. Der Deal wird dabei als eine Art letzter Versuch beschrieben, um eine weitere Eskalation zu verhindern – insbesondere Angriffe auf zivile Infrastruktur und eine Ausweitung des Konflikts in der Region.

    Im Raum steht ein Zwei-Phasen-Modell mit einem zunächst zeitlich begrenzten Ceasefire. US-Präsident Trump hat die Frist für eine Einigung noch einmal verlängert. Gleichzeitig gibt es erste vorsichtige Signale in Richtung Entspannung, etwa die Aussage Israels, dass die Angriffe auf die Region um Teheran vorerst abgeschlossen seien.

    Quelle: https://gulfnews.com/world/mena/45-…far-1.500497479

    Crash somit verschoben? Bitcoin hat über Nacht auf die Meldung jedenfalls direkt sehr positiv reagiert – als durchgehend handelbarer Markt oft ein kleiner Vorlaufindikator für Börsen. Würde mich nicht wundern, wenn die Aktienmärkte am Dienstag nachziehen… sofern kein Taco-Move dazwischenfunkt ^^

    Als ob das Risiko bei STRC geringer wäre… siehe alle anderen Posts außer Deinen eigenen.

    Stimmt, das kann man so pauschal nicht sagen. Bitcoin ist ja gerade als unabhängiges Asset ein Gegenentwurf zu zentralisierten Strukturen. Für viele ist aber vermutlich das (subjektive) Risiko größer, mit Fremdkapital direkt in Bitcoin zu gehen, als über ein Konstrukt wie STRC zu investieren. Zumal STRC ja, wie bereits umfassend erläutert, eine ganz andere Zielgruppe hat. Siehe Beitrag #63.

    Wenn man langfristig von Bitcoin überzeugt ist und davon ausgeht, dass es nicht mehr verschwindet, sondern weiter an Bedeutung gewinnt, dann kann beides – subjektiv betrachtet – als überschaubar riskant wahrgenommen werden. Aber das hängt am Ende stark von der eigenen Perspektive und Lebenssituation ab und muss jeder für sich selbst bewerten.

    Ich persönlich bin mir der Risiken bewusst und bewerte sie für mich als so gering, dass ich STRC aktuell als Alternative zum Tagesgeld nutze. Gerade vor dem Hintergrund, dass Banken heute oft mit Eigenkapitalquoten von unter 10 % arbeiten, während Strategy bei über 70 % liegt, habe ich damit ehrlich gesagt keine Bauchschmerzen – im Gegenteil.

    Also ich könnte einen Kredit für merklich unter 10% aufnehmen und dafür Bitcoin kaufen. Die STRC-Strategie könnte ich also leicht outperformen. :/

    Klar, kannst du machen. Das machen ja auch viele. Nennt sich „Hebel“ direkt auf Bitcoin ;) – Dadurch holst du dir aber, und das verstehen einige hier irgendwie noch nicht wirklich, deutlich mehr Volatilität ins Boot (Bitcoin alleine ist ja schon extrem volatil). Wenn du das aushalten kannst und langfristig investiert sein willst: Go for it.

    Viele möchten dies aber nicht, weil ihnen das Risiko zu hoch ist und sie die Volatilität eben nicht aushalten (möchten) – die gehebelt natürlich noch mal heftiger ist – oder weil sie nur kurzfristig Geld parken wollen mit einer planbaren und attraktiven Rendite. Für diese Anleger kann STRC dann eine Alternative sein :thumbup:

    Siehe Post #63