Beiträge von Einundzwanzig

    Ja, im "Kleingedruckten" der von dir verlinkte Seite der KfW: https://www.kfw.de/inlandsfoerder…%C3%A4ude-(458)

    „Oder ein Fachunternehmen..." – Das war mir bekannt. Das ist in der Regel dann das Unternehmen, dass dir die Anlage verkauft und installiert. Die regeln das Ganze dann auch mit der KfW-Förderung bzw. stellen die relevanten Unterlagen zur Verfügung. Man muss demnach nicht extra einen Energieberater engagieren :thumbup:

    Aktuell liegt der mNAV immer noch recht niedrig, trotz des Anstieges.

    Imo liegt das mNAV dafür, dass wir uns aktuell im Bärenmarkt befinden, ziemlich ordentlich.

    Dass Strategy trotz schwächerem Bitcoin-Markt weiterhin über 1x mNAV handelt, zeigt zumindest, dass der Markt dem Treasury-Modell weiterhin einen gewissen Mehrwert zugesteht. Die spannende Frage ist eher, wie stark dieser Aufschlag in einem neuen Bullenmarkt wieder anwachsen kann.


    Wie gesagt, das stimmt nur bei neuen Aktien. Es steigen aber alle Aktien im Wert. Und wenn jemand neu investiert - also bestehende Aktie für 100 kauft, hat er nur für 50 BTC gekauft. Plus die Hoffnung das der mNAV weiter hoch ist oder sogar steigt. Aber auch das Risiko das es deutlich sinkt.

    Das ist aber nicht automatisch ein Problem. Der Aufschlag ist ja gerade der Preis dafür, dass Strategy diesen Aufschlag nutzen kann, um über neue Aktien zusätzliches Kapital aufzunehmen und damit den BTC-Bestand pro Aktie zu erhöhen.

    Solange das gelingt und BTC per Share wächst, bekommt auch der Käufer einer bestehenden Aktie langfristig mehr Bitcoin-Anteil je Aktie. Problematisch wird es erst, wenn der mNAV dauerhaft hoch bleibt, ohne dass daraus entsprechender Mehrwert für die Aktionäre entsteht.


    Also meiner Meinung eher eine Kombiwette auf Bitcoin und das Geschäftsmodell Bitcoin Treasury.

    Das stimmt, daher investiere ich auch nicht in MSTR, sondern wähle die sichere Variante und investiere in BTC direkt ;) Auch wenn ich dadurch vermutlich einiges an Upside verschenke.

    Wenn du mit „Hebel“ ausschließlich klassischen Fremdkapitalhebel meinst, hast du recht, der war bei Strategy nie besonders extrem und ist aktuell sogar sehr niedrig. Die Nettoverschuldung liegt aktuell bei nahezu null.

    Der Hebeleffekt bei MSTR entsteht über die Kapitalstruktur und den mNAV. Bei einem mNAV von 2 kaufe ich mit 100 Euro MSTR nicht einfach 50 Euro Bitcoin und die anderen 50 Euro liegen irgendwo herum. Der Aufschlag ist zunächst nur die Bewertung, die der Markt Strategy zugesteht. Genau dieser Aufschlag ermöglicht es Strategy aber, neue Aktien oberhalb des BTC-NAV auszugeben und mit dem Erlös zusätzliche Bitcoin zu kaufen. Dadurch soll langfristig und kontinuierlich BTC per Share steigen.

    Das funktioniert in beide Richtungen. Im Bullenmarkt können steigender BTC-Kurs, höherer mNAV und neue Kapitalaufnahme sich gegenseitig verstärken. Im Bärenmarkt fällt der mNAV zusammen und MSTR kann deutlich stärker verlieren als Bitcoin.

    Funktionsweise visualisiert:

    (KI generiert auf Basis empirischer Daten.)

    Alles steigt und fällt also mit der Entwicklung von Bitcoin. Wenn Bitcoin langfristig steigt und weiter adoptiert, dann funktioniert das Konstrukt. Scheitert Bitcoin, scheitert Strategy.

    Ein Smartmeter wird zwingend benötigt.

    Ein infrarot Lesekopf reicht auch aus, den kann jeder Laie via Magnet auf dem Stromzähler befestigen (z.B. EcoTracker, kostet ca. 75 Euro). Voraussetzung dafür ist WLAN-Empfang in der Nähe und eine Steckdose.

    Und neben allen anderen Punkten die du erwähnt hast: Meines Wissens muss man auch einen Energieberater oder ähnliches engagieren. Dieser kostet auch nochmal Geld.

    Hast du dafür eine Quelle? Soweit ich weiß, reicht es aus, nachzuweisen, dass die Klimageräte zu mindestens 65 % zum Heizen genutzt werden. Dabei zählt meines Wissens auch nicht die komplette Wohnfläche, sondern nur die Bereiche, in denen die Geräte tatsächlich installiert sind. Räume ohne Klimagerät kann man entsprechend aus der Wohnfläche und damit aus den anteiligen Heizkosten herausrechnen.

    Wie dieser Nachweis konkret zu führen ist, ist meines Wissens ebenfalls nicht bis ins Detail vorgeschrieben. Ich würde deshalb mehrere Dinge dokumentieren: zum einen über die App das Verhältnis zwischen Heiz- und Kühlbetrieb. Zusätzlich würde ich alte Rechnungen für Gas, Öl etc. aufbewahren und diese mit dem Verbrauch nach Installation der Klimageräte vergleichen.

    Wenn beispielsweise die bisherigen Heizkosten bzw. der bisherige Energieverbrauch deutlich zurückgehen, weil ein entsprechender Anteil der Heizenergie nun über Strom abgedeckt wird, dürfte sich damit zumindest ziemlich plausibel belegen lassen, dass die Geräte überwiegend zum Heizen genutzt werden.

    Ich hatte gelesen, dass es mittlerweile eine relativ starke Korrelation zwischen BTC und dem Aktienmarkt gibt. Mir erscheint BTC deshalb zwecks Diversifizierung nicht sinnvoll.

    Kann man ja überprüfen:

    Über den gesamten betrachteten Zeitraum lag die Korrelation zwischen Bitcoin und dem MSCI World bei rund 0,49. Das ist durchaus eine positive Korrelation, aber noch weit entfernt davon, dass sich beide Anlageklassen praktisch gleich bewegen.

    • +1 = perfekte positive Korrelation: Beide steigen und fallen praktisch gemeinsam.
    • 0 = keine erkennbare lineare Beziehung.
    • -1 = perfekte negative Korrelation: Steigt das eine, fällt das andere entsprechend.

    Quelle: KI auf Basis empirischer Marktdaten.

    Ich hab zusätzlich mal die beiden letzten „Krisen“ markiert, damit man einen Anhaltspunkt hat. Man kann ganz gut sehen, dass die Korrelation keineswegs konstant ist, sondern sich je nach Marktphase teilweise deutlich verändert. Bitcoin korreliert über weite Strecken stärker mit dem MSCI World als mit Gold, es gibt aber genauso Phasen, in denen die Korrelation deutlich zurückgeht.

    Für mich spricht das eher gegen die Aussage, Bitcoin bringe keinen Diversifikationseffekt. Der Effekt ist gegenüber Aktien sicherlich kleiner, als wenn die Korrelation dauerhaft bei null oder negativ läge, aber bei Werten deutlich unter +1 ist er grundsätzlich weiterhin vorhanden. Entscheidend ist am Ende natürlich auch, wie groß der Bitcoin-Anteil im Portfolio ist.

    Unterm Strich kann man wohl eher festhalten, dass Bitcoin mit keiner anderen Anlageklasse wirklich über längere Strecken korreliert. Genau das macht Bitcoin interessant als Instrument der Diversifikation.

    Aktuell überschlagen sich die Analysten anlässlich der kleinen Kursrally von Bitcoin wieder mit neuen Kurszielen. Bernstein Research sieht Bitcoin im sogenannten Debasement Trade zunehmend als einen der wichtigsten „Hard Assets“. Gemeint ist damit vereinfacht die Wette darauf, dass immer höhere Staatsschulden, Defizite und Zinslasten langfristig zu einer weiteren Entwertung der Währungen führen und knappe Vermögenswerte davon profitieren.

    Im Basisszenario erwartet Bernstein 150.000 US-Dollar bis Mitte 2027 und rund 300.000 US-Dollar bis Ende 2029. Im Bull Case stehen sogar 500.000 US-Dollar bis 2029 im Raum. An der langfristigen Prognose von 1 Mio. US-Dollar bis 2033 hält man ebenfalls fest. Die konkreten Kursziele würde ich dabei nicht überbewerten, interessanter ist für mich die Begründung dahinter, Bitcoin wird zunehmend als knappes Gegenstück zu immer weiter ausweitbaren Staatswährungen betrachtet.

    Quelle: https://www.morningstar.com/news/marketwat…d-of-the-decade


    Um zum eigentlichen Thema des Threads und dem Vergleich zwischen Bitcoin und Gold zurückzukommen, zeigt sich aktuell ebenfalls eine interessante Entwicklung:

    Die Korrelation zwischen beiden Assets befindet sich derzeit auf einem historisch hohen Niveau. Das passt durchaus zum Debasement-Narrativ, Gold und Bitcoin werden aktuell offenbar zunehmend aus ähnlichen Gründen nachgefragt. Gleichzeitig zeigt die Grafik aber auch, dass diese Korrelation historisch stark schwankt. Von einer dauerhaften Gleichbewegung lässt sich daher noch nicht sprechen, aktuell nimmt sie allerdings zu.

    Und mal ein Chartvergleich Bitcoin vs Strategy (MSTR).

    Da sieht selbst der BTC stabil aus.

    Aber das ist ja nun wenig verwunderlich, MSTR ist ein Hebel auf Bitcoin, dadurch steigt natürlich auch die Volatilität massiv. Siehe heute:


    Auf 5 Jahre beide auf gleichen Level wie der Dax :D

    Ist natürlich auch der schlechteste Zeitraum für Bitcoin, den man sich anschauen kann, da vor 5 Jahren das alte ATH erreicht wurde. Schaut man sich die letzten 4 oder 6 Jahre an, sieht es wieder deutlich besser aus. Daher setze ich persönlich auch auf einen regelmäßigen Sparplan, dann muss ich mich mit Markettiming nicht befassen und nehme vor allem den langfristigen Trend nach oben mit.


    Daher Glückwunsch Einundzwanzig Dein Nachkauf ordentlich im Plus und insgesamt vermutlich auch.

    Merci! :)

    Ich finde es wirklich interessant, was Du regelmäßig über dieses besondere bzw. eigenartige Unternehmen berichtest.

    Ich habe nur den Eindruck, dass die jeden Monat ihre Strategie ändern und dann noch eine neue Begründung finden, warum diese Strategieänderung keine Strategieänderung ist.

    Die Strategie ist aus meiner Sicht unverändert: dem Markt zu zeigen, dass man Strategy vertrauen kann und das Investment auch in schwierigeren Marktphasen tragfähig bleibt.

    Die Cash-Reserven sind dabei ein Instrument, weil sie deutlich mehr Flexibilität schaffen. Dividenden und andere Verpflichtungen können damit über längere Zeit bedient werden, ohne dafür zwangsläufig Bitcoin verkaufen zu müssen.

    Der Markt scheint das aktuell zumindest anzunehmen. STRC hat sich vom Tief bei rund 74 US-Dollar wieder auf über 97 US-Dollar erholt und damit fast wieder die angestrebten 100 US-Dollar erreicht.

    Es bleibt spannend.

    das strc im herbst aus dem acwi imi fallen könnte

    STRC ≠ Strategy (MSTR)

    Kurzfristig könnte es einen Einfluss auf den Kurs von Strategy haben, langfristig nicht, da Strategy am Ende von Bitcoin abhängt und nicht von MSCI. Wobei ich glaube, dass vieles sowieso bereits eingepreist ist, da die News ja schon ein paar Tage raus ist.

    STRC befindet sich übrigens nicht im ACWI IMI.

    Kleines Update zu Strategy bzw. STRC:

    Strategy hat die starke Bitcoin-Woche genutzt und über neue MSTR-Aktien weitere rund 2 Mrd. US-Dollar aufgenommen. Davon wurden 136,4 Mio. US-Dollar für STRC-Rückkäufe verwendet und weitere 300 Mio. US-Dollar in die Dividendenreserve gesteckt. Diese ist damit inzwischen auf 5,1 Mrd. US-Dollar angewachsen und deckt rund drei Jahre an Zahlungsverpflichtungen ab.

    Zusätzlich wurde erstmals ein separater USD-Cash-Puffer von 1,585 Mrd. US-Dollar geschaffen, der unter anderem für Bitcoin-Käufe, Rückkäufe oder Schuldentilgung eingesetzt werden kann. Insgesamt hält Strategy damit inzwischen 6,685 Mrd. US-Dollar Cash und hat praktisch keine Nettoverschuldung mehr.

    Bitcoin wurden in der vergangenen Woche weder gekauft noch verkauft. Der Bestand liegt weiterhin bei 840.447 BTC.

    Bei STRC zeigen die Maßnahmen inzwischen Wirkung. Der Kurs hat sich innerhalb eines Monats von rund 86 auf aktuell knapp 97 US-Dollar erholt, ein Plus von gut 13 %. Damit rückt die angestrebte Marke von 100 US-Dollar wieder in greifbare Nähe.

    Zurück zu Bitcoin:

    „Warum sind Sie so bullisch auf Bitcoin?“ – diese Frage höre ich oft. Die Antwort liegt nicht in den Charts, sondern in den Veränderungen, die KI bei allem anderen bewirkt.

    KI senkt die Kosten, um etwas zu „vermehren“, drastisch. Software, Inhalte, Analysen – bald wird fast alles billiger und in größerer Menge hergestellt werden können. In einer Welt, in der das Vermehren leicht wird, verschiebt sich der Wert zu Dingen, die sich trotz aller eingesetzten Intelligenz nicht vermehren lassen. Die Obergrenze von 21 Millionen Bitcoin wird nicht durch jemandes Selbstdisziplin gewahrt, sondern durch die Regeln des Netzwerks selbst." –  Simon Gerovich

    Valider Punkt in meinen Augen.