Ich hatte gelesen, dass es mittlerweile eine relativ starke Korrelation zwischen BTC und dem Aktienmarkt gibt. Mir erscheint BTC deshalb zwecks Diversifizierung nicht sinnvoll.
Kann man ja überprüfen:
Über den gesamten betrachteten Zeitraum lag die Korrelation zwischen Bitcoin und dem MSCI World bei rund 0,49. Das ist durchaus eine positive Korrelation, aber noch weit entfernt davon, dass sich beide Anlageklassen praktisch gleich bewegen.
- +1 = perfekte positive Korrelation: Beide steigen und fallen praktisch gemeinsam.
- 0 = keine erkennbare lineare Beziehung.
- -1 = perfekte negative Korrelation: Steigt das eine, fällt das andere entsprechend.
Quelle: KI auf Basis empirischer Marktdaten.
Ich hab zusätzlich mal die beiden letzten „Krisen“ markiert, damit man einen Anhaltspunkt hat. Man kann ganz gut sehen, dass die Korrelation keineswegs konstant ist, sondern sich je nach Marktphase teilweise deutlich verändert. Bitcoin korreliert über weite Strecken stärker mit dem MSCI World als mit Gold, es gibt aber genauso Phasen, in denen die Korrelation deutlich zurückgeht.
Für mich spricht das eher gegen die Aussage, Bitcoin bringe keinen Diversifikationseffekt. Der Effekt ist gegenüber Aktien sicherlich kleiner, als wenn die Korrelation dauerhaft bei null oder negativ läge, aber bei Werten deutlich unter +1 ist er grundsätzlich weiterhin vorhanden. Entscheidend ist am Ende natürlich auch, wie groß der Bitcoin-Anteil im Portfolio ist.
Unterm Strich kann man wohl eher festhalten, dass Bitcoin mit keiner anderen Anlageklasse wirklich über längere Strecken korreliert. Genau das macht Bitcoin interessant als Instrument der Diversifikation.