Beiträge von ohne_Peil

    Es leuchtet mir aber trotzdem nicht ein, dass der Handwerker, der mit fünfzehn seine Lehre angefangen hat, genauso bis 70 Arbeiten soll wie der Akademiker, der zehn Jahre später ins Erwerbsleben eingestiegen ist und zudem noch statistisch eine höhere Lebenserwartung genießt.

    Der Handwerker hat aber während seiner Ausbildung schon Geld bekommen und hat diese begonnen, während der zukünftige Akademiker noch die Schulbank gedrückt hat.

    Und der Handwerker hat schon Geld verdient, während der Student immer noch ohne Einkommen studiert hat.

    Der tatsächliche Zeitaufwand war oft nicht sooo unterschiedlich.

    Der Akademiker verdient dann meistens mehr, aber er musste erst mal einen gewissen Invest an Lebenszeit ohne Einkommen tätigen.

    Vor nicht allzu langer Zeit mussten noch knapp 20% in die Rentenkasse einbezahlt werden, und man konnte das nicht mal von der Steuer absetzen. Klar war das nicht toll, aber ich finde es schon befremdlich, dass grad bezüglich dieser ehemaligen Einzahler jetzt überlegt wird, wie man denen am besten die Renten kürzen kann, weil ähnliche Beiträge wie früher in Zukunft zu viel verlangt sind.

    Aber das eigentliche Problem bei den Sozialversicherungsbeiträgen ist doch inzwischen die GKV. Und zwar in erste Linie weil zu viele Mitglieder, die gar nicht einzahlen, da drin stecken, und weil das ganze System die falschen Anreize setzt.

    So mancher ist seit der Einführung der elektronischen Patientenakte erstaunt, was bei ihm so alles abgerechnet wird...

    Als wegfallende Vertragsbestandteile kenne ich (1) den gesetzlichen Zuschlag in Höhe 10% auf den Versicherungsbeitrag sowie (2) den Beitrag für die Krankentagegeldversicherung, der entfällt (typischerweise) ab Renteneintritt. Beide kenne ich, da weiss ich also genau, um wieviel Euro sich der Monats- oder Jahresbeitrag der Versicherung reduziert. Entsprechend wirst du die für deinen Vertrag auch kennen, nehme ich an. ;)

    Was wird bei deinem Vertrag entfallen?

    Ich habe inzwischen bei der Hotline angerufen und jetzt sind auch die Schreiben zu den Beitragsanpassungen in meiner Postbox.

    LG

    ohne_Peil

    ...

    Das was ich schreibe, ist übrigens keine Vermutung oder Interpretation, sondern statistisch erwiesen.

    ...

    Man könnte aus den Statistiken schließen, dass die niedrigere Lebenserwartung im niedrigen Einkommen begründet ist.

    Man könnte aber auch auch die Schlußfolgerung ziehen, dass das niedrige Einkommen und die geringe Lebenserwartung beide auf eine gemeinsame Ursache zurückgeführt werden könnten.

    Kausalität vs. Korrelation...

    LG

    ohne_Peil

    Danke fürs Feedback!

    Mal schaun, wann dann das unselige Schreiben in der Postbox erscheint.

    Ich hab diverse Vertragsbestandteile, von denen jetzt auch einer wegfallen sollte (und trotzdem ist es offensichtlich insgesamt teurer geworden), darum bin ich ziemlich daran interessiert, die Berechnung zu sehen.

    LG

    ohne_Peil

    Hi,

    das etwas erhöhte Unfallrisiko im körperlich schweren Beruf erkenne ich auch, nur führt sowas eher zu einem Ableben während der Jahre, in denen man arbeitet, und nicht danach, ab Verrentung ist die arbeitsbedingte Unfallgefahr Null.

    Das Thema Luftverschmutzung, weniger Grünflächen und hohe Besiedelungsdichte (oft auch korreliert mit Häusern in schlechtem Zustand) kennzeichnet Wohnungen im städtischen Bereich . Und grad dort sind die Mieten eigentlich inzwischen so teuer, dass nur betuchtere Leute sich dort neu einmieten bzw. einkaufen können.

    Und von den hohen Mieten und Anschaffungskosten im innerstädtischem Bereich abgesehen, ist die Auswahl zwischen Stadt und Land meistens ein Lifestylethema. Manche wollen es lieber ländlich und andere städtisch. Billiger ist es meistens, wenn man ziemlich weit nach draussen zieht.

    Allgemein ist der Standart hier in Deutschland, was Arbeitssicherheit und Zustand der Wohnungen angeht, eher hoch.

    Ich sehe sogar das Paradoxum, dass Leute, die auf der Einkommensleiter ganz unten stehen, besser wohnen (das Amt zahlt... ) als Menschen aus der Mittelklasse.

    LG

    ohne_Peil

    Ich bin bei der Barmenia und in der App kann ich offensichtlich schon die neuen (natürlich erhöhten) Beiträge sehen. Aber das dazugehörige Schreiben (wo das Ganze auch aufgeschlüsselt sein sollte) ist noch nicht in der Postbox aufgeschlagen.

    Ist das bei anderen Barmenia-Versicherten hier im Forum auch so?


    LG

    ohne_Peil

    Größtenteils bekommt Herr Tenhagen für seinen Artikel meine Zustimmung, einen speziellen Punkt sehe ich aber anders, und zwar die Gründe der verschiedenen Lebenserwartung der "armen" vs der der "reichen" Männer:

    Hier in Deutschland haben wir (trotz der aktuellen Probleme) so gut wie alle genug zu essen, eine vorhandene Gesundheitsversorgung und ein beheiztes Dach über dem Kopf.

    Nach meiner Ansicht sind die Gründe für die verschieden hohe Lebenserwartung nach Erreichen des Rentenalters eher im Bereich Bildung und Lebensstil zu finden.

    Klar haben Leute in evt. gefährlicheren Berufen ein höheres Risiko zu versterbern, aber dieses Risiko kommt ja im Rentenalter nicht mehr zum tragen.

    Ist das überhaupt möglich? Ich dachte immer, Union Fonds kann man nur über den Vertriebspartner (VR Banken) an die Union zurückgeben, aber nicht über andere Banken.

    Ich habe vor knapp 10 Jahren welche geerbt.

    Da es teilweise noch steuerlicher Altbestand war, habe ich sie auf mein Depot beim Consors übertragen und dort den Altbestand auf ein Unterdepot geschoben. Soweit ich mich erinnern kann, war die Rückgabe der neueren Anteile an die Fondsgesellschaft kein Problem.

    Den Altbestand habe ich dort behalten.

    Da ist natürlich brokerabhängig, deswegen solltest Du vorher fragen, ich hab das damals vor dem Übertrag auch getan. Der Servicemitarbeiter am Telefon sagte: Rückgabe an die Fondsgesellschaft geht im Zweifelsfall immer...

    Von einem Neobroker würde ich bei dieser Aktion abraten.

    ETFs würde ich nicht bei der FNZ-Bank kaufen. Dafür ist ein Neobroker günstiger und flexibler.

    Ich würde die Positionen nach und nach auflösen und zwar von der Tendenz her in Deiner Liste von unten nach oben, jedesmal wenn Deine Mutter Geld braucht, und es sollte ausserdem gleich eine gewisse Menge auf ein Tagesgeldkonto und natürlich in einen Geldmarktfonds.

    Die ersten drei Positionen sind im Prinzip nicht verkehrt, da würde ich keine Prio drauf legen.

    Steuerlich macht es Sinn, das ein bischen zeitlich zu strecken.

    Zumindest beim Raisin-Rürup wird der Rentenfaktor bei Abschluß festgelegt, das Verrentungsalter darf dafür aber nicht höher als 67 sein (ein höheres Alter geht auch, aber dann ohne zugesagten Rentenfaktor).

    Wie anfällig die im Vertrag dann besparten Fonds bezüglich Schwankungen sind, kann man durch Auswahl der Fonds beeinflussen. Man kann die Auswahl auch immer wieder anpassen.

    Da ich zB. im "Landeanflug" bin (< 2 Jahre vor Verrentung des Vertrags) schichte ich nach und nach in Geldmarkfonds um. Das kostet Rendite, aber mildert Kursstürze kurz vor der Verrentung ab.

    Die Fondsauswahl ist ziemlich groß...

    Bei Verrentung wird der Vertrag bei mir gut 11 Jahre lang gelaufen sein.