Beiträge von Falana

    Hallo zusammen!

    Ich hab nur mal ne Frage an all die Leute, die sich schon viele Jahre mit Tagesgeld und dem damit zusammenhängenden ständigen Wechsel der Tagesgeldkonten beschäftigen.

    Das so genannte Tagesgeldhopping finde ich persönlich extrem unattraktiv, weil es mich nerven würde ständig irgendwo neue Konten anlegen zu müssen.

    Jetzt die Frage: ist es theoretisch möglich, mit beispielsweise drei oder vier Konten im Wechsel zu agieren, oder gelten diese Angebotszinsen wirklich immer nur für absolute Neukunden, sprich, wenn man dort noch nie ein Konto gehabt hat?

    Unabhängig von dem Aufwand ständig neue Konten erstellen zu müssen, finde ich persönlich den Gedanken unschön, dass meine Daten auf dann irgendwann mehrere zehn oder 20 Banken verteilt sind, einfach nur weil man immer versucht dem besten Tagesgeld sind hinterher zu hecheln.

    Und ja, von einem Geldmarkt ETF habe ich natürlich auch schon gehört, aber um das Für oder Wider geht es mir nicht.

    Mir geht es jetzt einfach mal um die Frage, ob man wirklich jedes Mal als Neukunde dastehen muss, um von den Zinsen zu profitieren, oder ob es theoretisch auch möglich ist, wenn man ein bestehendes Tagesgeldkonto aufgrund niedriger Zinsen leerräumt, es auf ein anderes Tagesgeldkonto mit besseren Konditionen überweist, und dann zu irgendeinem späteren Zeitpunkt, wenn die Zinsen bei genau dieser Bank, wo man bereits Kunde mit einem Tagesgeldkonto ist (auch wenn in dem Moment dort kein Geld liegt), wieder nach oben gehen, man das Geld wieder dort anlegt und dann auch von den gestiegenen Zinsen profitieren kann.

    Und hierzu sei auch dazu gesagt, dass ich auf keine große Rendite aus bin, sondern lediglich versuchen möchte, dass mein Notgroschen der Inflation trotzen kann.


    Eure Erfahrungen dazu würden mich sehr interessieren 😌

    Danke für die sehr ausführliche Antwort! Da sind viele gute Denkanstöße drin. Dass ich das mit der BAV mit dem AG besprechen, bzw. mir auch nur von ihm durchrechnen lassen kann weiß ich.

    Und du hast Recht, diesen Betrag kann ich nicht als sofort verfügbaren Sicherheitsbaustein ansehen, da habe ich mich falsch ausgedrückt. Im Grunde sehe ich die Positionen folgendermaßen, auch wenn sie hier eigentlich anders definiert werden:

    • Tagesgeld: sofort Verfügbares Geld für Notfälle, bzw. ein Girokonto das wenigstens irgendwie die Inflation ausgleichen kann
    • Sicherheitsbaustein: Geld das renditeschwach aber sicher(er) angelegt ist, bzw. mit Garantien daherkommt
    • Renditebaustein: all das was am Aktienmarkt angelegt ist, was aber den normalen Schwankungen unterliegt und beim Crash halt auch mal weg ist (kommt ja meistens wieder wenn man nicht panisch verkauft)

    Ich selbst rechne für mein tägliches Auskommen generell immer nur mit dem Geld an das ich problemlos und ohne zeitliche Verzögerung herankomme, sprich dem Tagesgeld. Und so lange ich auch da nicht ran muss bleibt das auch schön da.

    Alles andere (Sicherheits- und Renditebaustein) ist für die Rente eingeplant. Wenn ich da ran müsste, dann müsste schon was Extremes passiert sein. Für Konsum ist dieses Geld in keinem Fall gedacht. Eine Immobilie will ich nicht. Im Grunde denke ich für die Rente in den Kategorien renditeschwach aber mit Garantien und renditestark ohne Garantie.

    Das liegt wahrscheinlich daran, weil Allvest das bei sich so aufgebaut hat (Sicherheits- und Renditebaustein), und ich weder den einen noch den anderen als Geld für Notfälle oder gar Konsum betrachte.

    Zunächst einmal würde ich schauen, dass ich einen Sicherheitsbausteln auch in meine Hände bekomme. Er taugt nämlich nicht als solcher, wenn ich mit Sicherheit nicht drankomme, und danach klingt es bei dir.

    Die Kosten sind weg, für immer, vollkommen egal, wann du den Vertrag kündigst. Es macht keine bezahlten Kosten ungeschehen, wenn du auch nur einen Tag länger wartest. Im Gegenteil, jeder Tag, den du auf die höhere Rendite einer alterntiven Anlage verzichtest, erhöht nur deine Opportunitãtskosten. So sparst du dich sicher arm.

    Es ist unsinig, an Entscheidungen festzuhalten, die man als falsch erkannt hat.

    An Riester bspw. halten die Leute auch gerne fest, weil sie ja bei der förderschädlichen Kündigung einen großen Batzen Geld "verlieren". Geld, dass sie nur auf dem Papier "besitzen", das sie aber niemals in die Hand bekommen, weil sie gar nicht so alt werden können, dass sich das bei den bekannt mickrigen Rentenfaktoren jemals rechnet. Aber so lassen sie sich halt mit Scheinvermögen verschaukeln.

    Wenn man es mal sauber durchrechnet, reicht der ausgezahlte Bruchteil - zur Welt-ETF-Rendite angelegt - in vielen Fällen locker für eine höhere Netto-Rente aus UND man hat sein Geld jederzeit zur frien Verfügung.

    Naja, mein Tagesgeldkonto ist knapp fünfstellig, ist jetzt also auch nicht gerade klein. Insbesondere wenn ich meine monatlichen Fixkosten dagegen rechne (ich habe meinen Lebensstandard nach Jobwechsel und Gehaltserhöhung relativ ähnlich gehalten. Nicht unbedingt aus Zwang, sondern einfach weil ich nicht für Zeug was ich nicht brauche Geld aus dem Fenster werfe).

    Wie schnell ich den Allvestvertrag kündigen kann werden wir sehen. Im Grunde kann ich das Geld jederzeit entnehmen, allerdings dauert das eben ein oder zwei Tage bis es auf dem Konto ankommt, aber es liegt nicht wie bei der BAV oder einer Riesterrente irgendwo, wo man keinen Zugriff darauf hat. Sicherlich ist es nicht sofort da wie beim Tagesgeldkonto, aber das ist wie gesagt bei mir nicht gerade wenig gefüllt für meine Lebenshaltungskosten. Zwei Tage darauf zu warten, dass ich das Geld von Allvest auf meinem Konto habe, tut mir also nicht weh. Das war auch mit ein Grund weshalb ich das damals gemacht habe. Ohne diesen Umstand hätte ich Allvest nie in Betracht gezogen.

    Mein Gedanke war nur, ob ich das was bei Allvest liegt quasi wie ein Tagesgeldkonto behandle, was dann nach Abzug aller Kosten trotzdem mehr Rendite macht als ein Tagesgeldkonto, mir das Tagesgelhopping erspart, zu 90% abgesichert ist, und (dank der Möglichkeit jederzeit Geld entnehmen zu können) so einen Sicherheitsbaustein darstellt der trotz leichter Zeitverzögerung bei Entnahme mehr abwirft als Tagesgeld alleine.

    Und dann würde ich eben parallel dazu alles, was ich momentan sparen kann, in einen ETF stecken.

    Ich mache es so, dass mein absoluter risikofreier Betrag einigermaßen konstant bleibt. Der risikobehaftete Anteil ist in den letzten Jahren schon deswegen stärker gewachsen, weil die Kursentwicklung (außer 2022 und 25) extrem gut war. Daraus habe ich nie entnommen, um auf die Wunschaufteilung zu kommen.

    Ja, das kann ich verstehen. Sagen wir so - ich habe kein Auto (benötige zum Glück auch keines), mein bereits bestehender Notgroschen sind vier Nettomonatsgehälter, und der Rest (und insgesamt deutlich größerer Teil) sind die eingezahlten Beträge in der BAV und Allvest und eben noch ein größeres, vierstelliges Startkapital für den ETF.

    Wenn es mir möglich ist das Geld vor Ablauf der 12 Jahre aus den Verträgen zu bekommen kann ich diese im ETF anlegen. Dann wäre ich im Grunde bei einer 20/80 Aufteilung.

    Es würde vom Sparbetrag auch nicht alles in den ETF gehen; einen kleinen Teil soll immer parallel auf das Tagesgeldkonto gehen. Wie gesagt, ich bin eher sparsam und habe tatsächlich keine großartigen monatlichen Ausgaben. Trotz Gehaltserhöhung hat sich mein Lebensstil nicht wirklich zu dem verändert wie er war, als ich noch in dem deutlich schlechter bezahlten Job gearbeitet habe.

    Ich bin ja auch noch recht neu im Thema, wie ich finde; zumindest was das nitty gritty angeht. Es kann natürlich sein, dass mir mein Notgroschen ab einem bestimmten Punkt ausreicht und ich pro Jahr nur das draufpacke was es braucht um der Inflation entgegenzuwirken. Dann würde der Rest eben in den ETF fließen :)

    Hallo zusammen!

    Ich wollte mal nach eurer Meinung bzgl. der Verteilung des Geldes in Sicherheitsbaustein und Risikoanlage erfragen.

    Ich bin jetzt dran mir meinen ETF Sparplan anzulegen und strebe die 80/20 Aufteilung an. Ich starte allerdings nicht bei 0, sondern habe die letzten Jahre, nachdem es mir endlich durch einen Jobwechsel möglich war, das Sparen begonnen. Ich habe einige Dinge die viele wahrscheinlich als unsinnig ansehen, aber das ist durch einige Lebensumstände entstanden.

    Zu meiner Situation und als Erklärung für einige dieser Entscheidungen vorab: ich habe nach dem Studium sieben Jahre in den USA gelebt. Aus persönlichen Gründen (Scheidung) ging es 2017 zurück, allerdings durch die Scheidung recht finanziell ramponiert. Hier habe ich dann aufgrund dieser Situation nicht viel Auswahlmöglichkeiten für einen Job gehabt, weil mir die Zeit und das Geld dafür gefehlt haben. Entsprechend landete ich in einem sehr schlecht bezahlten Job mit Befristung, wodurch ich auch mehrere Jahre nicht aus dem Arbeitsverhältnis rauskam (wer sich fragt warum: befristete Arbeitsverträge können nur mit außerordentlichem Kündigungsgrund gekündigt werden; ein einfaches "ich habe einen neuen Job" reicht nicht aus. Das wusste ich vorher auch nicht). Schlussendlich gelang Ende 2021 endlich der Wechsel in einen besser bezahlten Job. Dort wurde eine BAV angeboten, und das deutlich höhere Gehalt erlaubte mir Geld anzusparen.

    Die sieben Jahre in den USA fehlen mir im deutschen Rentensystem, entsprechend hinke ich hinterher und spare, wo ich nur kann.

    Konkret:

    • Ich habe eine betriebliche Altersvorsorge durch meinen neuen Arbeitgeber, wo momentan ordentlich Geld eingezahlt wird (ein paar hundert Euro), weil ich eben damals noch dachte dadurch die fehlenden sieben Jahre schneller ausgleichen zu können
    • Ich habe seit 2021 Allvest, wo auch mittlerweile ein ordentlicher Batzen draufliegt. Ich weiß, Allvest hat insbesondere hier wegen der Kosten keinen guten Ruf, und mittlerweile würde ich dem zustimmen. Allerdings habe ich nachdem ich mich mehr informiert und meine Sorge vor dem Risiko etwas abgelegt habe seit Frühjahr 2025 keine weiteren Einzahlungen mehr getätigt.
    • Ich habe einen fünf-monatigen Notgroschen in Form meines Nettogehaltes auf einem Tagesgeldkonto

    Ich könnte nun die BAV stillegen und Allvest kündigen und das Geld zum Teil in den ETF und ins Tagesgeld stecken. Allerdings überlege ich, ob ich die BAV und den Allvestvertrag inklusive des Tagesgeldes als Sicherheitsbaustein betrachten soll. Ich habe keine Lust auf Tagesgeldkonto-Hopping, und auch wenn bei der BAV durch die Anlageart nicht viel rumkommt, so kommt vermutlich auf lange Sicht mehr (oder zumindest mal regelmäßig gleich viel) dabei herum wie auf einem Tagesgeldkonto, welches nach ein paar Monaten ja immer mit den Zinsen runtergeht. Außer ich liege hier komplett falsch, dann bin ich um jeden Rat dankbar.

    Gleiches gilt für Allvest: das Geld, das ich bereits eingezahlt habe, ist nun drin; die Gebühren sind bereits gezahlt, also ist das Geld ohnehin weg. Das kann man im Grunde als Fehlinvestition sehen, aber ist nun mal passiert. Rückgängig machen kann ich es nicht. Der Vertrag ist nicht aktiv gemanaged, also habe ich von vorneherein versucht die laufenden Kosten so gering wie möglich zu halten, wobei die natürlich noch höher sind als die eines ETFs. Ich komme aber im Grunde problemlos an das Geld heran. Wenn ich eine Auszahlung veranlasse dauert es ein bis zwei Werktage und das Geld ist auf meinem Konto. Durch das Tagesgeldkonto ist das für mich kein Problem. Da mir ein Teil der Einzahlungen als Garantiekapital zur Verfügung steht rechne ich nur diesen Teil als Sicherungsvermögen, nicht aber die Rendite. Tendenziell macht das Geld, das dort angelegt ist, vermutlich etwas mehr Rendite als auf einem Tagesgeldkonto. Und ja, auf einem ETF würde es mehr machen, aber ich spreche hier ja vom Sicherheitsbaustein. Allvest liefe erst einmal die kommenden 12 Jahre weiter bis der Vertrag sich dann Jahr für Jahr von selbst verlängert, allerdings ohne weitere Einzahlungen. Aber wie gesagt - ich kann den Vertrag kündigen. Das sollte ich aber nur dann machen, wenn er im Plus ist, sodass ich nach Abzug der Steuern mindestens den tatsächlich eingezahlten Betrag bekomme (also quasi mit ein bisschen Rendite, sodass das die entstandenen Kosten aufwiegt).

    Der Plan ist nun statt Allvest einen ETF Sparplan zu starten (ein Welt ETF mit Schwellenländern). Ich habe ein kleines Startkapital auf dem Girokonto das ich gerne als Einmaleinlage dort anlegen und dann mit einem ordentlich hohen monatlichen Betrag besparen will. Der erhebliche Teil soll in den ETF gesteckt werden, ein kleiner Teil geht aufs Tagesgeldkonto. Die BAV werde ich vielleicht stilllegen, zumindest aber mal im Beitrag reduzieren. Ich würde den ETF so lange priorisieren, bis der ETF 80% im Umfang beträgt im Vergleich zu Tagesgeld + Allvest + BAV. Wenn die BAV stillgelegt würde wären dann letztendlich die zwei einzigen Sparpositionen Tagesgeld und ETF zu je 20, bzw. 80%. Macht das Sinn? Ich hoffe, ihr steigt da durch.

    Mich würde mal eure Meinung hierzu interessieren :)

    Danke im Voraus, und ich hoffe ihr seid nicht im Weihnachtsstress!

    Hallo zusammen!

    Ich bin neu bei Finanztip und dem Thema ETF Sparplan.

    Ich bin niemand, der ständig die Börse im Blick hat oder haben will. Ich will einen Sparplan anlegen der so gemacht ist, dass ich alle Ausgaben gedeckt, einen üppigen Notgroschen angespart (bereits erledigt), plus monatlich einen kleinen Extrabetrag auf den Notgroschen frei habe. Ein thesaurierender ETF klingt für mich ideal, weil ich mich nicht ständig darum kümmern will. Ich will auch nicht ständig ins Depot schauen (müssen), sondern bin mir bewusst, dass das Geld im Idealfall bis zur Rente dort liegt und sich Stück für Stück vermehrt.

    Kurz: 800 Euro sollen in den ETF gehen, 100 aufs Tagesgeld.

    Der Notgroschen hat bei mir einen bestimmten Wert, den ich nicht unterschreiten will, wenn nicht unbedingt notwendig. Die 100 Euro zusätzlich für das Tagesgeldkonto sind zum einen Inflationsausgleich, zum anderen eine Art Sparplan für Tierarztkosten (ich hole im Dezember zwei Fellnasen zu mir). Klar kann ich das Geld auch auf dem Girokonto rumliegen lassen, finde ich aber Quatsch. Im Grunde ist das ein zweiter Notgroschen für anfallende Tierarztkosten. Diese werden kommen, denn ich plane mindestens einen jährlichen Besuch mit Blutbild, Untersuchung und Impfungen pro Tier. Durch das Tagesgeld komme ich immer direkt an das Geld ran, aber das, was über die jährlich anfallenden TA-Kosten hinausgeht verringert sich zumindest mal nicht so im Wert, wie wenn ich das Geld stattdessen auf dem normalen Konto liegen lassen würde.

    Nun aber zur eigentlichen Frage:

    Ich schaue mir gerade verschiedene Depotanbieter an und stolpere immer wieder über den Punkt automatische Wiederanlage, die nur bei recht wenigen der von Finanztip empfohlenen Depots angeboten wird. Das verwirrt mich ein bisschen.

    Wenn ich einen thesaurierenden ETF nutze, braucht es dann diese automatische Wiederanlage überhaupt? Wenn ich das richtig verstehe, dann ist das doch gar nicht nötig, weil ich ja ohnehin keine Ausschüttungen erwarte die reinvestiert werden müssten; das passiert ja beim Thesaurierer automatisch, richtig?

    Wenn ich den Punkt als für mich irrelevant abhaken kann macht es mir das Aussuchen leichter, weil dann mehr Depots in Frage kommen. Es geht mir dann auch um die Nutzerfreundlichkeit des Depots, Kundenservice etc. Wobei es ja eigentlich fast egal ist über welches Depot man sich Erfahrungsberichte durchliest; jedes Depot hat Reviews die eindringlich vor dem Depot warnen (aus welchen Gründen auch immer).

    Schonmal vorab Danke für eure Rückmeldungen :)