Beiträge von Evaluise

    No worries, der Tages-/Festgeldbestand reicht, um mehr als sechs Jahre lang im Schnitt monatlich 3.000 Euro zu entnehmen, ohne die ETFs anzuknabbern. Da bei Dir, wenn ich das richtig verstanden habe, keine ernsthafte Rentenlücke vorliegt, sollten 36.000 Euro pro Jahr für Reisen und einmal in den sechs Jahren auch mal ein neues Auto reichen.

    Ich finde, Du machst das richtig und Dein Forenname passt.

    Und schon wünscht man sich wieder die kostenlosen Depots bei der Deutschen Finanzagentur zurück.

    Gute Idee, wieso ist die Regierung da nicht drauf gekommen? Würde die Bankenlobby sich querstellen?
    Mit "Bundesschätzchen" habe ich vor -zig Jahren angefangen und fand sie sehr praktisch. Wäre auch was für Leute, die bei Wörtern wie "Kapitalmarkt" und "Börse" Gänsehaut kriegen => könnte ein Renner werden. Und wenn man die Grenze nicht ganz so niedrig setzt wie damals (nach meiner Erinnerung ab 50 DM möglich) und das ganze unter Vermeidung der Schneckenpost online abwickelt, müssten sich auch die Verwaltungskosten in Grenzen halten.

    Das Wichtigste haben Buntbart und fabioso schon gesagt ... aber mir scheinen 20.000 als shit-happens-Bunker etwas knapp.
    Unabhängig davon: Habt Ihr schon alle Sondertilgungen für Haus und ETW ausgeschöpft?

    ..., wie strukturiert und konsequent viele von euch das Thema angehen.

    Ich frage mich aber, wie ihr persönlich die Balance zwischen langfristiger Vorsorge und dem „Leben im Hier und Jetzt“ seht.

    Gerade weil Lebenswege ja nicht immer planbar sind, finde ich es nicht ganz einfach, hier die richtige Gewichtung zu finden.

    Nee, ist auch nicht einfach und kann sich mehrfach ändern. Deshalb: von wegen strukturiert und konsequent ... ich bin phasenweise sehr strukturiert und konsequent vorgegangen - und hab mir dann plötzlich was Neues ausgedacht und das dann eine Zeitlang "strukturiert und konsequent" durchgezogen, bis mir wieder was Neues einfiel oder sich die Umstände änderten.

    Finanziell gesehen am dümmsten war die Phase, in der ich beruflich so belastet war, dass ich mich kaum um Finanzkram gekümmert habe. Glücklicherweise ist mir dann aber irgendwann aufgefallen, dass es keine gute Idee ist, wenn das Haus erst abbezahlt ist, wenn ich 72 bin! Nicht dass das eine doofe Planung war - ich hatte damals überhaupt keine Planung und das war echt doof.

    Also: bisschen Planung sollte schon da sein, aber die Gewichtung von Vorsorge einerseits und "hier und jetzt" andererseits kann sich im Laufe der Zeit ändern. Die Tendenz geht vermutlich dahin, dass man immer mehr merkt, was einem wirklich wichtig ist.

    Hans-Joachim, ist das eine Wohnung, die Du bis zum Lebensende bewohnen möchtest und auch kannst? Beispielsweise kann eine Wohnung im Dachgeschoss ohne Aufzug mal ziemlich lästig werden, auch wenn Du jetzt die Dachterrasse ganz toll findest.

    Wie lange wirst Du noch so viel monatlich verdienen und wie viel davon könntest Du nach dem Kauf der Wohnung monatlich sparen, um Dein dann ja ziemlich geschrumpftes Kapital wieder aufzubauen?

    Für mich ist einfach nicht klar, ob es wirklich egal ist welchen der drei etfs (Acwi, Acwi IMI oder ftse all world) ich nehme ...
    Ich möchte eben gerade nicht nach ein paar Jahren dann wieder umstellen müssen.

    Nein, es ist nicht egal. Bloß weißt Du und wissen wir alle erst hinterher, welche Entscheidung die beste gewesen wäre.

    Und aus steuerlichen Gründen wäre es auch nicht blöd, nach ein paar Jahren umzustellen (sooo ein Riesenaufwand ist das ja nun nicht) oder immer dann, wenn ein ETF eine bestimmte Summe erreicht hat - irgendwo hier im Forum wurde mal vorgeschlagen, jeweils nach ca. 100.000 Euro zu wechseln.

    Irgendwie spricht aus einigen Kommentaren doch eine gewisse Missgunst. Empfinde nur ich das so?

    Nee, empfinde ich auch so und find's nicht gut. Dass Du in eine reiche Familie reingeboren bist, ist nicht Dein Verdienst, aber auch nicht Deine Schuld. Du hast - vermutlich zum allergrößten Teil - in diesem Punkt einfach mehr Schwein gehabt als andere. Dass das vom System her ungerecht ist ... man muss auch jönne könne.

    Jaja, die Mütterrente ... wenn ich das richtig mitgekriegt habe:

    Meine Mutter, die zwei Kinder großgezogen hat, hat sie erhalten. Sie hatte aus gesetzlicher Rente plus Betriebsrente plus bisschen Witwenrente insgesamt monatliche Einkünfte, mit denen sie prima klarkam und auch ohne den Anteil aus der Mütterrente prima klargekommen wäre.

    Meine Schwiegermutter, die vier Kinder großgezogen hat, erhält Grundsicherung. Dabei wird die Mütterrente verrechnet. Sie steht also finanziell genauso da wie eine Frau, die kein einziges Kind hatte.

    Find ich irgendwie nicht richtig.

    Sorry Seo, Dich hatte ich mit "rumhacken" nicht gemeint, war wg. Zitat missverständlich. Ich hab mich nur über das Sichaufhängen am Begriff meinesgleichen bzw. seinesgleichen geärgert und Dein Beitrag war der letzte, in dem das Wort auftauchte.

    Also sind "deinesgleichen" Menschen mit Geld? Geld scheint also doch für dich wichtig zu sein. Jedenfalls so wichtig, dass es für ein Abgrenzungsmerkmal gegenüber anderen ist? :/

    Ja, "seinesgleichen" sind Menschen mit viel Geld. Na und? Soweit ich mich erinnere, tummeln sich in diesem Forum (wenn auch wohl bisher nicht in diesem Thread) einige davon. Ich kann mir gut vorstellen, dass Friedrich95 sich manchmal ein bisschen einsam fühlt, weil seine Alltagsumgebung so ganz andere Probleme hat. Dass vermutlich alle hier im Thread denken "och die Probleme möcht ich haben ..." ist kein Grund, auf ihm rumzuhacken.

    Friedrich95, ich bewege mich in ganz anderen finanziellen Sphären. Trotzdem kann ich mich ein bisschen reinfühlen: ich habe gerade eine für meine Verhältnisse größere Erbschaft (voraussichtlich so gerade eben noch innerhalb der Steuerfreiheitsgrenze) gemacht, kann immer noch nicht fassen, dass das alles wirklich meins sein soll und zerbreche mir den Kopf, wie ich es hinkriege, dass das Geld für den Fall, dass ich es nicht anzutasten brauche, in der Familie bleibt. Eine dolle Steigerung meines Lebensstandards, mit dem ich ganz zufrieden bin, ist nämlich nicht geplant, und das scheint bei Dir ja auch so zu sein.

    Als ich in das Berufsleben eingetreten bin gab es die erste Million Arbeitslose und wir mussten nehmen, was es gab, wenn wir nicht arbeitslos sein wollten.

    War bei mir genauso.

    Ich sehe das Problem aber eher bei den Leuten, die keine Nachrichten gucken/hören oder meinen, Politik hätte doch mit ihnen nix zu tun. Das sind genau die Leute, die angesichts des Rentenbescheides oder der Spritkosten oder der Gastarife völlig überrascht sind - und gleichzeitig der festen Überzeugung sind, niemand hätte sie gewarnt und das sei alles total gemein.

    Entnahmen in der Ansparphase klingen ziemlich unlogisch.

    Was genau ist der Sinn dieses Fadens? Willst Du Feedback dazu oder worum geht es?

    Ich versteh den Sinn des Fadens auch noch nicht ... aber Entnahmen in der Ansparphase können psychologisch durchaus nützlich sein, und es scheint sich ja nur um einen überschaubaren Posten mit entsprechend überschaubaren Ausschüttungen zu handeln.

    Thread kann von mir aus geschlossen werden:

    Nachlassgericht hat das Testament eröffnet und es ist glücklicherweise seit der ersten Eröffnung vor rund 20 Jahren nicht geändert worden => wir sind tatsächlich die Erben. Daraufhin hab ich den Tod der ING gemeldet und die hat auch nicht gemeckert, dass ich das erst so spät getan habe. Depot und Verrechnungskonto wurden auf mich übertragen, das Girokonto allerdings gesperrt mit der Anregung, es löschen und das Guthaben auf mein Konto übertragen zu lassen.

    Die Verzögerung bei der Testamentseröffnung hatte also mit der fehlenden Todesfallmeldung an die Bank nichts zu tun. Das haben hier ja auch alle geschrieben, aber ich hatte halt doch befürchtet, dass ich was verbockt habe.

    Und aufgrund des bereits im Januar geschlossenen Kaufvertrages wurde für die Käufer des Hauses auch schon eine Auflassungsvormerkung im Grundbuch eingetragen, so dass der Kaufpreis fälliggestellt werden konnte. Der Anteil eines der beiden Käufer ist heute schon eingegangen.

    Jetzt muss ich mir nur noch überlegen, was ich mit meinem Anteil mache ... aber erstmal 'ne Nacht drüber schlafen, bis ich mich wieder beruhigt habe. Der Anblick eines solchen Kontostandes ist für mich noch etwas ungewohnt!

    Nicht zu vergessen, dass ich für Großeinkäufe eher den PKW nehme, statt zu Fuß zu gehen bzw. kleine Einkaufsmengen locker mit dem Radl transportieren kann.

    Mag stimmen ... aber erfahrungsgemäß: je öfter man im Laden ist, desto mehr kauft man => um so mehr vergammelt. War echt ein Problem, als Göttergatte noch viel unterwegs war und auf dem Rückweg immer am Supermarkt vorbeikam.