Interessantes Thema, auch finanziell ... aber macht doch dafür einen neuen Thread auf.
Beiträge von Evaluise
-
-
Natürlich hast du vollkommen Recht damit, dass man es dann auch gleich ganz sein lassen kann. Für mich war es aber eher so eine Art Therapie.
Genau so ging es mir auch, und manches kapiert man erst, wenn's ans eigene Geld geht:
Ich war lange begeistert, dass die Themen-ETFs meistens (in den letzten Jahren praktisch ständig) im Plus waren, und habe stolz gedacht, dass ich gute Entscheidungen getroffen hätte. Erst viel später hab ich kapiert, dass der glücklicherweise auch im Depot vorhandene Welt-ETF im ungefähr gleichen Zeitraum viel mehr zugelegt hat als die meisten Themen-ETFs => viele meiner ach so schlauen Entscheidungen faktisch dusselig waren. -
Gewinne die über das "Startguthaben" hinaus gehn, werden abgeschöpft und verteilt.
Solange Du das durchhältst und die Gewinne in den "langweiligen" Standard-ETF (welcher isses denn?) steckst, find ich das okay. Allerdings liegen bei Deinen "unsicheren" Anlagen mit 10K + 2K gut 13 % in spekulativen Anlagen - wäre mir ein bisschen zu viel.
Einen Haken an Deiner Aufteilung sehe ich darin, dass Du Deine spekulativen Anlagen dann ständig im Auge haben solltest - bist Du sicher, dass das gewährleistet ist? Oder gibt es bei Dir Stressphasen, in denen Du wochenlang schon froh bist, wenn's vor dem Einschlafen noch zum Fingernägelschneiden reicht?
Die 20K im Tagesgeld finde ich übrigens nicht zu viel, denn je nachdem, welcher und wie oft shit happens, können die ganz schnell weg sein.
-
Vielleicht künftig etwas weniger "taz" konsumieren, um auf diese Weise Deinen Bezug zur Realität zu verbessern ... ?
Weil das von Dir immer wieder kommt: Du hast wohl schon lange die taz nicht mehr gelesen und Dein Vorurteil ist noch auf dem Stand von ca. Jahrtausendwende? Die taz hat sich seitdem (mal abgesehen von der aktuellen Wochenendausgabe zum Internationalen Frauentag) sehr verändert.
-
Irgendwie fehlt mir hier das Ironie-Tag...Wenn dein Partner nicht mithilft, dann gibt ihm einen Tritt in den Hintern.
War kein bisschen ironisch gemeint.
Und über meinen Partner kann ich nun wirklich nicht klagen: der hat rund 25 Jahre lang Einkaufen+Kochen übernommen, bis ich endlich altersbedingt meine Berufstätigkeit auf weniger als 60-70 Wochenstunden reduziert hatte. Das weiß ich zu schätzen und werde ihn nicht egal wohin treten, bloß weil er damals wie heute einen unerfreulichen Zustand z.B. von Klo + Küchenfußboden vermutlich erst registrieren würde, wenn er dran festklebt. -
... Das ist für viele die Realität: "nur" den Alltag irgendwie schaffen ...
Ja, das dürfte eine große Rolle spielen. Wir haben mit Beruf + Familie + Haushalt eh schon verflixt viel um die Ohren ... und gerade Familie + Haushalt bringen sooo viele Aufgaben mit sich, von denen der männliche Partner oft gar nichts mitkriegt bzw. nur dann, wenn sie eben nicht erledigt werden.
-
Ich glaube keineswegs, dass es dann nur ein paar läppische Cent sind.
Nee, da kommen anständige Beträge zusammen: Seit ich altersbedingt meine Arbeitszeit drastisch reduziert und den Göttergatten großenteils von Einkaufen+Kochen entlastet habe, ist unser Lebensmittelbudget auf rund 60 % gesunken. Und das Ersparte geht, na klar, ins Depot.
csh, Du weißt doch hoffentlich diesen Beitrag Deiner Frau zum gemeinsamen Vermögen zu schätzen.
-
Market Timing funktioniert nicht
Ich werd wahrscheinlich trotzdem nicht widerstehen können und schick morgen mal per Echtzeitüberweisung was vom Girokonto aufs ING-Verrechnungskonto ... kann aber auch sein, dass die Einbrüche so gering werden, dass ich's mir dann doch verkneife.
-
Rechne doch unabhängig von der Beurteilung Deiner "unsicheren" Anlagen (zu der ich mich nicht berufen fühle) erstmal aus, wie lange die "sicheren" 245K reichen würden: 245K abzüglich xK für die geplanten Reisen dividiert durch monatliche Rentenlücke = wie viele Monate? Vermutlich ziemlich viele, wenn Deine Rentenlücke nicht sehr groß ist. Rechnest Du damit, dass während der gesamten Zeit Deine "unsicheren" Anlagen sich lausig entwickeln?
-
Och Elgob, reg Dich wieder ab. Hätte ich unsere Finanzkonstruktion geschildert (Göttergatte darf sich als Bundeskanzler fühlen, aber ich bin die Finanzministerin), hätte ich vermutlich den gleichen Rat gekriegt.
-
Trotz alledem fühlt es sich extrem risikoreich an, den gesamten Betrag auf einmal zu investieren. Ich habe überlegt, die Summe zu stückeln und alle 3-6 Monate einen Anteil zu investieren. Ganz sicher bin ich mir dabei aber auch nicht.
Meistens ist es am besten, sofort alles reinzuwerfen. Aber eben nur meistens. Und wenn Dir dabei unwohl ist und Du vielleicht in Panik kommst, sobald ein rotes Minus auf dem Depot erscheint (und bei einem sechsstelligen Betrag kann auch ein kleiner Prozentsatz verflixt viele Euros ausmachen), dann halt stückeln. Muss ja nicht quartalsweise sein, kann auch monatlich oder zweiwöchentlich sein.
Egal wie Du's machst: es wird ziemlich sicher eine Methode geben, von der Du hinterher weißt, dass sie besser gewesen wäre. Bloß kann Dir niemand vorher sagen, welche das wäre. Dann bitte Dir selbst (und ggf. uns) verzeihen: sowas ist einfach normal.
-
Was hältste von halbe/halbe?
Darauf läuft es bei mir meistens raus, wenn ich hinundherschwanke, die Sache aber nicht ewig lange rauszögern will, bis ich endlich zu einer Entscheidung gekommen bin.
Und Du kannst es Dir ja jederzeit wieder anders überlegen. -
Das ist definitiv falsch.
Tomarcy, ich glaub Dir ja, dass Du was gekriegt hast, ich aber nunmal nicht, weder am 10.2. noch sonstwann. Ich hab diesen Fonds aber schon lange genug, dass ich wohl hätte benachrichtigt werden sollen. Für einen anderen Fonds, den ich ungefähr genauso lange habe, gab es eine Benachrichtigung.
Regt mich aber nicht groß auf - eigentlich überhaupt nicht, zumal ich durch diesen Thread ja vorgewarnt war. -
... beim Festgeld gibts wesentlich mehr Zinsen. Ich dachte geldmarkt zahlt mehr als tagesgeld ...
Ja, beim Festgeld gibt es mehr Zinsen, jedenfalls wenn Du Zeit+Nerven fürs Rumgehoppe hast. Der Vorteil von den Geldmarktfonds ist doch bloß, dass Du bei Bedarf jederzeit rankommst, beim Festgeld aber warten musst, bis es fällig ist. Dieser Vorteil kostet halt auch was.
Und dass ETFs so gemein sind, alle Naselang auch mal runterzugehen ... willkommen in der Wirklichkeit.
-
Im ING-Depot hat sich jetzt alles wieder zurechtgeruckelt. Aber gut, dass ich durch diesen Thread vorgewarnt war (von der ING kam nix bzw. nur was zu einem anderen ETF) - heute morgen schien plötzöich das ganze Depot übel im Minus zu sein und ich wäre ohne Vorwarnung allen Füßestillhaltevorsätzen zum Trotz wohl doch in Panik gekommen.
-
Das ist das Forum von Finanztip.
Wenn du Fragen zur redaktionellen Arbeit hast, wende dich bitte an die Redaktion.Hab ich schonmal gemacht, kam keine Reaktion.
Französische Banken werden schon seit einiger Zeit nicht mehr empfohlen; meine Anfrage war aber vor der Herabstufung.
Die Stellantis-Zinsen für zwei oder drei Jahre sind übrigens noch besser: 2,81 % bzw. 2,91 %. Und die Zinsen werden monatlich gutgeschrieben und dem Kapital zugeschlagen => Zinseszinseffekt.
-
Sini, hast Du denn überhaupt schon ein Depot? Falls nein, guck mal in die finanztip-Empfehlungen.
Falls ja, wieder in die finanztip-Empfehlungen gucken und einen weltweit(!) investierenden ETF aussuchen. Dann Sparplan anlegen - einen Sparplan, nicht mehrere. Später wechseln kannst Du immer noch, aber es wäre albern, Deine doch sehr überschaubare Monatsrate auf mehrere ETFs aufzusplitten.
Und dann: Nerven behalten. Ja, anfangs wird in Deinem Depot gelegentlich, vielleicht auch öfter ein hässliches rotes Minus aufleuchten. Aber die Chancen stehen gut, dass das auch wieder vorbeigeht. Du planst ja hoffentlich nicht nur für ein paar Jahre, oder?
-
Sofern man eine Vollmacht erstellen will, ist dies bei ING, Comdirect, DKB, Consors doch sehr unterschiedlich geregelt, ING ohne eigenen Onlinezugang für die andere Person, stattdessen Telefonbanking.
Ähh, ich glaub das Telefonbanking (sprachautomatgesteuert => irre nervig + langwierig und ohnehin auf 1.000 Euro begrenzt) hat die ING inzwischen sogar abgeschafft oder tut es demnächst. Damit wird die Vollmacht noch nutzloser.
-
Wegen einer Prämie von 400 Euro willst du einmalig mehr sparen.
Grundsätzlich ist es natürlich prima, "zusätzliches" Geld gleich anzulegen. Aber überleg Dir, ob Du solche Beträge komplett anlegen willst oder vielleicht nur 90 % , um die restlichen 10 % zu verjubeln auf irgendwas, was nicht unbedingt sein muss, Dir aber Freude macht. Gerade bei eher überschaubaren Finanzverhältnissen besteht womöglich die Gefahr, dass ein Gefühl der Deprivation (mir fällt gerade kein besseres Wort ein) eintritt, wenn man wirklich alles spart, und dann kommen die guten Vorsätze ins Wanken.
-
Gibt es u.U. eine clevere Strategie, um evtl. Geld schon nach 10 Jahren entnehmen zu können? 15 Jahre ist in meinem Alter ja sehr lang.
Naja, auch im Welt-ETF ist das Geld ja nicht festgeklebt - Du kannst jederzeit was entnehmen, egal ob in zehn Jahren, Monaten oder Tagen. Kann halt sein, dass es dann gerade nicht mehr 15.000 sind. Kann aber auch sein, dass es bis dahin 20.000 sind. Die 15 Jahre sind bloß der Zeitraum, nach dem es der bisherigen Erfahrung nach deutlich mehr als 15.000 sind.