Beiträge von bewo

    Nicht perfekt. Nicht maximal renditestark. Aber für viele langfristig gut – und genau das wird oft unterschätzt. Oder?

    LG

    Wo wird das unterschätzt?

    Zitat

    ehrlich gesagt gibt es die „beste“ Strategie ohnehin nicht.

    Richtig. Die "beste" Strategie sieht im nachhinein nie besser aus als eine risikobehaftete Strategie, welche mit Glück funktioniert hat.

    Zitat

    Ein weltweit gestreuter ETF verfolgt vor allem ein Ziel: Er versucht nicht, den Markt zu schlagen, sondern den durchschnittlichen Marktertrag möglichst unkompliziert und kostengünstig abzubilden.

    Das stimmt nicht. Ein MSCI ACWI entscheidet sich aktiv Small Caps rauszunehmen. Ein MSCI World sogar noch zusätzlich die Schwellenländer. Beide verzichten auf die Frontiermarkets (In denen immerhin ~3 Mrd Menschen leben).

    Dazu ist die Frage, was "der Markt" ist. Wir sprechen von den Public Markets.

    Den durchschnittlichen Marktertrag suchen die bekannten Welt-Indizes auch nicht, das würde ein Equal Weight ETF machen. Die bekannten, nach MK gewichteten Indizes wollen am Ertrag der Weltwirtschaft teilhaben.

    Zitat

    Deshalb kann ein Welt-ETF für viele Menschen eine pragmatische Lösung sein:

    breit gestreut,

    einfach verständlich,

    kostengünstig,

    und mit hoher Wahrscheinlichkeit nah an der allgemeinen Marktentwicklung.

    "Breit gestreut" ist relativ. Ist ein ETF, der 5000 Aktien hält, aber eine davon mit 99% gewichtet ist, gut gestreut? Die aktuellen Klumpen in den Welt-Indizes sind da und sollten auch nicht verleugnet werden.

    "Einfach verständlich". Findest du? Was denn genau? Ich denke eher, dass die meisten keine Ahnung haben und ihnen die Aussage: "Sind viele Aktien drin" zum "Verständnis" ausreicht.

    Guten Morgen,

    Beamte sind in der Regel in der privaten Krankenversicherung und müssen die Beiträge davon selbst aus ihrem Netto (=das was auf dem Konto landet) zahlen. Und RV-Beiträge fallen nicht an, weil Beamte über die Pension abgesichert sind.

    Das ist mir schon klar. Meine Frau ist Beamtin.

    Auch sie nennt gerne ihr Netto mit abgezogener KV.

    Aber ich spare jeden Monat 15% meines Gehalts um später soviel Rente zu bekommen, wie sie Pension. Käme ich auf die Idee, das Geld von meinem Netto abzuziehen?

    Die Rentenansprüche sind halt auch Teil des Gehalts und AN-Netto hat nichts mit Beamten-Netto zu tun. Aber nur die KV abzuziehen geht in die falsche Richtung um es vergleichbar zu machen.

    Beamter, mittlerer Dienst (derzeit), ca. 3200-3300 € netto nach Abzug KV.

    Warum zieht man die KV ab? Folgerichtig müsstest du dann auch die RV dazupacken. Grade in einem Forum von finanztip, in dem es ja wesentlich um den Umgang mit Geld und die Altersvorsorge geht.

    Was Beamte verdienen ist schon krass. Als Jugendlicher hatte ich das nicht im Blick. Sonst wäre ich zu 100% ins Beamtentum gegangen.

    Freut mich auf jeden Fall für alle Beamten

    Für die Berechnung des Faktors wird das Verhältnis der Einkommen zueinander ermittelt - logischerweise durch Division. Die Division durch 0 (bei nur einem Einkommen ist das andere schließlich 0) funktioniert aber nicht (mathematisch gesprochen ist sie nicht definiert).

    ....

    Nein, es geht um das Verhältnis der summierten Einkommenssteuer zusammenveranlagt zur summierten Einkommenssteuer einzeln veranlagt.

    Wenn da der Nenner 0 ist, muss ja eh nichts versteuert werden.

    Mathematisch sollte man also erstmal seine Formel prüfen

    Für uns persönlich wäre es doppelt blöd, weil wir bis dato auf gleichem Niveau verdient haben, das also nichts gebracht hat. Genau jetzt ändern sich die Umstände und wir könnten erstmals vom Splitting profitieren. Prompt soll es abgeschafft werden 8o.

    Ich weiß nicht, ob's hier schon geschrieben wurde, aber ich meine, dass eine Änderung, so wie die aktuelle Planung wäre, nur neue Ehen betreffen soll. Bestehende Ehen könnten also weiter vom Splitting profitieren. Hintergrund wäre, dass es einem 60 jährigen Ehepaar, welches seit 40 Jahren das "alte" Konzept lebt, dass die Frau Zuhause bleibt, nicht zugemutet werden kann, jetzt nochmal umzusteigen.

    Zitat

    Zusammenveranlagte Paare profitieren dann am meisten, wenn der Einkommensunterschied zwischen beiden Partnern besonders groß ist, oft wenn eine gar nicht arbeitet. Kritiker sagen schon lange, dass es die Einverdienerfamilie subventioniert, die ja eigentlich aus der Zeit gefallen zu sein scheint. Bzw. dass es gerade für Frauen unattraktiv ist, nach einer Kinderpause wieder zu arbeiten.

    Ich muss sagen, dass ich diese Argumentation nicht verstehe. Arbeiten gehen lohnt sich immer. Auch und vor allem finanziell. Spätestens in der Rente zählen nur die eingezahlten Beiträge.

    Das es heute immer noch viele Menschen nicht begreifen, dass das doppelte oftmals bedeutend mehr ist...

    Realistisch: Ein Partner geht arbeiten, einer nicht. Vielleicht kommen 4000€ Netto raus. 1200€ Miete, 800€ Fixkosten & Mobilität, 800€ für Nahrungsmittel, 200€ Rücklagen. Bleiben 1000€ für den Alltag. Geht die 2. Person arbeiten und bringt dadurch "nur" 1000€ mehr nach Hause, hat das Paar 2000€ für den Alltag.

    Wir alle haben Fixkosten, an denen wir nicht rütteln können. Wir müssen essen, wir brauchen Mobilität, wir brauchen ein Handy und ein Dach überm Kopf ist auch sinnvoll.

    Das was übrig bleibt ist das, was uns Freiheit gibt. Und da ist "etwas" mehr, oft viel mehr als man denkt.

    Zum Ehegattensplitting:

    Aktuell wird nur übers abschaffen gesprochen. Das geht nicht!

    Das Ehegattensplitting ist überlebenswichtig für viele Familien. Und das "Modell", einer bleibt Zuhause ist nicht altmodisch, sondern auch heute oft noch Zwang, weil der Staat keine Betreuungsangebote geregelt bekommt.

    Ich gehe mit, dass das Ehegattensplitting ersetzt werden könnte, mit einer Möglichkeit Familien zu unterstützen. Aber bislang hab ich nur gehört: "Das Betreuungsangebot müsste man im Gegenzug verbessern". Und den scheiß höre ich schon seit Jahrzehnten. Passieren tut nichts.

    Wenn das die Idee der Regierung ist, wird sie krachend scheitern.

    Erst Lösung, dann Veränderung, sonst Panik.

    Ich beziehe mich Mal nur auf die Moral.

    Du 100.000€, er 500.000€.

    Eigentlich müsste er dir 200.000€ geben (Nach Gesetz), er will aber nur 100.000€ geben. Wir reden also "nur" über eine Absenkung des Ausgleichs und keiner Verweigerung. (Nur um erstmal die Fakten darzustellen, wie ich sie verstehe)


    Ich selbst hab mir auch schon Gedanken gemacht, wie das bei mir und meiner Frau wäre, weil ich da mehrere Punkte sehe die Unfair wären.

    So wie ich es verstehe, habt ihr getrennt voneinander Geld verdient, verwaltet und angelegt. Er hat mehr verdient und, so klingt es, gewinnbringender angelegt.

    Ich finde, die Schwierigkeit liegt eher in der Unbekannten: Den Ausgaben. Als Beispiel von mir: Meine Frau und ich verdienen ähnlich, aber sie gibt ~1000€ im Monat für ihr Hobby aus (Pferd). Ich lege das Geld entsprechend eher an für die Rente. Entsprechend fände ich es unfair, wenn sie später Anspruch auf das Geld erheben würde, weil wir beide immer gleich viel hatten, aber sie es eben für sich ausgegeben hat.

    Beim Einkommen allerdings finde ich es fair, wenn man nicht darauf guckt. Sie hat noch eine Zeit lang studiert, als ich schon Geld verdient habe, das würde ich nicht gegenrechnen. Noch viel weniger würde ich mein Einkommen gegenrechnen während der Elternzeit. Da hat man zu teilen, fertig.

    Das ist meine persönliche Sicht. Dazu hast du aber wenig geschrieben. Also hat er sich bei Ausgaben zurückgehalten und du hast gerne Geld ausgegeben?

    Ein anderer, vergessener, Punkt: Rentenansprüche. Ich nehme an, die hast du nicht im Vermögen aufgeführt. Wie geht ihr damit um?

    Ein Punkt, an dem ich deinem Mann aber vllt etwas zustimme, moralisch: Wenn du dich getrennt hast, würde ich dir auch keinen Cent mehr geben, als ich moralisch vertretbar fänd. Den Ausgleich für die Kindererziehung, klar. Aber Ersparnisse? Für mich persönlich sind das Ersparnisse in der Ehe. Und wer die Ehe verlässt hat keinen Anspruch. Den der andere ist dann ja noch drin.

    Einfach mein moralischer Gedanke. Den eigentlich sollten sich beide Partner ja darauf verlassen können, dass man für immer zusammen bleibt und entsprechend auch planen können. Und da finde ich, sollte es auch Hürden geben, eine Scheidung zu forcieren. (Das ist aber wirklich nur meine persönliche Sichtweise, nicht das das jemand so wahrnimmt, als würde ich die Sichtweise auch von anderen verlangen)

    bewo Es hat auch etwas damit zu tun, was für jemand "Sparen" bedeutet und wie ein Thema angesprochen wird. Wenn es nach Komplikationen klingt?

    Wie wäre es mit dem Finanztipbuch als Einstieg? Kein Mensch sollte sich in diesen Zeiten finanziell abhängig machen.

    Wie Themen angesprochen werden ist natürlich wichtig, da gebe ich dir Recht.

    Insgesamt bin ich aber meist ehrlich.

    Ich hab meiner Frau gesagt, dass sie als Beamtin ~70% Pension bekommt. Ca 10% ihres Gehalts geht als Tilgung ins Haus.

    Sprich sie hat jetzt nur 90% zur Verfügung und später 80%. Mit kleinem Extra: Zinsen werden wir keine mehr zahlen müssen.

    Entsprechend muss sie sich eigentlich keine Gedanken ums Thema Geld machen. Beamte haben es da einfach einfacher.

    Das Buch würde sie nicht lesen. Gib ihr ein Buch, in dem es wissenschaftlich und analytisch um die richtigen Zusammensetzungen von Pferdefutter geht. Aber ein Buch, in dem es um solche Themen geht würde wahrscheinlich noch am gleichen Tag bei Vinted reinstellen 😅


    Es mag sein, dass die Interessen unterschiedlich sind.

    Dennoch machen Frauen tagtäglich viele uninteressante aber notwendige und wichtige Dinge und es muss einen Grund haben warum die in diesem thread „humorvoll“ geschilderten Gespräche reale Bezüge haben.

    Generalisierung vs. Spezialisierung hat Gründe, Vor- und Nachteile.

    Wenn man solchen Beiträgen ernsthaft den Bezug zur Realität nehmen möchte, „hilft“ es am meisten wenn die Matrix wichtig/unwichtig vs. Interessant/uninteressant zwischen den Partner:innen gleich verteilt wird und die Kästchen mal miteinander getauscht werden.

    In meinen Augen ist das Problem, dass du siehst, der Unterschied zwischen Individuum und Kollektiv.

    Wenn du pauschal feststellen möchtest, dass sich ein Geschlecht mehr oder weniger für ein Thema interessiert, kannst du daraus natürlich schlussfolgern, dass der Zustand geändert werden sollte.

    Aber wir leben ja in einer Gemeinschaft, in der das Individuum zählt und nicht das Kollektiv.

    Wenn überproportional viele Frauen (So verstehe ich dich) sich weniger für das Thema Finanzen interessieren als Männer, dann ist diese Feststellung nicht unbedingt negativ, sondern schlicht eine Beobachtung. Ein Aspekt, der mir oft in Diskussionen zu kurz kommt.

    Zitat

    [..] zwischen den Partner:innen gleich verteilt wird und die Kästchen mal miteinander getauscht werden.

    Das sehe ich eben völlig anders. Ich habe meine Interessen und meine Frau hat ihre. Ich werde mich in meinem Leben nicht mehr für Pflanzen oder Tiere interessieren und meine Frau wird in ihrem Leben kein Interesse mehr an Politik oder Finanzen gewinnen. Und das ist auch absolut in Ordnung. Schlimmer wärs doch, wenn es wichtige Punkte gäbe, die keinen von uns beiden interessieren.

    Zitat

    Dennoch machen Frauen tagtäglich viele uninteressante aber notwendige und wichtige Dinge [..]

    Dem widerspricht auch keiner. Bei ich sagen würde, dass das jeden betrifft, nicht nur Frauen

    Schön 😊

    Bei meiner Frau sind die Gespräche oft ähnlich.

    Als sie mit dem Studium fertig war und die ersten Gehälter kamen, hab ich sie Mal aufs sparen angesprochen. Ja, 77€ im Monat spart sie aufs Sparkonto.... Sparquote ~2%

    Gut, dass sie Beamtin ist 😅

    Aber ehrlich: Das ist doch auch ok so. Wir haben unterschiedliche Interessen und Politik, Wirtschaft und Finanzen sind nicht so ihr Ding.

    Meinen Verdienst würde ich als gut bezeichnen, auch wenn man hier den Eindruck gewinnt, dass ich eher wenig verdiene 😅

    Genau zu sagen, was ich verdiene empfinde ich schwierig. 2025 waren es ~76k und 2024 ~70k Brutto. Allerdings bekomme ich quasi immer Spesen etc, welche ja Steuerfrei sind und am Brutto sowieso vorbei gehen. Klar kann man sagen, dass das zum Ausgleich ist, weil ich dann bei Kunden im In- und Ausland rumdümple und mich da verpflegen muss. Aber ehrlich gesagt geh ich sowieso meistens Essen. Jedenfalls bin ich so in 2024 und 2025 jeweils auf ~50k Netto gekommen (Und Steuererklärung ist noch nicht gemacht, da kommt sicherlich auch noch einiges zusammen). Was für das Brutto wohl schon ordentlich ist. Muss allerdings dazu sagen, dass mein Brutto ohne Zulagen bei 65k liegt und mein Netto dann bei ~40k. Das höhrere Einkommen ist also nicht sicher.

    Bin ich zufrieden?

    Nein, ganz klar. Das Gehalt ist ausreichend für mich, aber meine Arbeitsbelastung ist schon oft enorm. Aussagen wie: "Wir arbeiten hier 7 Tage die Woche 12h am Tag" erwarten mich gerne Mal beim Kunden. ~70% meiner Arbeitstage haben mehr als 8h und ~35% auch mehr als 10h. 60h die Woche werden auch oft überschritten.

    Mein Arbeitgeber kommt für alles auf und jede Überstunde feier ich ab, lasse also nie was auszahlen. So fair will ich sein. Aber so oft kommt im Januar/Februar die Situation, dass ich 30 Tage Resturlaub und Hunderte Überstunden hab und dann 2 Monate Zuhause bleibe.

    Die Situation ist etwas unzufrieden stellend. Ich hätte meine Arbeit lieber aufgeteilt und hab keine Lust mehr irgendwo im Hotel zu schlafen.

    Quasi:

    Gehalt: Top

    Arbeit: Top

    Work/Life Balance: Nicht vorhanden

    Am liebsten wäre mir ein Gemeinschaftskonto.

    Von Trade Republic halte ich nichts.

    Scalable Capital ist super hässlich

    Das Hauptproblem sehe ich beim Gemeinschaftskonto. Da wäre die Frage, ob es zwingend ein Gemeinschaftskonto sein muss. Auch wenn man Scalable, Trade Republic, Traderplace, Finanzen.net Zero etc nicht mag, Preis-/Leistung ist bei Neobrookern halt ungeschlagen.

    Zitat

    Geldmarktfonds fallen bei ING wegen den Gebühren raus, da man ja öfter an das Geld dran muss.

    Ich musste bislang noch nie an meinen Geldmarktfond ...

    Zitat

    Oder sollte ich den Notgroschen umdeklarieren, in einen Geldmarktfond investieren und alles über Summe X auf dem Tagesgeldkonto ebenfalls in den Geldmarktfond stecken.

    So ähnlich hab ich's.

    Ich hab mit meiner Frau ein Gemeinschaftskonto über die DKB. Darüber ein Tagesgeldkonto (Auch nur 0,XX Prozent) und dann bei Trade Republic einen Geldmarktfond.

    Das Tagesgeld dient eben den kleinen Ausgaben, die unerwartet kommen. Da sind ~2000€ drauf. (Bei mir auf 2 Tagesgeldkonten aufgeteilt) Und dann eben der Geldmarktfond mit 10k€ falls wirklich Mal was gravierendes ist. War halt bislang noch nie.

    Was du jetzt machen könntest, bei der DKB, ist auch noch ein Depot dort zu eröffnen und da den Geldmarktfond kaufen. DKB bietet das fürs Gemeinschaftskonto an und ist insgesamt eigentlich recht günstig.

    Interessante Frage.

    Ich kenne dein klassisch aufgestelltes Portfolio nicht, deswegen gehe ich einfach Mal von einem FTSE All-World aus. Das ist für mich mein klassischer Vergleichsindex.

    Da du ja hier ein Nebenkonto hast, fallen für mich die bekanntesten ETFs (MSCI World, S&P500 etc) raus, weil mir diese zu klassisch sind und das hast du ja schon.

    Der erste Einfall sind natürlich weitere Faktoren, wie Momentum, Value, Quality oder auch Regionen, wie Europa oder Emerging Markets. Aber auch die liegen mir zu sehr auf der Hand.

    Dann denke ich, dass man bei Small Caps bleiben könnte und EM Small Caps bzw EMU Small Caps dazu nehmen kann. Aber... ich nehme auch da an, dass du das schon in Betracht gezogen hast.

    Und dann wird's schon nischiger.

    Du bist ja Grade weltweit, aber im Faktor Small Cap unterwegs.

    Wie wärs mit einer Regionenwette? Also ein ETF auf China A (Festlandaktien), Indien oder Latin America? Alle 3 aus verschiedenen Gründen interessant. Indien hat Grad mit der EU und den USA neue Abkommen geschlossen. Extrem viel Potenzial in dem Land. Latein Amerika (Also hauptsächlich Brasilien und Mexico) ist auch vor einem Abkommen mit der EU. Bei beiden noch zu beachten, dass die Welt sich Grade neu mischt. China ist Grad sehr unterbewertet und hat Investitionsprogramme. Zu viel würd ich nie nach China packen, aber interessant find ich's allemal.

    Ganz generell, auch ohne die Zahlenwelt: aktuell tut sich ja einiges im Gesetzgebungsprozess zum sogenannten "Altersvorsorgedepot" (als Nachfolgeprodukt zu Riester). Ab dem 01.01.2027 soll es dann in Kraft treten.

    Ich bin der Meinung, man sollte abwarten, was dabei rauskommt. Es besteht zumindest die Chance, dass man ein schlechtes Riester-Produkt in ein besseres Altersvorsorgeprodukt überführen kann und damit alle bisher erworbenen Förderungen behalten kann.

    Viele hier sind da nicht so optimistisch, aber ich denke, man macht keinen Fehler, wenn man den Gesetzgebungsprozess in 2026 abwartet und beobachtet und Ende des Jahres auf Basis der finalen Gesetzeslage und der ersten drauf basierenden Produkte entscheidet. Kündigen kann man dann allemal noch.

    Sehe ich genauso.

    Kündigen klingt aktuell nicht nach der klügsten Idee.

    Man kann's jetzt stilllegen und nächstes Jahr schauen wie's aussieht. Ich persönlich hab meinen Vertrag einfach weiter laufen und hoffe, dass die Summe investiert werden kann. Bin aber auch nicht drauf angewiesen

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    Wenn du nicht nach Aktien, sondern nach Geldmarkt filterst, findest du Geldmarkt-Fonds. Das sind Ultrakurz laufende Anleihen, welche dann ~ den IZB Leitzins wiederspiegeln. Der liegt aktuell bei 2%.

    Nachteil: Das kann sich jederzeit ändern. Wobei ich mittelfristig nicht wirklich eine gravierende Veränderung erwarte.

    Auf 5 Jahre gesehen, ist das natürlich trotzdem nicht das sicherste. Da eignen sich Anleihen vllt mehr. >2 Jahren Laufzeit werfen die eig mehr Rendite ab, als der Leitzins.

    Hier gibt es 2 Dinge zu beachten. Anleihe-ETFs haben eigentlich kein Ablaufdatum, weil immer wieder neue Produkte gekauft werden. Ihr müsstet also entweder mit einem Risiko leben, oder umschichten. Von 3-5 Jahre Laufzeit auf 1-3 Jahre und dann auf Geldmarkt. Das ist natürlich umständlich.

    Alternative gibt es iBonds (Laufzeitbonds) oder Target-Maturity Bond. Das sind Anleihe Bundles mit Endfälligkeitsdatum.

    ZB LU2673523135

    Xtrackers II Target Maturity Sept 2031 EUR Corporate Bond UCITS ETF (Acc) | LU2673523135 | DBX0U8
    Alle wichtigen Informationen und Vergleiche zum Xtrackers II Target Maturity Sept 2031 EUR Corporate Bond UCITS ETF (Acc) (LU2673523135 | DBX0U8) – extraETF –…
    extraetf.com

    Das ist ein Laufzeitbond bis September 2031. (Unternehmensanleihen in diesem Fall)

    Wichtig bei Anleihen: Die Währung. Kurz- und Mittelfristig kein Wechselkursrisiko eingehen. Ja, Anleihen in $ sind aktuell sehr lukrativ, aus Sicht der Rendite. Aber wenn der Dollar fällt, verlierst du. (Andersherum kannst du natürlich auch gewinnen). Staatsanleihen sind in der Regel sicherer als Unternehmensanleihen. Aber in einem breiten Fond mit Endfälligkeit würde ich das nicht als Kriegsentscheidend ansehen. Trotzdem im Zweifel nach Government statt Corporate suchen.

    Und: Die Rendite bei Anleihen ist anders als bei Aktien planbarer. Du bekommst eine Zielrenditen, die eigentlich nur von Insolvenz geschmälert werden kann. Das ist natürlich sicherer, aber auch schnell veränderlich.

    Für den Sparplan bedeutet das: Regelmäßig nachschauen, wie es mit den Renditen aussieht. Wenn Anleihen weniger Renditen versprechen, steigt der Wert deiner gekauften Anleihen, du machst also mit den gekauften nichts falsch. Aber neues Geld legst du nicht mehr zu den Zinsen an, die du haben willst

    Weitere Vorschläge für die Anlage:

    Wenn deine Tochter 5 Jahre lang wirklich 2000€ fürs Haus spart, hat sie am Ende 120.000€ vor Zinsen. Das ist schon sehr viel. Es gibt KfW Kredite oder Landeskredite, die man zur Eigenkapitalaufstockung vor der Bank aufnehmen kann. Es ist oftmals gar sinnvoller, "nur" 10-20% Eigenkapital einzubringen und den Rest bis zu den 50% als Kredit vom Land/Bund aufzunehmen. 60% werden dann von der Bank zum Bestzins finanziert. (Also 10% Nebenkosten + 40% Eigenkapital + 60% Finanzierung von der Bank).

    Der Vorteil hier liegt darin, dass man sein Geld lieber in den Kapitalmarkt bringt und als Ziel erst in der Nachfinanzierung das Kapital einbringt. Mit den aktuellen Zinsen kann das immer noch lohnend sein. Man nutzt quasi den Fremdkapitalhebel am Aktienmarkt, besichert mit den Aktien, die man 10 Jahre lang hält. Zielrendite muss da dann "nur" der Zinssatz sein, damit man nicht verliert.

    Könnte vllt eine Überlegung wert sein

    Core mit Kommer ergänzt da Faktor interessant und USA-resilienter zu sein.

    Gleichzeitig glaube ich aber auch, dass die USA in meiner Lebensspanne weiterhin dominant sein werden, daher der S&P500 x2. Hier hätte man sicherlich auch den World *2 nehmen können mit aktuell 70% USA.

    EM IMI + CSI500 als Gegengewicht zum Kommer. Vllt hätte es auch 40% getan statt 10/10, mag aber die kleine Wette auf China :)


    Ergibt das für irgendjemanden Sinn?

    Zitat

    40% ACWI IMI

    20% Kommer

    20% S&P500 x2

    10% EM IMI

    10% CSI 500

    Man nehme den ACWI IMI um möglichst breit gestreut zu sein. Man packe EM IMI dazu, um die US-lastigkeit zu reduzieren und mische Kommer bei um Faktoren und die BIP Gewichtung beizumischen. Dann noch den CSI500 (Swap nehme ich an?) um China stärker zu gewichten.

    Und dann? Nach all der Durchmischung?

    Mischen wir gehebelt USA rein, was davor so krampfhaft diversifiziert wurde.

    Dir ist bewusst, wie ein Hebel funktioniert und das das heutzutage mit Zinsen langfristig wohl nicht funktioniert? Das ist halt einfach gamling ohne Ausstieg. Die Bank verdient jeden Tag ihren Anteil.

    Zitat

    Laut einer Analyse (bezogen auf Hebel-ETFs) lagen solche Finanzierungskosten im historischen Durchschnitt bei etwa ~2 % pro Jahr, abhängig von den Geldmarktzinsen — und aktuell wird berichtet, dass die tatsächlichen Finanzierungskosten derzeit um etwa 4,3 % pro Jahr liegen, wenn man Standard-US-Geldmarktsätze zugrunde legt.

    +0,5% TER liegst du bei 4,8% Kosten

    Dazu kommt noch der Effekt, das eine negative Verdopplung schwerer wiegt als eine positive.

    Annahme: Markt fällt um 10%. Dann muss der Markt um 11,11% steigen um den Verlust weg zumachen, also um wieder bei 100% zu stehen

    Was passiert im gehebelten Produkt?

    20% fällt der Kurs, danach steigt er um 22,22%, aber wir liegen bei 97,77%. 2,22% Verlust, obwohl sich der Index nicht bewegt hat.

    Das gleiche gilt auch, wenn der Kurs steigt und dann fällt.

    Markt steigt um 10% und fällt zurück um 9,1%. Man steht wieder bei 100%

    Gehebelt steigt er um 20% und fällt dann um 18,2%. Resultat 98,16%.

    Es gibt auf YT einen Mathematiker, der die Zinsentwicklung bei Aktienmärkten anschaulicher machen wollte und deswegen Verdopplungschritte, statt Prozentuale Entwicklung erklärt hat. Das macht deutlicher wieso diese Effekte eintreten.

    Gehebelte Produkte sind in einem Marktumfeld, in dem Geld Zinsen kostet und der Markt eine höhere Volatilität aufweist einfach Quatsch. Als langfristiges Investment nicht geeignet.

    Danke für euren Input! :)

    Was empfiehlt sich denn dann für ein Verhältnis vom FTSE All World zu dem Stoxx Europe 600 und gibt es da Seiten/Tools die helfen sowas festzulegen?

    Würde man da auch 70/30 machen?

    Das schlägt z.B. Copilot vor:

    Ich benutze den Finanz Manager von extraETF. Da kannst du dann sehen wie Regionen und Länder gewichtet sind.

    Was das festlegen angeht: Schwierig. Das musst du eigentlich selbst entscheiden. Ein richtig oder falsch gibt es nicht.

    Ich zB habe ~40% Europa im Portfolio, wovon aber auch ~17% in Small Caps sind. Das mache ich bewusst, weil ich zum einen mehr Fokus auf den € legen will, denn das ist meine Währung und zum anderen sehe ich politische Risiken, die außerhalb Europas liegen (Aus meiner Sicht als Europäer)

    Ein Problem, an einer Gewichtung wie deiner ist: Du verschiebst nicht nur das US<->EU Gewicht, sondern gewichtest auch alles andere weiter nach unten. So hast du bspw nur noch 7% statt 10% Schwellenländer im Depot.

    Aber genau dafür eignet sich der Finanz Manager von extraETF wirklich sehr gut, um genauer zu sehen, was wie gewichtet ist. Regionen, Länder, Sektoren, Large- Mid- SmallCaps, Value oder Growth.

    Und dann musst du natürlich entscheiden, was du willst. Wenn du nur wenig EM haben willst ist das ja eine Entscheidung, die völlig in Ordnung ist.

    PS, der Finanz Manager hat eine neue Version bekommen und die heißt dort jetzt Portfolio Tracker. Man kann allerdings auch in die alte Ansicht wechseln. Von den kostenlosen Tools, in meinen Augen die umfangreichste

    Muss ich bei einer etwaigen Kündigung nicht auch schon direkt Kapitalertragssteuern bezahlen? Das Geld steckt ja bisher in Fonds.

    Und momentan stehen die Kurse davon ja eher gut, sonst wäre der Auszahlbetrag noch geringer.

    Naja. In der Theorie schon, aber guck Mal in deine Unterlagen wieviel wirklich in Aktien-Fonds stecken. Bei mir sind das so um die 5%, obwohl das auch eine Fondsgebundene Riester sein soll.

    Und die Anleihen, die da sonst drin stecken, haben ja lange quasi gar keine Rendite erzielt.

    Also sooo viel Kapitalertragssteuer wird da nicht anfallen.

    Mein ETF Portfolio ist, im Vergleich zu vielen anderen, vermutlich aufgebläht.

    22,5% Vanguard FTSE Developed Europe

    15% Vanguard Emerging Markets

    10% Vanguard FTSE North America

    2,5% Vanguard FTSE Japan

    5% Vanguard FTSE Pacific ex Japan

    5% Vanguard FTSE All-World High Dividend Yield

    15% UPS MSCI EMU Small Cap

    15% iShares MSCI World Small Cap

    10% SPDR MSCI EM Small Cap

    Ziel: Breit und Gleichgewichtet bei Marktkapialisierten ETFs investiert sein mit Fokus auf den €. Zielpositionsgrößen: Max 1%. Ausnahme TSMC, weil es keine sinnigen Alternativen gibt (TSMC steht bei ~1,7%). Keine Übergewichtungen, von Zukunftshoffnungen die Finger lassen. Ich lege keinen Wert auf Liquidität, aber bin nicht bereit langfristig Risiko einzugehen.

    Das ist mein Altersvorsorgedepot. Ansonsten hab ich noch Einzelaktien, Anleihe-ETFs und Geldmarkt-Fonds


    Wie sich die Kosten zusammen setzen kann ich Zuhause nochmal gucken.

    Normalerweise hast du die Kosten der Titel, die enthalten sind.

    Kosten für die Versicherung.

    Und Kosten für den Versicherungsmakler

    Was die Kinderzulage angeht. Die gibt's nur einmal. Also entweder Vater oder Mutter. Wenn deine Frau/Mutter des Kinder auch eine Riester hat, dann bekommt die die Zulage. Wenn ihr getrennt seid, bekommt die Person die Zulage, die auch das Kindergeld bekommt.

    Weiteres Vorgehen:

    Theoretisch sollte man das Produkt stilllegen. Es ist schlecht und Alternativen sind besser.

    DIE Alternative könnte sich in Zukunft (Nächstes Jahr) mit dem Altersvorsorgedepot auftun.

    Und genau da kommt jetzt das Nervige. Eigentlich könnte man aktuell auch sagen: Riester laufen lassen und dann umschichten ins AVD. Aber ob das überhaupt kommt? Und ob man dann einfach Riester übertragen darf? Bislang hat nur das Bundeskabinett die Reform beschlossen. Bundestag und Bundesrat müssen auch nochmal ran. Und was dann übrig bleibt...

    Deswegen: Das klügste wäre: Stilllegen, das Geld privat in ETFs sparen und nächstes Jahr schauen, was beim AVD passiert ist. Ob die Riester umgeschichtet werden kann.

    Ich muss selbst aber zugeben, dass ich mir den Luxus leiste, die Riester weiterlaufen zu lassen und drauf hoffe, dass das AVD in jetziger Form durchgeht.