Beiträge von Leopard


    Wouw, die Zahlen sehen echt gut aus - fast schon zu gut.

    Kleinigkeit am Rande: den Baustein ZUS hast du nicht mehr aufgeführt.

    Zunächst einmal ist nicht auszuschließen, dass die bisher absolut geringen Steigerungen zukünftig dafür umso kräftigere Beitragssteigerungen bewirken - ex ante kann man das natürlich nicht verlässlich prognostizieren.


    Viel interessanter ist daher die Antwort auf meine ursprünglich 1. Frage:

    1. Wie viele neue Tarife wurden seit der Umstellung auf Unisex auf den Markt gebracht?


    Aus meiner Perspektive heraus kann ich aufgrund vergangener Beratungsgespräche mit verschiedenen Maklern nur sagen: Die R+V war bei ähnlichem Leistungsumfang deutlich teurer (z.B. teurer als der neue und leistungsstärkere Tarif der Barmenia).

    My best advice: @ Felice hat mich vor viel Unheil bewahrt. Ihr Rat kann als best practice angesehen werden. :)

    Super vielen Dank!

    Dann mach ich das mal und schau mal was dabei raus kommt! Würde es dann hier wahrscheinlich posten, weil ich damit wahrscheinlich wieder wenig anfangen kann.

    Moin,

    ich freue mich schon auf deine Zahlen!

    Ein Berater hatte mir neulich konkrete Zahlen zur R+V gezeigt (u. a. für die Tarifbestandteile BB30 und EB1). Da der Tarif bei der R+V teurer als bei der Barmenia und gleichzeitig der Leistungsumfang etwas schlechter als bei der Barmenia war, habe ich nachgefragt, wie dies sein könne.

    Die Antwort des Beraters bestand im Wesentlichen darin, dass sich die Kalkulation bei der R+V in der Praxis als zu optimistisch erwiesen habe und man aufgrund des mittlerweile relativ hohen Preises (im Marktvergleich) damit rechnen könne, dass die R+V zeitnah einen neuen Tarif auf den Markt werfen könnte.

    (An der Stelle bitte nicht falsch verstehen: Die Barmenia hat ihren letzten Tarif "GK" erst 2022 auf den Markt geworfen. Sobald hier die Beiträge steigen, hat die Barmenia zumindest in der Vergangenheit gezeigt, dass sie gern einen neuen Tarif auf den Markt wirft.)

    Umso gespannter bin ich auf deine Informationen!

    Die Inhalte von Dieter Homburg finde ich gernell recht gut, aber manchmal verbreitet er etwas Panik. In diesem Video gibt es folgende Falschaussage von ihm: Ab Minute 10:32 spricht er über die Verträge eines Ehepaars bei der Debeka und sagt, dass das Ehepaar bereits seit 40 Jahren privat versichert sei. Dies stimmt nicht, denn anhand der Beiträge auf den gezeigten Rechnungen konnte ich anhand eines Vergleichs mit Beitragsrechnungen von mir bekannten Personen herausfinden, dass sich beide im Alter von ca. 48 bis 52 erst privat versichert haben. Hätten beide in einem jüngeren Alter die Verträge abgeschlossen, würden beide recht akzeptable Beiträge zahlen. Also nicht nur Dr. Schlemann verbreitet nicht korrekte Informationen über PKV-Unternehmen, die ihm ein Dorn im Auge sind.


    Hallo Felice,

    erst einmal vielen lieben Dank, dass du dich - mal wieder - so engagiert einbringst!

    Leopard: Ist es dieses Video: Private Krankenversicherung: Genau deshalb eskalieren die Beiträge! ?

    Tatsächlich habe ich ein anderes Video gemeint, dass scheinbar nicht öffentlich verfügbar ist.

    Vielleicht liest ja Dieter_Homburg mit, sodass er das Video, bei dem er auf den Artikel zur Alten Oldenburger von Dr. Schlemann eingeht, für alle zugänglich macht.

    Ich glaube, auf diese Frage wird Dr. Schlemann nicht antworten. Er wird auch nicht verraten, bei welcher Versicherung er seinen PKV-Vertrag hat. Dieter_Homburg ist übrigens bei der Alten Oldenburger versichert.

    Das ist korrekt. Ich finde es gut, dass Dieter_Homburg proaktiv mitteilt, dass er selbst bei der Alten Oldenburger ist. Das unterstreicht seine Glaubwürdigkeit.

    Falls möglich, würde ich an deiner Stelle den Vertrag direkt bei der AO abschließen. Da die AO jedoch eine sehr strenge Gesundheitsprüfung hat, würde ich an deiner Stelle einen Wechsel erstmal davon abhängig machen, ob du ohne Risikozuschlag angenommen wirst.

    Warum würdest du den Vertrag direkt bei der AO abschließen? Der Versicherungsmakler ist der "natürliche Freund" des Versicherten. Bei Problemen in Bezug auf die Leistugsabwicklung stehe ich ohne Makler allein da. Mit Makler habe ich jemanden, der mir bei Problemen helfen kann.

    Guten Abend!

    Das Thema "Beitragsstabilität" ist super wichtig!

    Ich kann dir nur empfehlen, dir mal von deiner Versicherung folgende Informationen einzuholen:

    1. Wie viele neue Tarife wurden seit der Umstellung auf Unisex auf den Markt gebracht?

    2. Wie waren seither die Beitragsentwicklungen in den Unisex-Tarifen?

    Eine Versicherungsgesellschaft, die nichts zu verbergen hat, wird dir diese Informationen gern bereitstellen.

    Ich bin dort langjährig versichert und sehr zufrieden. Es gibt keine neuen Tarife zum Anwerben von jungen Menschen, sondern die Tariflandschaft ist stabil. Ich vergleiche jedoch meine Beitragsentwicklung mit einem Marktdurchschnitt oder Debeka.

    Leistungsabrechnung geht einfach (Fotos mit App) und werden meist innerhalb einer Woche überwiesen. Probleme sind selten und können schnell gelöst werden. Telefonische Erreichbarkeit gut (direkt zum Bearbeiter, kein CaIl-Center).


    Guten Abend Hornie,

    besten Dank für Ihre Einschätzung als langjährig Versicherter bei der Alten Oldenburger.

    Nachfrage: Würden Sie heute, wenn Sie noch einmal die Wahl hätten, die PKV direkt bei der AO oder lieber bei einem Versicherungsmakler abschließen?

    Ich hätte da eine Vermutung. ^^


    Guten Abend Herr Dr. Schlemann,

    was ist denn Ihre Vermutung? :)


    Eine einfach Google Suche findet übrigens Antworten: https://www.google.com/search&q=alte+oldenburger+beitragsstabil ... zufälligerweise gibt es dazu einen Artikel auf unserer Website. :)


    Ihren interessanten und informativen Artikel zur Alten Oldenburger hatte ich bereits gelesen. Dieter Homburg hat exakt zu diesem Artikel auch ein Antwort-Video erstellt.

    Dass Sie gern die Barmenia empfehlen, ist in einschlägigen Fachkreisen mittlerweile bekannt. Weniger bekannt sein dürfte der Umstand, dass die Barmenia in der Vergangenheit zahlreiche neue Tarife auf den Markt gebracht hat. Obwohl ein Tarif zwar formal nicht geschlossen wird, ist es faktisch so, dass neue Versicherte im Regelfall den neueren, weil leistungsoptimierten und günstigeren Tarif wählen. Folge: Junge, gesunde Menschen, die wenig Leistung in Anspruch nehmen, kommen nicht neu in das vorhandene Versichertenkollektiv.

    Dies führt dann zu einer, gelinde ausgedrückt, dynamischen Beitragsentwicklung.

    Wenn Sie mögen, können Sie der interessierten Öffentlichkeit gern einmal gegenüberstellen, wie viele Monatsbeiträge Sie bei der Barmenia als Abschlussprovision erhalten und wie viele Monatsbeiträge bei der Alten Oldenburger - so wird wohl ein Schuh draus.

    Liebe Finanztip-Community,


    nach intensiver Beratung habe ich den Eindruck erhalten können, dass die Alte Oldenburger der beitragsstabilste Versicherer am Markt bezüglich PKV ist.


    Vor einem möglichen Wechsel zur Alten Oldenburger möchte ich mich bei euch nach euren Erfahrungswerten erkundigen.


    Hierbei interessiert mich insbesondere:


    1. Waren die Beitragssteigerungen bei der Alten Oldenburger tatsächlich dauerhaft unterhalb des Marktdurchschnitts?
    2. Gibt es nennenswerte Probleme in Bezug auf die Leistungsabwicklung?
    3. Gibt es nennenswerte Einbußen beim Leistungsumfang, wenn die Debeka die Benchmark ist?

    Besonders charmant finde ich bei der Alten Oldenburger:
    - Keine teuren Sponsoring-Aktivitäten zulasten des Versichertenkollektivs
    - Keine überhöhten Abschlussprovisionen

    Ich freue mich auf eure Rückmeldungen. 😊

    Hat in der Schule aufgepasst!

    MINT oder qualifizierte WiWis verdienen das mit unter 30.


    Wenn die Welt so einfach wäre!

    Es gibt genügend MINTler:innen, die beispielsweise als Postdoc sich von einem befristeten (Teilzeit-)Vertrag zum nächsten hangeln. Also immerhin promovierte Personen.

    Von "qualifizierten" WiWis, z. B. Steuerberatern oder Wirtschaftsprüfern bei den Big4 mit dem Grade Senior Consultant oder Manager, will ich gar nicht erst anfangen.

    Zumal der Threadopener selbst von einem Referendariat gesprochen hat - dieses ist bei MINT und WiWi eher mal ungewöhnlich.

    Lassen wir doch einfach den Threadopener antworten :thumbup:

    Ich höre mir das nicht mehr an.
    Hauptsache meine Allianz erhöht die Dividende auf 17,10 Euro und die Münchner Rück auf 24 Euro.


    Guten Abend Tomarcy,

    das funktioniert allerdings nur dann, wenn möglichst viele Menschen möglichst viele Versicherungen abschließen, die sie dann idealerweise nie in Anspruch nehmen.

    Randnotiz: Die Outperformance von Allianz und Münchener Rück gegenüber einer sinnvoll gewählten Benchmark (z. B. DAX) steht in einem nicht sonderlich attraktiven Verhältnis zu dem Risiko, das von einer Einzelaktie ausgeht.;)

    Liebe Finanztip-Community,

    2.500 Zugriffe und 68 Antworten in nur 2 Tagen - das zeigt, dass das Thema nicht ganz so trivial ist, wie es manche Forist:innen durch ihre Herabwürdigung darstellen wollten.

    Mein (vorläufiges) Fazit:

    Wenn man als MIETER:

    - achtsam im Alltag handelt (dazu gehört auch, sich zu vergewissern, dass elektronische Geräte sowie Wasserhähne bei Verlassen der Wohnung ausgeschaltet sind) und

    - vorwiegend zu Fuß und manchmal mit dem ÖPNV unterwegs ist,

    dann geht das Risiko eines größeren Schadenereignisses gegen null.

    Trotz mehrfacher Nachfrage konnte außer dem in Beitrag Nr. #67 dargestellten Sachverhalt (bei dem die näheren Umstände leider nicht bekannt sind) kein existenzbedrohliches Schadenereignis genannt werden, dass die Sinnhaftigkeit einer PHV rechtfertigt.

    Wenn man als Teil eines Versichertenkollektivs die (grobe) Fahrlässigkeit seiner häufig nicht ganz so achtsamen Mitmenschen mitfinanzieren möchte, ist dies selbstverständlich jedem Menschen gestattet.


    Ok, verstanden.

    In derartigen Fällen würde die PHV also gar nicht zur Anwendung kommen, da eine "Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung" zuständig wäre.

    Wie oft gab es denn in deinem sozialen Umfeld Schadenereignisse, bei denen die Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung zur Anwendung gekommen ist? Wie hoch war die regulierte Schadenhöhe in etwa?

    Zweites Zwischenfazit:

    Wenn ich Jesus folge (Demut, Verzicht, Bescheidenheit) und Hobbys wie Skifahren und andere von spätrömischer Dekadenz triefenden Aktivitäten unterlasse, geht das Risiko eines existenziell bedrohlichen Schadenereignisses gegen null.

    Konkrete Schadenereignisse, die die eigene wirtschaftliche Existenz hätten zerstören können und dank einer PHV reguliert werden konnten, sind nach der bisherigen Diskussion nicht bekannt.

    Recherche über eine einschlägige Vergleichs-App:

    PHV ohne Selbstbehalt, inkl. mind. 10 Mio. Euro Deckungssumme + Ausfalldeckung + Gefälligkeitsschäden + Schlüsselverlust Miete + Gemietete oder geliehene Sachen: Ab ca. 33 Euro/Jahr

    PHV mit 1.000 Euro Selbstbehalt, inkl. mind. 10 Mio. Euro Deckungssumme + Ausfalldeckung + Gefälligkeitsschäden + Schlüsselverlust Miete + Gemietete oder geliehene Sachen: Ab ca. 15,50 Euro/Jahr

    An dieser Stelle sollte auch jedem:r Nicht-Mathematiker:in klar sein, dass ganz offensichtlich ein Großteil der regulierten Schäden in einem Bereich unterhalb von 1.000 Euro liegt.

    Ich finde, dass die PHV zum Schutz der Geschädigten eine Pflichtversicherung sein sollte, so wie es bei der KFZ Haftpflich und (teilweise) Tierhalterhaftpflicht ist. Denn die stehen im Zweifel ziemlich dumm da, wenn der Schädiger nicht zahlen kann und keine PHV hat. Da kann das Leben des Geschädigten unverschuldet ruiniert sein. Und dass das durchaus passieren kann, sieht man am TE.


    In meinem konkreten Fall müsste ich wohl ein Leben lang an die geschädigte Person bezahlen...

    Derartige Fälle sind mir jedoch nicht bekannt. Vielleicht kennt ja jemand einen entsprechenden Fall, bei dem eine Person ohne PHV seit geraumer Zeit an die geschädigte Person zahlen muss?

    Hmm, welche Versicherung soll denn so einen Waschmaschinen Schaden bezahlen, unsere ist auch kaputt gegangen, also suche ich mir Frau Mustermann, diese hat ihre Schlüppis darin gewaschen und dabei ging diese kaputt. Das gute Stück ist 8 Jahre alt und hat hunderte Programme gewaschen, da soll dann eine Haftpflicht bezahlen? Schon merkwürdig, diese Einstellung.


    Nein, diese Einstellung ist nicht merkwürdig.

    Als Konsument:in geht es immer darum, die Konsumentenrente zu maximieren. Das ist VWL I.

    Das ist sicher nicht der Normalfall. Da sollte man mal selber die Bedingungen prüfen - evtl. hat man eine Billigpolice mit zu vielen Ausschlüssen abgeschlossen.


    Möglicherweise doch:

    Ein von mir erfolgter Anruf bei einer örtlichen Versicherungsagentur eines großen, namhaften Versicherers hat bestätigt, dass scheinbar elektronische Geräte bei einer PHV grundsätzlich nicht inkludiert sind, sondern hierfür eine Elektronikversicherung zuständig sei.

    Die PHV deckt doch die schwarzen Schwäne des Alltags ab. Genau die Fälle, an die man niemals im Leben denkt, dass einem ein sooo dämliches und gleichzeitig teures Missgeschick jemals passiert. Im besten Fall passiert dir niemals so ein Missgeschick. Falls es aber doch passiert, bist du nicht ruiniert.

    Die PHV ist eine der wenigen Versicherungen, die ich wirklich gerne bezahle. Sie ist günstig und deckt riesige Schäden ab. Und wenn ich auf meinem Sterbett Fazit ziehe und feststelle, dass ich die PHV mein ganzes Leben umsonst bezahlt habe, weil nie in Anspruch genommen, werde ich trotzdem zufrieden sein.

    Bei deinem Waschmaschinenbeispiel hab ich das Gefühl, dass ihr die PHV mit einer Hausratversicherung verwechselt (und auch da sollte man gründlich die Bedingungen studieren). Oder du müsstest mal die ganze Geschichte erzählen, was genau passiert ist.


    Hallo Mittvierziger,

    danke für deine theoretische Antwort.

    Welche "schwarzen Schwäne" sind dir oder Menschen aus deinem sozialen Umfeld denn widerfahren?


    Hallo Wanderslust,

    besten Dank für deine Beispiele.

    Welche davon sind dir oder Menschen in deinem sozialen Umfeld konkret passiert?

    Mögliche theoretische Ereignisse kann man sich immer gut herleiten.