Ich finde leider aktuell nur noch die angehängte Produktinformation von damals. Dort ist handschriftlich vermerkt/hervorgehoben vom Verkäufer:
Niedrigstes Risikoprofil "konservativ"
Der empfohlene Anlagehorizont von 4 oder mehr Jahren
Die Anlagesumme von 10.000 Euro
Das Risikoprofil bzw. die Risikoklasse hat nichts mit dem Risiko zu tun, was du nun darunter verstehen magst. Es geht bei der Risikoklasse nur um die Volatilität der letzten Jahre. Sprich ist die Volatilität geringer, hat er eine niedrigere Risikoklasse als wenn sie höher ist.
Weiterhin wird bei den Immofonds meist nur eine jährliche NAV Bestandsaufnahme durch die Fondgesellschaft / Inhaber der Immobilien gemacht. D.h. die NAV-Schätzung ist i.d.R. höher als die Immobilien auf dem Markt wirklich wert sind.
Weiterhin wird bei diesen Diagrammen ziemlich (legal) getrickst: Volatilitysmoothing und so weiter. Sprich es werden nur monatliche oder teilweise jährliche Datenpunkte genommen, anstatt wie bei deiner Aktie tägliche Werte. Zudem wird es ja von der Gesellschaft selbst geschätzt ![]()
Im Kursverlauf ist dies deutlich 2024 zu sehen. Dort hat der Fond mal eben um 17% seinen Kurs nach unten korrigiert, weil die Bewertung der Immobilien eben nicht so war, wie sie es dachten. (siehe Hier) - so viel zum Thema Risiko.
Aktuell wird der Immofond mit 17% Abschlag an der Börse gehandelt (Rücknahmepreis Fondgesellschaft: 41,83 € vs. 35,87 € an der Börse)
ZitatDer UniImmo: Wohnen ZBI (ISIN: DE000A2DMVS1), der hauptsächlich in Mietwohnungen investiert, wurde von unabhängigen Sachverständigen um fast 17 Prozent um mehr als 860 Millionen Euro auf knapp 4,3 Milliarden Euro abgewertet.
- schnellstmöglich verkaufen, oder behalten bis wir (auf welchem Wege auch immer, hoffentlich) entschädigt werden?
- Teilnahme an Musterverfahren (scheinbar nur bei Kauf nach 2023 möglich, warum eigentlich?)
- Eigenes Verfahren anstreben? Auf welcher Grundlage? (Falschberatung der Bank vs. Falscheinstufung der UI)
Zu den Punkten kann ich nur aus meiner eigenen Erfahrung sprechen. Was ist euer Ziel? Ohne Rechtsgrundlage zu haben, würde ich nicht davon ausgehen, dass ihr nach einen Prozess (ohne Berücksichtigung von Kosten & Nerven) mehr als das aktuelle Vermögen bekommen werdet. Ich wäre daher beim Punkt "verkaufen", bevor der Immofond am Ende in die Insolvenz rutscht und ihr 10-15 Jahre nicht an das Geld kommt, während der Fond in der Abwicklung ist - und falls dann am Ende überhaupt etwas über bleibt - schließlich seid ihr der Eigentümer der Immobilie und erst werden die Fremdkapitalgeber / offenen Forderungen bedient.
Die Immofonds sind für die Banken ein lukratives Geschäft. Hohe Kosten, tolle Provision, Kündigungshürden, ...
Meint Rat: 2000 Euro Verlust hinnehmen und daraus lernen (ganz wichtig)
+ Kaufkraftverlust durch Inflation. Das ist aber auch der springende Punkt: Der Verlust ist vorhanden. Es ist für euch nicht entscheidend, ob ihr damals 10.000 €, 200.000 € oder 100 € investiert habt - aktuell sind die 8.000 € relevant, das ist das vorhandene Vermögen.