Beiträge von Julian-2

    Ich finde leider aktuell nur noch die angehängte Produktinformation von damals. Dort ist handschriftlich vermerkt/hervorgehoben vom Verkäufer:

    Niedrigstes Risikoprofil "konservativ"
    Der empfohlene Anlagehorizont von 4 oder mehr Jahren
    Die Anlagesumme von 10.000 Euro

    Das Risikoprofil bzw. die Risikoklasse hat nichts mit dem Risiko zu tun, was du nun darunter verstehen magst. Es geht bei der Risikoklasse nur um die Volatilität der letzten Jahre. Sprich ist die Volatilität geringer, hat er eine niedrigere Risikoklasse als wenn sie höher ist.

    Weiterhin wird bei den Immofonds meist nur eine jährliche NAV Bestandsaufnahme durch die Fondgesellschaft / Inhaber der Immobilien gemacht. D.h. die NAV-Schätzung ist i.d.R. höher als die Immobilien auf dem Markt wirklich wert sind.

    Weiterhin wird bei diesen Diagrammen ziemlich (legal) getrickst: Volatilitysmoothing und so weiter. Sprich es werden nur monatliche oder teilweise jährliche Datenpunkte genommen, anstatt wie bei deiner Aktie tägliche Werte. Zudem wird es ja von der Gesellschaft selbst geschätzt :thumbup:

    Im Kursverlauf ist dies deutlich 2024 zu sehen. Dort hat der Fond mal eben um 17% seinen Kurs nach unten korrigiert, weil die Bewertung der Immobilien eben nicht so war, wie sie es dachten. (siehe Hier) - so viel zum Thema Risiko.

    Aktuell wird der Immofond mit 17% Abschlag an der Börse gehandelt (Rücknahmepreis Fondgesellschaft: 41,83 € vs. 35,87 € an der Börse)

    Zitat

    Der UniImmo: Wohnen ZBI (ISIN: DE000A2DMVS1), der hauptsächlich in Mietwohnungen investiert, wurde von unabhängigen Sachverständigen um fast 17 Prozent um mehr als 860 Millionen Euro auf knapp 4,3 Milliarden Euro abgewertet.

    • schnellstmöglich verkaufen, oder behalten bis wir (auf welchem Wege auch immer, hoffentlich) entschädigt werden?
    • Teilnahme an Musterverfahren (scheinbar nur bei Kauf nach 2023 möglich, warum eigentlich?)
    • Eigenes Verfahren anstreben? Auf welcher Grundlage? (Falschberatung der Bank vs. Falscheinstufung der UI)

    Zu den Punkten kann ich nur aus meiner eigenen Erfahrung sprechen. Was ist euer Ziel? Ohne Rechtsgrundlage zu haben, würde ich nicht davon ausgehen, dass ihr nach einen Prozess (ohne Berücksichtigung von Kosten & Nerven) mehr als das aktuelle Vermögen bekommen werdet. Ich wäre daher beim Punkt "verkaufen", bevor der Immofond am Ende in die Insolvenz rutscht und ihr 10-15 Jahre nicht an das Geld kommt, während der Fond in der Abwicklung ist - und falls dann am Ende überhaupt etwas über bleibt - schließlich seid ihr der Eigentümer der Immobilie und erst werden die Fremdkapitalgeber / offenen Forderungen bedient.

    Die Immofonds sind für die Banken ein lukratives Geschäft. Hohe Kosten, tolle Provision, Kündigungshürden, ...

    Meint Rat: 2000 Euro Verlust hinnehmen und daraus lernen (ganz wichtig)

    + Kaufkraftverlust durch Inflation. Das ist aber auch der springende Punkt: Der Verlust ist vorhanden. Es ist für euch nicht entscheidend, ob ihr damals 10.000 €, 200.000 € oder 100 € investiert habt - aktuell sind die 8.000 € relevant, das ist das vorhandene Vermögen.

    Wenn ich sagen wir Mal 100 Euro DroneShield Aktien kaufe und ich habe einen Totalverlust, wäre es ja nicht so schlimm oder?

    Als Außenstehender ist diese Aussage in Bezug auf deine Eingangsfrage paradox: Du versuchst jeden "Penny" gewinnbringend anzulegen, aber gleichzeitig willst du 100 € in Gulli werfen.

    Anstatt 100 € in DroneShield zu investieren, empfehle ich dir gerade in Bezug auf dein Beispiel das Buch "Psychologie des Geldes". Dort sind genau solche Geschichten beschrieben. Der Investmentbanker mit 400 Mrd. $ Vermögen, der mehr wollte und am Ende insolvent war, seine Familie verlor und sein Scheitern nicht mehr ausgehalten hat.

    Hingegen auch Geschichten wie "die Person hat bodenständig jedes Jahr sein Überschuss in BlueChips der USA über 30 Jahre investiert, nicht gezockt, nicht geprahlt und jeder fragte sich, wie er am Ende 7 Millionen Vermögen hatte und dies bei seinem Ableben an örtliche wohltätige Zwecke gespendet hat."

    Du solltest dir ganz dringend das Thema Risiko anschauen.

    Ich wollte nur zusätzlich zu dem eher risikoarmen Welt-ETF (der gerade einen ziemlichen Höhenflug hat, was mir aber aktuell nichts bringt

    Risikoarm ... Dein Aktieninvestment über das Finanzprodukt ETF ist alles andere als Risikoarm und weiterhin versteh ich den 2. Satz nicht. Wenn der ETF einen Höhenflug hat, hast du Buchgewinne und daher mehr Geld als vorher. Du kannst zu jedem Börsentag den ETF liquidieren gehen. Investieren ist kein Marathon, sondern Disziplin, Geduld und die Bereitschaft GUTE Risiken einzugehen, die mit Rendite kompensiert werden. Das was du vor hast, ist reine Zockerei. Du könntest genauso 100 € darauf wetten, ob es morgen regnet oder die Sonne scheint.

    Bafög beantragen und gleichzeitig AVD erscheint mir irgendwie merkwürdig. Das Bafög soll ja den Lebens- unterhalt im Studium decken und nicht dem Vermögensaufbau dienen.

    Unterscheide dringend zwischen Vermögensaufbau und Altersvorsorge! Das AVD ist an klare Regeln für das Leben im Alter gekoppelt!

    Unser Rentensystem ist hinüber (fast 25% vom Bundeshaushalt wird zusätzlich für die Rente quersubventioniert!) und warum sollte man junge Menschen in der Bildung unterstützen (Bafög) und gleichzeitig sie nicht mit dem kollabierenden Rentensystem alleine lassen? Wir müssen beides machen!

    Wenn die Person eine gute Qualifikation durchläuft, mit ihrem Wissen z.B. Innovation in Deutschland voranbringt, gewinnen wir als Nation. Das Bafög ist ein Kredit, keine Schenkung. Je nach Noten (so mein Wissen), muss nur teilweise zurückgezahlt werden. Ich würde sogar schon so weit gehen, dass jeder Azubi, Student das Bafög erhalten sollte. Jeder Euro der in den Bereich investiert wird, bekommt er i.d.R. deutlich mehr zurück. Dafür muss er aber auch die Rahmenbedingungen schaffen.
    Wir als Nation haben keine Rohstoffe, sondern nur Wissen, Innovation, Know-How. Wie Norwegen ihr Öl behütet und damit ihr Land fördert, so sollten wir es im Thema Wissen tun.

    Ich stelle dann mal die Provokative Frage: Warum sollte jemand das AVD haben, während der Bürgergeld bezieht? ;)

    Wenn wir so denken, dann geht nie etwas vorwärts. Für den Staat (und uns als Nation) ist es unfassbar günstiger, wenn wir dem Vermögensaufbau der jungen Menschen über so ein AVD fördern, sodass er mit höherer Wahrscheinlichkeit im Alter auf keine Sozialhilfe angewiesen sein werden. Rechne einfach aus, was 30 Jahre Förderung im AVD den Staat kostet vs. 30 Jahre Grundsicherung. Wir in Deutschland haben eines der geringsten Rentenniveaus und jeder der es schafft neben den Pflichtbeiträgen einen nennenswerten Betrag am Kapitalmarkt zu investieren, ist sowieso in der oberen Vermögensspitze. Wir dürfen aber die Menschen am unteren Ende nicht vergessen und ich bin davon überzeugt, dass es uns als Nation helfen wird, wenn wir diesen Menschen über so ein gefördertes AVD ihren Lebensalltag im Alter verbessern. Ökonomisch und gesellschaftlich. Ich finde es sehr gut, dass das AVD nicht an Bafög oder Co. gekoppelt ist, schließlich ist das Geld NICHT verfügbar (außer man kündigt). Die Einzahlungen dort haben ein definiertes Ziel: Altersvorsorge (und nicht Vermögensaufbau). In der Altersvorsorge ist allerdings ein Teil von "Vermögensaufbau" zwangsweise enthalten.

    Die Person aus dem Thread ist finanziell gesehen in einer privilegierten Lage, was nicht so viele haben. Ich finde es aber richtig, dass auch diese Personen nicht von dem AVD oder Bafög ausgeschlossen werden. Wenn man nur von Menschen fordert, aber ihnen nie etwas gibt, ... das funktioniert auf Dauer nicht und sie suchen sich Alternativen.

    Sicherlich hätte ich mir das AVD damals schon gewünscht (zumindest die Richtung) oder auch dass ich Bafög erhalten hätte. Wenn wir aber sagen, "das hatte ich damals auch nicht" --- würden wir immer noch in Höhlen leben.

    Die Rechnung könnte nicht ganz stimmen, da Sie im BU Fall

    weiterhin fürs Alter sparen,
    zusätzlich Ihren Krankenversicherungsbeitrag alleine bezahlen
    den Entfall des Beitrags zur GRV kompensieren und
    auf die BU Rente ggf. noch Steuern zahlen müssen

    Ich habe den Thread aufmerksam verfolgt. Einige hatten das Glück und benötigten ihre BU nicht, haben sich ein tolles Leben und Vermögen aufbauen können.

    Mir hat es allerdings zu denken gegeben, dass ich den Schritt gehe und meine BU erhöhen werde (ohne aktuelle Veränderung der Lebenssituation, mit dem Angebot der Versicherung). Mit meinem Alter, mit meinem Einkommen und aktuellem Beruf bin ich in einer sehr privilegierten Situation, aber das schützt nicht vor Krankheiten/Unfällen/Verletzungen/Infektionen/...

    Bei Veränderung meiner Lebenssituation (z.B. Lebenspartner, Kinder, Heirat, Immobilie) hätte ich unabhängig der Gedanken/Ratschläge aus dem Thread hier die BU-Rente deutlich erhöht / mitgezogen.

    Ich hoffe natürlich, dass sich sie nie benötigen werden. Allerdings habe ich einiges gesehen und erlebt, wie schnell es sich ändern kann. Psychische und Nervenerkrankungen nehmen drastisch zu ... ein gesellschaftliches Problem. Ich habe nur einen Körper, eine Gesundheit. Wenn ich in die Situation komme, möchte ich nicht zusätzlich zur Krankheit den psychischen Stress von Existenzängsten haben - das nicht sonderlich der Genesung hilft.

    Mit einer guten BU habe ich die Sorge nicht. Ich muss nicht nach spätestens 18 Monaten (Ende Krankengeld) irgendwie wieder voll arbeiten, mich trotz zunehmender gesundheitlicher Beschwerden auf Arbeit schleppen etc.

    Danke auch dir für deine verschiedenen Inputs! Deine Anregungen haben mich auch zu dem Entschluss gebracht, meine BU nochmals zu überdenken und letztendlich nun den "Plan" gefasst diese zu erhöhen.

    Damals habe ich mich geärgert, dass ich nicht früher einen all world bespart habe und will mich nicht wieder ärgern..

    Sparplan pausieren, um damit dein Kind zu finanzieren (Kleidung, Einrichtung, ...) ist doch was völlig anderes als seinen Sparplan zu pausieren, um zu konsumieren.

    Sehe es so: Du hast vor einiger Zeit mit dem Besparen eines Welt-ETFs begonnen, der dir bis jetzt eine ordentliche Rendite (auch nach Inflation) beschert hat. Sei darauf stolz, dass du es bis hier her geschafft hast.

    Nicht viel ich weiß, ist ja risikoreicher

    Mehr Risiko ohne Aussicht auf mehr Rendite. Der Markt kompensiert das MehrRisiko nicht mit Mehr Rendite. Es basiert rein auf Hoffnung und bei sowas eher so herum denken: Du investiert mtl. 80 € in diesen Sektor-ETF. Er kann 100% machen, aber auch aufgrund der Branchenanfälligkeit sich auch halbieren.

    Der Welt-ETF hingegen kann das auch passieren, aber dann haben wir wirtschaftlich andere Probleme als uns um den Sparplan zu kümmern. Zudem sind im Welt-ETF bereits 30% davon enthalten, also du nimmst diese Rendite sowieso schon mit.

    Wie schreiben viele erfolgreiche Investoren: Es ist nicht entscheidend die höchste Rendite zu haben, sondern über eine lange Zeit durchschnittliches zu leisten. (-> bedeutet damit, dass man nicht unnötig große Risiken eingehen sollte, das dein Vorgehen gefährdet).

    ein Jahr nur aufs Sparbuch

    Ich hoffe du meinst mit Sparbuch -> Tagesgeld. Notwendige Liquidität (Notgroschen, geplante Ausgaben für's Kind) sollten sowieso Vorrang vor dem ETF-Sparplan haben.

    Schöne Grüsse an den Freund: 15 Jahre, nicht 15 Wochen oder 15 Tage...

    Es sind keine ETFs wie ein FTSE All-World, ACWI o.ä. Die Finanzbranche hat mehr zu bieten, nicht nur schlechtes was außerhalb der "Buy&Hold"-Bubble sinnvoll sein kann.

    Diese 15 Jahre bezieht sich auf die historischen Daten des MSCI-World mit der statistischen Auswertung über Monte-Carlo-Simulationen. Nach den 15 Jahren hatten selbst die schlechtesten Verläufe eine positive Rendite. Wichtig anzumerken, ist allerdings, dass dies eben auch nur weiterhin gilt, wenn die Zukunft sich mit Crashs, Volatilität, usw. ähnlich wie die Vergangenheit verhält.

    Trotzdem war sein Verkauf ein emotionaler, also schön den Downside mitgenommen, ausgestiegen und die Upside verpasst. :thumbup: Kurz um: Geld verloren, immerhin hat er nun einen frischen Verlusttopf ^^

    Alle wissen dass die MSCI Indizes am XX und die FTSE Indizes am YY Space X in die Indizes aufnehmen. Also müssen ETF auf diese Indizes an/um den jeweiligen Tagen die Aktien kaufen.
    Das ist einfach so und hat auch nix speziell mit Space X zu tun sondern betrifft alle Aktiengesellschaften die in einen der Indizes aufgenommen werden. Und die Profis wissen genau wie viele Mrd. Kapital dann bewegt werden und nutzen dass dann auch gezielt aus (Stichwort: Index-Frontrunning).

    Für uns aus Privatanlegersicht, haben diese Institutionellen einen "Vorteil". Dennoch sind für mich die Informationen frei zugänglich und in der Theorie bereits eingepreist. Die Frage ist nur wie stark und ob es zusätzlich zu dem bereits eingepreisten Preis noch emotionsbasiertes Handeln kommt, ala "ich wette auf steigenden Kurs, weil Nachfrage durch ETFs ja steigt"-Orders :thumbup:

    Als Unternehmen finde ich die Raumfahrtsparte von SpaceX unglaublich spannend - alleine aus technischer Sicht. Man kann vom organisatorischen und Setup drumherum halten, was man möchte. Aber alleine die Technik, die Abläufe was in den letzten Jahren erreicht wurde. Davor kann man nur mit dem Hut zücken! :huh: 2025 hatten sie 165 Raketenstarts, während unsere europäische Raumfahrt auf ganze 8 kam.

    Zudem mit der Wiederlandung und Wiederverwendung der Raketen. Dass Raumfahrt kein CO-neutrales Business ist, sind wir uns wohl alle klar. Aus Umweltaspekten ist das Wiederverwenden der Rakete ein wahnsinniger Erfolg.

    Wäre das Geschäftsmodell ohne das KI-Zeug, hätte ich vermutlich den IPO zu dem dann genannten Preis gezeichnet. Indirekt mit paar € bin ich über meine ETFs ohnehin dabei.

    Finde auch immer wieder lustig, was so alles stets eingepreist ist.

    Aufgrund der effizienten Märkte ist bereits jede Information direkt eingepreist. Sowohl positiv als auch negativ. Wenn sie in den Nachrichtenportalen durch Journalisten geschrieben wird, ist die Information bereits im Markt eingepreist. Dass du einen Wissensvorsprung gegenüber dem Markt hast, indem du diverse Onlineportale wie ntv, Handelsblatt, ... liest, wage ich sehr zu bezweifeln. Denn wenn der Journalist die ersten Buchstaben tippt, hat er bereits die Information.

    Das was hier im Forum über SpaceX sowohl positiv als auch negativ geschrieben wird, ist vieles rein emotionsbasiert. Ich habe hier bisher keinen Beitrag gelesen, welcher die Zahlen, die Geschäftsfelder & Co. analysiert und darauf einen Kauf/Verkauf mit Anlagezeitraum und für sich mit einem Ausstiegsszenario definiert. Jeder sagt nur "überbewertet", aber warum seid ihr anderer Meinung als der Markt? Ob die aktuelle Bewertung gerechtfertigt ist, kann ich bei bestem Willen nicht bewerten. Das was ihr mit "überbewertet" meint, ist eure Emotion. Ihr als Person seid nicht bereit für den Preis diese Aktie zu kaufen. Das ist das gleiche wie beim Autokauf. Ich bin auch nicht bereit für einen BMW 120.000 € zu zahlen und kaufe lieber ein Auto für deutlich weniger. Ein anderer sieht die 120.000 € als fairen Preis für das Auto an und ist es bereit zu zahlen (auch weil er es kann).

    Nur weil eine Firma negative Geschäftszahlen hat, heißt das nicht, dass es ein Ramschladen ist. Demnach wäre Bosch auch ein Ramschladen, da sie letztes Jahr negative Zahlen hatten (u.a. aufgrund Abschreibungen für Abfinden für Vorruhestand).

    Trade Republic ca. 3,3 Aktien bekommen und dann gestern auf 15 Stück aufgefüllt. Bei 150 Euro spätnachmittags live beim gemeinsamen Tee-trinken gekauft. Die Leute können es nicht lassen.

    Nur weil du nicht bereit bist in das Geschäftsmodell aus deinen eigenen Gründen einzusteigen bist, muss man andere dafür nicht ständig niedermachen. Für sie ist es ein fairer Preis und sie möchte mit ihrem Geld das Geschäftsmodell unterstützen. Nur weil du und ich anderer Meinung sind und nicht direkt investiert sind.

    Ich habe mich u.a. dagegen entschieden, denn die Zusammenlegung mit der KI und Raumfahrt war für mich u.a. ein KO-Kriterium. Wäre SpaceX nur das Raumfahrtbusiness geblieben, hätte ich es mir überlegt. So hat jeder seine Gründe dafür oder dagegen und das sollte jeder respektieren ohne die Entscheidung der Person mit Aussagen wie "Die Leute können es nicht lassen." abzuwerten.

    Wer die Regeln mit den Indizes nicht mag, kann sich andere Indizes suchen oder muss sich am Ende eben einen eigenen ETF aus Einzelaktien zusammenbauen. Heutzutage alles möglich. Man kann eben nicht alle Vorteile ohne Nachteile haben und das schöne an den ETFs ist ja: Die Regeln kann jeder anschauen und für sich entscheiden.

    Zurück zum Crash... 📉 ;(

    Wo Crash? 8o

    Irgendwann, eines Tages wird es zwangsweise irgendein Ereignis geben, das die Börse nach unten treibt. Bis dahin ist eher die Frage: Wie viel Rendite nehmen wir vorher noch mit während andere an der Seitenlinie warten bis sie mitspielen wollen :/

    Darum mag ich meine Welt-ETFs: Prognosefrei, unabhängig der Nachrichtenlage. Jeden Monat stumpf mein Überschuss reinpumpen und zurücklehnen. Hier bisschen im Forum stöbern, interessante Lebensgeschichten lesen, hin und wieder ggfs. Ratschläge geben und ansonsten das Leben genießen.

    Eine kleine Anekdote: Ein Freund hat mir in seiner Nachtschicht an dem Tag geschrieben, als der Iran die Straße von Hummerus (8o) wieder mal blockiert hatte, dass ich schnell einen bestimmten ETF verkaufen sollte. Ich gemütlich geschlafen, morgens geschaut: +2,5% und meine Signale standen auf Kaufen bzw. Halten. Seitdem wieder ordentlich nach oben gelaufen und wie man nun hört, gab/gibt es ja eine Vertragsunterzeichnung zwischen USA und Iran (halt wie lange...:rolleyes:). Selbst wenn man die Nachricht nun direkt mit Handlungen (Verkaufen aus Angst um fallender Kurse) untermalt hätte, wäre man sowieso zu spät gewesen. Börse ist eine Achterbahn, auf und ab, aber mit einem deutlichen langfristigen Aufwärtstrend. Er ist aus seinem ETF ausgestiegen, relativ am Tiefpunkt, während sein ETF danach deutlich wieder hochgelaufen ist. Seitdem ist er nicht eingestiegen und schaut mit dem Kapital zu.
    (P.S: Es sind keine Welt-ETFs auf die breit gestreuten Indizes)

    monstermania , Julian-2 : ich habe weder Backtest noch Vergleiche angestellt, wie es gelaufen wäre wenn ich stur den Sparplan hätte laufen lassen, diese Frage wurde mir schon oft gestellt. Ich machte da nie eine Wissenschaft draus, kaufte am Tag x und Betrag y, freute mich wenn die Kurse zwischen zeitig immer mal zurück kamen. Das ist ja meist auch nur ein bis zwei mal im Jahr das die Kurse nach unten gehen, ich freute mich dann immer und kaufte mit der "Schöpfkelle" ein, mehr war/ist das nicht. Bei den kürzlichen TACO Trades war ich auch immer gerne dabei.

    Bin seit 1990 bis heute ununterbrochen investiert, Anfangs Union Fonds, die tauschte ich irgendwann in ETFs und stinklangweilige Einzelaktien, läuft prima, Depot im höherem 6 stelligem Bereich.

    Eine spannende Investmentreise. Hättest du Lust diese HIER detaillierte vorzustellen?

    Du hast auf jeden Fall deutlich mehr Erfahrung als ich und man darf in dem Bezug dann nicht vergessen: Damals gab es keinen ETF-Sparplan :huh: Heute ist es normal, damals nicht denkbar. Darum umso bemerkenswerter, dass du schon seit 1990 am Kapitalmarkt investiert bist. Ich habe deinen initialen Beitrag wohl etwas missverstanden: Ich dachte du machst Quartalsweise Käufe, um gezielt "Dips" mit nehmen zu können. Derweil hast du sozusagen einen quartalsweisen, manuellen Sparplan seit über 36 Jahre am Laufen! Du kaufst emotionslos am Tag X für deinen Betrag Y. Das ist ebenfalls eine Regel, und die hat dir bis heute zu deinem Erfolg beigetragen. Ich nehme an, dass du in den schwierigen Börsenzeiten dies ebenfalls durchgezogen und dich über den Kauf von mehr Anteilen erfreut hast. Ob monatlicher oder quartalsweiser Sparplan (ob automatisiert oder manuell) ist am Ende wohl nicht groß entscheidend, viel wichtiger ist das dabei-sein. Und so wie ich es lese, sind wir in dem Bezug gleicher Meinung/Einschätzung.

    Ich hoffe, dass ich ebenfalls eines Tages genauso lange investiert sein werde. Mir hilft hierbei die Möglichkeit des automatisierten Sparplans sehr. Den Sparplan zu löschen ist schon so eine Art: "Ah, Kampf gegen mich selbst". :thumbup:

    Und wie 90 Prozent Aktien schon schrieb, Disziplin ist die große Kunst beim händischen Kaufen, am besten emotionslos. Und gerade da sind Sparpläne interessant, die diese Disziplin eben nicht mitbringen oder sich gar groß damit beschäftigen wollen, Autopilot an und 40 Jahre laufen lassen, völlig in Ordnung.

    Wäre ich heute noch mal 20 mit dem Wissen von heute - All World ETF- Sparplan - 40 Jahre plus Fire and Forget. :thumbup:

    Wie du sagst, die Möglichkeiten heutzutage sind andere als damals. Das darf man nicht vergessen. Du hattest 1990 keinesfalls einen All-World-ETF mit Sparplan verfügbar. Das waren andere Zeiten, andere Herangehensweisen. Das regelbasierte, emotionslose Kaufen und dabei bleiben ist wohl der größte Stellhebel für den Vermögensaufbau. Danke dir für dein Feedback mit deiner langen Investmenterfahrung :thumbup:

    Die markierten Passagen sind aus meiner Sicht die wichtigsten.

    Ich hatte das immer so gehalten: alle 3 Monate am 1. schaute ich ins Depot, kletterten die Kurse, kaufte ich verhalten mit der üblichen Sparrate nach, vielen die Kurse kaufte ich immer ein Häppchen mehr, floss das Blut in den Straßen konnte ich mich nicht bremsen und kaufte was das Zeug hielt. Rückwirkend gesehen empfinde ich keinen Nachteil.

    Hast du dein System mit Backtests verifizieren können oder beruht es auf subjektivem Empfinden? Wie oft hast du über dem letzten ATH gekauft ,wie oft unterhalb dem letzten ATH? (letzte ATH wäre immer das von vor 3 Monaten beim letzten Kaufzeitpunkt)

    Wenn der Kurs vom ETF heute bei 150 € steht, morgen bei 125 € und du dann in deinem Rhythmus kaufen würdest, hättest du mehr gekauft als gestern. Allerdings kann es sein, dass vor 3 Monaten der Kurs bei 100 € war, also hast du im Vergleich zu vor 3 Monaten deutlich teurer gekauft. Es wird immer die Fälle geben, an denen du günstiger als das ATH vor 3 Monaten kaufst, genauso aber auch Fälle in denen du teurer kaufst. Weiterhin hast du in den den 3 Monaten Oppertunitätskosten, welche du für eine sauberere Rechnung/Analyse berücksichtigen solltest. Die Intension beim Investieren ist der Gedanke an eine positive Renditeerwartung. In einer idealen Welt wäre der Kurs morgen immer höher als gestern.

    Daher würde ich einen Sparplan nicht als schlecht ansehen, denn auch diesen kann man i.d.R. quartalsweise ausführen lassen. Weiterhin - ab einem gewissen Depotvolumen ist die Sparrate irgendwann nicht mehr ausschlaggebend, sondern das investierte Kapital.

    Für die meisten sehe ich den monatlichen Sparplan aus psychologischen und disziplinären Gründen als passend. Es passt zum Rhythmus unserer Gehaltszahlungen, Buchungen usw. (Video zur Auswertung Sparplan täglich, wöchentlich, monatlich, jährlich)

    Ich selbst habe eine Mischung: Monatlich definierter Sparplan. Falls quartalsweise im Haushaltsbudget etwas über blieb (weil weniger konsumiert o.ä.), wird der Überschuss investiert.

    Viel wichtiger als der Rhythmus vom Sparplan ist für die meisten: Überhaupt anfangen zu investieren und ihre Aktien-Cash-Quote sinnvoll zu wählen. (zum Nichtinvestieren finde ich das Video sehr erleuchtend: Youtube - Notgroschen)

    Für Bafög: ins AVD kann man ja nur 1800€ gefördert einzahlen. Hilft also nicht so viel. Der Freibetrag für Vermögen für Bafög liegt bei 15.000€.

    1.800 € p.a. werden maximal zusätzlich gefördert.

    Es ist allerdings möglich bis zu 6.800 € p.a. ins AVD einzuzahlen. Der Betrag über die geförderte Summe ist dann nur für die Einkommenssteuer relevant, also dort kann der mehr gezahlte Beitrag als Vorsorgeleistung in der Steuer angegeben/angerechnet werden. Du bekommst kein zusätzliches Geld vom Staat, sondern nur die Steuerrückerstattung.

    Ich entnehme den Antworten, dass das mit dem AVD und Freibetrag noch nicht so ganz eindeutig ist

    Ich würde davon ausgehen, dass das AVD für das Bafög ebenfalls nicht angerechnet wird, denn für so ziemlich alles andere wird es auch nicht angerechnet (Schonvermögen z.B. bei Bürgergeld). Die letzten Feinheiten vom AVD werden wohl im 3. Quartal festgelegt.

    Genaues zum Thema Bafög kann ich dir nicht sagen.

    Im Verlauf überlege ich noch Anleihen circa in 30 Prozentiger Gewichtung hinzuzunehmen, evtl. Mit einem Anleihen ETF und physisches Gold zu kaufen zur generellen Stabilisieriung.

    Anleihen

    30 - 40 Jahre Anlagehorizont und dann Anleihen in 30% aufnehmen? Warum?

    Wenn du die Anleihen aufnehmen willst um einen risikoarmen Teil im Portfolio, also zuzusagen "Cash" (im Sinne der Börse) zu haben, um das Portfolio im Drawdown, Volatilität und auch in der Rendite zu begrenzen, dann auf jeden Fall die Bonität und Laufzeit beachten. mMn nur Anleihen kürzer 3 Jahre Laufzeit, ansonsten hast du das Zinsänderungsrisiko zu stark drin.

    Du kannst dir Anleihe-ETFs mit Laufzeiten von Anleihen >5 Jahre im Kurs anschauen, dann siehst du was ich meine ... das Gegenteil von risikoarm.

    Gold

    Physisches Gold zur Stabilisierung vom Depot. Reales Gold ist nicht so einfach liquidierbar und bedarf andere Sicherheiten (Tresor, Bankschließfach, ...), was wiederum Kosten verursacht. Möchtest du es nur aus Investmentsicht benutzen, um die Volatilität im Depot zu reduzieren, dann ist vielleicht ein Zertifikat (Schuldverschreibung) eine einfachere Möglichkeit -> schneller liquidierbar, dafür eben das Emittentenrisiko. Gold hat eine geringere Korrelation zu Aktien, allerdings keine gegenläufige (Korrelation ist aktuell leicht über 0 - aber nicht -1, also gegenläufig). Das Ausbalancieren mit Gold kann manchmal klappen, manchmal nicht. Weiterhin solltest du dir eine Gewichtung überlegen, denn so wie du es beschreibst benötigst du mehr als die "5% Scheingewichtung", damit es einen nennenswerten Effekt hat. Oft kursiert die 10%-Marke, einige sagen aber auch bis zu 30%.

    ETFs

    70 Prozent Vanguard FTSE All World

    20 Prozent ishares Core msci Em IMI

    10 Prozent amundi Core stoxx Europe 600

    • Warum genau diese Gewichtung? Mit der Gewichtung hast du eine aktive Marktmeinung: Europa und EMs übergewichtet, Japan untergewichtet (relativ zum FTSE All World)
    • Wie handhabst du es mit Rebalancing? Hast du es durchgerechnet, ob es mit steuerschädlichem Rebalancing besser ist als deine Anlage nur in den FTSE All World?

    Vom Grundprinzip ist die ETF-Auswahl besser als ein Girokonto, besser als ein Versicherungsprodukt, ... ;)

    Erstmal großen Respekt, dass du dich um diese Materie kümmern wirst und nicht nur "ach, ich lass es so laufen" und damit die Kaffeemaschine in der Bank bezahlen wirst. Die Erfahrungsberichte vieler, welche das Depot bei (Haus-)Banken über Produktverkäufer (nicht Bankberater) verwalten lassen, sehen meistens so aus. Produkte, welche miteinander kombiniert überhaupt keinen Sinn ergeben. Ich bezweifel stark, dass man auch nur im Ansatz die Überschneidungen, das Risikoprofil und die Anlageziele ermittelt hat...

    Viele Vorredner haben schon vieles gesagt und der letzte Punkt: Wenn der Produktverkäufer auf die emotionale Schiene (also unter Druck setzt), dann bist du genau an seiner Achillesverse! Er sieht sein leicht verdientes Geld, ggfs. seine damit Verbundene Bonuszahlung aufgrund erreichter Meilensteine als gefährdet. Kurz um: Du bist damit auf dem ganz richtigen Weg. Das Depot liegt nun schon einige Zeit, also kein Grund zur Hektik. Sich gezielt einen Plan aufstellen und dann Schritt für Schritt umsetzen - auch das Thema wie einer angesprochen hat: Wann oder wofür möchtest du dieses Erbe "nutzen"? Also dein Anlagezeitraum. Manches in 5 Jahren z.B. für eine Weltreise, manches in 10 Jahren für Renovierung Haus und manches für die eigene Altersvorsorge.

    Bei der ganzen Umschichtung haben viele schon das Thema Günstigerprüfung, Einkommensgrenze und Steuern angesprochen. Weiterhin zu beachten ist u.a. der Kaufzeitpunkt (z.B. vor 2009 = steuerfrei) und dass du Verluste von Aktien mit Gewinnen von Aktien verrechnen lassen kannst. Ebenso Verluste von Fonds/ETFs die Verluste gegen Gewinne gegenrechnen lassen. Beim gleichen Institut wäre es einfach, indem du erst die Verluste verkaufst, dann die Gewinne.

    Die iBonds erledigen sich über die Laufzeit von alleine. Ein Korb aus Anleihen, welche zum Stichtag im Jahr XY (z.B. 2029) dir mit dem eingesetzten Kapital + Zinsen zurückgezahlt werden (so im Ideal-Szenario). iBonds sind bei der ING handelbar.

    Anleihen teilweise mit grottigem Zinssatz im aktuellen Marktumfeld, d.h. dort dürfte der Kurs extrem gefallen sein. Je nach Laufzeit der Anleihen erledigen sich diese mit der Zeit (Rückzahlung), ansonsten sollten diese bei der ING ebenfalls handelbar sein. Du kannst dir eine Übersicht erstellen und auflisten, wann wie viel Kapital aus welcher Anleihe zurückgezahlt werden dürfte (Einzelanleihen + deine iBonds).

    Deine Anleihen-ETFs. Dürften vermutlich unter die Räder gekommen sein. Mit Anleihen-ETFs kenne ich mich allerdings nicht sonderlich aus, daher kann ich dir dazu nichts sagen. Ich würde anstatt Anleihen (wie du sie hast) Tagesgeld, Festgeld oder Geldmarkt-ETF als Sicherheitsbaustein bevorzugen. Denn deine Anleihen zähle ich zum risikobehafteten Portfolioteil.

    Einzelaktien musst du für dich wissen. Möchtest du Einzelaktien? Welche möchtest du behalten, welche nicht? Wie du dich dort entscheidest würde ich den Schritt gehen und tabula-rasa machen: Erst die Verlierer verkaufen, dann die Gewinner. Ohne Rücksicht auf die Marktlage und dann in deinen bestehenden ETF oder in einen neuen Umschichten. Letztendlich tauschst du Aktien gegen Aktien.

    ETFs / Fonds (iBonds ausgeklammert) ist eine wilde Sammlung. Ich vermute, dass die 1,0% Kosten für das Depot gelten. Dazu kommen noch jeweils die Kosten für den Fond und ETF. Bei den aktiv gemanagten Fonds dürften sicherlich 1,5% und mehr Kosten p.a. anfallen. Der Produktverkäufer der Bank wird sicherlich den steuerlichen Aspekt als Totschlag-Argument verwenden. Je nach Höhe des Gewinns kann es durchaus sein, dass sich ein Wechsel auf einen kostengünstigen ETF nach einigen Jahren amortisiert hat. (Siehe hier: https://www.finanzfluss.de/rechner/etf-wechseln/ ).

    Ansonsten sehe ich nur Sektor- und Regionen-ETFs/Fonds. Keinen Welt-ETF. Die Frage ist, wie viel Aufwand und Wetten möchtest du eingehen? Diese Frage musst du für dich beantworten gehen und je nachdem wie sie ausfällt, würde ich meine Psyche, meinen ruhigen Schlaf den Steuern eine höhere Priorität zuweisen.

    Das Xetra-Gold ist nach 1 Jahr Haltefrist steuerfrei. Dies kann als Baustein im Portfolio sicherlich bleiben, also wäre für mich kein zwingender Verkaufsposten.


    Ansonsten viel Kraft und Erfolg dem Produktverkäufer in der Bank die Stirn zu bieten. Sie versuchen immer auf die emotionale Schiene oder mit dem Angst-Machen den Kunden zu behalten. Vermutlich wird dir irgendein neues Produkt angepriesen, das das Allheilmittel sei. Lass dich davon nicht beirren, stelle dir deinen Plan auf und verfolge diesen.

    Erhalte seit längerem den newsletter, habe Saidis Buch und inzwischen auch einen eigenen Welt-ETF. Ich finde mich schon ganz gut 😉

    Sehr gut! Viel Erfolg dir und mein Beileid. Ein Erbe bedeutet immer den Verlust eines Menschen.

    Suchst du sowas wie einen Portfoliotracker?

    Beispiele: Finanzfluss Co-Pilot, getquin, Parquet, ...

    Jedes dieser Angebote hat sowohl eine FreeVersion und Abo-Modelle mit mehr Inhalt, Informationen usw.

    Diese beinhalten teilweise einen Dividendenkalender (mit Ankündigungen/Prognosen). Zinszahlungen auf Tagesgeldeinlagen oder Anleihen, weiß ich leider nicht wie es da ist (tracke ich nicht, bzw. habe ich nicht).

    Und wie kann ein Besitzer von Aktien, die nicht an der Börse gehsndelt werden, diese zu Geld machen, wenn neue, an der Börse handelbare, Aktien nur durch Neu-Emissionen geschaffen werden können?

    Private Equity. Aktien sind Public Equity.

    Das gleiche ist wie mit einer GmbH. Diese haben auch einen Preis, allerdings viel schwerer Käufer zu finden. Dennoch kannst du als Anteilseigener deine Firmenanteile an jemanden verkaufen, nur eben nicht per 2 Klicks wie an der Börse.

    In diesen Indexe muss dafür anteilsmässig "Platz" geschaffen werden. Das heisst andere Aktien werden zumindest anteilsmässig verdrängt und damit verkauft.

    So funktioniert die Gewichtung nach Marktkapitalisierung. Ein Unternehmen, das eben weniger stark bewertet ist, wird den Rang abgeben müssen. Das passiert ständig, ob nun über IPOs oder weil ein Unternehmen im Kurs (und Marktkapitalisierung) verliert und dadurch herausfällt. Du hast ein in den großen Indizes und Welt-ETFs i.d.R. ein quartalsweises Rebalancing, also es ist ständig Bewegung drin. Das ist ja das gute: Emotionsloses, regelbasiertes Gewichten.

    Ich las heute, dass ER den Ausgabekurs selber festlegt

    Das ist richtig und macht jedes Unternehmen so. Bei SpaceX hat Elon Musk aufgrund der Anteile und Stimmrechtvergabe (im Unternehmen) rund 85%.

    Jedes Unternehmen das an die Börse geht, legt ihren Preis pro Aktie fest. Das bewerten sie anhand des Marktumfeldes und hoffen eben, dass sie es passend getroffen haben. Steigt die Aktie am 1. Tag unfassbar stark, heißt es, dass sie zu niedrig bewertet haben (die Investoren hätten auch mehr gezahlt). Sinkt der Kurs stark, haben sie zu viel gewollt und die Nachfrage ist deutlich geringer als gedacht.

    Das umgekehrte ist bei Aktienrückkäufen. Das Management kann entscheiden, wann sie zurückkaufen. Also ja, das Unternehmen legt es in gewisser Weise fest!

    Genau so funktioniert die Mechanik von Indexfonds im Hintergrund.
    Ein Index wie der MSCI World gewichtet Unternehmen nicht nach ihrer gesamten Marktkapitalisierung, sondern nach der Free-Float-Marktkapitalisierung. Also nur nach den Aktien, die tatsächlich frei an der Börse handelbar sind.
    Für den MSCI World oder den FTSE All-World ist SpaceX beim Einzug also kein 1,7-Billionen-Gigant, sondern "nur" ein Neuzugang mit dem Gewicht von ca. 75 Milliarden Dollar.

    Das wird einen Einfluss haben, das ist richtig. Jedoch wird er nicht so enorm ausfallen, wie du annimmst.

    Vielen Dank für deine Erklärung, denn in unseren Medien und überall wird genau das komplett falsch widergegeben (fast schon bewusste Panikmache). SpaceX wird heute schon mit 1,7 Billionen Dollar bewertet. Durch den Börsengang machen sie eine Kapitalerhöhung durch die Ausgabe frei handelbarer Aktien von schätzungsweise rund 75 Mrd. USD. Dass unsere Medien berichten, dass dadurch Elon Musk (und nur dadurch) der erste Billionär wäre, ist Schwachsinn. Er ist es jetzt schon, denn SpaceX hat bereits das "1,7 Billionen USD Wert"-Label.

    Die ca. 75 Mrd. USD FreeFloat an Aktien werden ca. 5% vom Unternehmenswert sein (so die Schätzungen). Ein gutes Video der Konkurrenz: Finanzfluss - zu SpaceX IPO

    leiche Aufteilung wie der MSCI ACWI IMI erreicht hat. Die Frage ist eher, ob man es je erreicht.

    Ohne steuerschädliches Rebalancing gehe ich nicht davon aus. Die 3 Komponenten werden zwangsläufig auseinanderlaufen. Darum rebalancen die ETFs u.a. quartalsweise, um ihre initiale Gewichtung wieder herzustellen.

    Das ist das gleiche wie: Industrienationen + Emerging-Markets als 2-ETF-Lösung vs. 1 ETF-Lösung

    Nur, dass du nun 3 Komponenten hast.

    Was ich hier nun gelernt habe, kommt es auf das Vermögen im MSCI World bzw. FTSE Developed an. Es kann Jahre dauern, bis 8:1:1 erreicht wird.

    Das sowieso. Ich würde es gedanklich so machen. Hast du nur Industrienationen und möchtest nun Schwellenländer und SmallCaps: Starte mit dem neuen Konzept (ob als 1-ETF-Variante oder 2-ETFs oder dem 8:1:1, ...) und klammere den bestehenden ETF aus.

    Dort steuerschädlich etwas umschichten, nur um 8:1:1 initial zu erhalten, ist der SuperGau.

    Wie gehe ich vor, wenn ich die 8:1:1-Strategie mit der 3x10-Taktik kombinieren will?

    Ich verfolge die Strategie nicht. Müsste ich sie mir unbedingt als 8:1:1 mit 3x10-Taktik ans Bein klotzen:

    Variante 1: Alle ETFs im zeitlichen Turnus austauschen, also neue ETFs auf die Indizes besparen. Wenn du die Strategie von Anfang an machst, hättest du nach 30 Jahren 9 ETFs im Depot. Theoretisch stört das nicht, ob du mehrere ETFs auf den gleichen/ähnlichen Index hast. Selbe Korb.

    Variante 2: Nur den "8er" ETF durch einen neuen ersetzen. In den anderen wird sowieso kaum Volumen drin sein. Bei 1000€ mtl. Sparrate, wären es jeweils 100€ mtl. in EMs und SCs. Mit 7% Rendite p.a. sind es nach 10 Jahren "nur" 17.000 € (davon rund 5.000 € Gewinn).


    Die Frage die ich mir bei dem ganzen Hickhack stelle: Wo genau ist der gerechtfertigte Mehraufwand von 8:1:1 inkl. steuerschädlichem Rebalancen gegenüber z.B. einem Welt-ETF (z.B. FTSE All World) ohne SmallCaps?

    Wie viele angemerkt haben, gibt es nur einen ACWI IMI-ETF Anbieter (wenn ich das korrekt mitgelesen habe). Es muss mir ja etwas bringen, ansonsten ... warum sollte ich das tun, wenn ich weiß, dass ich weniger habe (bei gleichem Risiko) als bei der 1-ETF-Variante?

    „Finanzen ganz einfach“ und 8:1:1 ist eben nicht ganz einfach

    Unabhängig von der ganzen FT-Newsletter und "Empfehlungssache" fehlt mir bei dieser Verteilung ein Punkt komplett:

    Wo ist die historische und statistische Auswertung zu genau diesem Verhältnis? Warum genau 8:1:1 und wann und wie oft sollte man Rebalancen, um trotz Steuereffekten das Rendite-Risiko-Verhältnis zu behalten bzw. im Vergleich zu einem 1-Welt-ETF (auch ohne SmallCaps) besser abschneiden? Mir fehlt dabei statistische Auswertung und Herleitung anhand historischer Renditen über Monte-Carlo-Simulationen und Auswertung anhand von Wahrscheinlichkeiten. Das 8:1:1 ist für mich willkürlich gewählt, weil das eben so der große Index macht.

    Das Rebalancing über die Sparrate funktioniert nur am Anfang, aber ab einem gewissen Zeitpunkt sind die Sparraten nur der Tropfen auf den heißen Stein. Ergo läuft das Verhältnis irgendwann definitiv aus der 8:1:1 Gewichtung. Und dann? Das Rebalancing um auf die Gewichtung wieder zu kommen: Bringt es mir Überrendite oder kostet es mich durch Steuern + Gebühren am Ende unnötig Performance? (Ich tippe ja auf 2.)

    Mehraufwand bedeutet Zeitaufwand, d.h. es sollte sich in der Rendite (und Risiko) widerspiegeln. Ansonsten wäre es rational gesehen sinnvoller eine 1-Welt-ETF Strategie zu gehen (ob das nun MSCI, ACWI, Prime Global, FTSE All World ist - mit oder ohne Schwellenländer darf jeder für sich entscheiden...)