Ein "Hopping" lohnt doch hier wahrscheinlich eher weniger. Dann müsste ich ja auch ständig die Freistellungsaufträge zurücknehmen/neustellen
Freistellungsauftrag ist eher Nebensache. Du kannst den Pauschbetrag über die Steuererklärung zurückholen. Ich habe meinen Freistellungsauftrag bei meinem Depot hinterlegt, da ich das Depot weniger oft wechseln werde als ein Tagesgeld-Konto.
"Hopping" ob es sich lohnt oder nicht. Kommt darauf an, wie du deine Investierte Zeit bemisst. Bei 10.000 €:
- 0,25 % = 25 € Brutto p.a. = ~ 19 € netto p.a.
- 1,5 % = 150 € Brutto p.a. = ~110 € netto p.a.
- 2,5 % = 250 € Brutto p.a. = ~185 € netto p.a.
Im Gegenzug in deinem Depot bei 20.000 €
- 4% Marktrendite p.a. = + 800 € Kursgewinn Brutto = +600 € netto
Ich habe es für mich so gelöst, dass ich ein solides Tagesgeldkonto (aktuell SC) habe, weil ich dort mein 2. Depot führe. Das Tagesgeld und Depot bei SC ist getrennt, zwei unterschiedliche IBANs - in der App auch differenziert dargestellt. Getrennt, nur beim gleichen Institut.
Ansparen für Neffen:
Wenn das Kapital auf deinen Namen angelegt werden soll (wovon ich ausgehe) und du es so einfach wie möglich halten willst:
- jeweils einen ETF pro Neffe/Kind mit einem Sparplan eröffnen. Am besten den gleichen Index wählen (nur anderer ETF-Anbieter), sodass beides parallel läuft.
Mal abseits von der Direktinvestition von 20.000€ sieht meine Überlegung so aus, dass ich Gehalt bekomme, der für die Deckung der Fixkosten nötige Betrag auf dem Giro verbleibt, Rest geht auf Tagesgeldkonto und/oder Depot mit ETF.
Ich führe seit einigen Jahren ein Haushaltsbuch und kann meine Kosten p.M. sehr gut abschätzen. Ich handhabe es so, dass auf dem Girokonto ein gewisser Betrag X immer verfügbar ist.
Nach Gehalteingang geht der Dauerauftrag für das Depot weg (-> Girokonto -> Verrechnungskonto Depot -> Sparplan). Zusätzlich geht jeden Monat ein kleiner Betrag auf ein separates Tagesgeldkonto (2). Das ist für Urlaub und eine kleine Reserve für sowas wie Autoreparatur o.ä..
Vor dem nächsten Gehaltseingang wird das Girokonto automatisch auf Betrag X gekürzt und alles überschüssige auf das Tagesgeld (1) verschoben.
Einmal im Quartal werden die Tagesgeldkonten (1) + (2) auf den von mir definierten Betrag gestutzt und in das Depot verschoben. Habe ich keinen Überschuss, also musste ich das TGs angreifen, wird es über die nächsten monatlichen Sparraten automatisch aufgefüllt und ggfs. erst im nächsten Quartal gestutzt.
Abgesehen von der "Quartalsstutzung" ist alles mit Daueraufträgen hinterlegt, sodass kein manuelles Eingreifen notwendig ist.
Jeder muss für sich sein System finden. Ich habe die Töpfe gerne über Konten getrennt, sodass es nicht nur "mental accounting" ist, sondern physisch sichtbar ist.