monstermania Danke, werde mich da mal reinlesen.
Beiträge von NerdVomDienst
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Die vier alten Verträge stammen aus der Zeit, als ich mich gerade selbstständig gemacht habe, damals war ich noch sehr unbedarft, was Finanzprodukte betrifft.
Anfangs war ich bei Fondsprodukten und Aktien leider extrem zurückhaltend (Bekannte von mir, die schon länger in der IT waren, haben riesige Summen beim Platzen der .com Blase verloren).
Den ersten Rürup-Vertrag hab ich dann abgeschlossen, als ich angefangen habe, mehr zu verdienen, ursprünglich wurde mit einer Rendite von (IIRC) 4-5% gerechnet, aber dann kam die Zinskriese, so dass der Vertrag quasi immer nur die 1,75% Garantiezins abgeworfen hat… weswegen ich das Geld dann lieber in Sondertilgungen für unser Haus gesteckt habe.
Bzgl. des Durchrechnen ist das halt so eine Sache… klar kann ich für meinen ETF Rürup durchrechnen, wie viel Kapital aus dem Geld, um das es jetzt geht, bei 5/8/10% würde und was dann für eine Rente daraus wird. Aber wovon geht man bei der Alternative mit einem Depot aus? Rein von den Erträgen leben? Langsam aufbrauchen? Mit was für einer Lebenserwartung? Wobei die zu erwartenden Erträge ohne das Kapital aufzubrauchen ja vielleicht schon ein guter Indikator sind…
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monstermania Das Problem, dass die Rendite in der Rentenphase natürlich schrumpft und man mit Pech drei Jahre nach Renteneintritt stirbt, hab ich ja bei allen Rentenprodukten, egal ob ich die bestehenden Versicherungen beitragsfrei stelle, oder kündige und das Geld in ein Rürup oder anderes Rentenprodukt stecke. Aber die Alternative, das Geld einfach mittels Depot zu sparen, und dann nur von den Erträgen zu leben ohne den deutlich kleineren Kapitalstock aufzubrauchen, dürfte auch keine hohe „Rente“ ergeben.
Buntbart Das Altersvorsorgedepot ist ggf. noch eine Alternative zum Rürup, mal schauen, wie dann genau die Bedingungen sind, wenn es kommt.
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Die künftigen Beiträge für meine Rente ersetzen dann ja meine aktuellen Rürup-Beiträge, daher gleicht sich das weitestgehend aus.
Aber danke, das mit den fiktiven Rentenbeiträgen für Beamte hatte ich nicht auf dem Schirm. Damit müsste ich das ganze vorhaben etwas mehr in die Länge strecken.
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Hallo zusammen,
ich bin seit 25 Jahren selbstständig, stehe aber kurz davor, die Selbstständigkeit aufzugeben und in eine Festanstellung zu wechseln. In dem Rahmen steht meine Altersvorsorge auf dem Prüfstand, da damit natürlich auch der Wechsel in die Gesetzliche Rente einhergeht.
Ich habe vier alte Lebensversicherungen von vor 2005 (drei klassische KLV, mit 3,25% bzw. 2,75% Zinsen, und eine FLV), um die es hier primär geht, von denen zwei je mit einer BU-Komponente gebündelt sind. Daneben habe ich noch eine alte, konventionelle Basisrente mit 1,75% Garantiezins, der mittlerweile Beitragsfrei ist, sowie eine ETF-Basierte Basisrenten, in die ich aktuell zusätzlich einzahle.
Mit einem Wechsel in die Festanstellung wird es mir auf Grund des geringeren Einkommens nicht mehr möglich sein, parallel noch sämtliche alte Lebensversicherungen zu bedienen. Die Renditen dieser Versicherung sind allerdings eh bisher eher bescheiden gewesen.
Da bei einer Beitragsfreistellung die BU-Komponenten wegfallen würde, und diese auf der anderen Seite eh einen Teil der Relevanz verliert (als Softwareentwickler bedeutet BU eigentlich immer AU), hatte ich jetzt folgende Überlegung:
Ich kaufe die bestehenden Versicherungen alle zurück (was meines Wissens nach Steuerfrei sein sollten, da die Verträge alle aus dem Zeitraum von 2002-2004 und über 12 Jahre gelaufen sind). Das bringt mir 175 TEUR, die ich erst mal sicher parken würde. Davon würde ich die nächsten Jahre je 40 TEUR als Zusatzzahlung aus diesem Kapital-Stock in meine ETF-Rürup-Versicherung stecken (da meine Frau verbeamtet ist, stehen mir die kompletten 55 TEUR/Jahr absetzbare Versicherungsbeiträge zur Verfügung). In den Folgejahren sollte ich dann dafür je eine ESt-Rückerstattung von ca. 16 TEUR erhalten (Haushaltseinkommen weit weit im Bereich des Spitzensteuersatzes), die zurück in diesen Kapitalstock fließen, so dass ich ab dem Jahr 2 effektiv nur 24 TEUR aus dem Kapital der Rückkäufe entnehmen muss. Damit hätte ich innerhalb von 7 Jahren mit 175 TEUR "Eigenkapital" dank Absetzbarkeit insgesamt ca 285 TEUR in die ETF-Rente eingezahlt, muss dafür aber auch die daraus gezahlten Renten wieder versteuern.
Würde das so funktionieren, oder übersehe ich etwas? Oder gibt es andere Alternativen, um Kapital aus einer klassischen KLV in ein renditestärkeres Rentenprodukt umzuwandeln?