Herzlichen Dank schonmal für eure Rückmeldungen
Zitat
ichbins: „Die 45k für die 168€ in die GRV würden sich nur lohnen wenn du sehr alt wirst und die gesamte Summe als Altersvorsorge steuerlich absetzen kannst, damit würdest du Netto etwa 30k einzahlen. Wahrscheinlich ist das Geld in einem weltweiten ETF besser aufgehoben.“
ichbins:
Das ist genau der Punkt, an dem ich auch hin- und hergerissen bin.
Einerseits:
Da ich bis einschließlich 2028 noch arbeiten werde (selbständige Einkünfte auch noch darüber hinaus), könnte ich 100% der Einzahlungen jedes Jahr steuerlich absetzen, so dass ich bei meinen Überlegungen auch auf ca. 30.000 € effektive Zahlungen kam.
Ich werden in den nächsten Wochen meine Steuererklärung für 2025 angehen. Bei meinem Berechnungsprogramm kann ich einfach mal 15.000 € als Einzahlung in die RV eintragen und sehe dann, wie genau sich das auswirkt.
Ich glaube, es würde mich auch beruhigen, dass die aufgestockte GRV meine unbedingt notwendigen Ausgaben sicher und mit – hoffentlich – regelmäßigen Anpassungen abdeckt – große Sprünge wären nicht möglich, aber ohne Ausgleichszahlung würde es mit knapp unter 1000 € netto definitiv nicht reichen.
Wie alt ich werde, kann ich nicht vorhersagen. In der Familie gibt es viele Hochbetagte, Geschwister meiner Mutter und Geschwister meiner Großeltern sind oder waren fast alle über 90 und bei guter Gesundheit – eine Garantie ist das aber auch nicht.
Andererseits:
Selbst mit den Ausgleichszahlungen kann ich mit der GRV keine großen Sprünge machen. Da muss ich wirklich nochmal überlegen, ob 30.0000 € in ETFs nicht sinnvoller investiert wären. Allerdings will ich ja sowieso schon einen größeren Batzen (betriebl. LV, frei werdende Kreditraten Wohnung) in ETFs stecken und bräuchte noch etwas für den Sicherheitsbaustein.
Zitat
Tomarcy: „ob ein weiteres Einzahlen in diese privaten Altersvorsorgeprodukte überhaupt noch Sinn macht. Eventuell einfach mal durchrechnen und diese Versicherungen beitragsfrei stellen.“
Finanzschlumpf: „zuviel LV/PRV (in der Regel recht teuer, keine üppige Rendite und unflexibel, dafür halt Versicherung, das am Ende des Lebens noch Geld da ist…).“
Tomarcy und Finanzschlumpf
Grundsätzlich sehe ich das ebenso, aber da hatte ich leider wenig Spielraum. Die betriebliche Altersvorsorge bei meinem Arbeitgeber funktioniert folgendermaßen: Der AG zahlt 4,6% vom Bruttogehalt nochmal obendrauf in eine „geeignete“ Anlageform, wenn ich gleichzeitig ein ebensolches Produkt in Höhe von 2,3% des Bruttogehalts abschließe und selbst bezahle.
Damals 1996 gab es hier eigentlich nur Kapitallebensversicherungen, daneben nur noch irgendwelche Banksparpläne. Immerhin konnte ich mir damals noch aussuchen, bei wem ich abschließe, inzwischen gibt der AG einen Versicherer vor.
Bzgl. der LV: In den 5 Jahren der Abrufphase zwischen 60 und 65 steigt der Auszahlungsbetrag bei beiden Verträgen jeweils jährlich um ca. 2000 €, während sowohl AG, als auch ich jährlich um die 750 € einzahlen. Solange ich arbeite, soll die LV über den AG natürlich weiterlaufen, sonst würde ich auf eine Menge Geld verzichten.
Bei der privaten LV ist die Überlegung: Auszahlung demnächst und diese für Ausgleichszahlung in GRV nutzen oder bis 2028 weiterlaufen lassen und dann in ETF investieren.
Bei den beiden Rentenversicherungen bin ich eigentlich bei euch und überlege wirklich, ob ich diese nicht doch beitragsfrei stellen soll. Ich würde halt monatlich auf 50 € Einzahlungen des AGs verzichten, aber bei dem was ich bisher grob überschlagen habe, sind in den letzten Jahren sowieso weniger als die geleisteten Einzahlungen in die RV geflossen, von Rendite brauchen wir da gar nicht sprechen.