Beiträge von Polarlicht

    Habe mein Haus ohne Makler verkauft und würde es immer wieder so machen. Zwei Überlegungen bieten eine Rolle:

    1. Potenzielle Käufer rechnen auch und wissen, dass sie bei einem Makler die cortage bezahlen müssten.

    2. Der potenzielle Käufer hat dadurch mehr Geld zur Verfügung, weil er sich den Makler spart.

    3. Das was der Makler macht, das kann man in der Regel auch locker selbst schaffen und dafür eine Menge Geld sparen.

    Ich habe jetzt hier schon mehrfach gelesen, das erwartet wird, dass viele neue und sehr günstige Welt ETF auf dem Markt kommen werden. Finanztip empfiehlt nur ETFs , die mindestens 5 Jahre am Markt sind

    Das ist ärgerlich. Wie wäre es, wenn wir uns hier,an dieser Stelle, Gedanken über neue ETF machen würden,?

    Ich habe mich in dem Zusammenhang schon oft gefragt, warum die grossen Welt ETF nicht irgendwann den Sack zumachen und die Ter erhöhen. Viele Anleger würden sich doch davon scheuen umzuschichten, oder?

    Dann gebe ich dir gerne noch eine Meinung zu deiner Frage: ich bin jetzt seit 30+ Jahren an der Börse aktiv. Anfangs mit Einzelaktien, Derivaten, Themenfonds, etc. Seit 2007 nur noch ETFs nach Regionen etc. Heute würde ich nur noch den Gesamtmarkt kaufen. FTSE All-World, ACWI, ACWI IMI, o.ä. Bestenfalls noch einen Small-Cap oder Small-Value Tilt. Aber selbst damit bin ich bereits zunehmend skeptisch.
    Mein Ratschlag, nimm die Abkürzung und lass den Spielwiesen-Kram sein. Geldanlage ist kein Hobby.

    Vielen Dank dafür, dass Du deine Erfahrung weiter gibst. Hast Du auch irgendwelche Sicherheitsbausteine, wie z.b. Anleihen? Oder setzt du nur auf Aktien?

    Ich habe dieses Thema aufgemacht und viele nützliche Informationen dazu bekommen. Danke dafür. Sehr störend empfinde ich aber die zahlreichen Beiträge, die gar nichts mit dem ursprünglichen Thema zu tun haben. Wenn so etwas ausbleiben würde, wäre das Forum noch wertvoller. Vielleicht können sie die Protagonisten im Bereich Talk austoben. Religiöse Themen sind mir sowas von egal. Ich gehöre zu den 80 Prozent der Bevölkerung, die mit Religion nichts mehr am Hut hat, bin der Meinung dass das Thema immer noch viel zu viel Raum einnimmt und würde es gerne zumindest aus dieser Diskussion heraus halten.

    Ich gehe davon aus, dass in den nächsten Monaten noch einige Bewegung in den Markt der "All-World ETFs" kommen wird. u.a. im Hinblick auf das Altersvorsorgedepot. Neue Anbieter, neue Produkte und/oder Preisreduzierungen bestehender Produkte.

    Der Vanguard Total World Stock ETF (in den USA meist nur "VT" genannt) ist etwa vergleichbar mit dem SPDR MSCI ACWI IMI und kostet schlappe 0,06% TER. Also gerade mal ein Drittel des SPDR. Das zeigt was bei intensivem Wettbewerb und hohen Fondsvolumina preislich möglich ist.

    Vanguard Total World Stock ETF finde ich bei scalable nicht. Hast Du eine Nummer dafür?

    Hat sich schon erledigt. Für Europäer uninteressant.

    Ich wäre überrascht wenn Pensionskassen Anleihen hebeln.

    Pensionskassen nutzen teils impliziten Hebel über Derivate (z. B. Zins-Swaps, Futures, Repo-Strukturen), weniger klassisch über direkte Kreditaufnahme wie ein Hedgefonds.

    Der Grund ist meist Asset-Liability-Management: Verpflichtungen (zukünftige Rentenzahlungen) gegen Zins-/Inflationsrisiken absichern oder Duration matchen. Das UK-LDI-Debakel 2022 war genau ein Beispiel, wo gehebelt abgesicherte Pensionsstrategien zum Problem wurden.

    Kommt alles nicht von mir, habe ich gerade mal gegoogelt.

    Nein, klar. Aber der Aktienetf ist auf eine Sicht von 3 bis 10 Jahren ja genauso spekulativ. Hinzu kommt, dass wenn die Anleihe in den USA auf 5 Prozent kommt, und die 10jahrigen sind schon bei 4,6, dann könnten sich viele Amis überlegen aus ihren Aktien raus zu gehen und die Suche bank zu nehmen. Zumindest wenn ich kurz vor der Rente wäre, und die vergangenen mega Jahre mitgenommen hätte, würde ich das definitiv tuen.

    Die Rendite zweijähriger US-Anleihen stieg über 4 %, .Ich könnte mir vorstellen, dass da auch noch ein bisschen Luft nach oben ist.

    Ich würde mich bei meinen ETFs über eine Rendite von 5 % pro Jahr in den nächsten 5 bis 10 Jahren freuen. Da kommt fast die Frage auf, ob es nicht sinnvoll wäre, Anleihen zu kaufen. Wenn der Dollar tatsächlich gegenüber dem Euro steigt, so wie es Tomarcy vermutet, oder vielmehr seine Frau, dann dürfte das eine gute Investition werden. Ist aber leider wie alles eine reine Spekulation.

    Wie seht ihr das?

    Gerade noch im Netz gelesen: Höhere Anleiherenditen bedeuten fallende Anleihekurse. Wenn institutionelle Anleger, Investmentfonds oder Pensionsfonds, gehebelt (auf Kredit) Staatsanleihen halten und nun zügig große Kursverluste erleiden, könnten sie durch Zwangsliquidationen vor großen Verlusten stehen. Ein für Außenstehende unsichtbares Risiko, das erst offenbar wird, wenn Fonds oder Pensionskassen in Schieflage geraten, oder über Transparenzpflichten gezwungen sind, saftige Verluste zu offenbaren.

    7-jährige Deusche Staatsanleihen bringen z.Zt. ca 3,2%. Da brächten die 4,50% AU000XCLWAG2 ca 1,3% mehr. Was fällt denn an Quellensteuer(?) an, die man dagegenrechnen muss? Die erhoffte Wechselkursentwicklung könnte dann noch dazu kommen - wenn's klappt.

    Die Wechselkursentwicklung dürfte den boost bringen, wenn es klappt. Aber wenn ich es richtig sehe, ist es so eine Art Wette. Ich muss darauf setzen, dass in sieben Jahren der Wechselkurs gut ist. Ich habe in den Jahren davor keine Chance irgendetwas zu lenken? Oder ist es so, dass ich sagen wir in fünf Jahren bei einer günstigen Konstellation wie zum Beispiel sinkende Zinsen in Australien und einem schwachen Euro, vorher verkaufen könnte und dann deutlich über 4,5 Prozent raus gehe?

    Eure Rente ist ja vermutlich in Euro abgedeckt. So gesehen ist es vielleicht ja auch eine gute Idee einen Baustein in einer anderen Währung zu haben. Wenn es dann bei uns schlecht läuft, läuft es womöglich woanders besser und man nimmt von da die Rendite mit. Aber vielleicht wäre ein asiatischer ETF dafür doch die bessere Wahl?

    Da habe ich mich von meiner Frau überzeugen lassen. Die fährt seit Jahren ein weltweites Anleihen-Depot und ist eben weltweit diversifiziert. Sie rechnet in den nächsten Jahren mit einem wieder stärkeren US-Dollar und einem sehr schwachen Euro (auch gegenüber der Norwegischen Krone und dem Australischen Dollar).
    Deshalb habe ich mal (ausnahmsweise gekauft).

    Hm, OK, verstehe. Also einfach nur eine Wette ohne irgendeine Strategie, oder?



    Ich habe heute die AU000XCLWAG2 gekauft.

    Tomarcy :

    AU000XCLWAG2 ist die australische Staatsanleihe Australia Government Bond 4,50 % mit Fälligkeit 21.04.2033.

    Ich hätte dazu ein paar Fragen: wie gehst du mit dem Währungsrisiko um? Verfolgst du während der gesamten Zeit den Wechselkurs? Würdest du gegebenenfalls vorher verkaufen? Oder ist dein Plan einfach das Ding bis 2033 zu halten und dann einen schlechten Wechselkurs zu riskieren?