Beiträge von B.Kahn

    Ist Dein gutes Recht woanders Dein Geld anzulegen.🤷‍♂️

    Wenn man Flatex wegen Förtsch ablehnt, sollte man konsequenterweise auch bei vielen anderen Brokern und Banken nach den jeweiligen Eigentümern, Vertriebspartnern und Geschäftsmodellen fragen. Kaum ein Finanzanbieter ist frei von Interessenkonflikten oder Kritik.

    Die relevante Frage ist aus meiner Sicht nicht, ob ein Unternehmen kritisiert wird, sondern ob die Kritik zu messbaren Nachteilen für den Kunden führt. Bei einem ETF-Sparplan sehe ich bislang keinen überzeugenden Nachweis, dass die historische Nähe Förtschs zu Flatex einen solchen Nachteil begründet.

    Nach der Logik kann man jedes Unternehmen, jedes Produkt und jede Schweinerei rechtfertigen. Solange es einem selbst nicht schadet und es andere gibt, die vermeintlich auch schlecht sind (das nennt sich übrigens whataboutism) passt ja alles, oder? :rolleyes:

    Es gibt keine historische Nähe von Förtsch, sondern eine aktuelle Nähe. Gründer, Grossaktionär und im Aufsichtsrat. Er hält momentan fast alle Zügel in der Hand und wollte 2024 noch mehr. Von Unternehmen mit solchen Strukturen, lasse ich die Finger. Auch als Kunde.

    B.Kahn könntest du es mal lassen, völlig unsubstantiiert deinen abwertenden Daumen zu verteilen? Du verunsicherst damit Neulinge und nervst die alten Säcke! Beteilige dich doch an den Diskussionen oder halt dich ganz raus. Danke! BTW: Ich habs hier einmal geschrieben, es gilt aber auch in den anderen Threads, wo du dich nicht zügeln konntest.

    Ich bewerte was, wann und wie ich will. So wie auch du und viele völlig unabhängig von Qualität und Zusammenhang alles posten was ihnen gerade einfällt. Ich weiß zwar nicht wer die ,,alten Säcke“ sind, schlage aber vor die Kirche im Dorf zu lassen und dieses Forum nicht wichtiger zu nehmen als es ist. Manchmal habe ich den Eindruck, als verbringen einige hier ihr halben Leben.

    Dieser Beitrag trifft es sehr gut. Die vielen positiven Beträge der Vielschreiber zu diesem Thema sind Meinungen aus einer informierten Bubble, die völlig realitätsfremd sind. Die zahlreichen kritischen und wirren Kommentare unter dem Video zeigen was viele davon halten: Nichts. Und das sind immer noch diejenigen, die sich zu Finanztip verirrt haben und vergleichsweise informiert sind. Für alle Neulinge oder die 90%+ dieses Landes, die noch von Verkäufern über den Tisch gezogen werden oder gar nicht investiert sind, ist das völlig kontraproduktiv.

    Ja, und je öfter ihr es postet, desto mehr wird es auch gesehen und es wird am Ende noch verwirrender.

    Und das ist mein letzter Beitrag zu diesem Thema. Denn auch dieser erhöht leider die Reichweite des Themas und trägt somit zur Verwirrung bei :rolleyes:

    Soso…deine Ausflüge in die Welt der Mehr-ETF-Portfolios um 0,02% Punkte TER zu sparen sind okay, aber Diskussionen über 8-1-1 vom Forenbeteiber selbst machen alles verwirrender. :rolleyes:

    In der Realität befindet sich eine Person entweder in der Anspar- oder der Entnahmephase. Also sind gezielte Ein- oder Auszahlungen immer möglich und ob die dann ausreichen, um die Zielgewichtung immer genau zu erreichen, spielt keine entscheidende Rolle. Eine regionale Konzentration baut sich nicht über Nacht auf. Mit ruhiger Hand kann man über die vielen Jahre regionale Klumpen tendenziell vermeiden. Ganz ohne steuerschädliches Rebalancing. Ob dann die USA 35 oder 40% ausmachen, ist nicht wichtig. 70% und mehr halte ich jedoch für gewagt.

    Dann stelle ich als herzensgute untrollige Seele einfach mal die gleiche Frage: Was würdest denn du mit dieser Erkenntnis denn dann aktuell bei einer Einmalanlage oder Sparplan tun?

    Dir antworte ich gerne. EX-US würde ich nicht machen, weil in den Fonds zu viele Regionen zusammengefasst sind und evtl. in ein paar Jahren zum selben Problem in grün führen könnten.

    Eine regionale Aufteilung mit Regionen-ETFs (z.B. von Vanguard) erscheint mir sinnvoll. Ob die dann immer exakt aufgeteilt werden müssen, denke ich nicht. Mehr als 35-40% würde ich nicht in US-Unternehmen investieren (inkl. Small Caps).

    Was würdest denn du mit dieser Erkenntnis denn dann aktuell bei einer Einmalanlage oder Sparplan tun?

    Du verbringst sehr viel Zeit in diesem Forum und deine Beiträge sind zunehmend stichelnd und provokativ. Ich glaube du bist ein Troll und diese Frage ist nicht ernst gemeint… Sorry, wenn ich mich täusche, aber du vermittelst den Eindruck, dass du nur auf Reaktionen aus bist.

    Das schon. Aber "relativ einfach zu quantifizieren"? Auch da ist doch die Frage: Alle schauen (natürlich aus Gründen) auf das Risiko, dass Trump so etwas macht. Die EU hatte sich den Datenschutz z.B. doch gerade wegen Google, Meta, Microsoft auf die Fahnen geschrieben und könnte doch auch auf die Idee kommen, den Mag7 morgen mal größere Knüppel zwischen die Beine werfen zu wollen? Europa ist so in TSMC verstrickt, was machen die Europäer mit den Chinesen wenn die dort mal loslegen sollten? Politisches Risiko nur auf die USA (und nur auf den aktuellen Präsidenten) zu beziehen ist da m.E. auch zu kurz gesprungen.

    Klar. Auf jedem Kontinent gibt es Risiken. Warum sollte man dann also 70%+ in den US-Aktienmarkt investieren? Müsste man es dann nicht gleichmäßig aufteilen? :/
    Einige argumentieren mit dem Klumpenrisiko Humankapital, das durch eine hohe US-Konzentration im liquiden Vermögen relativiert wird. Ich denke, dass das nicht stimmt. Es geht ja nicht um den Zusammenbruch der USA oder Europas, sondern das Risiko, dass ausländische Investoren strukturell benachteiligt werden.

    Wenn man noch tiefer da rein geht, müsste man sich die Umsatzanteile der Mag7 bzw. des Tech-Klumpens innerhalb/außerhalb der USA anschauen. Da verklumpt der eine stark verklumpte Klumpen den anderen etwas weniger verklumpten Klumpen... Da man das so mit irgendwelchen Eigenbau-Portfolios aber auch kaum durchschaubar/nachvollziehbar entklumpt bekommt, erscheint World/AllWorld/ACWI + Nasebohren und Wettergenießen dann halt doch wie die sinnvollere Variante.

    Das politische Risiko ist allerdings relativ einfach zu quantifizieren. Einen strukturellen Nachteil für ausländische Investoren einzuführen ist auch relativ einfach. Unabhängig, ob nun die USA, China oder Japan ein hohen Gewicht haben.

    Mir fällt in Diskussionen rund um die Marktkapitalisierung (und die knackigen >70% USA-Anteil im MSCI World) immer wieder ein Standard-Argument der US-Befürworter auf:„Keine Sorge wegen dem Klumpenrisiko, die US-Riesen machen ihren Umsatz doch ohnehin auf der ganzen Welt und sind damit quasi von Natur aus global diversifiziert.“

    Das Argument ist an sich ja schlüssig. Aber stellt euch mal die Frage: Warum wendet das eigentlich nie jemand auf Europa oder Asien an?

    Schaut man sich die nackten Zahlen an wird es nämlich paradox. Während die Unternehmen im S&P 500 im Schnitt rund 40% ihres Umsatzes im Ausland erzielen, liegt die Auslandsquote beim STOXX Europe 600 oft bei 50 bis 60%. Europäische Schwergewichte wie ASML, LVMH, SAP, Nestlé oder Novo Nordisk sind vom Umsatz her oft deutlich globaler aufgestellt und hängen viel weniger an ihren Heimatmärkten als die großen US-Tech-Riesen.

    Warum 70-75%USA? Warum nicht 35/35/35 Amerika/Europa/Asien? Nur weil in den USA mehr Unternehmen an der Börse gelistet sind? Da die Unternehmen ohnehin alle global unterwegs sind, ist es doch egal, oder? Man hätte allerdings mit 35/35/35 das politische Risiko eines einzelnen Landes reduziert. :/

    Das behaupte ich ja gar nicht. Nehmen wir doch mal an, die USA würden vom weltweiten Kapital- und Handelsmärkten abgeschnitten (analog Russland). Dann wären wohl die 53%-Aktienanteil die die USA aktuell in meinem Depot ausmachen meine kleinste Sorge.
    Welche Auswirkungen hätte das dann auf mein reales Leben? Meinen Arbeitsplatz, wenn die US Tech-Reisen Ihre Cloud-Dienste z.B. für europäische Kunden sperren würden? Unsere Lieferketten, Absatzmärkte, usw.?
    In etwa 10 Jahren werde ich Rentner sein. Wäre es in so einem Szenario dann noch möglich die Renten auszuzahlen, wenn die USA als Handelspartner komplett wegfallen?
    Und wer dann meint, dass so ein Totalausfall der USA mit 'nur' 40% oder 50% US-Aktienanteil im Depot spurlos am eigenen Leben vorbeigeht ist m.E. ein Spinner.

    Du unterschätzt die Resilienz der Weltwirtschaft und ihre Fähigkeit zur Anpassung. Paradigmenwechsel bei führenden Wirtschaftsmächten hat es in der Geschichte immer wieder gegeben. Die kurzfristigen Verwerfungen können gravierend sein, mittel- und langfristig sind sie jedoch nicht relevant. Zumindest für Anleger, die breit und konsequent diversifiziert investiert sind. Wer als Nicht-Amerikaner 70 % oder mehr seines Geldes in dieses eine Land konzentriert, sollte zumindest berücksichtigen, wenn dessen politische Führung mit „America First“ wirbt und nationale Interessen ausdrücklich über internationale stellt.

    Nur weil eine Firma Ihren Sitz in de USA hat, heißt das nicht, dass das Unternehmen auch 72% des Umsatzes/Gewinns in den USA macht.:/

    Das galt auch für japanische Unternehmen 1989 und deutsche Unternehmen heute. Auch russische Unternehmen waren vor Kriegsausbruch global aktiv. Wie wäre wohl die Reaktion hier im Forum, wenn jemand über 70% in einem anderen Land als den USA investiert hätte und behaupten würde, dass der globale Umsatz ausreichend Diversifikation darstelle . :/

    MSCI World vs. Gerd Kommer ETF

    Die bittere Wahrheit. Backtest.

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    Wenn die letzten zwanzig Jahre anders verlaufen wären, würde die Debatte über Marktkapitalisierung vs. anderen Gewichtungsmethoden vermutlich ganz anders geführt. Viele hätten nicht auf den ACWI IMI umgesattelt und ihre ,,Abweichung“ allein deshalb weiterlaufen lassen, weil sie outperformed hatte.

    ,,Nicht in guten Zeiten erkennt man, ob eine Strategie robust ist, sondern wenn die Rahmenbedingungen wechseln.“

    Warren Buffet