Beiträge von B.Kahn

    Man merkt, dass die das nicht zu Ende gedacht haben. Was für ein Gestammel... Anscheinend soll 8-1-1 regelmäßig angepasst werden, wenn die EM stärker werden. Also 7,5-1,5-1.... :D

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    Theoretisch.

    Theoretisch was? Ein in Irland aufgelegter UCITS-ETF ist ein europäischer Fonds. Dabei spielt es überhaupt keine Rolle, ob Vanguard, iShares oder Amundi auf dem Etikett steht. US-Regulierungen haben auf die Fondsstruktur selbst keinen Zugriff. Wenn überhaupt, würde eine regulatorische Verschlechterung über die in den USA gelisteten Aktien kommen. Zum Beispiel durch eine Anpassung der Quellensteuer. Das würde dann aber alle Fonds gleichermaßen treffen und Nicht-US-Anleger benachteiligen. Wer die USA also als politisches oder regulatorisches Risiko ansieht, muss schlichtweg den US-Anteil im Portfolio senken. Den US-Anteil hochzuhalten und zu glauben, man sei durch den Wechsel des ETF-Anbieters geschützt, ist ein Trugschluss.

    Überspitzt ausgedrückt: Besser 0 % US-Aktien in einem Vanguard-Produkt, als 70 % USA-Anteil in einem Amundi-ETF (wenn man davon ausgeht, dass es ein hohes politisches oder regulatorisches Risiko gibt).

    Was sollen die bei der „IMI-Strategie“ eigentlich machen, die bisher den FTSE All-World bespart haben? Small Cap dann auch mit 10 % dazu ? Da fehlt noch eine Grafik ….

    …und ein FTSE Small-Cap ETF. FTSE und MSCI mischen ist keine gute Idee. Vanguard soll ja bald mit einem FTSE-SC-ETF kommen. Aber dann wären da ja die 5 Jahre….:/ Also geht 8-1-1 oder 9-1 mit FTSE für die nächsten 5-6 Jahre nicht.

    Wenn das Dach Gemeinschaftseigentum ist oder nichts mit der Wohnung zu tun hat, sieht das möglicherweise anders aus. Aber es gibt ja nicht nur einen Weg, wie man PV installieren kann.

    Das nicht. Es gibt aber einen Weg, der sehr effizient und vernünftig ist und mit dem man was anfangen kann. Ich rede von einer richtigen PV-Anlage, nicht so eine Balkon-Spielerei. Und eine richtige PV-Anlage kommt normalerweise aufs Dach bzw. eine Fläche, die in einer WEG allen gehört. Also ist da nix mit ,,ich mach das einfach". Das geht halt nur bei einem eigenen Haus. Genauso wie die Wallbox. Allein die Vorstellung, dass ich bei sowas nachfragen und vielleicht sogar mit rechtlichen Schritten drohen müsste . . .:rolleyes: Klar. Möglich ist vielleicht vieles. Aber ich stelle mir Freiheit durch Eigentum einfach anders vor.

    Zitat von lieberjott

    Stattdessen muss ich nicht mit einem starrsinnigen Vermieter darüber streiten, dass nun endlich mal die rostige Badewanne ausgetauscht wird oder ob ich den Uralt-Wasserhahn am Waschbecken gegen etwas modernes Austauschen darf.

    Jetzt musst du dich halt entscheiden um welche Art von Haus wir hier reden. Oben hast du noch geschrieben, dass du nachts um 12 staubsaugen und Partys feiern kannst, ohne, dass jemand was hört. Das dürfte nur in einem sehr neuen Haus mit entsprechendem Schallschutz möglich sein. Gibt es dort dann eine rostige Badewanne und Uralt-Wasserhahn? :/

    Ich bin nach wie vor nicht überzeugt. Aber das muss ich ja auch nicht sein.;)

    PV und Wallbox sind privilegierte Vorhaben und benötigen keine Zustimmung.

    Du kannst auf ein Dach eines Mehrfamilienhauses ohne Zustimmung der anderen eine PV-Anlage installieren, ein Starkstromkabel verlegen und eine Wallbox installieren? Okay. Das hätte ich nicht gedacht.

    Zitat von Rafa87

    Was dir nicht gefällt mögen aber andere :).

    Klar. Jeder spricht für sich. Ich finde es seltsam, wenn einem was gehört und man trotzdem fast alles mit anderen abstimmen muss. Die Vorteile im Vergleich zum Mieten erschließen sich mir einfach bei einer ETW nicht. Für mich wäre der Hauptvorteil einer Wohnung im Vergleich zu einem EFH die Flexibilität (=ohne große Kosten und Mühe den Wohnort wechseln zu können). Das fällt bei einer ETW weg. Fast alle Nachteile bleiben aber.

    Praktisch alles, was sich innerhalb der eigenen vier Wände abspielt, tangiert die WEG nicht. Bad sanieren oder umbauen, Fußboden ändern, neue Steckdosen verlegen...muss alles nicht durch die Versammlung.

    Ist es wirklich lebensqualitätsrelevant, ob man Steckdosen versetzen kann oder einen neuen Fußboden verlegt? Bzw. ist es dafür das Risiko wert?:/ Für mich fängt das Eigenheim da an, wo ich selbst entscheiden kann: ob ich ein neues, effizientes Heizsystem einbaue, eine Photovoltaik-Anlage aufs Dach packe, eine Wallbox installiere oder einen Pool für die Kinder baue. Auch wann ich die Fassade, die Fenster oder das Dach erneuere, entscheide allein ich (und mein Geldbeutel) und nicht eine WEG. Wenn ich als Eigentümer nicht einmal flexibel entscheiden kann, wann ich staubsauge oder wie lange die Kinder eine Party feiern dürfen, dann kann ich auch gleich Mieter bleiben. Die Unterschiede sind hier kaum vorhanden und das Ganze wäre mir das Risiko und die Nachteile einer Eigentumswohnung einfach nicht wert.

    Einzige Ausnahme: Man findet absolut nichts zur Miete. Das soll ja in Ballungsgebieten sehr verbreitet sein. Dann bleibt einem natürlich nichts anderes übrig, wenn man nicht weg will.

    Einserseits, andererseits hast du aber auch die Vorteile des Nichtgekündigtwerdens und Kosten, die im Alter nicht aus dem Ruder laufen. Klar kann eine Sonderumlage Heizung kommen, aber die wird nicht 30.000 Euro betragen. Die Kostenfalle im Alter ist deutlich geringer als beim Haus.

    Das Eigenbedarf-Risiko ist der Elefant im Raum beim Thema Mieten. Genossenschaften bieten hier zwar Schutz, sind aber kaum verfügbar und zu Recht begehrt.

    Dass Wohneigentum zwingend vor steigenden Kosten schützt, halte ich für einen Trugschluss. Zumal der ausgeprägte Mieterschutz in Deutschland die Flexibilität und das Chancen-Risiko-Verhältnis oft verzerrt. Gegen Inflation schützt langfristig ohnehin nichts besser als ein breit diversifiziertes Aktienportfolio. Die Crux liegt hier im Investment Gap: Viele Mieter verfügen eben nicht über das notwendige investierte Kapital, um diesen Schutzschirm aufzuspannen.

    Die kannst du auch mieten. Nur mal so als Hinweis.

    Theoretisch schon. In der Praxis ist der Mietmarkt für Einfamilienhäuser, die passen, nicht existent. Zumindest in meiner Region. Und wenn man doch eins findet, muss man trotzdem alles mit dem Vermieter absprechen. Unter ,,mehr Lebensqualität“ stelle ich mir etwas anderes vor.

    Die Entscheidung ‚Eigenheim statt Miete‘ kann ich absolut nachvollziehen, wenn es sich beim Eigentum um ein Einfamilienhaus handelt. Auch wenn es rein finanziell oft nicht die beste Entscheidung ist: Der Gewinn an Lebensqualität ist einfach ein riesiger Faktor. Was ich allerdings nie verstehen werde, ist der Kauf einer Eigentumswohnung. Für mich ist das die Definition von ‚das Schlechteste aus beiden Welten‘. Man trägt das volle finanzielle Risiko und die mangelnde Flexibilität einer Immobilie, hat aber trotzdem keine echte Privatsphäre und muss sich ständig mit der Hausgemeinschaft arrangieren. Fast jede bauliche Maßnahme muss erst über den Tisch der Eigentümerversammlung, obwohl einem die Wohnung offiziell gehört. Wenn dann noch unterschiedliche finanzielle Situationen aufeinanderprallen, sind Konflikte bei Sanierungen vorprogrammiert. Wenn man auf dem Mietmarkt absolut gar nichts findet – okay. Aber freiwillig würde ich mir diesen Stress ehrlich gesagt nie antun.

    ich glaube, bei der Diskussion werden zwei unterschiedliche Maßstäbe vermischt.

    Nein, du versuchtst einen Fehler zu relativieren. Finanztip hat den ACWI IMI (und andere) verpennt und verwendet heute genau die Argumente, die seit Jahren gegen ihre MSCI-World-Empfehlung verwendet wurden und die von Finanztip ablehnt wurden. Die Videos sind alle noch online: ,,Small Caps braucht man nicht. Emerging Markets sind nicht wichtig. Breitere Streuung hat keinen Unterschied gebracht usw". Ihr habt einen Fehler gemacht und versucht euch jetzt mit durchschaubaren Pseudo-Argumenten rauszureden. So einfach ist das.

    Zitat von adrianberg

    Rückblickend lässt sich natürlich feststellen, dass ein globaler Index inklusive Schwellenländern und Small Caps den Weltaktienmarkt vollständiger abbildet als ein MSCI World.

    Ne du. Das kann dir jeder auch schon vorher sagen. Indizes und ETFs sind keine Überraschungsboxen. Man weiß ziemlich genau in was die investieren.

    Zitat von adrianberg

    Daraus folgt aber nicht automatisch, dass eine Empfehlung für den MSCI World damals falsch gewesen sein muss.

    Doch. Genau das folgt daraus. Wenn ihr heute behauptet, dass der ACWI IMI besser wäre, es diesen ETF seit 15 Jahren gibt und ihr seit 13 Jahren ihn nicht empfohlen habt, dann habt ihr per Definition einen schlechteren Index empfohlen. Es gab übrigens nicht nur den ACWI IMI, sondern auch den FTSE All-World. Ihr habt trotzdem nur die Industrieländer genommen und in fast jedem zweiten Video kommuniziert, dass man EM nicht brauche, weil die Unternehmen aus den Industrieländern ohnehin dorthin verkaufen würden.

    Jetzt so zu tun, als hättet ihr keine Wahl gehabt und, dass man das nicht hätte wissen können, ist schlichtweg falsch. Das wurde euch hier im Forum und in zahlreichen Interviews seit Jahren vorgehalten. Und jedes mal kam die gleiche Laier: EM und SM sind unnötig. MSCI World reicht.

    Zitat von adrianberg

    Wenn sich heute die Marktlandschaft verändert hat und Produkte verfügbar sind, die eine noch breitere Abdeckung zu ähnlich niedrigen Kosten ermöglichen, dann spricht nichts dagegen, die Empfehlung anzupassen.

    Nein, das stimmt nicht. ETFs mit breiterer Abdeckung gibt es schon länger als es Finanztip gibt. Ihr habt sie nur nicht empfohlen, weil anscheinend nur Großunternehmen aus den Industrieländern ausgereicht haben. Nicht die Produktlandschaft hat sich geändert, sondern Finanztip. Und es ist einfach nicht professionell jetzt so zu tun als hättet ihr jetzt endlich das Ei des Kolumbus gefunden.

    Die heutigen Zeiten sind sehr ungewiss und eine Immobilie ist sehr unflexibel. Beziehungen oder Ehen gehen schneller vorbei, die Arbeitswelt befindet sich auch gerade im Wandel, dazu sind die fetten Jahre der günstigen Kredite und Darlehen auch vorbei, die fetten Jahre auf dem Arbeitsmarkt sowieso. Wieso sollte sich jemand in den 20ern oder 30ern einen hohen Kredit an die Beine nageln, nur um die nächsten 30 Jahre eine Immobilie zu finanzieren, das Haus kurz vor der Rente abgezahlt zu haben um dann festzustellen das man auch genügen Rücklagen für Renovierungen brauch und das Haus auch zu groß geworden ist weil die Kinder weggezogen sind. Hier ist man nun an das Haus gefesselt, verkaufen fällt schwer weil man viele Erinnerungen hat.

    Ich stimme dir grundsätzlich zu und bei einem Vergleich von Mietwohnung und Eigentumswohnung würde ich persönlich immer zur Mietwohnung greifen. Die Vorteile sind einfach zu deutlich. Wer allerdings in einem Haus leben möchte, kann das auf dem Mietmarkt praktisch nicht verwirklichen. Das muss man in der Regel kaufen und renovieren oder neu bauen. Schlichtweg, weil es kaum Mietobjekte gibt und die, die es gibt, oft nicht passen. Und es ist für viele schon eine deutliche Verbesserung von Lebensqualität, in einem eigenen Haus mit Garten wohnen zu dürfen. Finanziell mag das in den meisten Fällen nicht ideal sein, aber wie gesagt: Was vergleicht man da eigentlich? Haus und Wohnung? Oder eigenes Haus und Haus zur Miete? Wenn es das eine gar nicht gibt, sind Vergleiche irgendwie sinnlos.

    Im Grunde müsste man Wohnraum flexibel an die jeweilige Lebensphase anpassen können. Die Realität sieht jedoch anders aus: Die eigene ‚Traumbleibe‘ lässt sich oft nur durch Kauf oder Neubau verwirklichen. Doch während sich das Leben verändert, bleibt die Immobilie starr. Das führt zu einer absurden Fehlverteilung: Auf der einen Seite wurschteln sich Senioren allein in viel zu großen Häusern durch, weil sie in ihrem gewohnten Umfeld keine bezahlbare Alternative finden. Auf der anderen Seite leben Familien mit Kindern auf viel zu engem Raum und suchen verzweifelt. Gesamtgesellschaftlich ist das völlig paradox, aber eine echte Lösung für dieses Dilemma gibt es bisher nicht.

    Man kann die Menschen natürlich auch dumm halten.

    Es ist kontraproduktiv Anleger mit einem übertriebenen Perfektionsanspruch und irrelevanten Informationen zu überfrachten. Die Kernaufgabe von Finanztip liegt meines Erachtens darin, möglichst vielen Menschen den Weg zum erfolgreichen Investieren zu ebnen, statt jeden Aspekt der Kapitalmärkte in epischer Breite zu analysieren. Dass in diesem Forum mitunter kleinste Details über Tausende Beiträge hinweg debattiert werden, ändert nichts daran, dass dies für den Großteil der Nutzer zweitrangig ist. Manchmal habe ich den Eindruck, dass hier das Big Picture vor lauter Detailverliebtheit in den Hintergrund gerät

    Die TER 0,17 % hat er aber erst seit 2023 (?).

    Ich bin mir sicher, dass der ETF nie teurer war als die teuerste Empfehlung von Finanztip zum Zeitpunkt der Empfehlung. Das Kostenargument von Finanztip ist eine bequeme Ausrede. Sie waren einfach zu spät.

    Zitat von 90 Prozent Aktien

    Davon abgesehen würde ich es auch begrüßen, wenn FT alle Alternativen komplett darstellt. Beispielsweise gibt es zwischen FTSE All World und den MSCI Varianten ein paar nicht ganz unerhebliche Unterschiede. Neben einer abweichenden Eingruppierung in entwickelt/emerging bei Korea und Polen, gilt das denke ich auch für Tschechien und Ungarn. Während man die Auswirkungen bei Tschechien und Ungarn kaum spürt, sieht das bei Korea schon ganz anders aus.

    Ich bezweifle, ob das für die Mehrheit der Finanztip-User interessant ist oder erwähnt werden sollte. Wie man sieht, überfordert bereits die Umstellung vom MSCI World zum ACWI IMI viele Nutzer. Die Kommentarspalte ist voll von abstrusen Fragen was man denn jetzt tun solle. Wenn die jetzt anfangen und die unterschiedliche Aufstellung der einzelnen Indizes erklären, bricht Panik aus.

    Für die meisten Nutzer wäre es am Besten, wenn Finanztip einen eigenen Welt-Fonds herausbringen würde, der für 0,03% Kosten in einem Dachfondskonzept immer die günstigsten ETFs wählt. Dann wäre Ruhe mit dem Schmarrn.

    Das „Zwangssparen“ ist meines Erachtens einer der Hauptgründe dafür, dass Eigenheimbesitzer beim Eintritt in den Ruhestand tendenziell über ein höheres Vermögen verfügen. Ich kann mir gut vorstellen, dass so manches ETF- oder Aktiendepot im Laufe der Jahre teilweise oder sogar vollständig (und mehrfach) für ein neues Auto oder einen Urlaub aufgelöst wird. Bei einer selbst genutzten Immobilie dürfte dieses Risiko deutlich geringer sein. Allerdings darf man nicht vergessen, dass sich dieser Zwang auch ins Negative verkehren kann. In einer finanziellen Notlage riskiert der Eigentümer schlimmstenfalls den Verlust seines Dachs über dem Kopf. Oft sogar mehr. Für Mieter ändert sich in einer solchen Situation häufig weniger, zumal der Staat im Bedarfsfall unterstützend eingreift.

    Zudem ist belegt, dass Wohneigentum die räumliche Mobilität verringern kann. Ein besser bezahlter Job wird möglicherweise gar nicht erst angenommen, wenn dafür ein Umzug erforderlich wäre oder der Arbeitsweg deutlich länger ausfällt. Letztlich ist es eine Frage der persönlichen Einstellung, der individuellen Präferenzen und auch ein Stück weit des Glücks. Ich kenne viele zufriedene Eigentümer, die niemals zur Miete wohnen möchten. Ich kenne aber auch Menschen, die an ihrer Immobilie finanziell oder persönlich gescheitert sind. Ganz schwierig wird es auch, wenn ältere Menschen sehr an ihrem Haus hängen und es gesundheitlich nicht mehr schaffen, sich darum zu kümmern. In so einem Alter lässt man sich nur schwer „umpflanzen“. Und je älter man wird, desto schwerer fällt es, sich auf eine neue Umgebung einzulassen.

    Mein Hinweis generell zu dem Video (bevor ich es anschaue)

    Warum wird hier eigentlich nicht der FTSE All-World mit einbezogen ?
    Hier gibt es inzwischen viele konkurrierende Anbieter (die Aussage von mir stimmt und ist nachprüfbar).

    Weil noch mehr Auswahl nur zu noch mehr Verwirrung führen würde. Warum sollte man einen ETF empfehlen, der weniger Diversifikation bietet als der ACWI IMI? Finanztip hat meiner Ansicht nach viel zu lange am MSCI World als Standardlösung festgehalten und Gegenargumente regelmäßig abgetan. Ein Wechsel zum ACWI IMI wäre bereits vor Jahren konsequent und sachlich begründbar gewesen. Dass nun ein ETF als sinnvolle Alternative vorgestellt wird, den es schon seit 15 Jahren gibt und der sogar älter ist als Finanztip selbst, wirkt wenig überzeugend. Mit dieser Erkenntnis kommt Finanztip schlicht ein Jahrzehnt zu spät.

    Die Frage ist nur, wie man mit Beständen umgeht.

    Die ist bereits beantwortet.

    Zitat von Finanztip

    Die 8:1:1-Strategie ist für Menschen geeignet, die seit Jahren einen ETF auf den MSCI World oder FTSE Developed besparen und ihr bestehendes Depot nachträglich breiter aufstellen wollen.

    Finanztip liefert auch zu jedem ETF einen Vergleich. Ich kann mir gut vorstellen wie jetzt Tausende Privatanleger zu Hause den Taschenrechner auspacken und ausrechnen wie viel Prozent sie in den Emerging Markets und den Small-Cap ETF investieren müssen, um dann am Ende des Jahres festzustellen, dass die Prozente nicht mehr stimmen. Dazu kommt dann bestimmt auch ein Video: Rebalancing innerhalb des Aktien-Anteils. Und wenn dann der Markt nachgibt, öffnet das Tür und Tor für Experimente.

    adrianberg Das, was du schreibst, ist schlichtweg falsch und/oder gelogen. Bist du eigentlich eine KI, die für Finanztip schreibt? Kommt mir so vor. Der ACWI IMI von SPDR war schon immer ein sehr günstiger ETF. Und da Finanztip explizit auf ihrer Webseite schreibt, dass die TER kein Kriterium sei bei der Auswahl und selbst auch relativ teure ETFs auf den MSCI World empfohlen hat, ist das Kostenargument einfach nur vorgeschoben. Finanztip hat auch bis vor Kurzem sehr deutlich kommuniziert, dass Small Caps und Emerging Markets nicht wichtig seien für ein diversifiziertes Portfolio und der MSCI World ausreichen würde. Das hört sich jetzt anders an und sollte auch klar kommuniziert werden. Man könnte zum Beispiel damit anfangen, dass man viel zu spät dran ist und bisher Fehler gemacht hat. Einfach so zu tun, als hätte man den breiteren Index schon immer empfehlen wollen, es aber aus Kostengründen nicht getan hätte, ist einfach falsch.

    Lies einfach die Kommentare unter dem Video, dann zeigt sich die Verwirrung in seiner gesamten Bandbreite :rolleyes:

    Ich kann mir gut vorstellen, dass viele gar nicht viel über den angeblichen US-Klumpen oder die angebliche schlechtere Diversifizierung des MSCI World gewusst haben, sondern einfach ihren Sparplan haben laufen lassen. Das hat sich nun bei einigen geändert. Jetzt beginnen vielleicht doch viele an ihrem Depot zu schrauben, weitere ETFs dazuzukaufen, zu analysieren,.... Und spätestens wenn es crashed (und das wird es), wird weiter ,,optimiert".

    Es war leider nicht gelungen wie finanztip diese Änderung kommuniziert hat.

    Ich kann mir gut vorstellen, dass dieses Thema schon seit Monaten bei Finanztip heftig diskutiert und immer wieder abgewogen wurde. Auf der einen Seite will man die vielen MSCI-World-Sparer nicht verwirren. Auf der anderen Seite sieht man, dass das ,,global diversifizierte" Portfolio in Richtung 80% USA-Anteil läuft. Bleibt spannend wie es weitergeht. ACWI IMI, 8+1+1, ... Ich kann mir gut vorstellen, dass viele Nutzer, die nicht so in der Materie stecken, verwirrt sind.