Beiträge von Schlaubi

    Das Ganze ist ja aktuell noch recht vage. Im Grundsatz spricht auch nichts gegen eine verpflichtende BAV.

    Entscheidend ist was am Ende rauskommt und das macht den Unterschied:

    Szenario A: Der (deutsche) Klassiker

    • Entgeltumwandlung
    • Direktversicherung/Pensionskasse
    • Garantien
    • Versicherungsvertrieb
    • hohe Verwaltungs- und Abschlusskosten

    Dann teile ich deine Skepsis.

    Die Kritik an Riester war ja gerade, dass ein erheblicher Teil der Förderung durch Kosten, Garantien und ineffiziente Produkte aufgefressen wurde. Viele bAV-Verträge leiden unter ähnlichen Problemen: geringe Aktienquoten, hohe Kosten, komplizierte Portabilität beim Arbeitgeberwechsel und später noch Steuer- sowie teilweise Krankenversicherungsabgaben auf die Leistungen.

    Szenario B: Niederländisches oder Skandinavisches Modell:

    Dort gibt es oft:

    • automatische Teilnahme (Opt-Out oder Pflicht)
    • große kollektive Fonds
    • sehr niedrige Kosten
    • hohe Aktienquoten
    • keine bzw geringe Vertriebskosten für Millionen Einzelverträge

    Dann kann eine verpflichtende Zusatzvorsorge m.E. tatsächlich funktionieren.

    Der entscheidend wäre für mich daher nicht die Pflicht an sich, sondern wer das Geld verwaltet und zu welchen Kosten.

    Wenn ich seiner Zeit die Wahl gehabt hätte wäre mein Favorit klar Szenario B.

    Nur, dass ihr das Depot noch nicht gewechselt habt.

    Nochmal im Klartext: Die Anschaffungsdaten wurden incl. Vorabpauschale im Rahmen eines Depotwechsels übertragen und werden für jede Transaktion angezeigt. 😉

    Sieht dann für jede Transaktion so aus:

    Datum17.01.2017
    Transaktions-Nr.123456789
    Stück/Nom. (unverbraucht)244,00 Stk
    EinstandskursXX,XX EUR
    Devisenkurs1,0000
    Poolfaktor1,000
    LagerstelleClearstream Lux
    VorabpauschaleXXXX,XX EUR

    Kannst ja mal berichten, ob alle gut über die Bühne gegange

    Mache ich gerne. Wird bücken bischen dauern (Tochter ins Boot holen, NV Bescheinigung etc,…)

    Vermutlich gibts da keine brauchbaren (Online-) Rechner. Habe iwo gelesen das das auch mit KI klappen könnte (wenn man die richtigen Prompts verwendet😅)

    Moin,

    aus der gestrigen Diskussion kristallisieren sich für mich im Moment folgende Erkenntnisse heraus:

    Mein Portfolio würde ich nun wie folgt anpassen:

    - Reduzierung des MSCI World Anteiles durch steuerunschädliche Schenkung der ältesten Anteile im Rahmen Depotübertrag auf meine Tochter.

    - Unter Berücksichtigung ihres langen Anlagehorizontes: NV Bescheinigung beantragen und durch das sog. „rollen der Anteile“ ersparte Steuern in „frische Anteile „reinvestieren“. Hierbei wichtig: EK Grenzen der Familienversicherung beachten.

    - wenn Minijob in Betracht kommt: AV Depot für sie ab 2027 anlegen und mit Förderhöchstbetrag besparen bis sie eigenes Einkommen hat.

    - in meinem Depot: restliche MSCI World Anteile stehen lassen und künftig nur noch in den breiter gestreuten VANGUARD FTSE ALL-WLD UCI (VWCE) investieren. Der risikoärmere Anteil (Tages-/Festgeld) bleibt.

    Das waren wirklich wertvolle Hinweise. Besten Dank an alle!👏👏👏


    Es geht erstmal darum so früh wie möglich den Grundstock für ihre AV als Einmaleinzahlung in ETFs anzulegen Das wäre ja quasi der risikoreichere Baustein des Pantoffelportfolios. Falls ein Minijob Thema ist, könnte ich mir vorstellen die 1.800 € im Jahr zu übernehmen bis das Studium abgeschlossen ist und sie eigenes Einkommen hat. Den risikoärmeren Anteil könnte sie dann später selbst aufbauen. Sie wird uns ja ohnehin beerben, wenn nicht irgendetwas unvorhergesehenes dazwischen kommt (z.B Pflegebedürftigkeit). So der aktuelle Stand.

    Seid ihr mit eurer Tochter auch schon im Austausch über Finanzthemen ?

    Versuche sie für diese Themen zu sensibilisieren und sie ist sehr dankbar dafür.
    Da Sie aktuell wegen Auslandssemester nicht hier ist haben wir vereinbart, dass wir das in Ruhe besprechen wenn sie hier ist. Sie hat ohnehin im Rahmen unserer Vorsorgeregelung Depotvollmacht und ein eigenes Depot bei Flatex. Da sie im Herbst wieder ein Auslandssemester in Südamerika macht überlegen wir, dass ich umgekehrt eine Depotvollmacht für ihr Depot bekomme, damit ich das für sie hier managen kann. Die Idee mit dem „rollen“ hat einen gewissen Charme“😊. Im Nächten Jahr endet die Familienversicherung ohnehin aus Altersgründen.

    Schon interessant auf was man hier stößt😊👍

    Schon, ich denke kalt, mit diesem Move schlägst du zwei Fliegen mit einer Klappe:

    1. Rebalancing in eine Depot, wie du/ihr es gerne haben möchtet und

    2. ETf Gewinne steuerfrei realisieren. So kann deine Tochter später die Gewinne von einem höheren Niveau aus versteuern / muss deutlich weniger versteuern.

    Aber klar, ist ganz eure Entscheidung

    Sorry, jetzt ist der Groschen gefallen🫣😂

    Ich empfehle, Anfang 2027 für die Tochter zusätzlich ein Altersvorsorgedepot abzuschliessen und dort bis zur Förderhöchstgrenze von 150 EUR monatlich einzuzahlen

    Ja das habe ich schon im Blick, wenn ich richtig informiert bin ist das aber erst mit Aufnahme einer Erwerbstätigkeit möglich. Das dauert noch ein bischen, da u.U. noch der Master geplant ist.

    Oder bin ich da nicht auf dem Laufenden?🤔

    Ich bin mir sicher dass es der Beste Welt ETF ist. Nicht nur weil er Weltweit gestreut ist , sondern, weil er auch die Small Caps beinhaltet die ja am aufkommen sind.

    Wenn Du auf ein breite Streuung Wert legst hast Du für Dich die richtige Wahl getroffen.

    Ich frage mich allerdings bei diversen Bild-Beiträgen und dem ein oder anderen Beitrag in Foren, ob das wirklich eine gute Idee ist

    Bild ist für mich sicher kein relevanter Maßstab😅 Ich bin ja aufgrund der Finanztip Hinweise auch ins Überlegen gekommen, habe aber letztlich Abstand genommen und bleibe vorerst bei meiner bisherigen Wahl und werde künftig den VANGUARD FTSE ALL-WLD UCI (VWCE) stärker gewichten.

    Dann würde ich nur Anteile des (großen Altbestand) World zu deiner Tochter übertragen, sie kann mit vorher beantragter NV Bescheinigung recht große Tranchen des World verkaufen und einen hohen jährlichen Ertragsanteil steuerfrei verkaufen („Rollen“). Das frei werdende Kapital kann dann wieder in die beiden oben genannten ETFs umgeschichtet werden.

    Es ist ja in erster Linie für ihre spätere AV gedacht und weniger zum vorzeitigen Verkauf.
    Hinzu kommt, das im Falle einer Pflegebedürftigkeit von mir das Sozialamt zumindest in den ersten 10 Jahren u.U. Rückforderungen stellen kann, wenn ich da recht informiert bin.

    Aber der Grundgedanke der Umschichtung von meinem Depot hat was als weitere Option👏

    Moin in die Runde,

    habe ein Flatex Depot eingerichtet, dass ich ihr nach Rückkehr aus ihrem Auslandssemester als Schenkung für ihre AV auf ihr eigenes Flatex Depot übertragen möchte.

    Aktuell sind dort angelegt:

    ISHARES CORE MSCI WORLD E (EUNL): Gewichtung 80 %

    VANGUARD FTSE ALL-WLD UCI (VWCE): Gewichtung 20 %

    Habe meine Feldanlage nach dem Pantoffelportfolio ( 70 % risikoreicher Anteil (ETF wie o.g. Gewichtet) und risikoarmer Anteil (30 %) in Tages-/Festgeld angelegt. Bin damit bisher sehr gut gefahren.


    Merke aber das mich die aktuellen Entwicklungen in den USA verunsichern.

    Frage ist nun ob ich die Gewichtungen nochmals ändern sollte: z.B. durch Aufnahme z.B. STT STRT SPDRMSCI ALLCNTRYWLD INVMKT ETF

    Bin selbst Rentner und der Anlagehorizont meiner Tochter ist sicherlich ein anderer als meiner:D

    Alles so lassen? Gewichtung ändern? Wenn ja was würde Sinn machen? Jeweils bezogen auf ihr und mein Depot.


    Besten Dank vorab!