Gewichtung im Depot

  • Moin in die Runde,

    habe ein Flatex Depot eingerichtet, dass ich ihr nach Rückkehr aus ihrem Auslandssemester als Schenkung für ihre AV auf ihr eigenes Flatex Depot übertragen möchte.

    Aktuell sind dort angelegt:

    ISHARES CORE MSCI WORLD E (EUNL): Gewichtung 80 %

    VANGUARD FTSE ALL-WLD UCI (VWCE): Gewichtung 20 %

    Habe meine Feldanlage nach dem Pantoffelportfolio ( 70 % risikoreicher Anteil (ETF wie o.g. Gewichtet) und risikoarmer Anteil (30 %) in Tages-/Festgeld angelegt. Bin damit bisher sehr gut gefahren.


    Merke aber das mich die aktuellen Entwicklungen in den USA verunsichern.

    Frage ist nun ob ich die Gewichtungen nochmals ändern sollte: z.B. durch Aufnahme z.B. STT STRT SPDRMSCI ALLCNTRYWLD INVMKT ETF

    Bin selbst Rentner und der Anlagehorizont meiner Tochter ist sicherlich ein anderer als meiner:D

    Alles so lassen? Gewichtung ändern? Wenn ja was würde Sinn machen? Jeweils bezogen auf ihr und mein Depot.


    Besten Dank vorab!

  • Stelle Deine Fragen an unsere Finanztip-Experten

    Depot ausmisten und ETFs verkaufen
    Depot ausmisten und ETFs verkaufen
    Expertengespräch am 17.09.2026

    ETF verkaufen? So mistest Du Dein Depot aus

    17.09.2026 - Depot ausmisten und ETFs verkaufen

  • Kater.Ka 7. Juni 2026 um 09:23

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • Frage ist nun ob ich die Gewichtungen nochmals ändern sollte: z.B. durch Aufnahme z.B. STT STRT SPDRMSCI ALLCNTRYWLD INVMKT ETF

    Hallo! Ich würde nur noch diesen ETF oder den Vanguard nehmen. Bei der Gewichtung hast du fast nur große und mittlere Firmen aus Industrieländern mit ein bisschen Schwellenländern und ganz wenig Small Caps, also kleinere „Nebenwerte“.

    Sehr vereinfacht gesagt: Der SPDR enthält den FTSE, der den iShares enthält.

  • Ja, im Portfolio der Tochter (das derzeit ja formell offensichtlich noch deines ist) kann eine Umstellung auf 100% Vanguard FTSE All-World oder 100% SPDR ACWI IMI sinnvoll sein. Zumindest wenn dieses noch recht neu ist und dort keine größeren Gewinne aufgelaufen sind.

    In deinem eigenen Portfolio hingegen ist eine solche Umstellung aus steuerlichen Gesichtspunkten vermutlich weniger sinnvoll. Da würde ich es bei der aktuellen Struktur belassen und nur über Entnahmen aus dem MSCI World die Gewichtung schrittweise Richtung des FTSE All-World verschieben.

  • Schlaubi für dein Depot: den MSCI World liegenlassen und nur noch den FTSE All World besparen, so würde ich das machen.

    Und dasselbe für deine Tochter. Das mit dem IMI sollte gut überlegt werden. Das ist Ansichtssache/modisch, SC dazunehmen zu wollen/sollen.

  • Die Small Caps im ACWI IMI sind weder Ansichtssache noch modisch. Sie sorgen schlicht für eine breitere Basis und damit ein höheres Maß an Diversifizierung. (Die SmallCap-Prämie ist da noch gar nicht erwähnt, sondern ein zusätzlicher Pluspunkt.)

    Natürlich weiß niemand, welcher Index und welcher Fonds am Ende des eigenen Anlagehorizonts vorne liegen wird … aber aus rein rationaler Sicht ist eine breitere Diversifizierung vernünftig. Das spricht im Vgl. zum ACWI und v. a. im Vergleich zum MSCI World für den ACWI IMI oder zumindest den FTSE AllWorld.

  • Also wenn deine Tochter noch studiert und kein (normales / reguläres) Einkommen hat, bietet sich ja auch die Chance, das Depot steuergünstig umzubauen.

    Was meine ich damit:

    Du suchst dir die für dich passende Strategie aus, bspw All World oder ACWI IMI.

    Dann würde ich nur Anteile des (großen Altbestand) World zu deiner Tochter übertragen, sie kann mit vorher beantragter NV Bescheinigung recht große Tranchen des World verkaufen und einen hohen jährlichen Ertragsanteil steuerfrei verkaufen („Rollen“). Das frei werdende Kapital kann dann wieder in die beiden oben genannten ETFs umgeschichtet werden.

    so würde ich das machen…

  • Dann würde ich nur Anteile des (großen Altbestand) World zu deiner Tochter übertragen, sie kann mit vorher beantragter NV Bescheinigung recht große Tranchen des World verkaufen und einen hohen jährlichen Ertragsanteil steuerfrei verkaufen („Rollen“). Das frei werdende Kapital kann dann wieder in die beiden oben genannten ETFs umgeschichtet werden.

    Es ist ja in erster Linie für ihre spätere AV gedacht und weniger zum vorzeitigen Verkauf.
    Hinzu kommt, das im Falle einer Pflegebedürftigkeit von mir das Sozialamt zumindest in den ersten 10 Jahren u.U. Rückforderungen stellen kann, wenn ich da recht informiert bin.

    Aber der Grundgedanke der Umschichtung von meinem Depot hat was als weitere Option👏

  • Es ist ja in erster Linie für ihre spätere AV gedacht und weniger zum vorzeitigen Verkauf.

    Ich empfehle, Anfang 2027 für die Tochter zusätzlich ein Altersvorsorgedepot abzuschliessen und dort bis zur Förderhöchstgrenze von 150 EUR monatlich einzuzahlen. Bei derart langer Anspardauer macht das eigentlich immer Sinn, zumindest sofern es ein günstiger ETF-basierter Vertrag ist. Der Einfachheit halber vielleicht ebenfalls bei Flatex, die laufen sich da zumindest auch schon warm: Vorsorgen statt sorgen: Mit dem Altersvermögensdepot. Staatlich gefördert. Und am allerbesten dort sogar in den gleichen ETF wie im freien Depot.

    Je nachdem ob du nur jetzt einmalig oder ab 2027 zusätzlich und kontinuierlich Geld übertragen möchtest, kann das dann aus zusätzlichen Sparraten kommen oder vielleicht sogar aus Umschichtungen aus dem freien Flatex-Depot. Und im Laufe der Zeit dann natürlich vorrangig aus eigenem Einkommen der Tochter.

  • Es ist ja in erster Linie für ihre spätere AV gedacht und weniger zum vorzeitigen Verkauf.

    Schon, ich denke halt, mit diesem Move schlägst du zwei Fliegen mit einer Klappe:

    1. Rebalancing in eine Depot, wie du/ihr es gerne haben möchtet und

    2. ETf Gewinne steuerfrei realisieren. So kann deine Tochter später die Gewinne von einem höheren Niveau aus versteuern / muss deutlich weniger versteuern.

    Aber klar, ist ganz eure Entscheidung

  • Ich empfehle, Anfang 2027 für die Tochter zusätzlich ein Altersvorsorgedepot abzuschliessen und dort bis zur Förderhöchstgrenze von 150 EUR monatlich einzuzahlen

    Ja das habe ich schon im Blick, wenn ich richtig informiert bin ist das aber erst mit Aufnahme einer Erwerbstätigkeit möglich. Das dauert noch ein bischen, da u.U. noch der Master geplant ist.

    Oder bin ich da nicht auf dem Laufenden?🤔

  • Schon, ich denke kalt, mit diesem Move schlägst du zwei Fliegen mit einer Klappe:

    1. Rebalancing in eine Depot, wie du/ihr es gerne haben möchtet und

    2. ETf Gewinne steuerfrei realisieren. So kann deine Tochter später die Gewinne von einem höheren Niveau aus versteuern / muss deutlich weniger versteuern.

    Aber klar, ist ganz eure Entscheidung

    Sorry, jetzt ist der Groschen gefallen🫣😂

  • Ja das habe ich schon im Blick, wenn ich richtig informiert bin ist das aber erst mit Aufnahme einer Erwerbstätigkeit möglich. Das dauert noch ein bischen, da u.U. noch der Master geplant ist.

    Oder bin ich da nicht auf dem Laufenden?🤔

    Ja, du hast völlig Recht. Da war ich zu schnell. Als Studentin gehört sie natürlich nicht automatisch zu den Förderberechtigten. Dazu müsste sie wenigstens einen rentenversicherungspflichtigen Nebenjob ausüben.

Passende Ratgeber für Dich

Von Finanztip-Experten fundiert recherchiert

Was Finanztip ausmacht
Finanztip Bewertungen