Beiträge von Baggerandre

    Hallo Leute,

    ich wollte euch mal fragen, wie ihr es handhaben würdet, wenn ihr in ein Gerät investiert.

    Wir vermieten Arbeitsbühnen und Minibagger. Ich handhabe es eigentlich immer so, dass ich je nach Kaufpreis entweder direkt alles bezahle, oder einen Teil auf Kredit. Ich habe immer lieber die Direktzahlung, ich zahle nie gerne Zinsen.

    Und dennoch sehe ich oft, dass selbst größere Firmen auf Finanzierung kaufen, selbst bei z.B. Minibaggern für 30.000 Euro, die es problemlos direkt bezahlen könnten.

    Als Grund gibt man an, damit man flüssig genug bleibt für irgendwelche andere Dinge.

    Wie seht ihr das, wenn genug Geld beiseite wäre, würdet ihr trotzdem auf Kredit kaufen ?

    Macht es steuerlich irgendwie Sinn ? Man kann doch nur die Zinsen absetzen, oder ?

    Danke und VG, Andre

    Das stimmt, das weiß ich jetzt auch, aber eben damals noch nicht.

    Damals war es für mich eine Beratung, was ich für meine Altersvorsorge machen solle. Dass er dafür Provision bekommt, war mir klar. Aber nicht, dass da so gut wie nichts bei rumkommen würde.

    Ich hatte dort auch viele Versicherungen und fühlte mich da gut aufgehoben, das war für mich ein Grund. Und natürlich auch Zeitmangel (und Interessenmangel), denn ich hatte für solche Sachen damals gar keine Zeit und Lust, mich damit zu beschäftigen.

    die Zinsberichtigung scheint Abgeltungssteuer + Soli + Kirchensteuer zu sein, ca. 28%. Ohne Kirchensteuer sollten es nur 26,325% sein. Falls Du nicht in einer "steuerpflichtigen" Kirche bist, solltest Du das reklamieren.

    Sehr gut erkannt :)

    Ich bin vor wenigen Monaten erst aus der Kirche ausgetreten, weil ich es nicht mehr einsah, weiterhin dahin zu bezahlen. Das regelt der StB später noch.

    Wie gesagt hatte ich ja auf euren Tipp die VZ HH angeschrieben und die Unterlagen zugeschickt, es kann drei Monate dauern, bis ich Antwort erhalte, bekam ich als Bescheid von denen.

    Ich hatte letzte Woche mit jemandem gesprochen, dessen Vater hatte auch eine LV und da war es so, dass die Rendite so gering war, dass er sich das alles hätte sparen und besser anlegen können.

    Sein Vater ist etwas älter als ich noch, und da war es vielleicht genauso wie bei mir, man hat halt keine Ahnung und sich beraten lassen im guten Glauben.

    Wenn dein Konto vor einem Monat einen Stand von 100917 EUR ausgewiesen hat und heute einen von 100529 EUR, dann muss es dafür zwingend eine Buchung geben. Diese Buchung solltest du sehen und auch den Verwendungszweck. Dass sich ein Kontostand von einem Tag auf den anderen ohne Buchung verändert, darf nicht vorkommen.

    Obs genau vor einem Monat oder knapp zwei Monaten war, kann ich nicht genau mehr sagen, ich hatte mir aber zufällig den Kontostand aufgeschrieben, er war 100917,xx. Da hatte ich mir noch gedacht, ok, das könnte von den Zinsen her passen, ich warte noch ein paar Wochen ab und buche es dann um.

    Allerdings hatte ich nicht auf die Buchungen geschaut, war da selten drin. Hatte einfach nur vor, es später entweder in einen ETF oder zum investieren zu benutzen.

    Kontobewegungen:

    16.2. Ein 1000,-

    20.2. Ein 49000,-

    24.2. Ein 40000,-

    2.3. Abschluß 56,83

    2.3. Zinsberichtigung -15,90

    6.3. Ein 10000,-

    31.3. Abschluß 224,68

    31.3. Zinsberichtigung -62,89

    4.5 Abschluß 229,63

    4.5. Zinsberichtigung -64,27

    1.6. Abschluß 224,43

    1.6. Zinsberichtigung -62,81

    24.6. Guthaben 100529,70

    Hallo zusammen,

    ich habe 100000 Euro auf einem Tagesgeldkonto im Januar für 4 Monate zu einem Aktionszins von 2,75% abgeschlossen.

    Vor gut einem Monat stand dort ein Betrag von 100917 Euro.

    Jetzt wollte ich heute den Betrag von geschätzten 101000 Euro komplett auszahlen lassen und sehe dort, dass es nur 100529 Euro sind.

    Heisst das, dass man, wenn man nicht innerhalb von 4 Monaten das Geld komplett abhebt, danach für den kompletten Betrag nur noch 0,3 % bekommt, dieser Aktionszins also verfällt ? :/

    Ich dachte, die 2,75% Zinsen bleiben erhalten und danach bekommt man für den gesamten Betrag weiterhin die 0,3% ?

    Danke und VG.

    Zum Vergleich zeige ich euch jetzt eine Rentenversicherung meiner Frau, ebenfalls Provinzial.

    Abgeschlossen am 1.9.09, Ablauf am 31.8.33. Monatlicher Beitrag 400€ ohne Dynamik.

    Nehmen wir als Beispiel den Rückkaufswert zum 31.8.25 in Höhe von 78389,40 €

    Eingezahlt hat sie bis dahin 16 Jahre = 76800€

    Nach 24 Jahren hätte sie 115200€ eingezahlt und bekommt eine garantierte Kapitalabfindung von 132262,77€ raus.

    Was meint ihr dazu ?

    Danke für deine Einschätzung, Finanzschlumpf.

    Die BU hatte ich 30 Jahre lang und sie ist jetzt mit 60 abgelaufen.

    Meine kleine Firma übernimmt mein Sohn in wenigen Jahren und ich lasse mich dann vielleicht von ihm anstellen. Ich werde mich dazu aber noch mit euch in einem neuen thread austauschen. Möchte mich ja nicht gerne anstellen lassen, weil ich dann in die gestzliche RV und AV einzahlen muss. Alternative wäre GbR, aber ich weiß nicht so recht. Mit dem StB bin ich auch schon am beratschlagen.

    Wir haben noch ein vermietetes MFH, die Miete benötige ich aber nicht, zumindest noch nicht.

    Ich habe es so vor, wenn ich Geld privat benötige, nehme ich es aus der Firma, so wie es immer gewesen ist.

    Das wird sowieso eine schwierige Sache, ich möchte mich eher mit wenig Lohn einstellen lassen von meinem Sohn, um wenig Abschläge zu haben. Auch wenn ich später mal ein teurer Pflegefall werden sollte (au weia, bloß nicht bitte), dann muss ich bis dahin schauen, wie alles verteilt wurde, das kommt schneller als man denkt vielleicht.

    Also diese RV ist jetzt zumindest mein kleineres Problem.

    Ich werde viel mehr Zeit damit verbringen werden, wie die Firmenübergabe funktioniert, was wir mit unserem Haus und dem Mietshaus machen, rechtzeitig überschreiben wegen der 10-Jahres-Frist oder verkaufen, und da ich keinen Fachmann habe, schaue ich mir sehr viele Videos an auch eben über Häuser und über den Sinn, jetzt noch in MFH als Anlageobjekte für meinen Sohn zu investieren, oder besser doch ETF, und über den Austausch hier im Forum.

    Den Widerruf werde ich höchstwahrscheinlich nicht durchbekommen, schaue mir das aber noch ganz genau an. Die Versicherung hat Ahnung davon, also das wäre zu unwahrscheinlich, dass der ein Fehler beim Widerruf unterläuft.

    Wenn ich jetzt die Versicherung kündigen würde, würde das jederzeit klappen oder muss ich bis zum 30.9.26 warten, bis die nächste Standmitteilung kommt ?

    Es wäre ja sehr interessant zu wissen, was die Versicherung mit meinem Geld gemacht hat, wieviel sie damit verdient hat in der Zeit.

    Also am liebsten würde ich alles in mein ETF packen und einfach 10-15 Jahre warten, so wie ich es in den Videos sehe. Ich benötige das Geld vorher nicht.

    Ich melde mich wieder, vielen Dank dir.

    Hallo monstermania,

    vielen Dank für deine Einschätzung, ich bin froh, dass ich jetzt mal unabhängige Meinungen höre.

    Börsentechnisch bin ich absoluter Laie, hatte damit nie zu tun. Ich brauche "was in der Hand", bin Handwerker, daher habe ich es mit Versicherungen und Geldanlage nie so gehabt.

    Ich sehe, welche Maschinen ich brauchen kann und investiere darin. Ich muss es also physisch sehen oder haben.

    Übers Wochenende werde ich mir alle deine und die der anderen Vorschläge zur Gemüte führen, ich werde eine Zeitlang brauchen, will mir ja auch noch die links alle durchlesen.

    Ihr müsst euch das so vorstellen, wenn man grad mal gut selbständig ist, hat man nur sein Geschäft im Kopf und da reicht es dann nicht auch noch für die Altersvorsorge, die ja noch Jahrzehnte weg ist. Ich habe Vertrauen in Leute, die mir etwas empfehlen, genauso wie meine Kunden Vertrauen in mich haben. So sollte es geschäftlich ja immer sein.

    Ich bin jetzt nicht sauer über meinen Versicherungsmann, forsche da auch nicht nach, woran es gelegen hat, dass es nichts gebracht hat. Es wird sicherlich nicht seine Schuld gewesen sein, vielleicht war es einfach nur die Entwicklung in Deutschland im Kapitalmarkt.

    Vermutlich sehen die LV oder RV tausender Anleger heute so aus, denke ich mal.

    Jetzt nehme ich mir seit Monaten die Zeit abends und schaue mir Videos an und bin deswegen auch hier gelandet und froh darüber. Jetzt kann ich die Entscheidung nach eurer Empfehlung mal selbst in die Hand nehmen, klar, wäre schön, wenn ich ein paar Jahrzehnte früher dran wäre, aber ok, Risiko ist immer, also ärgere ich mich nicht besonders darüber.

    Ich sehe es so, als hätte ich falsch investiert und müsse eine Maschine nach einiger Zeit mit viel Verlust wieder verkaufen, weil es nicht vorhersehbar war und man nur ausprobieren konnte, und das hatte ich auch schon.

    Ich melde mich, vielen Dank bis jetzt.

    Das kreuzen Vertreter gerne an. 5% klingt nach "geht ja noch". Aber rechnen wir mal genauer:

    Statt 1000€ Beitrag am Jahresanfang zahlt man also 1000/12*1,05 = 87,50€ monatlich. Der erste Monatsbeitrag wird auch am Jahresanfang fällig, die weiteren 1 bis 11 Monate später. Im Schnitt zahlt man also 5,5 Monate später. 5% für 5,5 Monate entsprechen etwa 5%/5,5*12 = 10,9% p.a. effektiv!

    Da ist mein Dispo noch billiger. Oder anders formuliert, man braucht eine sichere Alternativanlage mit fast 15% um diese Rendite nach Steuern wieder zu verdienen.


    Einziger Vorteil: Das lässt sich jederzeit ändern! Ein Brief und Du zahlst zukünftig jährlich!

    Ja, wie gesagt, ich zahle sonst nie monatlich, sondern immer nur jährlich. Ich erinnere mich noch, als ich damals da gesessen hatte vor meinem Versicherungsmann und er meinte: Zahlweise monatlich ? Und ich dann einwilligte. Vermutlich denkt man sich ja auch, anfangs monatlich 400€ hört sich "einfacher" an als einmal 4800€.

    Was sind denn deine finanziellen Ziele. Und wie bist du sonst für die Rentenphase finanziell "gewappnet" ?

    Ja, berechtigte Frage, wurde von Monstermania auch schon gefragt.

    Ich lebe von meiner kleinen Firma, wenn ich Geld benötige, nehme ich es mir, ich zahle mir kein Gehalt aus. Fast der komplette Gewinn wird investiert, ansonsten bin ich sparsam und genügsam, meine Firma ist auch mein Hobby und wird auch meine Altersvorsorge sein, was immer so geplant und auch gerechnet war.

    Schritt 2: Berechne Dir die tatsächliche Rendite aus den letzten zwei Standmitteilungen. Also (Stand 09/25) / (Stand 09/24 plus Beiträge in diesem Jahr) -1

    OMG, 1,04 %.

    Ohne Inflation.

    Wenn ich den Gewinn versteuern müsste, wird da gar nichts/nicht viel sein, wenn ich den Gewinn der Auszahlung abzüglich der eingezahlten Beiträge rechne. Irgendwie kommt mir das wie eine Lachnummer/Nullnummer vor.

    Generell wäre auch die Überlegung zu treffen, ob Du die ganze Versicherung zumindest beitragsfrei stellst und die Beiträge ab sofort in einen ETF-Sparplan laufen lässt. :/

    Ich verlinke mal den Beitrag der VZ HH dazu:
    https://www.vzhh.de/themen/versich…ld-zurueckholen

    Was bedeutet beitragsfrei ? Soll ich die Versicherung noch drei Jahre bis zum Ende beitargsfrei weiterlaufen lassen und die Beiträge dann in den ETF einzahlen ? Oder doch komplett kündigen und alles in den ETF reinpacken ? Letzteres würde ich vom Gefühl her gerne machen.

    Danke für den link, den lese ich mir noch durch.

    Schritt 1: Beende die Dynamik! Das ist immer möglich (formloser Brief mit Bitte um Bestätigung) und in den letzten Jahren immer sinnvoll. Jede Erhöhung ist wie ein Neuabschluss mit neuen Abschlusskosten und auf Dein aktuelles(!) Alter berechnet!

    Schritt 3: Erfrage den Beitrag bei jährlicher Zahlung. Dieser ist oft deutlich niedriger als 12 Monatsbeiträge (bei gleicher Rückzahlung). Das kann die Rendite merklich steigern.

    Das werde ich machen, vielen Dank für den Hinweis, ist ja auch schon von anderen usern hier angesprochen worden.

    Zu Schritt 3 überlege ich mir ja noch, ob ich den Vertrag ruhen lasse oder kündige. Also für mich ist der Ertrag bei so viel eingezahltem Geld so gering, da hätte ich lieber für investiert im Nachhinein.

    Das war ja meine Befürchtung als ich mal gerechnet habe, was ich überhaupt schon eingezahlt hatte.

    Es ist so, dass ich sämtliche Gewinne soweit es geht in meine kleine Firma investiert habe und auch weiterhin so mache. Davon lebe ich, mein Sohn übernimmt diese dann in absehbarer Zeit, er ist dann der Chef, aber wir beraten uns immer und kommen sehr gut miteinander klar, das ist wichtig, und ich lasse mich wahrscheinlich dann von ihm einstellen, es bleibt also so wie vorher, nur umgekehrt. Wann ich dann mal in "Rente" gehe steht in den Sternen, mir macht die Arbeit mit den Kunden Spaß und ich mache solange wie ich kann. "Leben" werde ich immer von dieser Firma, d.h. wenn ich Geld benötige, nehme ich mir es.

    Ich kann aber auch nicht einfach aufhören, manche von euch kennen es vielleicht, wenn man etwas 30 Jahre lang aufgebaut hat, dann hören manche nicht einfach irgendwann auf, man macht weiter. Es ist die Arbeit, die mir Spaß macht, meine Kunden haben ein Anliegen und ich helfe ihnen, damit sie wiederum ihre Kunden bedienen können.

    Und beim Abschluß dachte ich eben, man hat Vertrauen in den Versicherungsmann, also mache ich das jetzt.

    Diese RV hier brauche ich nicht unbedingt, deshalb ist mein Schreck jetzt nicht so groß, wie man meinen könnte. Ich stempel es als Lehrgeld ab, hätte mich ja auch besser informieren können in den letzten Jahren, ob das alles so ok ist, also eigene Schuld. Trotzdem bin ich doch froh, es zu haben, auch wenn es so einen Anschein macht, als hätte ich das Geld ja auch fast unters Bett legen können.

    Daher bin ich ja auch hier im Forum, um mal Meinungen zu hören von Leuten die Ahnung haben.

    Am liebsten würde ich die ganze Versicherung kündigen und in ETF investieren, weil mir das jetzt Spaß macht. Klar, ich werde da nicht viel mehr von haben, weil ich ja nicht weiß wie die Gesundheit dann ist, und auch gerne 10-15 Jahre warten und auch nicht vorher ständig reingucken, wie der Stand ist. Ich würde es gerne nebenbei laufen und mich überraschen lassen, wie es sich nach jeweils mehreren Jahren entwickelt.

    Ansonsten habe ich schon zwei kleine LV ausbezahlen lassen und beide wieder investiert. Und dann noch ein Mietshaus, aber die Miete davon benötige ich nicht zur Altersvorsorge.

    Wir möchten und noch weitere MFH als Anlage zulegen, diese aber für meinen Sohn für später, weil man ja nie weiß was kommt, aber das ist ein anderes Thema, schaue mir sehr viele Videos dazu an, habe auch Bedenken, werde mich hier im Forum dazu aber auch noch später austauschen.