Du hältst es also nicht für eins oder erkennst du dies nur nicht?
ist es mMn aber auch nicht. Für mich eine Wette/Spekulation auf den Bitcoin und das teilweise gehebelt. Vergleichbares Geschäftsmodell aus meiner Sicht wenn man unbebaute Grundstücke oder leer stehende Immobilien hält und auf Wertsteigerung setzt. Kein wirklichen Cashflow und Hoffnung das die Wertsteigerung höher ist als die Kosten. Der Fremdkapitalhebel ist bei Strategy sogar relativ überschaubar zu vielen Immobiliendeals, da viel EK durch Ausgabe von Aktien. Der Ansatz mit STRC mehr Hebel reinzubringen fällt ihnen durch die flexible Dividende etwas auf die Füße. (vielleicht etwas vergleichbar mit flexiblen Immobilienzinsen die sich bspw. am Leitzins orientieren). Großer Vorteil von Strategy ist das sie immer noch Leute finden, die die Stammaktie kaufen.
Ähhhm.... Ich verstehe das so, dass das Unternehmen jetzt von interessieren Leuten durch die Ausgabe von neuen Aktien Kapital einsammelt hat, um dieses Kapital einer Liquiditätsreserve im Unternehmen zuzuführen, damit man an seine jetzigen und neuen Aktionäre eine monatliche Dividende auszuzahlen kann.
Durch die Ausgabe neuer Anteilscheine erhöht sich ja auch die Anzahl der gewinnberechtigten Aktien und somit auch die "Verpflichtung" eine Dividende zu zahlen.
Verstehe ich das so richtig?
Klingt im ersten Moment so, weil von Aktien - ergo Aktionären die Rede ist.
Der eigentliche Stammaktionär (MSTR) bekommt aber keine Dividende. Der profitiert von der Entwicklung des Unternehemswert, der primär vom Wert der gehaltenen Bitcoins je Aktie abhängt.Die neu ausgegeben Stammaktien verwässern diesen Wert, da damit nicht wie in der Vergangenheit BTC gekauft werden, sondern Cash aufgebaut wird bzw. Dividende an die Inhaber der Vorzugsaktien. (früher wurde ein Aufpreis gezahlt, es konnten also mehr Bitcoins gekauft werden von den Einnahmen) Auch wenn Bitcoins verkauft werden um damit Cash zu generien sinkt der Wert. Ich würde erwarten das die meisten Aktionäre deutliche Verluste haben, da der Kurs im Hype mehr als das 4 fache wert war und da auch viele Aktien ausgegeben wurden. Hype gab es mMn vor allem weil durch Bitcoin Treasury Modell insitutionelle Investoren indirekt in Bitcoin investieren konnten. Meiner Meiung eh absurd, das der Wert eines Unternehmen primär davon abhängt wie der Wert ihrer Assets ist und den Wert durch eigene Käufe und Verkäufe beeinflussen kann.
Die STRC Inhaben sind aus meiner Sicht sind nicht wirklich am Unternehmen beteiligt ( Aus meiner Sicht Mezzanine Kapital im Aktienmantel.), sie geben Geld und bekommen Dividende.Ironischer Weise je mehr, desto schlechter es um das Unternehmen steht. Würde sich der Bitcoin morgen verdoppelt, würde ich den Kurs bei STRC über 100 sehen und die Dividende könnte von Strategy gekürzt werden. Auch hier dürften viele Investoren Verluste gemacht haben, allerdings nur 15% vom Nominalwert, dem stehen zumindest einiges an Dividenden gegenüber.
Als Außenstehender eine spannende Interessenslage. Die Stammaktionäre haben sehr hohe Kursverluste und müssen aktuell mit ansehen, wie ihre Aktien verwässert wird um die Dividende der anderen zu bezahlen, deren Verlustet überschaubar sind.
Die Dividende bei STRC ist wenn ich das richtig verstehe nicht ganrantiert. Könnte also ausgesetzt werden. Ich glaube das aber die Drohkulisse der STRC Investoren größer ist. Die Investition wurde als "sicher" verkauft und auch so von der SEC bestätigt. (was eigentlich absurd ist). Es werden Klagen vorbereitet und das man zuletzt die Dividende nicht so stark erhöht hat, das man wieder auf 100 USD kommt, ist meiner Meinung ein gutes Argument dafür das die Versprechen nicht eingehalten werden. Es wurde oft erwähnt das da große Family Offices involviert sind, die sich dann vermutlich auch gute Anwälte leisten könnten.
Als Stammaktionär muss man meiner Meinung damit leben, das aktuell Wert vernichtet wird.Durch unterschiedliche Stimmrechte glaub ich auch schwierig eine Mehrheit zu bekommen, das man die Dividende aussetzt. Wenn ich mit der juristische Drohkulisse bei STRc richtig ziehe ist aus Sicht des Mangements auch richtig weiter fleißig Geld zu zahlen.
Insgesamt ein wenig die Situation wie bei den KG-Schiffen vor ein paar Jahren. Da musste auch Geld nachgeschossen werden, damit das Bank bezahlt werden kann und das Schiff nicht zwangversteigert. Da die Charteraten damals oft schon unterhalb der operativen Kosten lagen, gab es dort auch keinen Cashflow (Im Idealfall erwirtschaft das Schiff die operativen Kosten, die Kosten für das Management, die Bankrate und einen Gewinn). Nur das hier keiner direkt nachschießen muss, sondern Strategy einfach Aktien an die ausgibt die Interesse haben. (und meiner Meinung nach auch nicht verstehen, das Strategy mit dem Geld Dividenden der anderen und die laufenden Kosten deckt). Und natürlich wenn der Bitcoin auf Rekordhöhe steigt, ist bei MSTR auch eine Kursverfielfachung möglich.