Kredite im privaten Bereich, bis auf ein Hauskredit vielleicht, sind nie gut. Ich habe das Gefühl, du suchst Bestätigung, dass ein Kredit mit Beleihung was positives wäre. Ist es nicht, besonders nicht, wenn man es auch noch für Wertpapiere nimmt. Reine gehebelte Zockerei in meinen Augen.
Du kannst gerne Deine eher ablehnende Meinung dazu haben, verstehe aber nicht warum Du es dann auf die persönliche Ebene ziehen willst.
Es gab im anderen Thread einerseits Nachfragen zum Thema und zum anderen den Wunsch, das Thema in einem extra Thread zu vertiefen. U
Für mich ist die Beleihung erstmal eine Option, für Dich nicht. Das ist ok.
Du sagst sie sind nie gut - außer vielleicht bei einem Hauskredit. Argumente oder Erfahrungen dazu fehlen - also für mich einfach Deine Meinung. Und ich will auch niemand überzeugen. Umgedreht wie würdest Du Dich fühlen, wenn Du deinen Sparplan mit ETFs machst und jemand sagt das ist Zockerei, weil Börse ist ein reines Casino (gibt es in D ja durchaus)
Bisher gab es eher positve Erfahrungen. Zockerei im neuen Markt mit sehr tragischen Ende sehe ich nicht direkt in Bezug zu einem Wertpapierkredit.
Warum ein Hauskredit, der nach meinem Verständnis mindestens bei Hebel 2 eher deutlich höher liegt, i.d..R. sehr hohe Transaktionskosten von mindestens 5% hat, von dessen Höhe in viellen Fällen ein Groteil des Vermögens ausmacht und gleichzeitig für die meisten eine hohe, monatliche und jahrzehntelange Zahlungsverpflichtung darstellt sowie bei Nichtbedienung wirklich bedeutet auf der Straße zu stehen "vielleicht gut" ist und alles andere schlecht, erschließt sich mir nicht. Auch da ist finanzmathematisch nach meinem Verständnis die Idee des Levarage Effekt, das die Rendite aus gesparter oder erhaltener Miete und Wertsteigerung minus Zins und anderen Kosten langfristig positiv ist. (Und natürlich auch je nach Wertvorstlellung auch emotionale Pluspunkte.)
Für Immobilien aber die Datenlage mMn nicht wirklich Transparenz wie bei Aktien. Berechnung komplex, weil die wenigsten genau tracken, was die Opportunitätskosten aufs EK, die Vergleichsmiete und zusätzliche Kosten (inklusive der Kaufnebenkosten) als Eigentümer tracken.
Auch die wirkliche Wertsteigerung eine Objekts lässt sich schwer nachverfolgen, weil oft nur Aussagen über Regionen gemacht werden. Langfristig aber statistisch deutlich geringer als beim MSCI World, dafür aber auch nicht so volatil.
Also warum der große Hebel auf große Summen ok, ein kleinerer Hebel auf kleinere Summen aber Zockerei? Der Hebel erhöht natürlich das Risiko und daher sowol beim Immobilienkauf als auch bei Aktien, daher wichtig da vorher gut zu überlegen was tragbar ist.
Auch wenn historisch sowohl Immobilien als auch Aktien eher steigen, gibt es für die Zukunft keine Sicherheit.
im Dip kaufen wird hier als Zockerreich beschrieben. Andreas Becks Strategie sieht bspw. genau das vor. er hält Kapital in Anleihen vor und wenn seine Parameter auf Krise stehen investiert er. Weil seiner Meinung nach niemand die Krise vorhersagen kann, aber jeder sagen kann wann man drin ist. Aus meiner Sicht sind die Kosten Kapital vorzuhalten recht hoch und bspw daher Beleihung des Depots für mich eine sinnvolle Option.
Kauf nach Kurseinbruch war historisch immer eine gute Idee.
Wenn ich davon ausgehe, das die erwartet Rendite höher ist als meine FK Kosten ist es finanzmathematisch sinnvoll.
Natürlich gibt es keine Garantie. Die gibt es aber auch bei ungehbelter Anlage nicht.