Beiträge von Cathwisperer

    Nicht, dass es für mich eine größere Bedeutung hätte (bin lediglich mit geringen Mengen in einem Bitcoin ETN engagiert), aber ich habe heute in den Nachrichten gelesen (da wurde über die Abstimmung im US Senat zum Gesetz zur Regierung von Kryptowährungen berichtet), dass Bitcoin ähnlich wie Aktien zunehmend oder sogar besonders stark von Zinsänderungen tangiert sei. Ist das so, und war es nicht eigentlich so gedacht, dass Bitcoin unabhängig ist von den üblichen Mechanismen im Finanzmarkt?

    Wenn die Zinsen steigen, fließt das Geld eher in in Staatsanleihen und ähnliches, weil man dort relativ sicher, wegen der höheren Zinsen, eine respektable Rendite bekommt. Und dieses Geld fließt dann aus Bitcoin oder auch aus Gold ab, da diese auf Grund der hohen Volatilität risikoreich(er) sind. Sind die Zinsen niedrig und dann damit die Rendite, fließt dieses Geld dann gerne auch wieder in risikoreiche Assets und die Kurse von Bitcoin und Co steigen dann.

    Nur der Vollständigkeit halber: Depot liegt bei Bitvavo, alle Token sind im Staking/Lending und erzeugen so passive Einnahmen. Nicht viel, aber bei aktuellen Kursen etwa 20€ im Monat, die ich aber nicht realisiere, sondern dazu nutze, den Durchschnitts-EK zu senken. Staking/Lending wird nicht in Cash, sondern in Token ausbezahlt.

    War beim erwirtschaftet von yield bei Kryptos nicht irgendein Problem mit der einjährigen Haltefrist? Das die dann nicht gilt oder so?

    ETH wird gestakt, als Gas gebraucht, steckt in DeFi, Stablecoins, Tokenisierung und Settlement, dient als Collateral und wirft nebenbei im Staking Ertrag ab. Gleichzeitig ist mehr als ein Drittel aller ETH gebunden und damit nicht mal eben sofort auf dem Markt verfügbar. Ich sage nicht, dass BTC damit plötzlich uninteressant ist, aber vielleicht merken gerade immer mehr institutionelle Anleger, dass es einen Unterschied gibt zwischen einfach nur knapp und knapp plus wirtschaftlich nützlich.

    ETH ist wirtschaftlich nützlich , aber nicht "knapp", da es im Gegensatz zu Bitcoin keine feste Obergrenze hat und damit in dem Sinne nicht "knapp" ist.

    Dir ist scheinbar nicht bekannt, dass

    a) nicht alle Wertpapiere einen Anteil an einem Unternehmen verbriefen und

    b) die KESt nicht nur für Wertpapiere gilt.

    Sie gilt für alle Kapitalerträge, auch Sparbuchzinsen, Erträgen aus Privatdarlehen, GmbH-Ausschüttungen etc.

    Das ist richtig und da stimme ich dir zu. Aber in allen diesen Fällen gibt es dort einen rechtlich greifbaren Herausgeber/Emittent. Ein wichtiges Herausstellungsmerkmal, was diese Asset-Klasse ausmacht/charakterisiert und welches du bei Bitcoin und vielen anderen Kryptos eben nicht hast und was bei der Beurteilung, warum Bitcoin und Co. gleich einem Wertpapier(oder auch nicht) sein soll, ein Rolle spielen sollte aus juristischer Sicht.

    Genau das ist ja der Kern der ganzen Debatte, die sachliche Begründung, warum Bitcoin anders besteuert werden sollte als bspw. Gold und ob diese Begründung dann juristisch Stand hält.

    Genau. Wenn Bitcoin gleich besteuert werden soll, wie Wertpapiere, muss sich der Gesetzgeber bzw. die entsprechenden Gerichte mit der Frage beschäftigen, ist Bitcoin wie ein Wertpapier anzusehen, sprich u.a. auch, hat Bitcoin Emittenteneigenschaften, wie Anteil an einem echten Unternehmen, dass Dividende ausschüttet, Gewinne erwirtschaftet und einen rechtlich greifbaren Herausgeber/Emittent hat....tja, und das ist zumindest bei Bitcoin nicht der Fall.

    Das würde bedeuten, dass Deutschland eigentlich erst mal eine Art "Clarity Act" bräuchte, wie gerade in den USA angedacht, welches genau definiert, welcher Krypto ein Wertpapier(mit Emittenteneigenschaften wie Anteil an einem echten Untenehmen, dass Divdende ausschütted, Gewinne erwrtschaft und einen rechtlich greifbaren Herausgeber/Emittent hat) und welcher Krypto ein "Rohstoff"/Wirtschaftsgüter im Sinne von Gold etc. ist, bevor man anfängt, über die Haltefrist zu entscheiden....

    Generell zur geplanten Abschaffung der einjährigen Haltefrist folgender Gedanke. Die Abgeltungssteuer(Kapitalertragsteuer) funktioniert deshalb verfassungskonform, weil Banken sie automatisch einbehalten und anonym an den Staat abführen(können). Bei dezentralen Wallets, ausländischen Börsen ohne BaFin-Sitz oder DiFi-Protokollen könnte der deutsche Staat dies wohl kaum. Der Staat würde ein Gesetzt erlassen wollen, bei dem er technisch einen (großen?) Teil der Marktteilnehmer wahrscheinlich nicht kontrollieren kann. Wahrscheinlich würde das Bundesverfassungsgericht das Gesetzt wegen Ungleichbehandlung des ehrlichen Steuerzahlers für verfassungswidrig erklären....

    Spannend finde ich auch, dass man jetzt wohl in dem Entwurf versucht, zwischen Stablecoins und anderen Kryptowerten zu differenzieren, um mit der bestehenden Fremdwährung-Regelung nicht in Konflikt zu geraten. Immerhin ein Fortschritt im Vergleich zur MiCAR-Regelung. Kann man nur hoffen, dass sie auch den Unterschied zwischen Bitcoin und Altcoins irgendwann kapieren.

    Aktuell sieht es so aus, aber es kann noch viel passieren. Mal schauen, wie die Bundesregierung 2028 überhaupt aussieht ^^ – Sollten Bestände, die vor 2027 gekauft wurden, tatsächlich auf alle Ewigkeit steuerfrei bleiben, könnte man auch überlegen, gegen Ende des Jahres noch mal kräftig nachzukaufen ...

    Was meinst du mit dem "Unterschied zwischen Bitcoin und Altcoins"? Wo soll der Unterschied liegen? Beides sind doch Kryptos....oder?

    Dein Ziel ist machbar, aber dein Depot ist deutlich konzentrierter, als es auf den ersten Blick aussieht.

    Durch die Überschneidungen im MSCI World stecken bei dir inzwischen grob 45 % des gesamten Depots in Nvidia, Microsoft und Apple. Dazu kommt noch der Information-Tech-ETF. Das ist eine massive Wette auf US-Tech und KI.

    Bei 380.000 € auf 1 Mio. € in zehn Jahren brauchst Du ohne weitere Einzahlungen etwa 10,2 % p.a. Ambitioniert aber nicht unmöglich.

    Ich würde eher den Tech-Klumpen reduzieren und den Kern breiter aufstelle statt für das Millionenziel noch mehr Risiko draufzupacken. Die entscheidende Frage ist nämlich nicht, ob du in guten Jahren 20 % schaffst, sondern ob Du einen zwischenzeitlichen 50-%-Rückgang aushältst, ohne deine Strategie über Bord zu werfen.

    Sehe ich auch so. 45% die drei Tech-Aktien finde ich arg viel. Bei den hohen Kursen ist der Gewinn von wer weiß wieviel Jahren schon mit eingepreist....ich kann mir nicht vorstellen, dass die drei Aktien die nächsten 7 Jahre fast die Hälfte der geforderten 7,5%(mit monatlichen Einzahlungen) bzw. 10,2%(ohne die Einzahlungen) jährliche Rendite bringen....

    Neuer Meilenstein:

    100k Gewinn 😃- 380k gesamt

    Ich habe es mal durchgerechnet. Bei "von 200k zu Million in 10 Jahren" müsstest du heute bei etwas mehr wie 335k sein. Du liegst scheinbar sehr gut im Rennen. Gratuliere. Gute Leistung.

    Würdest du uns verraten, wie im Moment die Zusammensetzung deines Portfolios prozentual aussieht? Soweit ich mich erinnern kann waren da auch Tech-Aktien mit dabei. Die KI hat mir ausgerechnet, dass du bis Ende 2033, bei deinen beibehalten monatlichen Einzahlungen, ca 7,50% Rendite jährlich bräuchtest, um dein Ziel zu schaffen...daher meine Frage, wie die prozentuale Verteilung deines Portfolios ist, insbesondere wie hoch der Anteil an Tech-Aktien.

    Dir weiterhin viel Glück.

    Offensichtlich hat Einundzwanzig hier mit Cathwisperer seit Kurzem eine Art Doppelgänger oder KI-Bot zur Unterstützung, der Daumen-runter likes verteilt.

    Einziger Beitrag von Cathwisperer, ausgerechnet in diesem Thread, am 27.6.: STRC super spannendes Modell, Einundzwanzig hat es ganz toll erklärt….

    Referat Janders/ Moderation: gibt es eine Möglichkeit, Doppelanmeldungen und Bots zu überprüfen?

    Nö, das ist Unsinn. Ich lese hier einfach still mit, weil mich das Thema interessiert und ich die Beiträge von Einundzwanzig gut und sachlich finde. Deine übrigens überhaupt nicht.

    Tatsächlich hatte ich auch schon mit dem Gedanken gespielt, den Notgroschen in diese Aktie zu investieren. Ich sah das so wie Einundzwanzig. Gute monatliche Dividende und man kann das Geld jederzeit wieder zurück bekommen, wenn man die Aktie verkauft. Durch die Bitcoin Guthaben von Strategy wäre es auch auf Jahrzehnte gedeckt.....aber jetzt sehe ich erstmal davon ab diese Aktie zu kaufen. Ich glaube nicht recht daran, dass die Dividende so hoch geschraubt wird, dass sich der Kurs bei 100$ wieder einpendelt...

    Ansonsten finde ich die Beiträge von Einundzwanzig zu diesem Thema gut erklärend und ich bin im Prinzip in den meisten Sachen bei ihm was diese Aktie betrifft. Ich selber glaube daran, das Bitcoin und auch Kryptos mit einer Anwendung eine große Zukunft vor sich haben. Bei dieser Aktie warte ich allerdings mal eher ab.