Grundsätzlich stimme ich zu, aber die Opportunitätskosten sind halt eine empirische Frage und keine theoretische. Wenn die Aktien in der Laufzeit der Anlage negativ rentieren, steht man am Ende mit der Investition in Anlagen besser da.
Und genau deshalb solltest du die Cederburg Studie lesen oder die Videos anschauen. Es gab in den letzten 130 Jahren keinen für Privatableger relevanten Zeitraum (in keinem Land) in dem man mit Anleihen nach Inflation besser dagestanden hätte als mit einem global diversifizierten Aktien-Portfolio. Und zwar nicht nur beim Thema Gesamtrendite. Selbst wenn du die ungünstigen Einstiegszeitpunkte bei Aktien gehabt hättest, wären Anleihen nach Inflation immer noch die schlechtere Wahl gewesen. Eben weil sie langfristig sehr stark mit Aktien korrelieren. Es gibt nur einen sehr schmalen Korridor von wenigen Jahren um den Rentenbeginn in dem eine Beimischung von Geldmarkt zu einem besseren (=sichereren) Ergebnis führt.